Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Inga (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • Februar 2008 • 1-3 Tage • Arbeit
Vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Das Hotel Steinernes Schweinchen wurde komplett renoviert und Ende August 2016 wiedereröffnet (Quelle: Hotelmanagement, Stand: November 2016)
Ist sein Geld nicht wert, kann ich nur bestätigen
2,2 / 6

Allgemein

Ich habe in diesem Hotel an einem Seminar teilgenommen. Das Publikum besteht unter der Woche hauptsächlich aus Firmengruppen und Geschäftsreisenden. Das Gebäude ist bautechnisch eine Katastrophe. An einem Hang gebaut und immer wieder um einen Trakt erweitert, ist es dermaßen unübersichtlich, dass einem die Orientierung schwer fällt. Flurtüren sind teilweise überbreit, so dass man sie kaum aufbekommt, teilweise derart schmal, dass man sie leicht mit einer Besenkammer verwechseln kann, was mir und anderen Kollegen nicht nur einmal passiert ist. Die Frage nach den Fluchtwegen darf man da nicht stellen. Auf dem Weg zu unserem Seminarraum mussten wir zwei Kellertreppen, noch dazu durch eine Zwischentür getrennt, hinunter, die man mit einem größeren Koffer nicht begehen konnte. Viel größere Bedenken habe ich jedoch bei der Anlage der Flure. Es gibt dort zahlreiche Stufen, jeweils von einem Gebäudeteil zum nächsten, ohne Tageslicht. Die Stufen sind nicht gekennzeichnet und der Lichtzyklus der Schaltung ist sehr kurz. Steht man erst einmal im Dunkeln, habe ich manches Mal vergebens nach dem Lichtschalter gesucht. Die Beleuchtung der Schalter war defekt oder zu dunkel. Hier wäre ein Bewegungsmelder angebracht. Ein körperlich behinderter Gast wäre hier gnadenlos gescheitert! Unser Seminarraum roch stark nach Schimmel / Kellermuff. Er war kalt und feucht, trotz Reklamation wurde dort vom Personal immer wieder die Heizung abgedreht (übrigens auch in den Toiletten) und das Fenster aufgerissen, um des Geruchs einigermaßen Herr zu werden. Das ganze bei morgens 3 °C. Ich habe noch nie bei einem Seminar so gefroren. Der Keller hatte starke Niveauschwankungen im Boden (dadurch, dass sich das Gebäude gesetzt hatte), die Wände Risse und an den Heizkörpern klebten Kaffeereste. Der Nebenraum, eigentlich für uns als zus. Gruppenraum gedacht, wurde als Abstellkammer benutzt. Der Seminarraum hatte eine Terasse. Überall im Garten lagen Baumaterialien, Müll und kaputte Möbel herum. Offene Kabel hingen von der Decke. Im Seminarraum fiel eine Pinwand komplett auseinander und traf beinahe eine Teilnehmerin. Schrauben an den Stühlen waren lose. Sämtliche Holzböden waren stark abgegriffen.


Zimmer
  • Sehr schlecht
  • Sämtliche Flure waren eine Baustelle. Überall lagen Parkettstapel, Werkzeug und Staub herum. In meinem Nichtraucherzimmer, das ich erst auf Nachfrage bekommen habe, lag gleich hinter der Tür ein Flachbildfernseher auf dem Boden. Diesen hätte ich mit meinem Koffer beinahe umgerissen und auf den Fuß bekommen. Sowohl das erste als auch das zweite Zimmer rochen stark nach Desinfektionsmittel. Dies haben mir andere Teilnehmer aus ihren Zimmern bestätigt. Es konnte durch Lüften behoben werden. Die Möbel schienen neu zu sein, aber die Bäder waren es nicht. Sie glänzten durch gesprungene Fliesen, kaputte Handtücher und Spiegel und nicht saubere Zahnputzgläser. Muss am Mülleimer der Dreck des Vorgängers kleben? Ansonsten entsprachen die Zimmer denen eines durchschnittlichen Hotels.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Die Küche des Gourmetrestaurants war der einzige Lichtblick, sie war wirklich ausgezeichnet! Ohne Wenn und Aber hat sie die vier Sterne am Eingang verdient. Es gibt sehr leckeres Bier aus der eigenen Brauerei. Das kleinere Restaurant bietet eher durchschnittliche Küche und ist etwas für den schmaleren Geldbeutel. Hier stimmt bei beiden das Preis-/Leistungsverhältnis.


    Service
  • Eher schlecht
  • Die Rezeption war nicht besetzt, nach Suchen kam dann der Kellner aus dem Restaurant und hat uns eingescheckt. Er verstand leider nur sehr schlecht Deutsch, so dass er auf Anhieb die Zimmer nicht zuordnen konnte. Leider gab es keinerlei Abfrage, ob ein Raucher oder Nichtraucherzimmer gewünscht wurde. Ich bekam prompt ein Raucherzimmer und musste noch einmal tauschen, was mir erst gelang, als ich die Chefin per Zufall im Flur getroffen hatte. Ansonsten waren alle Angstellten sehr freundlich und bemüht, wenigstens die größeren Mängel wieder wett zu machen.


    Lage & Umgebung
  • Sehr schlecht
  • Das Hotel liegt etwas Außerhalb von Kassel-Wilhelmshöhe, ca. 10 Taximinuten vom Bahnhof entfernt. Eine Anbindung an das öffentliche Nahverkehrssystem gibt es nicht. Das Gebäude liegt an einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße in einer steilen Kurve. Bereits das Aussteigen aus dem Taxi geriet zu einer gefährlichen Angelegenheit, da der Taxifahrer keine Möglichkeit zum Parken hatte, sondern gefährlich auf der Straße stehen bleiben musste. Wir hatten beinahe einen Auffahrunfall! Viele Kollegen mussten an dieser Straße im matschigen Grünstreifen parken, weil es nicht genug Parkplätze gab.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Das versprochene Schwimmbad lag 100 m weiter die Straße hinunter im Keller eines weiteren Hauses. Es war relativ neu. Leider konnte ich selbst nach zweimaligem Benutzen keine Umkleidekabine entdecken. Man musste sich entweder in der Sauna umziehen (denn wer läuft schon nur im Bademantel bei 3°C an einer Hauptverkehrsstraße entlang), hatte dort aber freien Einblick von draußen, oder aber in der Toilette. Auf dem Weg dorthin läuft man mit den Straßenschuhen durch den Badebereich und so sah es auch aus! Hygienisch nicht einwandfrei. Des weiteren gab es die bereits erwähnte Sauna im Schwimmbad und eine weitere Sauna im Haupthaus, auf deren Nutzung ich jedoch verzichtet habe.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1-3 Tage im Februar 2008
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Inga
    Alter:31-35
    Bewertungen:7