Das Hotel findet sich in einem wenig ansehnlichen siebenstöckigen, nominell achtstöckigen, Nachkriegsbau, ersichtlich einem (ehemaligen) Wohngebäude mit Apartments. Man betritt es über einen großen Parkplatz über eine Treppe – unvorteilhaft für Gepäck – und zwei Türen. Eine führt direkt zur Rezeption, die andere in einen Flur mit Lift und Treppenhaus. Eine richtige Lobby gibt es nicht, was den Charakter als Wohngebäude zeigt. Das Haus ist renoviert, wirkt aber dennoch einfach. In den Etagen sind die Flure mit einem grauen Teppichboden ausgelegt, altbackene grau gestrichene Holztüren führen zu den Zimmern; sie wirken fast ein wenig wie Gefängnistüren auf mich. In den oberen Stockwerken ab der nominell sechsten Etage liegen noch dauerbewohnte Apartments. Das Publikum war durchschnittlich bis Handwerkerpublikum. Die Dauer-Bewohner waren sehr einfach. Insgesamt ein einfaches Hotel am Stadtrand. In dem Hotel gab es keine Fitness- und keine Wellnesseinrichtungen.
- ZimmergrößeEher gut
Mein Zimmer lag im nominell fünften Stockwerk. Es war relativ geräumig, indes auch für zwei Personen gebucht. Das Zimmer war einfach, mit einem hellen Laminatboden ausgelegt, verfügte über einen Schrank, einen Schreibtisch, einem kleinen Kühlschrank, einem Wasserkocher mit Tee und Kaffee. Eine kostenlose kleine Flasche Sprudelwasser stand bereit. In das WLAN mußte man sich erst einloggen und hierzu auch noch seine Daten wie Name und Handynummer preisgeben, da ein Code zum Login auf das Handy gesendet wurde. Diese Datenerpressung war nicht gut. Es funktionierte aber im übrigen gut auf dem Zimmer. Die Fensterpartie war an sich schön mit zwei kleinen Fenstern, die sich vollständig öffnen ließen sowie einer Balkontüre. Sie führte auf einen kleinen Balkon, der mit Teppich belegt war und auf dem zwei Stühle standen. Der Blick war sehr schön über das Land in Richtung Stadt. Es gab jedoch keine Läden oder Jalousien zur Verdunkelung. Die Verdunkelungsvorhänge verdunkelten nur teilweise. Das Doppelbett war ok, die Kissen aber zu hart. Das Zimmer hatte einen Durchgang zu einem kleinen Entree, bei dem die Tür leider entfernt worden war, es wäre sonst ruhiger gewesen. Denn aus dem Flur und aus anderen Zimmern hörte man durchaus Geräusche. Vom Entree ab gelangte man in das kleine einfache Bad, hell gekachelt und in die Tage gekommen. Es war dennoch ganz gut ausgestattet mit einer Badewanne, Curassierspiegel und Ablageflächen. Vor der Wanne war ein lappriger Vorhang angebracht. In der Wanne gab es eine Handbrause, die gegenüber dem Wasserhahn angebracht war. Der Stöpsel für die Brause klemmte etwas. Das Waschbecken war sehr klein und der Hahn unvorteilhaft links angebracht. Es gab keine zusätzlichen Pflegeprodukte im Bad. Das WC roch etwas ungut.
Ein Schild über dem Eingang preist ein „Hotel und Restaurant“ an, aber es gibt de facto kein Restaurant, nur einen Frühstücksraum.
Der Service war gemischt. Als ich gegen 12 Uhr ankam war die Rezeption nicht besetzt, obgleich dies in der Katalogbeschreibung angegeben war. Es gab eine Klingel, die ich bediente. Die Frau, die erschien meinte: „Oh Nein, keine Anreise jetzt“. Sie habe anderes zu tun. Man hatte ein wenig den Eindruck, das Hotel wünscht keine Gäste. Immerhin akzeptierte sie etwas widerwillig das Einstellen meines Gepäcks. Der Check-in war dann ab 14 Uhr möglich. Dieser war rasch, einen Meldeschein füllte ich nicht aus. Es wurde Vorkasse verlangt und ich erhielt sofort meine Rechnung, allerdings ohne Rechnungsadresse. Das Hotel akzeptierte meine Amex-Kreditkarte nicht, so daß ich bar zahlen mußte. Der Check-in entfiel aufgrund der morgens um 7 Uhr noch geschlossenen Rezeption. Ich habe meinen Schlüssel, wie anderen Gäste auch, einfach auf den Tresen gelegt. Die Rezeption war auch regelmäßig ab 19.30 Uhr nicht mehr besetzt, es standen aber Schlüsselfächer bereit.
- Lage für SehenswürdigkeitenEher schlecht
ÖPNV-Erreichbar
- Nein
Parkplätze in der Nähe
- Ja
Das Hotel liegt recht außerhalb am Stadtrand von Apolda. Ringsherum befinden sich teils Gewerbebetriebe, teils Felder und Außfallstraßen. Gegenüber des Hotels liegt eine Bushaltestelle, die jedoch nicht mehr bedient wird. Nächste Bushaltestelle ist Paul-Schneider-Straße mit stündlichen Busanschlüssen zum Bahnhof und Busbahnhof Apolda, Fahrzeit ca. 10 bis 15 Minuten. Allerdings enden die Takte, vor allem am Wochenende, sehr früh und beginnen spät. Unter der Woche fährt der erste Bus mit Weiterfahrt in Richtung Weimar bereits um 4.30 Uhr. Zu Fuß läuft man vom Bahnhof aus eine gute halbe Stunde zum Bahnhof und 45 bis 60 Minuten ins Stadtzentrum. Vom Bahnhof aus bestehen Zugverbindungen in Richtung Weimar und Erfurt sowie Richtung Weißenfels und Leipzig. In unmittelbarer Nähe des Hotels gibt es Billigmärkte. Direkt neben dem Hotel liegt ein Schnellrestaurant, zu dem man allerdings dennoch rund fünf Minuten zu Fuß braucht, weil das Hotelgelände umzäunt ist und es keinen direkten Ausgang restaurantseitig gibt. Sehr unvorteilhaft gemacht. Richtige Restaurants gibt es in der Gegend keine. In einer Viertelstunde Fußmarsch Richtung Stadt findet sich der Schlachthof mit einer Gastronomie, die aber oft geschlossen hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | David |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 724 |


