Für Eltern mit Kindern ist das Hotel ideal; die wenigen Gäste ohne Kinder wirkten ziemlich verloren. In den anderen Bewertungen wurde das Hotel schon zutreffend beschrieben. Hier daher nur unsere subjektiven Eindrücke und einige Tipps. Ende Mai / Anfang Juni ist es bereits warm genug, um auch im Meer zu baden. Beim Einchecken zum Rückflug waren die Condor-Mitarbeiter sehr pingelig und haben Übergepäck schon ab dem ersten Kilo beanstandet und sich teuer bezahlen lassen (8 EUR/kg). Beim Hinflug wurde unser Gepäck übrigens nicht beanstandet und wir wurden auch nicht auf die strengere Handhabung in Mallorca hingewiesen („Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“). Da ein Umpacken von schweren Dingen wie Kulturbeutel oder Spirituosen ins Handgepäck verboten ist, sollte man nach Möglichkeit im Duty-Free-Shop einkaufen (wo die Klassiker wie „Tunel“ etc. erhältlich sind). Beim „Billigflieger“ Air-Berlin wurde das Gepäck interessanterweise deutlich großzügiger gehandhabt.
Achtung: auch die meisten Zimmer zur Straßenseite haben Meerblick, also unbedingt ein Zimmer zur Poolseite hin verlangen/buchen. Zwar sind auch diese tagsüber und abends laut, insb. wegen der Animation, aber die Geräusche sind doch angenehmer als Straßen- oder Baustellenlärm. Versuchen Sie (wie wir), ein Zimmer im obersten Stock von „Haus 5“ zu bekommen: hier sind nur 4 Zimmer auf dem Flur, man kann abends vom Balkon aus die Animation sehen und hat den schönsten Meerblick. Nachts war übrigens alles schön ruhig.
Das Restaurant hält eine Unmenge an Kinderhochstühlen parat. Dementsprechend rummelig ist es. Einen Vorgeschmack auf die Hauptsaison haben wir über Pfingsten erlebt: da kam sich fast vor, wie in der Bahnhofshalle. Für Eltern mit Kindern erleichtert dieser Rummel die Sache aber auch erheblich. Die Büffets lassen fast keine Wünsche offen. Zwar haben wir auch schon bessere Hotels erlebt (Iberostar in Mexiko), aber wer hier nicht zufrieden ist, jammert auf allerhöchstem Niveau. Wenn, wie bei uns, der frisch geknackte halbe Hummer von den meisten Gästen ignoriert wird, darf man sich nicht wundern, wenn es ihn nur selten gibt. Vor allem die frisch zubereiteten Nudeln waren weltklasse. Dort kann sich auch mal eine längere Schlange bilden, die sich aber schnell auflöst. Ebenso am Eingang, wenn man um 19.00 Uhr kommt. All inklusive lohnt sich unserer Meinung nach nicht: die Büffets morgens und abends sind dieselben und angesichts der dort angebotenen Qualität und Menge kann man auf die Mittagssnacks getrost verzichten (zur Not gibt es an der Straße einen Burger King). Es bleiben also die Getränke, die man frei hätte, die aber den Aufpreis nicht rechtfertigen. Man müsste schon sehr ordentlich zuschlagen, um hier noch „Gewinn“ zu machen. Wer will, kann übrigens im Hotel All inklusive nachbuchen (tageweise bis zum Ende des Aufenthalts) für ca. 24 EUR/Tag.
An der Rezeption spricht immer jemand perfekt deutsch (und hilft kompetent weiter), was daran liegt, dass dort einige Deutsche arbeiten.
Um das Hotel herum finden sich sehr viele Einkaufsmöglichkeiten für Touristen, wobei der Grundsatz gilt: je mehr Ladenfläche, desto teuerer. Der kleine Supermarkt schräg gegenüber (neben dem Neckermann-Büro) ist relativ günstig und hat ein erstaunlich großes Angebot. Mit dem Mietwagen ist man in wenigen Minuten im Insel-Norden (Pollensa, Cap Formentor, etc) und in etwa 45 Minuten in Palma. Wir haben mit der kleinen Autovermietung „Lagoon“ (ca. 200 m in Richtung Can Picafort, auf der anderen Straßenseite, grünes Schild) sehr gute Erfahrungen gemacht: für 33 EUR haben wir pro Tag einen fast nagelneuen Renault Clio bekommen, mit Kindersitz und Vollversicherung. Die Konkurrenz von Neckermann/Europcar verlangt dafür fast das Doppelte.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Strand und der Pool ist für Kinder (auch kleine) ideal. Durch die breiten Stufen, die quasi rings um den Pool führen, können Kinder überall planschen. Allerdings ist es am Pool sehr eng und die Liegen stehen dicht an dicht. Schatten gibt es genug. Da es zum Strand nur wenige Schritte sind, kann man auf eine (teure) Strandliege verzichten. Es gibt auch eine kleine Liegewiese zwischen Strand und Hotelpool mit Meerblick. Das Animationsprogramm war so, wie man es von einem hoteleigenen Animationsteam erwarten kann und wirkte etwas gewollt. Richtig gut fanden wir nur die externe „Mamma-Mia-Show“.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Karsten |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 15 |

