Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Christine (66-70)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juli 2008 • 2 Wochen • Wandern und Wellness
Nicht für jeden eine gute Wahl
3,1 / 6

Allgemein

Die Hotelanlage besteht aus dem Teneguia Pricess (Zimmernummern 1001-5201) und dem La Palma Princess (Zimmernummern 6001-9221) mit dreigeschossigen Wohngebäuden. Haupthaus, Bar, Restaurants und die Poolanlage werden, wie z. B. auch beim Tabaiba und Maspalomas Princess auf Gran Canaria, von beiden Hotels gemeinsam genutzt, wobei es zwei Rezeptionen, aber nur ein großes Hauptrestaurant "Taburiente" gibt. Insgesamt mögen es an die 1. 000 Betten sein, die in der Anlage angeboten werden - für La Palma ein sehr großes Hotel, aber für Häuser der Princess-Kette typisch. Das Hotel ist fast neu und in baulich gutem Zustand, wobei man vorrangig Betonfertigelemente zum Bau verwendet hat, die zu einer Art Plattenbausiedlung im kanarischen Stil verbaut wurden. Das Hotel ist mit HP oder VP buchbar. Überwiegend sind spanische Großfamilien, sowie Familien mit Kindern aus Deutschland, der Schweiz sowie Großbritannien Gäste des Hauses. Das Hotel ist nicht optimal für Menschen mit Behinderungen, aber geeignet, da es viele Rampen und Aufzüge gibt und somit die meisten Zugänge ebenerdig sind. Allein die Steigung der Rampen innerhalb der Anlage ist für Rollstuhlfahrer problematisch, die jedoch vermutlich La Palma als Reiseziel ohnehin als schwierig beurteilen dürften. Es gibt eine große Parkgarage mit 3 Ebenen unterhalb der Tennisplätze. Erholungssuchenden Pärchen empfehle ich das Hotel La Palma Romantica in Barlovento. Wir haben dort nur einmal gegessen, aber fanden es sehr schön dort. Sportbegeisterten Singles rate ich zu einem Hotel in der Umgebung von Los Llanos oder Santa Cruz, dort gibt es gut ausgestattete Fitnesstudios, die nichts gegen Gäste haben. Familien mit dem nötigen Kleingeld für die täglichen zusätzlichen Ausgaben und Spaß an einem Poolurlaub werden im Teneguia Princess aber gut aufgehoben sein. Meine Aussage, das Hotel nicht weiterzuempfehlen, ist insofern relativ. Wer sich an ein bißchen Schmuddel im Restaurant nicht stört, wer nicht wandern möchte, wer mit vielen Kindern reist oder nur am Pool abhängen mag, der wird meine Bewertung nicht nachvollziehen können. Aber La Palma ist zu schön, die Insel nicht zu entdecken. Vielleicht auch in einem Ferienhaus? Übrigens: Mietwagen sind auf La Palma preisgünstig, ebenso Benzin (etwa 1 € pro Liter). Wir hatten ein Fahrzeug (Opel Astra, 2 Wochen incl. Kasko für 290 €) von Cicar, das man auch im Internet vorreservieren kann. Weitere Anbieter sind Autos Moreno (im Hotel) oder Ancar La Palma, diese Firma vermietet überwiegend VW.


Zimmer
  • Eher gut
  • Kurz und knapp: das Zimmer im 1. OG des Blockes 4 war schön eingerichtet. Klimaanlage, TV, Kühlschrank, Fön, Telefon - alles da. Schrank mit ausreichend Kleiderbügeln und Platz "für 2 Wochen Urlaub". Der Balkon mit einer hohen Mauer anstatt eines Geländers (es gibt aber auch Zimmer, die eine bessere Aussicht bieten, diese liegen zumeist im 2. OG. Der gebuchte Meerblick konnte leider durch einen vorgebauten Gebäudeblock eingeschränkt und nur im Stehen (!) genossen werden, schade. Auch auf Rückfrage gab es keine Abhilfe. Ansonsten bieten die Räumlichkeiten keinen Anlaß zur Kritik. Allerdings: zweimal war das Wasser weg, einmal davon mitten beim Duschen, und einmal fiel der Strom aus. Die kaputte Deckenlampe im Bad zwei Tage vor Abreise wurde nicht mehr repariert. Die Gartenarbeit findet ab 7 Uhr morgens statt. An sich in Ordnung, ein knatterndes unidentifizierbares Geräusch weckte uns dann doch: leider wurde von zwei in Mondanzügen verkleideten Mitarbeitern vor unserem Zimmer bei geöffneter Balkontür und draußen zum Trocknen aufgehängten Kleidungsstücken "mal ordentlich" mit Pestiziden gesprüht. Man hätte ja mal vorher Bescheid geben können.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Wir haben das Hauptrestaurant Taburiente sowie mittags die Verpflegung im Restaurant La Choza am Pool genutzt. Über die Vollpension erhält man auch Lunchpakete, diese enthalten vier randlose Weißbrotscheiben mit Schinkenspeck, einer eingeschweißten Salami, einen Joghurt, eine Schmelzkäseecke, ein in unserem Fall sehr reifes, teilweise verdorbenes Obst, eine Flasche Wasser und eine Flasche 0, 2 l Rotwein. Im Hauptrestaurant ist das Essensangebot sehr umfangreich. Positiv ist, dass auch kanarische Gerichte ihren Platz am Buffet gefunden haben, so gibt es zeitweilig Papas arrugadas mit Mojo oder kanarischen Käse und Gofiospeisen. Schön auch, dass man draußen auf drei Balkonen essen kann, wenn Platz verfügbar ist. Leider sind dort die Insekten lästig, der Ausblick entschädigt aber dafür. Akzeptabel auch die Getränkepreise. Eine Flasche Mineralwasser 0, 5 l kostet 1, 90 €, eine Cola 0, 2 l 2, - €, ein Bier Estrella Damm 0, 3 l 2, 40 € und die Weine beginnen ab 7, 50 € für 0, 5 l. Diese werden jedoch nicht für den kommenden Tag aufbewahrt. Während unseres Aufenthaltes gab es einen spanischen, zwei kanarische und einen italienischen Abend, letzterer hätte nicht sein müssen. Der Küchenstil ist international, die Auswahl groß. Geschmacklich war für uns allerdings kaum ein Highlight dabei, darüber kann man sich ja aber streiten. Überhaupt nicht geschmeckt haben Kuchen und Desserts. Was gestört hat, war die Mensa-Atmosphäre im Restaurant. Ein Gegröle, Geschreie, Gerenne und Geschiebe im Restaurant ist durch die Größe des Hotels und die Anzahl der Gäste wohl nicht zu vermeiden. Schade auch, dass häufig das Dessertbesteck beim Eindecken der Tische vergessen wird, dass die Tassen Risse und Sprünge haben, die Kaffeekannen lecken und undicht sind, so dass der Kaffee fast immer kalt auf den Tisch kam und dass die Kühlung der Eistheke nicht ausreichend war, so dass das Eis zur Nachtischzeit sabberig geschmolzen war. Während die oberen weißen Tischdecken nach dem Essen gewechselt werden und die Servietten mit zwei Gabeln vorgelegt werden, bleiben die farbigen Tischdecken darunter liegen, auch dann, wenn sie stark verschmutzt sind. Ein fettiges Tischtuch mit einer dicken braunen Schicht aus Schokoladensoße an der Seite blieb fast eine Woche liegen, bis es ausgetauscht wurde. Das Geschirr ist nicht immer richtig sauber. Wie gesagt, es stört sicherlich nicht jeden, aber wir fanden es unappetitlich und einem Viersternehaus nicht angemessen. Das Restaurant La Choza bot fast jeden Tag dasselbe zum Mittag: Salatbuffett, Gazpacho, eine Suppe, Fleisch und Fisch vom Grill, eine Paella, drei Kuchen, Obst und Joghurt zum Nachtisch - geschmacklich okay, aber eben immer dasselbe. Schön ist der Meerblick von der Poolterrasse, aber dafür hat sich die Buchung der Vollpension nicht gelohnt. Zu den Bars: eine Happy Hour, die keine ist (nur in einer Poolbar von 23-24 Uhr, gezapftes Bier, Mojito oder ein alkoholfreier Cocktail "2 für 1" - ein Witz!), ein Tequila Sunrise für 5, 30 €, der einfarbig orange serviert wird, eine Pina Colada für 5, 50 € - aber okay, wir waren nur einmal dort.


    Service
  • Eher schlecht
  • Licht und Schatten liegen eng beieinander. Der Check-in war professionell, die Zimmerreinigung tadellos und vielfach waren die Mitarbeiter bemüht, freundlich und hilfsbereit. Vielfach aber eben auch nicht, und das hat unseren Eindruck des Hotels sehr getrübt. Unser Wunsch, das gebuchte Meerblickzimmer zu erhalten, wurde nur teilweise und nur auf mehrfache Nachfrage hin erfüllt. Getränkebestellungen wurden falsch aufgenommen, ein weder bestellter noch in Anspruch genommener Safe bei Abreise mit 28 Euro in Rechnung gestellt. Einen Shuttlebus gibt es nicht, jedoch einen Wäschereidienst und einen Arzt sowie Kinderbetreuung im Miniclub oder einen Babysitterservice, soweit wir gesehen haben.


    Lage & Umgebung
  • Sehr schlecht
  • Das Hotel befindet sich an der Südspitze der Insel und nahe der Vulkane Teneguia und San Antonio inmitten von Bananenplantagen. Einkaufen ist nur im teuren Miniladen (z. B. Duschbad 4, 50 €, Sonnenmilch 8, 50 €) des Hotels oder in Fuencaliente möglich, wobei dies eine 10 km lange Autofahrt in den höhergelegenen kleinen Ort erfordert. Alle zwei Stunden verkehrt auch ein Bus dorthin, der jedoch häufig voll ist und dann keine Fahrgäste mehr aufnimmt. Ob man also sein Ziel (auch auf dem Rückweg) erreicht, ist offen und bei der letzten Verbindung mehr als problematisch. Durch die einsame Lage ist man ohne Mietwagen aufgeschmissen. Die schönen Wanderziele im Norden der Insel oder beispielsweise die Caldera erfordern zwei Stunden Anfahrt. Der Transfer zum Flughafen Santa Cruz dauert etwa eine Stunde. Vielfach sind die Serpentinenstraßen nur in Schrittgeschwindigkeit zu befahren, was man bei der Planung von Ausflügen bedenken sollte.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Wellness
    • Sport

    Eine Poolanlage mit 7. 500 Quadratmeter Wasserfläche und Hunderten von Liegen, die bei unserer Ankunft fast alle belegt waren - und das sollte auch so bleiben. Wollte man im Schatten liegen, mußte man wohl oder übel auch die Unsitte pflegen, vor dem Frühstück sein Handtuch an den Pool zu legen. Wobei die spanischen und englischen Gäste entgegen aller Vermutungen beim Liegenreservieren ebenso eifrig sind wie die dafür doch bekannten Deutschen. Der Pool ist toll - vor allem für kinderreiche Familien, die sich dort auch zahlreich aufhalten. Für Ruhesuchende oder eine lauschige Lektüre bleibt kaum Platz, weswegen ich das Hotel weder für ruhesuchende Pärchen noch für sportbegeisterte Singles empfehlen kann! Familien werden sich aber wohler fühlen. Die Animation bietet ein vielfältiges Programm, der Fitnessraum ist jedoch dürftig. Alte, verrostete Geräte, der Latzug zweimal kaputt wegen eines gerissenen Kabels, Räder ohne Freilauf, ein quietschender und knarzender Stepper und irrsinnig laute Musik machen überhaupt keine Lust auf sportliche Betätigung. Der Spabereich ist von 10-20 Uhr geöffnet. Zwei Internetrechner im La Palma Princess sind mit Münzer bedienbar, aber ständig belegt. Der Minimarkt, nicht eben preiswert. Überall Groschengräber: Billard kostet extra, Internet kostet extra, Fahrradausflug 1 Stunde 11 € extra, Handtuchwechsel 0, 50 € extra, Spa kostet extra.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juli 2008
    Reisegrund:Wandern und Wellness
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Christine
    Alter:66-70
    Bewertungen:5