Das Hotel befindet sich in einer 10stöckigen Platte aus den 70er Jahren, wurde allerdings scheinbar vor einigen Jahren zumindest von innen renoviert. Die Zimmer und auch der Lobby-Bereich machen einen sauberen und gepflegten Eindruck. Wir hatten ein Arrangement über 4 Tage mit Übernachtung und Frühstück über einen Gutscheinanbieter im Internet gebucht. Während unseres Aufenthaltes waren noch verschiedene Gruppenreisende aus Frankreich und Italien anwesend. Die 3 Sterne sind allerdings eher "Landeskategorie" und entsprechen eher 1-2 Sternen. Alles in allem lässt sich zum Hotel folgendes zusammenfassen: Wer lediglich eine Übernachtungsmöglichkeit braucht und nicht allzu viel Wert auf ein gutes Frühstücksbüffet legt, der ist mit dem Hotel Hunor gut bedient. Auf dem Stadtplan wirkt es zwar etwas arg weit vom Schuß, tatsächlich ist die Anbindung an die HEV jedoch sehr gut, hier empfiehlt sich die Anschaffung der Budapest Card, mit der man kostenlos im ÖPNV in Budapest unterwegs ist und auch noch Ermäßigungen für Museen, Stadtrundfahrten etc. enthält. Abgesehen von dem wirklich miserablen Frühstücksservice gibt es eigentlich auch nichts zu meckern.
Unser Doppelzimmer im 10.Stock war ausreichend groß und verfügte über einen Kleiderschrank, ein Bad mit Dusche und WC, eine Minibar und einen Fernseher, mit dem auch deutsche Sender (ARD, Sat1, Viva, Eurosport) zu empfangen waren. Die Zimmer scheinen in den letzten Jahren renoviert worden zu sein, alles war noch ziemlich neu und sauber. Die Matrazen waren allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig, richtig gut geschlafen habe ich nicht. Das Bad und die Toilette waren sauber, allerdings wiesen die frisch gewaschenen Handtücher stets leichte "Gebrauchsspuren" unserer Vorgänger auf, so daß wir die Handtücher jeden Tag reinigen ließen.
... dieses fühlte sich nämlich irgendwie so gar nicht für die Gäste zuständig, sondern "versteckte" sich lieber in der Küche, anstatt sich mal darum zu kümmern, die dreckigen Tische ab- und dann wieder einzudecken bzw. regelmäßig das "reichhaltige Frühstücksbüffet" (Eigenwerbung des Hotels, *hüstel*)nachzufüllen. Am ersten Morgen enterten wir gegen 9:30 zum Frühstück, nur um festzustellen, daß das Büffer schon geschlossen war und das, obwohl die Frühstückszeiten zwischen 7-10Uhr angegeben waren. Allerdings hat man uns sofort mit allem versorgt (Käse, Aufschnitt, Butter, Marmelade, frischen Kaffee), aber es kann und darf einfach nicht sein, daß das Frühstück einfach eine halbe Stunde früher als angekündigt beendet wurde. An den folgenden Tagen gingen wir dann extra früher zum Frühstück und fanden Tische vor, auf denen noch der Müll der Vorgänger lag bzw. das benutzte Geschirr und Besteck nicht abgeräumt worden war. Das Büffet selber war zwischenzeitlich auch nicht aufgefüllt worden, so daß wir das nehmen mußten, was übrig geblieben war. Von "reichhaltig" konnte ebenfalls keine Rede sein. Der Kaffee war bereits mehrere Stunden alt, die weiteren Lebensmittel waren entweder nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden oder bestenfalls einfallsloser Standard. Säfte waren an einem Tag gar nicht mehr vorhanden, da bereits ausgetrunken oder verdienten höchstens das Prädikat "gefärbtes Wasser". Das Personal selber ging den Gästen so gut es ging aus dem Weg und war sprachlich absolut nicht auf internationales Publikum ausgerichtet. Deutsch ging gar nicht und alles Englische, was über "Good morning", "Please" und "Thank you" hinausging, war ebenfalls schwierig zu kommunizieren. Ein Kellner ging sogar schnurstracks durch den vollen und verschmutzten Raum und belegte sich am Büffet erstmal in aller Seelenruhe ein Brötchen, bis er dann in der Küche verschwand, anstelle seinen überforderten Kolleginnen beim Abräumen der Tische zu helfen. Ich kann mir gut vorstellen, daß das auch in Ungarn ein Kündigungsgrund ist. Da ich selber im Service arbeite (wenn auch nicht im Hotel) gebe ich eigentlich ungerne schlechte Noten an Servicepersonal, da ich weiß, wie stressig die Arbeit mit Gästen sein kann. Aber eine derartige Dreistigkeit habe ich wirklich noch nie erlebt und ich habe durchaus schon in -zumindest nach Sternen- schlechteren Unterkünften übernachtet. Landeskategorie hin oder her, aber sowas darf im Gastronomiegewerbe einfach nicht passieren.
Wer sein Hotelzimmer per Mail reservieren möchte oder überhaupt per Mail mit dem Hotel in Kontakt treten möchte, der sollte starke Nerven besitzen und sich überlegen, ob er nicht doch lieber die paar Euro in ein Telefonat investieren möchte, um mit dem Hotel in Kontakt zu treten. Ich mußte insgesamt 3 Mails schreiben, um eine Bestätigung meiner Reservierung zu erhalten und ich hatte diese sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch formuliert. Erst bei der dritten Mail, die ich mit dem Vermerk "wichtig" und mit einer Lesebestätigung versehen hatte (und deren Tonfall nicht mehr wirklich höflich war) erhielt ich eine Antwort. Das Personal am Empfang war höflich und freunlich. Late Checkout war -obwohl wir den relativ kurzfristig angekündigt hatten- ohne Probleme möglich und auch sprachlich konnten wir uns auf Deutsch gut verständigen. Anders sah es da schon beim Gastro-Personal aus...
Vom Flughafen zum Hotel braucht man mit dem PKW zwischen 45 Minuten und einer Stunde, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man locker 2 1/2 Stunden unterwegs, da man einmal durch die komplette Stadt gurken muß. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, vom Flughafen aus mit dem Taxi anzureisen und hierfür im Vorfeld die Angebote der einzelnen Budapester Taxiunternehmen im Internet zu recherchieren. Mit Zona-Taxi haben wir 25€ pro Fahrt bezahlt. Direkt vor dem Hotel befindet sich eine Haltestelle der Buslinie 34, mit der man in die Innenstadt fahren kann. Empfehlenswerter, da schneller, ist allerdings die Vorortbahn HEV (S-Bahn), mit der man in knapp 20 Minuten am Batthyány tér und somit in der Innenstadt ist und die etwa alle 10 Minuten von der Haltestelle Békásmegyer aus fährt, die zu Fuß in etwa 10 Minuten vom Hotel zu erreichen ist. In der Nähe der HEV-Bahn befindet sich ein kleines Nahversorgungszentrum mit kleinen Geschäften, Supermärkten, Marktständen, einem dm-Drogeriemarkt und mehreren Banken. Allerdings sollte der Reisende hier keine romantisch-pittoreske Atmosphäre erwarten. Das Hotel -und somit auch das Nahversorgungszentrum- befindet sich mitten in einer Plattenbausiedlung, in der seit den 70er Jahren die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, was mitunter schon etwas erschreckend wirkt. Ich bin eigentlich kein ängstlicher Charakter, aber nachts im Dunkeln möchte ich dort nicht wirklich alleine unterwegs sein. Zwar haben wir keine "unheimlichen Gestalten" entdeckt, aber etwas mulmig kann frau in einer solchen Umgebung schon werden.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Das Hotel verfügt über einen Fitnessraum und Massage. Allerdings haben wir beides nicht genutzt. Der Fitnessraum war allerdings mit 3 Geräten überschaubar und ziemlich klein.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 3-5 Tage im April 2010 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefanie |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 7 |


