Das Hotel liegt im Salzkammergut, nur ein paar Kilometer hinter der Grenze und so für uns Münchner sehr gut und schnell zu erreichen. Hoch an einem Hang gelegen bekommt man weder von der Autobahn noch von sonst irgendwas störende Einflüsse mit. Das Hotel an sich besteht aus mehreren Bauabschnitten, die jedoch alle über die Rezeption trockenen Fußes zu erreichen sind. Insgesamt gibt es wohl um die 170 Betten, man hat jedoch nicht das Gefühl, in einer Bettenburg abgestiegen zu sein. Standartmäßig ist im Übernachtungspreis eine 3/4 Pension enthalten, aber dazu später mehr. Das ganze Hotel ist, mit Ausnahme der Bar und dem Aussenbereich/Balkonen ein Nichtraucherbereich. Das fällt besonders positiv auf, wenn man in ein geruchsneutrales Zimmer kommt und einem weder beim Essen noch beim Wandeln durch die Gänge Qualm in die Nase steigt. Als wir dort waren, bestand das Publikum (gemessen an den Kennzeichen in auf den Parkdecks) hauptsächlich aus Österreichern, Deutschen und dem ein oder andren Schweizer. Der Altersschnitt ist schwer anzugeben, aber es waren hauptsächlich Paare von 20 bis 70, vereinzelt auch ein paar Freundinnenpaare, die gemeinsam die Erholung gesucht haben. Familien gan es sehr, sehr wenige, das kann aber auch daran liegen, dass Kinder unter 16 keinen Zutritt zum größere Wellnessbereich haben. Alles in Allem ein sehr empfehlenswertes Hotel, bei dem der Preis und die Leistung in einem erfreulich ausgewogenen Verhältnis stehen. Das war sicher nicht unser letzer Besuch dort :)
Wir hatten eine Kuschelsuite. Diese hat laut Katalog etwa 60m², ist also durchaus groß. Mitten im Raum stand ein großer Whirlpool, leicht erhöht und trotz seiner Größe gut in den Raum integriert. Das war das absolute Highlight des Raumes :) Im Zimmer findet man auch seine zwei Badetaschen, gefüllt mit Saunatüchern und seine Bademäntel, die einem während des Aufenthaltes tagsüber zur zweiten Haut werden. In der Mitte des Raumes gab es ausserdem einen großen Flat-TV, der zum Whirlpool, zum Bett und zum Wohnbereich hin schwenkbar war. Vom Whirlpool aus fernsehend den Tag ausklingen zu lassen hat durchaus was. Im Schlafbereich gab es ein Doppelbett, in dem leider die offenen Nachttische etwas störend waren. Ausserdem fanden wir die Kopfkissen etwas groß, die erste Nacht war ein Kampf mit der überschüssigen Füllung. Nett fanden wir das herzförmige "I love you" Kissen, dass uns bei der Ankunft anlachte. Der Sitzbereich war wohl ursprünglich mal vor ein paar Jahren für ein anderes Zimmer gedacht gewesen. Die Sessel und Sofas sind zwar sauber und funktionell, schön und zum Rest des Raumes harmonisch ist aber leider was andres. Gleiches gilt auch für die an den Fenstern angebrachten Schabracken. Der Badbereich ist ein Thema für sich. Die Dusche war offen, sodass man leicht einen Badezimmersee verursachen konnte. Interessante Einblicke gewährte auch die völlig durchsichtige Glastür mit Blickrichtung Toilette, die einem in Erinnerung rief, dass man auch nach Jahren glücklicher Beziehung ab und zu seine Privatsphäre braucht. Das Angebot im Zimmer wird abgerundet von einem Telefon und einer Minibar, die man sich entweder selber befüllen oder an der Rezeption befüllen lassen kann. In unserer Suite gab es ausserdem noch einen PC mit kostenlosem Internetzugang sowie eine Stereoanlage, einen DVD-Player und eine am Fernseher installierte Videokamera, mit der man selbst zum Regiseur seiner Urlaubserinnerungen werden kann.
Das Haus verfügt über ein Restaurant und daran anschließend eine Bar. Im Wellnessbereich gibt es zudem eine Teebar, in der Tagsüber Wasser, Tees und Äpfel kostenfrei zur Verfügung stehen. Neben dem Emotionspa gibt es zudem eine Vitaminbar mit wechselnden Sorten frischen Obstes, an dem man sich frei bedienen kann. Beides war sehr angenehm, wenn man sich zwischen zwei Saunagängen vor dem Dehydrieren schützen wollte und gleichzeitig Energie fürs Schwimmen tanken konnte. Im Hauptrestaurant wurde uns zu Beginn unseres Aufenthaltes ein fester Tisch für Frühstück und Abendessen zugewiesen - Mittags konnte man sich seinen Platz frei wählen. Das Restaurant war, wie das Haupthaus auch, in verschiedene Bereiche eingeteilt. Das Interieur war dementsprechend ein Stilmix von kitschig und elegant, wir fanden das etwas amüsant, den Trend der Jahre zu verfolgen ;) Das Frühstücksbuffet war ausserordentlich reichhaltig. Neben diversen Heißgetränken gab es frisch gepressten Orangen-, Apfel- und Karottensaft. Es gab ein Käse-, Wurst-, Obst-, Gemüse-, Müsli-, Kuchen- und Brotbüffet sowie süße Aufstriche von Marmelade über Nutella bis Honig mit Nussstückchen sowie die obligatorischen gekochten Eier, Rührei und Spiegelei. Es wurde auch laufend aufgefüllt, sodass es nie "zerpflückt" aussah. Die Nahrungsmittel wurden auch entsprechend temperiert angeboten, sodass man auch bedenkenlos bei den offenen Brotaufstrichen zugreifen konnte. Das Mittagessen hat in dem Bewertungspunkt leider zu einer Abwertung geführt. Teilweise hatte man den Eindruck, an den warmen Mittagsgerichten durften die Lehrlinge das Kochen proben. Die Kässpätzle, die es an einem Tag gab, schmeckten trotz Röstzwiebeln nach nichts. Angesichts der in Käse, Eierspätzle und Zwiebel natürlich vorkommenden Aromen eigentlich fast schon wieder eine Leistung, das derart neutral hinzubekommen. Entschädigt (und von der Waage bestraft *g) wurde man allerdings vom parallel angebotenen Kuchen- und Tortenbuffet. Vom Kischkuchen über die Bananenschokotorte war alles ein Traum. Zum Abendessen hatte man die Wahl zwischen zwei Menüs mit diversen Hauptgängen. Zu unserer Reisezeit sah es so aus: 1) Aufstriche vom Buffet Baguette mit allen erdenklichen Aufstrichkombinationen von Kren über Mediterran bis Räucherfisch. Sehr lecker und zugelich gefährlich, war es doch erst Teil eins. 2) Vorspeise Schafskäseterrine, Türmchen von der Feige und diverse andre Leckereien wurden uns geboten. Jedes einzelne ein Gedicht. 3) Suppe Wie man sich Suppe so vorstellt - heiß und flüssig. Hat gepasst, war aber keine Offenbarung 4) Salate vom Buffet mit hausgemachtem Dressing Ganz viel frisches Grün, besonders empfehlenswert fanden wir das Kernöldressing 5) Hauptgericht Zur Wahl standen ein vegetarisches Gericht, meistens zwei Fischgerichte sowie zwei Fleischgerichte. Das Essen war irgendwo zwischen klassisch (Kalbshaxe) bis modern (Seezungen-Scampi-Röllchen), aber immer gut gemacht und abgeschmeckt. Die Präsentation war zum Teil sehr verspielt, aber immer stimmig mit dem Gericht. 6) Dessert Zumeist eine Kombination aus Frucht und Süß, wobei der Frucht ihr herb-säuerliches Aroma nicht weggesüßt wurde und sie so schön mit dem süßen Teil harmonieren konnte. Leider hatten wir manchmal den Eindruck, dass man sich etwas übernommen hatte bei dem Versuch, eine "Mousse vom xy" zu machen und man dann zwar die Konsistenz einer Mousse hatte, aber leider vom Geschmack nicht mehr viel blieb. 7) Käsebuffet Wer jetzt noch Platz im Magen hatte, der konnte sich am Käsebuffet austoben. Zu den ~10 verschiedenen Käsesorten kamen diverse Brotsorten sowie Chutneys und Nüsse.
Die (zu?) jungen Damen an der Rezeption waren stets freundlich und manchmal leider nur bemüht, eine Lösung zu finden. Standartproblemchen wie ein zu kleiner Bademantel oder leere Batterien in der Fernbedienung wurden schnell und gut bearbeitet. Als an unserem PC im Zimmer die Maus streikte war man allerdings mit dem Latein am Ende und uns wurde ein Techniker für den nächsten Tag in Aussicht gestellt. Dieser kam leider etwas verspätet, was etwas ärgerlich war. Die Damen vom Housekeeping waren durchweg sehr freundlich und haben das Zimmer sehr sauber gehalten. Besondere Erwähnung müssen hier die Kellner im Restaurant finden, die immer im passenden Augenblick zur Stelle waren und mit viel Fachwissen die zum Teil etwas abenteuerlich klingenden Speisen erklärt haben. Auch das ein oder andre Deutsch-Österreichische Verständnisproblem wurde souverän behoben.
Man muss sich, wenn man in einer Region Urlaub macht, die neben dem Tourismus hauptsächlich in der Landwirtschaft seine Einnnahmequellen hat darüber im Klaren sein, dass es nicht zu verhindern ist, dass sich neben dem Hotel ein Bauernhof befindet. Wir haben die "Geruchsbelästigung" nicht als solche empfunden, im Gegenteil, vom Balkon des Spas aus konnte man ganz wunderbar Kühe und Ziegen beobachten. Sich nach einem Saunagang die kühle Bergluft um die Nase wehen zu lassen und dabei die Natur so unmittelbar vor dem Gesicht zu haben ist in unseren Augen etwas tolles. Auf unsrem Maledivenurlaub haben wir uns auch nicht über die Abgeschiedenheit beschwert. Im Ort St. Georgen selbst befinden sich dann diverse Einkaufsmöglichkeiten. Wenn man ( oder Frau ;) ) etwas aus dem Kulturbeutel zu Hause vergessen hat, kann man im örtlichen Schlecker oder dm finden, was man vermisst. Bei der Durchfahrt haben wir auch diverse Supermärkte, Restaurants, Cafes und so Standartsachen wie Post und Banken gesehen. Man ist also gut versorgt. Auf dem Frühstückstisch findet sich jeden Morgen ein Flyer mit dem Tageswetter und Ausflugstipps, was darauf schließen lässt, dass man an der Rezeption auch dazu weitere Informationen bekommen könnte. Die Lage mitten im Salzkammergut und speziell der Ferienregion Attersee/Mondsee/Wolfgangsee verheisst bei einem kurzen Blick auf die jeweiligen Internetseiten eine Fülle von Möglichkeiten, die wir aber alle nicht in Anspruch genommen haben.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Das Hotel hat insgesamt vier verschiedene Pools, wobei zwei davon im Aussenbereich sind und während unseres Aufenthaltes wegen schlechten Wetters gesperrt waren. Von den Innenpools ist einer im Emotion Spa. Dieser ist etwa 15 m lang und hat neben einem Whirlpool noch Unterwasserräder, Massageliegen und -düsen. Dort kann man hervorragend Bahnen schwimmen und die Kalorien des Kuchens vom Mittagsbuffet ins Nirvana befördern. An diesen Pool anschließend findet man eine Sauna sowie einen Liegeraum, der sehr ansprechend mit Kuschelkörben und einer lodernden Flamme ausgestattet ist. In diesem Bereich haben auch Kinder unter 16 Zugang. Zwei Stockwerke höher befindet sich das Edelstein Spa, der Hauptwellnessbereich, der auch textilfrei zu nutzen ist und in dem auch keine Kinder Zutritt haben. Dort befinden sich vier Saunen, die jeweils ein anderes Element zum Thema haben. Selbst wenn man wie wir auch nicht an die Wirkungskraft der Elemente und Steine glaubt ist es angenehm, seine Saunagänge zwischen 45° in der Bio- und 85° in der Hüttensauna variieren zu können. Es stehen auch Dampfbäder zur Verfügung, besonders gefallen haben uns hier das Eukalyptus- und das Kräuterbad. Nach dem Saunagang gibt es diverse Ruhezonen, man findet eigentlich auch immer eine freie Liege in dem Raum, in dem man ruhen will. Besonders hervorheben wollen wir in dem Zusammenhang, dass vor allem auf den "besonderen" Liegen niemand Handtücher zum Reservieren hinlegt. Könnte aber auch daran liegen, dass das Personal einsame Handtücher einsammelt und man diese gegen Gebühr an der Rezeption wieder auslösen muss. Wir fanden das auf alle Fälle gut. Der Poolbereich des Edelsteinspas hat uns nicht so gut gefallen, das Becken ist kürzer als im andren Spa und damit zum Schwimmen nicht ganz so gut geeignet. Die Sauberkeit in allen Wellnessbereichen war spitze, das Personal regelmäßig auf Kontrollgang auch in den Saunen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im September 2009 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Veronika & Andreas |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 2 |
Liebe Veronika und lieber Andreas, ein herzliches Dankeschön für Eure tolle Bewertung. Es freut uns, dass wir Euch mit unserem Angebot überzeugen konnten und schätzen sehr Euer Vertrauen und die netten Worte. Liebe Grüße!


