Neue, große und großzügige Doppelanlage (mit dem Teneguia Princess), Princess-typisch auf viele Gebäude verteilt. Wer z.B. das Fuerteventura Princess kennt, findet sich sofort zurecht. Niemals höher als dreietagig, dadurch z. T. weite Wege auf der Anlage. Wenn auch für La Palma untypisch, passt es sich gut ein und wirkt nicht zu protzig. Sehr guter Pflegezustand. Meines Wissens mit HP oder VP zu buchen (wir hatten HP). Niveau und Insel entsprechend, eine leicht gehobene Klientel. Alter bunt gemischt, jedoch eher weniger Schulkinder und (Jahreszeit?) weniger Rentner. Viele Spanier, Italiener, Deutsche. Alle anderen sind eher Randgruppen; aus England wir die Insel mW nicht angeflogen. Bis auf die weiten Wege sehr familiengerecht. Für Treppen stehen durchgängig auch Lifte bzw. Rampen als Alternativen zur Verfügung. Touren: siehe oben zur Hotelumgebung. Unbedingt muss man sich natürlich auch die Caldera ansehen, am besten per Wanderung. Ein guter Einstieg ist das Besucherzentrum östlich von El Paso. Auch der Norden ist sehenswert, z.B. der Lorbeerwald Los Tilos. Außerdem gibt es einige Naturbäder, die auf spektakuläre Weise Strände ersetzen (z. B. Charco Azul): in den Fels gewaschen, ständig durch Meerwasser aufgefüllt. Gutes venezolanisches Fastfood in zahreichen Arreperas, einige gute, zumeist rustikale Restaurants mit Grillgerichten, Kichererbsensuppe etc. Wenig Nepp, zivile Preise. Tipp: Rest. Salta si puedes in Los Llanos. Sehr schöne Bootsausflüge (Delphine! Grotten!) mit der Fancy II (österreichischer Skipper) von Puerto de Tazacorte; können über die Reiseleitung oder direkt im Hafen gebucht werden. Diverse Bauern- und Wochenmärkte, viel Weinangebot. Fazit: Eine kleine Insel, auf der es vieles zu entdecken gibt. Wer trotzdem auch den Komfort eines typischen Pauschalurlaubs schätzt und planschfreudige Kinder hat, ist in den Princess-Hotels gut aufgehoben. Wir werden nächstes Mal wohl eher ein Häuschen mieten. Ein Auto ist ohnehin ein Muss (kleiner Pkw reicht, Allrad ist überflüssig). Bezahlt haben wir zu dritt mit Thomas Cook knapp 3000 Euro.
Sehr saubere, ausreichend große Zimmer mit stimmiger Einrichtung. Klimaanlage gut steuerbar, alle Zimmer mit Balkon oder Terrasse. Wir hatten eine Suite (=verbundene DZ). TV mit deutschen Programmen, Minibar auf Wunsch, sonst als Kühlschrank nutzbar. Safe gegen Gebühr (12,50 Euro pro Woche). Betten i.O., landestypisch keine richtigen Decken. Sehr gute Badezimmer mit Dusche und separater Wanne, leistungsfähiger Fön.
Es gibt ein großes Büffetrestaurant und mehrere "Themenrestaurants" sowie eine Pizzeria. Wir waren nur im Büffetrestaurant. Die abendliche Kost bietet ein sehr großes Angebot: Rohkost (nicht sehr sorgfältig vorbereitet), verschiedene Dressings, wechselnde kalte Vorspeisen, Suppen, Pasta, Gemüse (wohl der größte Schwachpunkt des Hauses - sehr unaufmerksame Zubereitung, viel zu viel Fett), immer mindestens zweierlei Fisch und mindestens dreierlei Fleisch, schließlich (Highlight) ein riesiges Dessertbüffet mit selbstgemachten Torten, Flans, Cremes, Obst, Eis. Ausschließlich spanische, erfreulicherweise auch palmerische Weine, viele halbe Flaschen (ab ca. 6 Euro), Bier ca. 2,50 Euro, palmerisches Wasser (sehr gut!), dessen Preis ich vergessen habe. Abgesehen von der großen Auswahl haben solche Büffets viele Nachteile: unpräzise Garung, zum Teil viel zu kalt, Fettbäder). Es wurde allerdings stets aufmerksam nachgefüllt und machte nie einen geplünderten Eindruck. Regionsbezug war nur zum Teil gegeben (Pappas arrugadas, Ropa vieja (Eintopf)), viele Gerichte sind eher unspezifisch. Die Abwechslung war leider nicht sehr groß. Abendessenszeiten: 19 bis 22 Uhr. Durch die Unterteilung des Restaurants inkl. einiger Balkonplätze wird es selten zu rummelig. Die Personaldichte ist sehr hoch, jedoch wird teilweise wenig effizient und gleichzeitig recht unpersönlich gearbeitet, wesentlich scheinen der Eindruck von Geschäftigkeit, schnelle Getränkebestellung und schnells Abräumen zu sein. Das Frühstück kann entweder von 7:30 bis 10 Uhr ebenfalls im großen Restaurant eingenommen werden (dann sehr große Auswahl, hervorzuheben hierbei das frische Obst und die warmen Eierspeisen; Abstriche beim Aufschnitt, ziemlich übel die Säfte, mies der Kaffee), oder aber von 9 bis 11 Uhr im Terrassenrestaurant am Pool, z. T. mit Meerblick (reduzierte, aber ordentliche Auswah, vor allem aber bessere Säfte). Mittagessen wurde nicht getestet.
Der Personalaufwand in dem Hotel ist hoch, die Qualität unterschiedlich. Sie reicht von lustlos über routiniert bis zu sehr engagiert - das spiegelt Vor- und Nachteile eines sehr großen Hauses, wo die persönliche Identifikation sehr von der Professionalität des einzelnen abhängt, weil er sich relativ einfach auch durchwurschteln kann. Spanischkenntnisse können nicht schaden, aber viele Angestellte sprechen rudimentäres Englisch, einige kommen auch aus Deutschland. Das Sauberkeitsniveau insgesamt und auch die Zimmerreinigung sind vorbildlich. Die Rezeption macht einen weniger motivierten Eindruck; allerdings wurde eine verlorene Zimmerkarte umstands- und kostenlos ausgetauscht.
Das Hotel liegt im Südwesten der Insel, mitten in einer Bananenplantage (was man sich nicht allzu romantisch vorstellen sollte), der nächste kleine Ort (Las Indias, dort auch Einkaufsmöglichkeiten und einfache Lokale) liegt 10 Serpentinenminuten bergaufwärts. Weitere 5 Minuten entfernt liegt Los Canarios (ehemals Fuencaliente) mit einigen Attraktionen (Vulkane Teneguia und San Antonio; Llanovid Weingenossenschaft). Der Süden der Insel ist deutlich vulkanischer geprägt als der Norden, weniger grün, aber auch weniger regenreich. Die Westküste hat in der Regel das besser Urlaubsklima als die Ostküste (die Klimaunterschiede sind wegen der Gebirgsstruktur tatsächlich sehr unterschiedlich, obwohl die Insel klein ist). Das Hotel liegt zwar ziemlich tief, aber nicht auf Meereshöhe; es gibt keinen "Hausstrand", dafür einen traumhaften Blick auf den Atlantik (auch von den meisten Zimmern aus). Jedoch erreicht man zwei kleine, wenig frequentierte Strände (Playa Chica und Playa Zamora) in fünf Minuten mit dem Auto. Dort schwarzer Stand, z. T. steinig, aber herrliches Wasser, halbwegs kinderfreundlich. Jedoch nur bis zum frühen Nachmittag mit etwas Schatten. Ein Auto ist für La Palma generell emfpehlenswert, da es viele attraktive Ausflugsmöglichkeiten gibt; für dieses Hotel aber ist ein Mietwagen geradezu überlebenswichtig. Wer einen Urlaub nur in der Hotelanlage verbringen will, sollte lieber nach Fuerte fliegen. Die Entfernungen sind zwar nicht groß, aber wegen der Gebirgigkeit recht mühsam zurückzulegen. Transfer vom Flughafen ca. 60 Minuten. Taxis stehen auch zur Verfügung; Busfahren ist mit den Serpentinenstrecken eine Qual.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Highlight sind natürlich die Pools: insgesamt 13, die allermeisten im Freien. Alle Wassertiefen und Temperaturgrade vertreten, allerdings keine Fontänen, Wasserfälle oder dergl. Dafür an einem Pool ein Sandabschnitt (nicht bis zum Wasser) inkl. Volleyballfeld. Sehr großzügige Anlage, reichlich Liegen (und nicht allzu viele Handtuchreservierer), bei voller Auslastung wahrscheinlich etwas knappe Schattenplätze. Ein kinderfreier Spa-Bereich (nicht getestet) mit kleinem Hallenbad, Massage etc. Ein Kinderclub mit Spielhaus und -platz und Kinderpool; die Betreuung haben wir nicht getestet. Dem Anschein nach wegen der täglich wechselnden Personalschichten nicht optimal für Kinder, da wenig persönlich. Einige Sportangebote, u. a. Tennisplätze auf Parkhausdächern. Außerdem kleiner Fitnessraum (Stepper, Fahrräder, Kraftmaschinen), in diesem Bereich allerdings war ständig ein fauliger Geruch unklarer Herkunft. Umgebung für Sport ungeeignet, da zu starke Steigungen. Handtuchservice für Pooltücher; funktioniert sehr gut. Die Animation ist vorhanden, aber angenehm zurückhaltend. Die Abendunterhaltung bietet das Übliche: talentfreie Bands, Tingeltangelshows, Minidisco; allerdings in einem recht schönen Saal.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Guido |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


