- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel ist eine sehr große Anlage mit den entsprechenden Begleiterscheinungen. Einerseits ein wunderschöner parkähnlicher Garten direkt am Atlantik, andererseits eine unpersönliche All-Inklusiv-Atmosphäre. Es leiden die Sauberkeit und die Qualität der Getränke und Speisen. Wenn man nicht zimperlich ist, dann kommt man dort auf seine Kosten. Die wunderschöne Anlage könnte so viel mehr, wenn man den Gastroservice austauschen oder wesentlich verbessern und das All-Inklusive-Angebot abschaffen würde. Dann kommen wir auch gerne wieder.
Die beiden Zimmer, die wir hatten waren großzügig geschnitten, aber das Mobilar wirklich in die Jahre gekommen. Außerdem gab es zum Zudecken auf ein Laken eine Wolldecke. Diese werden nicht nach jedem Gast ausgetauscht, was anhand der Flecken darauf sichtbar war. Das Bad war ordentlich groß, aber ebenfalls schwer abgearbeitet. Leider gab es keinen Schminkspiegel und Kosmetiktücher. Der Zimmerservice war aber sehr zuverlässig und gut. Es wurde sehr gut geputzt.
Die Qualität des Essens war durchschnittlich für 4 Sterne und für die Größe der Anlage. Es hat nicht immer großartig geschmeckt und es gab auch keine Highlights. Allerdings hat man immer etwas gefunden, was in Ordnung war. Es gab eine weibliche Servicekraft, die die Pfanne mit dem Nachschub immer grob auf das Buffet donnerte und mit grimmiger Miene auf ihren Platz schubste. Stand man im Weg, wurde man mit einem bösen Blick bedacht. Ein trauriges Schauspiel. Der Hauswein und das Bier waren gut trinkbar. Die Bestellung von Cocktails sollte man aber lassen. Auch der dritte Versuch, einen Caipirinha herzustellen, scheiterte. Zwei Kellner haben es nicht hin bekommen. Ein Mojito am nächsten Abend wurde mit Zitronen hergestellt. Ich habe es dann gelassen. Leider gab es um die Restaurants immer mal ein paar Kakerlaken im Außenbereich. Es ist mir klar, dass diese Plage nahezu jede große Anlage betrifft. Nur müsste man entschiedener gegen die Tiere vor gehen. Sie lagen meist zertreten auf den Wegen herum. Das Problem war also auch für das verantwortliche Personal sichtbar. Abends war viel Unterhaltung mit Vorführungen und Musik geboten. Im Hauptgebäude gab es oft einen Pianospieler. Das brachte eine schöne Atmosphäre. Schwierig waren allerdings die Gruppen der All-In-Touristen. Es wurde im Außenbereich der Bar im Haupthaus eigene Rockmusik per Handy laut abgespielt und dazu gesungen. Die Kellner gingen ungerührt daran vorbei. Die Animateure der Kinderbetreuung waren sehr nett und haben viel mit den Kindern unternommen. Da waren wir sehr zufrieden.
Beim Check-in wurden uns nur der Zimmerschlüssel ausgehändigt und die Essenszeiten mitgeteilt. Alles andere durften wir uns selber herausknobeln. Ich empfand den Empfang als sehr kühl und uninteressiert. In den Restaurants wurde man ebenfalls nur durchgeschleust und in der Herde der vielen Gäste voran getrieben. Ein nettes Wort vom Kellner war nicht zu erwarten und wurde auch umgekehrt nicht erwartet oder gewünscht. Man blieb auf entschiedener Distanz. Kenne ich so überhaupt nicht. Eine eigenartige Atmosphäre. Im Frühstücksrestaurant für Spätaufsteher war es uns nicht erlaubt, für unsere 5-köpfige Familie zwei Tische zum frühstücken zusammen zu schieben. Wir durften nur an dem bereits zusammen geschobenen Tisch in der hintersten Reihe sitzen oder mussten uns zu fünft um einen Tisch für vier Personen herum quetschen, wenn wir auf der Terrasse mit Blick auf das Meer sitzen wollten. Das fanden wir diskriminierend, da wir keine der Saufgruppen waren, sondern eine Familie mit 3 Kindern, die sich benehmen und nur normal frühstücken wollten. Größere Familien hatten daher hinten oder drinnen zu sitzen. Außerdem gab es ständig Besteckmangel, weil die Kellner nicht mit dem Aufdecken hinterher kamen. Das Besteck war oft nicht sauber, wurde aber trotzdem auf den Tisch gelegt, als wenn dies nichts ausmacht. Teller und Becher hatten das selbe Problem. Oft standen am Buffet zahlreiche Teller oder Kaffeetassen herum, die nicht sauber waren, da sich die Gäste zu etwas sauberem durch arbeiten mussten. Das macht keinen Spaß und ist unappetitlich. Die Buffets waren aber immer schnell nachgefüllt. Es gab selten eine Knappheit. Man konnte bis zum Ende von allem etwas bekommen.
Traumhafter Blick auf das Meer, aber weit ab vom Schuss. Mietwagen ist unbedingt notwendig, wenn man die Insel kennen lernen will oder nur einmal aus der Anlage raus möchte.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gab einiges an sportlichen Aktivitäten. Die Poolanlage war wunderschön und abwechslungsreich. Die Animation war zwar laut, ist aber nicht durchgehend vorhanden gewesen. Fanden wir in Ordnung. Eine gebuchte Massage wurde auch recht gut durchgeführt und die Atmosphäre war gut.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 1 Woche im Oktober 2019 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Antje |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 5 |