Es handelt sich um eine nicht allzu große Anlage, die man in kurzer Zeit erkunden kann. Dies ist von Vorteil, wenn man nur eine Woche da ist. Sauberkeit wird groß geschrieben - immer sieht man Personal am Putzen und das in allen Bereichen. Es wird nur AI angeboten ohne Abstufungen (also kein "ultra" oder "light" oder ähnliches). Zu unserer Zeit hielten sich Italiener und Osteuropäer in etwa die Waage, daneben einige Deutsche, Schweizer ua. Insgesamt eine sehr angenehme Gästestruktur. Keine der Nationalitäten fiel irgendwie unangenehm auf. Das Alter der Gäste ging von ganz jung bis zur älteren Generation. Das Gros dürfte aber im Alter von 40-50 Jahren gelegen haben. Ägypten gilt zwar als Ganzjahres-Ziel auch für Badeurlaub. Aber man sollte damit rechnen, dass es um diese Jahreszeit (Januar/Februar) auch starken Wind geben kann, so dass es doch ganz schön kühl ist, wenn man aus dem Wasser kommt. Und wie gesagt: ein Neopren-Shorty ist zum Schnorcheln nicht verkehrt. Dafür ist es um diese Zeit aber auch noch nicht so voll, was zum einen im Hotel von Vorteil ist, besonders aber auch zum Schnorcheln, da es hier in der Hautsaison doch schon arg voll ist und man bald mehr Schnorchlerflossen als Fische sieht.
Die Zimmer sind ausreichend groß. Das Bad mit geräumiger, gemauerter Dusche hat auch genügend Ablagemöglichkeit. Insgesamt ist die Möblierung zwar einfach, aber ausreichend. Ein kleiner Balkon mit Tisch und zwei Stühlen ist vorhanden. Es wird täglich geputzt und Zimmer und Bad sind sehr sauber.
Und hier haben wir den Grund, warum wir keine zwei Wochen in dem Hoten bleiben wollten: das Essen. Nach 6 Tagen hätte ich noch nur zwei Sterne vergeben. Die Küche war hauptsächlich italienisch ausgerichtet. Dabei lies sowohl die Abwechslung als auch die Qualität etwas zu wünschen übrig, obwohl wir eigentlich nicht sehr anspruchsvoll sind. Neben den Sachen am Buffet konnte man sich Pasta frisch zubereiten lassen. Zusätzlich gab es einen Grill auf der Terasse mit täglich wechselndem Angebot. Aber insgesamt war alles irgendwie ähnlich. Und dann kam unser letzter Abend, der uns für alles entschädigt hat: im Rahmen des ägyptischen Abends war auch das Buffet (endlich) auf arabische Küche ausgerichtet und diese war sowohl sehr lecker als auch abwechslungsreich. Hierfür gibt es vier Sterne, daher im Schnitt die drei Sterne für die Gastronomie. Der Speisesaal selbst war recht angenehm eingerichtet und so aufgeteilt, dass er nicht wie ein großer Saal wirkt. Daneben gibt es noch Tische auf der Terasse. Hier wird der Platz in der wärmeren Saison sicherlich knapp. Generell muss man feststellen, dass das Buffet zu unserer Zeit - das Hotel war vielleicht etwas mehr als zur Hälft gebucht - platzmäßig ausreichend war. Wenn es aber voller wird, wird man hier sicherlich des öfteren auch anstehen müssen. Generell war hier Selbstbedienung, sowohl was das Essen betrifft als auch für die Getränke. Selbstbedienen musste man sich auch an der Lobbybar, in der recht gute Cocktails gemischt werden. Auch dies war in unserer Zeit kein Problem, aber auch hier dürfte in der Hauptsaison ein längeres Anstehen notwendig sein. Tagsüber konnte man auch an der Poolbar eine Kleinigkeit essen: Pizza und Pasta gab es täglich, daneben jeden Wochentag noch ein anderes Angebot. Und auch hier wieder: man bekam schnell sein Getränk oder das Essen. Aber wenn es voller wird, gibt es hier bestimmt einen Engpass. Allerdings war gerade die weitere Strandbar im Bau/Umbau. Diese dürfte in der Hauptsaison dringend notwendig sein.
Das Personal ist in allen Bereichen sehr freundlich und wir hatten nie das Gefühl, das man hier auf Trinkgeld aus ist. Es wird hauptsächlich italienisch gesprochen, aber mit englisch kommt man auch gut durch. Die Zimmerreinigung ist - wie die Reinigung im gesamten Hotel - sehr gut. Jeden Tag wird gründlich geputzt, die Handtücher gewechselt. Die aus Handtüchern geformten Figuren fanden wir jeden Tag vor - auch schon bevor wir nach ca. 3 Tagen das erste Mal Trinkgeld gegeben haben. Auch an der Rezeption ist man sehr freundlich und hilfsbereit. Das Einchecken verlief sehr schnell. Als wir einmal unseren Schlüssel im Zimmer vergessen hatten wurde uns innerhalb von 10 Minuten geholfen, obwohl gerade zwei Busse mit neuen Gästen gekommen waren.
Das Hotel liegt direkt am Strand und zwar an der Bucht Madinat Coraya. Es liegen noch drei weitere Hotels direkt daneben bwz. dahinter. Gegenüber in der Bucht liegt dann noch das Iberotel Coraya. Die Bucht selbst in nicht sehr groß. Es geht ein Weg um die gesamte Bucht mit "Meterangaben" - danach beträgt der Weg 1600 m von einem Ende der Bucht zum anderen. Beim Nachbarhotel Dar El Madina gibt es eine kleine Shopping-Arkade mit Souvenier-Läden, Apotheke und einem kleinen Supermarkt. Dort gibt es auch einen "Souk", in dem Abends Live-Musik spielt. Leider wurde dieser zu unserer Zeit sehr wenig genutzt. Ich nehme an, dass in der Hauptsaison hier mehr los ist und dann auch eine schöne Atmosphäre herrscht. Gleich gegenüber dem Solaya gibt es einen Aqua-Park mit diversen Wasserrutschen. Diesen hätte man ohne Eintritt nutzen können. Aber aufgrund des doch noch recht kalten Wassers in den Pools dort wurde er kaum genutzt. Aber auch hier gilt: in der wärmeren Reisezeit ist hier bestimmt mehr los und gerade für Familien mit Kindern ist dies bestimmt eine nette Abwechslung zum Hotelpool. Der Flughafen ist nur ca. 10 Minuten entfernt, Fluglärm ist nicht zu hören. Ausflüge werden über die einzelen Reiseleiter der Reiseveranstalter angeboten. In der Hautpsache natürlich Schnorcheltouren. Aber auch Ausflüge in die Wüste oder auch Tagesausflüge nach Luxor und Assuan. Ausserhalb der Madinat Coraya, nur kurz über die Straße, gibt es noch weitere Einkaufsmöglichkeiten für Souveniers und einen weiteren Supermarkt. Ansonsten gibt es in der Umgebung nichts, was man erkunden oder besichtigen könnte. Da ist man schon auf die Ausflüge angewiesen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsprogramm ist hauptsächlich auf italienisch - da die gesamte Animationstruppe nur aus Italienern besteht. Uns war dies egal, so hatten wir unsere Ruhe. Aber wenn man gewollt hätte, hätte man mit ein wenig englisch bestimmt keine Problemen, hier teilzunehmen. Abend gab es Shows, die wir auch nicht besucht haben. Kinderprogramm wurde angeboten. Der Strand ist groß und mit genügend Sonnenschirme und Liegen sowie Windschutz ausgestattet. Es waren keine Liegestuhlreservierer unterwegs, da dies auch nicht notwendig war. Es war höchstens die Hälfte belegt. Auch hier wird es in der Hauptreisezeit aber etwas enger werden. Das Riff ist schön zum Schnorcheln. Man kommt entweder über einen Steg ins Wasser. Aber von der Seite gibt es auch eine Möglichkeit, vom Strand aus ins Wasser zu gehen. Der Strand ist aber etwas grobsandig bis steinig, so dass Badeschuhe zu empfehlen sind. Jetzt im Januar war das Meer noch ziemlich kalt, so dass für empfindlicher Naturen (wie wir es sind) Neopren-Shortys zu empfehlen sind. Ein Pool wurde so gut wie nie genutzt, da das Wasser doch sehr kalt war. Der beheizte Pool hatte ca. 29 Grad und war herrlich! Auch hier gab es genügend Sonnenschutz und Liegestühle.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Januar 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Annette |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 75 |


