Das Hotel verfügt über 1200 Betten, wovon in unserer Zeit aber höchstens 10-20% belegt waren. Ganze Gebäude waren unbewohnt, und als wir uns am Anfang in den Gängen verirrt hatten, zeigten diese, dass wohl seit Monaten hier nicht mehr gereinigt wurden. Die Hotelanlage ist sonst sehr schön und tip-top in Schuss gehalten, sehr sauber und hat einen wunderschönen Garten mit Bachläufen, vielen typischen Pflanzen etc. Die Gästestruktur war in der Mehrzahl 50+ oder eher 60+, einige wenige Familien mit jungen Kindern und ganz wenige junge Paare. In der Mehrzahl waren es englische unde deutsche Touristen mit ein paar Franzosen und Spaniern. Sehr angenehme Gäste. Was wohl älteren Kindern, Teenagern und jungen Paaren fehlt ist zunächst die WIFI Möglichkeit. Diese ist sehr begrenzt auf den Rezeptionsraum und dann auch noch mit teilweise immensen Zusatzkosten (6 EUR pro Tag oder 19 EUR pro Woche) verbunden. Es gibt zwar einen hervorragenden Mini-Club mit Dauerbetreuung und schattigem Spielplatz und eigenen Mini-Club-Pool, hingegen für die Kinder ab 6/8 Jahre gibt es z.B. keine Rutschen oder entsprechende Programmpunkte. Die sehr dezente Animation bestand aus Alters-Zielgruppen gerechtem Bogenschiessen, Boulespiel, Wassergymnastik - abends war in der "Diskothek" dann Akrobatik oder Volkstänze angesagt. Für das vorhandene Publikum sicherlich das richtige, aber andere Zielgruppen werden dadurch kaum angesprochen. Für einen ruhigen Urlaub (z.B. Wandern mit Ruhetagen am Pool) und gutem Lesestoff ist dieses Hotel sicherlich bestens geeignet und so haben wir uns da auch sehr wohlgefühlt. Mit dem Handy hatte man 3G Empfang (Vodafone) Wir haben häufig eine grosse Wolke über der Anlage gesehen und wenige Kilometer nördlich war dann der ganze Tag Sonnenschein und umgekehrt. Highlights bei den Ausflügen war sicherlich der Regenwald im Norden der Insel und eine Wanderung durch die Caldera. Die Insel insgesamt ist tip-top ausgerüstet, so als wäre gestern der Schwarzwaldverein da und hätte überall Hinweisschilder gesetzt und die Wege gesichert. Auch Mülltrennung überall, einen so hohen Infrastrukturstandard ist mir in Südeuropa sonst noch nicht begegnet.
Die Zimmer waren sehr geräumig, der Balkon eher klein - aber die Anlage war so schön, dass wir den Balkon nicht nutzten. Dieser hat auch nur 2 billige Plastikstühle und Tisch. Die Betten waren sehr gross, trotz harter Matratze lag man sehr gut. Es gab ausreichend geräumige Schränke. Kleinlich - wie beim WIFI - war die Benutzungsgebühr für den Tresor für 2 EUR am Tag extra, oder 1 EUR pro Tag für einen Heisswasserkocher. Das Bad mit Dusche und Badewanne war sehr schön, eher dunkel aber mit einem sehr kräftigen Duschstrahl. Eigentlich ist die ganze Anlage behindertengerecht, da jede Treppe auch mit Rampe umgangen werden kann. Hingegen hätte ich bei den Badezimmern Bedenken, ob Rollstuhlfahrer diese benutzen könnten.
In der Gastronomie muss man sich zwischen HP, VP oder All inclusive entscheiden. Ca. 90 Prozent der Gäste hatten All-Inclusive. Ansonsten wurde für ein Frühstücksbuffet 17 EUR, für ein Mittagsbuffet 18 EUR und für das Abendbuffet 25 EUR verlangt. Die Getränke liegen bei 2-3 EUR, oder es gab für HP/VP Gäste die Möglichkeit für 3,50 EUR die Hausgetränke zum Essen mit zu geniessen. Bei All-Inclusive sind alle Getränke inkludiert. Ausgenommen sind Markenbiere/-weine und bessere Alkoholika/Drinks/Cocktails. Aber auch hier wurde All-Inclusive Gästen angeboten für 10 EUR am Tag, die "besseren" Getränke zu nutzen. Wir sind mit dem Hauswein und dem lokalen Bier, Cola/Fante/Tonic etc. sehr gut gefahren innerhalb des All-Inclusive. Für Wanderer besteht die Möglichkeit, ein Lunchpaket zu ordern. Bei den Buffets gab man sich ausserordentlich Mühe, die Vielzahl der angebotenen Speisen war so reichlich, dass wirklich jeder etwas für sich findet. Nicht immer wurde die Qualität und der Geschmack dabei getroffen, ausgenommen sei hierbei der Koch des Nachtischs, dessen Patisserie 1A ist. Sämtliche All-Inclusive Gäste versorgen sich selbst mit Getränken und Essen, so dass der Service nur zum Abräumen da ist. Jeden Abend gibt es beim Essen ein Thema (Italien, Asien, Mexico ...), welches dann - so gut möglich - versucht wird, nachzukochen. Die Atmosphäre im grossen Speisesaal war äusserst angenehm, es konnte nicht der "Bahnhofshalleneffekt" aufkommen, da der Speisessal mit Stuk und Ausstellungsgegenständen sehr schön ausgeschmückt war. Tagsüber besteht die Möglichkeit, in der Pizzeria am Pool, schnelle Küche (Hamburger, Pizza, Sandwich) einzunehmen. Das Frühstücksbuffet war ebenfalls sehr gut, auch hervorragendes Vollkornbrot/-brötchen. Die Kaffeemaschinen erinnerten wohl eher an den Kaffee der 70er Jahre, das Gebräu gewinnt sicherlich keinen Preis. hingegen waren sie wohl immer funktionstüchtig. Zum Abendessen wurde den Herren lange Hosen empfohlen, was aber nur teilweise auch durchgehalten wurde, zudem es für die Damen keinerlei Vorschriften gab.
Das Personal haben wir nur freundlich erlebt. Es wurde immer und überall gegrüsst, jeder konnte englisch und viele versuchten einen auf deutsch anzusprechen. Die Zimmerreinigung war sehr gut und freundlich und richtete mit Blüten ein Handtuchkunstwerk auf dem Waschbecken an. Im Restaurant wurde zügig abgedeckt und neu eingedeckt. Die Animation war sehr nett und unaufdringlich. Auf Beschwerden (z.B. kettenrauchender Nachbar auf dem Balkon trotz Rauchverbot) wurde sofort eingegangen und der Mangel wurde abgestellt. Sehr nett war auch der Umgang mit den Kindern, die abends zur "Minidisco" von den Animateuren im Speisesaal abgeholt wurden.
Vom Flughafen sind es rund 40 km. Das Hotel liegt sehr ab, selbst wenn man die nächste Bucht ansteuern möchte, kann man sich eine halbe Stunde Fussmarsch in sengender Hitze auf der Asphaltstrasse eher bequem machen mit einem Leihwagen. Diese sind sehr günstig und das Benzin obendrein. Man sollte darauf achten, am Flughafen möglichst kein Upgrade sich aufschwatzen zu lassen, wenn man es nicht nötig hat. Hoch motorisierte Autos sind in der kurvenreichen Inselregion mit 40 kmh Durchschnittsgeschwindigkeit wenig angesagt. Das Hotel liegt direkt an der Hotelklippe. Leider sind auch die schöne Terrasse beim Langschläferfrühstück so hoch mit Sträuchern bewachsen, dass man darüber nur noch das Meer sieht, aber nicht mehr die Wellenbrecher an der Klippe. Und das Meer ist langweilig - wir haben in 2 Wochen ein Segelboot gesehen, es gibt keinen sonstigen Schifffahrtsverkehr. Die Terrasse in den Speisesäälen ist auch mit so einer hohen Balustrade versehen, dass ein Meerblick nur sehr grossen Personen ermöglicht wird - Schade, denn die Sicht ist dort toll. Zum nächsten Ort sind es sicherlich 5-6 km Serpentinenfahrt, zum Regenwald im Norden braucht man 1,5h. Es soll wohl einen Linienbus im 2h Takt geben, den wir wegen Mietwagen nicht genutzt haben. Das Hotel bietet mit lokalen Veranstaltern zahlreiche Wander- und Ausflugstouren an (ca. 40-60 EUR pro Person). Ein sehr schönes Restaurant (kleine Imbisshütte) gibt es direkt am nächsten Strand. Hier auf der Terrasse sitzen, bedeutet einen wunderschönen Sonnenuntergang zu haben. Rund um das Hotel gibt es nur Bananenplantagen. Das bedeutet: Gewächshäuser, die auf hässlich gemauerten Umrandungen gebaut sind. So ist es schöner abends durch die weitläufige Anlage mit dem wunderschönen Hotelgarten zu laufen, alleine hier ist man für eine Runde gut und gerne 20-30 Minuten unterwegs.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Es gab mehrere Pools, wo selten mal eine, zwei oder drei Personen drin schwommen. Wir haben auch das "Spa" einen Tag getestet, da es bei unserem Reiseangebot inklusive war. Ansonsten muss man dort zweistellig bezahlen. Das Spa bietet zwar alle möglichen Düsen und Blubberbecken auf engstem Raum, abgetrennt von den sonstigen Schwimmbecken und so ist man eigentlich nach einer halben Stunde "durch". Man hätte es sicherlich mal öfters besucht, wenn es inkludiert wäre, aber so blieb das Spa leer - die Besucher blieben aus. Den 2 Dampfbädern fehlte der richtige Dampf, nur die Sauna genügte den Ansprüchen. Es bestand die Möglichkeit im Rahmen von 30-100 EUR noch Massagen und Behandlungen dazu zu buchen. Die Pools bieten nur Wasser, keine Düsen, keine Rutschen. Sie haben an der einen Seite einen flachen Einstieg und sind maximal 1,45m tief. Offiziell ist bis 17h es erlaubt, die Pools zu benutzen, wurde aber auch bis 18/19h überschritten, ohne dass es Kommentare gibt. Kinder konnten ihre Bälle, Reifen, Schwimmtiere mit ins Wasser nehmen, hineinspringen war verboten. Weit ausserhalb der Anlage am Parkhaus gab es 2 Tennisplätze und einen Fussballplatz. So weit ab vom Schuss und mit der vorhandenen Gästezielgruppe wurden diese Anlagen während unserer Zeit nie genutzt. 3 Tischtennisplatten boten sich direkt am Pool in einer überdachten Halle an, es gab ausreichend Schläger (sehr erneuerungsbedürftig - eher Holz) und Bälle. Ein Pool hatte einen grossen Sandstrand, der auch ein Volleyballfeld aufwies. Die Liegeflächen waren teilweise überdacht oder leicht überdacht, so dass ein Schattenplatz auch immer möglich war. Die Liegen waren in sehr ausreichender Zahl vorhanden, wenn auch manche Liegen defekt waren.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2014 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ingolf |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 18 |


