Es handelt sich um ein Haus, welches in seiner Größe die angesichts der Webseite geweckten Erwartungen übertrifft - leider aber die damit einher gehenden qualitativen Abstriche in Kauf zu nehmen scheint.. In der Tat sind es mehrere durch unterirdische Gänge verbundene Häuser. Man hat den Eindruck, das Hotel habe sich nach und nach "durch den Ort gefressen". Das Ergebnis sind recht verwinkelte Gänge sowie eine nicht immer zweckmäßig erscheinende Architektur. Wir waren für ein verlängertes Skiwochenende "mal ohne Kinder" vor Ort. Logischerweise leben in der Wintersaison viele der massenhaft anmutenden Gäste einen ähnlichen Rhythmus, was vor dem Abendessen zu überhöhtem Andrang im Wellnessbereich sowie danach zu Wandelgängen der Massen in den Katakomben und Lokationen führt, wie ich sie mir auf einem Kreuzfahrtschiff vorstellen würde. Nichtsdestotrotz macht das Personal einen freundlichen Eindruck. An der Rezeption ist man stets hilfsbereit. Die Verpflegung ist in Summe in Ordnung. Man hat jedoch den Eindruck, es ginge mit wenigen Mitteln das kleine Bisschen "mehr". Wir würden das Haus nicht uneingeschränkt weiterempfehlen weil aus unserer Sicht das Verhältnis von Preis und Leistung nicht immer stimmt. Dies ist jedoch Geschmackssache, wir versuchen die entsprechenden Hinweise in den nachfolgenden Abschnitten herauszuarbeiten, auf dass sich jede(r) sein eigenes Urteil bilden kann. In der Lobby wird kostenfreies W-Lan angeboten. Dies ist jedoch angesichts des abendlichen Ansturms völlig überlastet und langsam. Es gibt auch eine Internet-Zone mit drei fest installierten PCs. Diese meist nicht alle gleichzeitig funktionsbereit und gern mit Dauersurfern belegt.
Wir wurden von einem Schwesterhotel kurzfristig umgebucht und sind in einem der Gebäude gelandet welches man von außen gar nicht zum Hotel zählen würde (unterirdische Verbindung). Wir fanden uns schließlich zu zweit in einer Art Appartment mit ebenerdigem Balkon wieder. Vorteil: Man kann das Auto mit den Skiklamotten direkt vor der Tür parken. Nachteil: Bei Schneefall sorgen zahlreiche Schneepflüge für rechtzeitiges Erscheinen am Frühstückstisch. :-> Das Zimmer war OK, entsprach aber nicht den Erwartungen welche angesichts der Webseite geweckt wurden. Die Bad-Lüftung roch nach kaltem Rauch. Im Bad scheint eine Blubber-Wanne standard zu sein, dafür gibt es keine richtige Dusche.
Wir hatten 3/4 Pension zur Verfügung, davon nur Frühstück und Abendessen genutzt. Man bekommt am ersten Tag einen festen Tisch zugewiesen. Abends pro Gang zwei Optionen, offenbar immer eine mit und eine ohne Fleisch. Auswahl am Vortag erwünscht. Das warme Essen kommt auf vorbereiteten Tellern. Die Qualität ist für die Masse an Leuten ordentlich, wenn auch nicht "top". Wir hatten den Eindruck, dass die Tische einigermaßen schlau zugewiesen wurden so dass es "ruhige" und auch "kinderreiche" Zonen gab. Salat und Suppe gibt es vom Buffet. Beides wenn überhaupt Durchschnitt. Zum Teil Tütensuppenniveau (Pilzrahmsuppe mit einem Hauch von Pilz). Eine Suppe ist anscheinend jeden Abend klare Bouillon mit verschiedenen Einlagen zum selbst-konfigurieren. Dessert: Entweder Sorbet aus dem Automaten zum Selberzapfen (...) oder eine Kleinigkeit aus der Küche. Frühstücksbüffet kommt über den notwendigen Standard nicht hinaus. Es gibt einen fleißigen "Eierbrater". Ansonsten Marmelade aus dem Eimer (umgestülpt in Glasschalen), einige Brötchensorten, etwas Wurst und Schinken. Geschnittenes Obst (Dose mit frischen Sorten verlängert), frische Ananas als Highlight.
Man ist freundlich. Die Kellner am Tisch haben in Stoßzeiten nicht wirklich Chancen großartig Konversation zu treiben und das ist OK. An der Rezeption ist man bemüht, auf jeden Wunsch einzugehen. Wir hätten gern das Zimmer getauscht, aber da war bei vollbesetzter Hütte nichts zu machen. Wir denken man war trotzdem ehrlich bemüht. Bademäntel kosten 5 Euro Miete. Dies hat uns angesichts des Angebots ähnlicher Häuser verwundert, zumal der Gang in den Wellnessbereich so lang werden kann dass man ihn nicht mit einem Handtuch um die Hüfte absolvieren mag.
Wir haben das Hotel nicht wegen der Lage gebucht. Zum Skilift Ratschings ca. 20 min Anfahrt mit dem Auto.
Beliebte Aktivitäten
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Der Wellnessbereich spaltet mit Sicherheit die Gemüter. Ich bin Saunafreund und kann daher die Saunaanlage gut mit anderen Anbietern vergleichen. Der Saunabereich mag einigen als riesig gelten. Man muss jedoch die Größe in Relation zum gesamten Haus sehen. Aus diesem Blickwinkel relativiert sich einiges. Es gibt unzählige Saunen, Dampfbäder etc. mit neuwertiger Bausubstanz. Alle Saunen sind beschildert. Dies mit viel Text, für Brillenträger ohne Brille zu klein. In Ruhezonen stehen Liegen und ca. 10 Wasserbetten zur Verfügung. Sehr gemütlich. Die Sauna hat eine Whirlpoolgrotte. Wassertemperatur angeblich weit über 30 grad - die Realität sieht deutlich anders aus. Das Ding ist gut zum Abschrecken nach dem Saunagang geeignet. Schade. Sauberkeit etc: Kein Grund zur Beanstandung. Interessant sind die in Wandnischen eingelassenen Duschen. Man duscht somit immer mit freiem Blick in den Saal bzw. in die gegenüberliegende Sauna. Bei entsprechendem Andrang gibt es eine Traube Wartender vor jeder Dusche. Nicht sicher ob dieser Blickfang die ansonsten recht freizügige Konstruktion kompensiert.... Die Poollandschaft besteht aus einer Vielzahl von Becken. Das Wasser wirkte allgemein kühl. Das mag auch daran liegen dass wir gerade von der Skipiste kamen. Das Außenbecken geht sicherlich als Heißbecken durch. Der im Trailer sichtbare Außenwhirlpool war definitiv zu kalt. Und wir sind eigentlich keine Frostbeulen.... Wichtig: der Wellnessbereich schließt um Punkt 19:00 Uhr, indem eine Truppe Angestellter den Bereich entert und alle Saunatüren aufreißt. Man wünscht sich in diesem Moment, dass auch andere Regeln so penibel eingehalten und überwacht würden wie die Öffnungszeit. Zu nennen wäre hier das Gebot zur Textilfreiheit (nichts für ungut, aber man kommt sich zum Teil komisch vor wenn man nackt ist) sowie das Reservierungsverbot für Liegen und Wasserbetten (hier herrscht anscheinend völlige Ignoranz). Es hängen zwar in jeder Ecke entsprechende Schilder - hilfreich wäre evtl. ein großes solches mitten im Raum, so dass keine Missverständnisse aufkommen können. Dies gern gepaart mit dem einen oder anderen Durchgang des "Bademeisters". Das sogenannte "kleine Bad" mit Sauna steht bis 22:00h zur Verfügung. Hierbei handelt es sich vermutlich um eine alte Anlage. Sie ist keine ernstzunehmende Alternative, die Sauna ist ein in die Jahre gekommener "Schwitzraum" welcher zugunsten wärmeren Wassers im Whirlpool locker abgeschaltet werden könnte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Februar 2013 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulf |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 2 |


