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Oliver (51-55)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Paar • September 2016 • 1 Woche • Strand
Es ist nicht alles Gold, was glänzt
5,0 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Schlecht

Untertitel: Exklusives, aber sehr teures Vergnügen Uns war von vornherein klar: Kempinski ist keine Billig-Absteige – im Gegenteil. Aber in einem (Nord-)Balkanstaat hätten wir doch ein etwas günstigeres Preisniveau erwartet. Nicht beim Zimmerpreis selbst, der war ja schon vor bzw. bei der Buchung bekannt. Aber die Nebenleistungen haben’s in sich: HP-Zuschlag 39 € p.P., Frühstück aufs Zimmer serviert 41 € p.P., Parkgarage 18 €/Tag – diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wir hatten ein Deluxe-DZ mit Parkblick gebucht, das eigentlich eine Mini-Suite war (Wohnbereich 14,3 m², abgetrenntes Schlafzimmer 16,7 m², Vorraum 3,7 m², Bad 10,5 m² - gesamt somit erbauliche 45,2 m², aber leider kein Balkon). Ein zunächst vermutetes freiwilliges kostenloses Upgrade war dies allerdings nicht (zu einem solchen versucht man den Gast von Anfang an - gleich bei der Übermittlung der Buchungsbestätigung - mit einem nicht unbeträchtlichen Aufschlag zu nötigen); auf meine Nachfrage bei der Rezeption hieß es, dass die Eck-Deluxezimmer eben etwas größer seien. Gestört hat uns das maschinengewehrartige laute Geratter beim Öffnen der Zimmertüre mittels Keycard, ein wackelnder und stark klebriger Griff bei einem Nachtkästchen, sowie das braune WC-Papier (dieses passte zwar hervorragend zu den Brauntönen der Wand- und Bodenfliesen, erweckte durch seine Farbe aber einen gebrauchten – bzw. aus solchem recycelten – Eindruck). Für ein 5*-Haus gleichermaßen nicht tolerierbar: Man suchte vergeblich einen Notizblock samt Stift, und wurde uns kein einziges Mal ein „Betthupferl“ aufs Kopfkissen gelegt – Selbstverständlichkeiten, die sogar schon in der slowenischen 3*+-Klasse gang und gäbe sind. Tipp: Betätigen Sie IMMER den „do-not-disturb“-Schalter, wenn Sie Ihre Ruhe haben möchten. Sonst platzt das Personal zu den verschiedensten und unpassendsten Zeiten ins Zimmer (zB Sonntagfrüh bereits kurz nach 9 Uhr zum Aufräumen, obwohl die eigens hiefür vorgesehene Ruftaste nicht betätigt war) oder fragt nach irgendwelchen Wünschen (zB spätabends um 22 Uhr). Das Roomservice empfanden wir sohin als übermotiviert und aufdringlich, wobei irgendwie auch die Privatsphäre verletzt wird (zB wurden liegengebliebene Kleiderbügel ungebeten in den Kasten zurückgeräumt). Detto die Frühstückskellner: Obwohl wir bereits bei gefüllten Teekannen bzw. –tassen und Saftgläsern saßen, wurden wir täglich gefragt, ob wir Kaffee oder Juice wünschen. Aufgrund des horrenden HP-Zuschlags hatten wir nur NF gebucht und können daher nur das Frühstücksbuffet bewerten: Absolute Spitzenklasse mit einer ungeheuer großen Auswahl (bis auf das relativ geringe Wurst-/Schinken-/Käsesortiment), die wir noch nirgends geboten bekommen haben und die auch qualitativ überzeugen konnte. Äußerst positiv: Es gibt keinen einzigen Teebeutel, sondern eine Vielfalt „echten“ Tees aus Originaldosen mit entsprechendem Siedeeinsatz in den Silberkännchen. Sogar Sekt mit Erdbeeren wird offeriert, nebst 3 Mineralwassersorten („Radenska“ still und prickelnd, sowie das spezielle und im Handel 4 x so teure „Donat Mg“ – letzteres allerdings in unwürdigen Plastik- statt Glasflaschen, ein Fauxpas!). Das Ambiente in der prunkvollen Crystal-Hall ist unvergleichlich und dem Aufenthalt auf der Hotelterrasse eindeutig vorzuziehen (aber Achtung: Erkältungsgefahr aufgrund der starken Klimaanlage). Leider bestehen dort die meisten Sessellehnen nicht aus Stoff, sondern aus billigem, teils zerkratztem Plexiglas, was den Gesamteindruck erheblich beeinträchtigt. Sehr gestört hat uns weiters, dass vom Hotelpersonal keinerlei Zutrittskontrollen zum Frühstücksbuffet durchgeführt wurden. Jedermann von der Straße könnte sich hier hereinschummeln – und angesichts einiger zwielichtiger, schräger Gestalten hatten wir den Eindruck, dass dies tatsächlich auch immer wieder der Fall war. In diesem Hause ist die Verbindung alt-modern nicht sonderlich geglückt und weisen die neuzeitlichen Elemente einen starken Zug ins Kitschige auf. Entsetzt waren wir zB vom Restaurant „Fleur de Sel“, das wie ein Friseursalon wirkt und ausstaffiert ist, kombiniert mit McDonald’s-Atmosphäre. Halbwegs geschmackvoll sah wenigstens das Restaurant Sophia im Altbau aus, mit wesentlich edlerem Ambiente (dieses ist aber nicht täglich geöffnet). Mit den Treppenhäusern neben den Liften bekleckert sich das Kempinski auch nicht gerade mit Ruhm: Als einmal sämtliche Aufzüge ausfielen mussten wir ein solches benutzen, doch ging immer wieder das Licht aus (weil nicht von Bewegungsmeldern gesteuert) und brannte nicht einmal die Notbeleuchtung auf diesem Fluchtweg (!), sodass wir plötzlich im Stockdunkeln dastanden und uns mühsam zum nächsten Lichtschalter vorantasten mussten. Chaotische Zustände im Gefahrenfall sind damit vorprogrammiert! Zur Infrastruktur: Das örtliche Postamt liegt gleich neben dem Hotel, ebenso eine Leihwagenfirma. Ca. 200 m in östlicher Richtung findet man einen Mercator-Supermarkt, und entlang der Strandpromenade jede Menge Cafés und Restaurants. Letztere sind bis auf wenige Ausnahmen fest in italienischer Hand (Pizzerien) und bilden quasi ein Konzern-Monopol (exakt gleich hohe Preise, nahezu identische Speisekarten). Mehr Abwechslung auf kulinarischem Gebiet bietet Piran (mit dem öffentlichen Bus € 1,50 pro Strecke). Preislich herrscht in beiden Orten ca. österreichisches Niveau, die Qualität ist durchschnittlich bis gut. Wer also im Hotel fürs Essen und Trinken das Doppelte oder gar Dreifache bezahlt, ist selber schuld. Fazit: Eine Weiterempfehlung für das Kempinski Palace, aber keine Höchstnote „6“. Viele – einfach zu viele – unstimmige Kleinigkeiten führen dazu, dass sich der ob der hohen Preisklasse doch sehr erwartungsvolle Gast in seinen Ansprüchen nicht zu 100% befriedigt und damit wohl fühlt. Ein größeres Maß an Perfektion nebst mehr Zurückhaltung bzw. Feinfühligkeit des Personals wäre durchaus angebracht und höchst wünschenswert. Exakte Gesamtnote: 5,5 Zustand des Hotels: 6/6 Allgemeine Sauberkeit der einzelnen Bereiche: 6/6 Behindertenfreundlichkeit: nicht bewertet Familienfreundlichkeit: nicht bewertet


Zimmer
  • Sehr gut
  • Sauberkeit & Wäschewechsel: 6/6 Größe des Zimmers: 5/6 (zwar 31 m², durch den abgetrennten Wohn-/Schlafbereich trotzdem jeweils etwas beengt wirkend) Größe des Badezimmers: 6/6 Ausstattung des Zimmers (TV, Balkon, Safe, etc.): 6/6 (exakte Punktzahl/Durchschnittswert: 5,8) Zimmertyp: Doppelzimmer (eigentlich Mini-Suite) Zimmerkategorie: Deluxe Ausblick: zum Parkplatz und Hinterland


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Vielfalt der Speisen & Getränke: 6/6 Geschmack & Qualität der Speisen & Getränke: 6/6 Atmosphäre & Einrichtung: 6/6 Sauberkeit im Restaurant & am Tisch: 6/6 Anmerkung: Diese Bewertungen gelten ausschließlich für das Frühstücksbuffet in der Crystal-Hall, nicht aber für die beiden Restaurants!


    Service
  • Sehr gut
  • Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft: 5/6 (Abzug wegen Aufdringlichkeit) Fremdsprachenkenntnisse des Personals: 6/6 Rezeption, Check-in & Check-out: 6/6 Kompetenz (Umgang mit Reklamationen): nicht bewertet (exakte Punktzahl/Durchschnittswert: 5,7)


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung: 3/6 Verkehrsanbindung & Ausflugsmöglichkeiten: 4/6 Restaurants & Bars in der Nähe: 6/6 Entfernung zum Strand: 4/6 (exakte Punktzahl/Durchschnittswert: 4,3)


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im September 2016
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Oliver
    Alter:51-55
    Bewertungen:100