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Bianca (19-25)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2007 • 2 Wochen • Strand
Wären die Zimmer & Strand nicht, wäre alles top
4,6 / 6

Allgemein

Beim Lagas handelt es sich um eine Hotelanlage mittlerer Größe mit ca. 330 Zimmern auf mehreren Ebenen im Stil eines ägäischen Dorfes, schön auf einem Hügel in Form von max. 2-stöckigen Bungalowhäuschen angeordnet. Alles ist typisch griechisch in Weiß/Blau gehalten und passt sich damit perfekt an die Umgebung an. Die Anlage an sich ist wirklich sehr gepflegt (entspricht 4 Sterne Standard) und begrünt (was in diesem Teil Kos eher selten der Fall ist) recht weitläufig und hat teilweise auch größere Steigungen (wenn man Zimmer auf den oberen Ebenen bezogen hat). Die aber ein Minibus zu bewältigen hilft der Rund um die Uhr fährt. Was sicherlich für sehr ruhe empfindliche Gäste mitten in der Nacht etwas störend sein kann, aber den ein oder anderen Schweißtropfen beim mittäglichen „Bergsteigen“ ersparen mag, auch im Hinblick auf Gepäcktransporte. Uns hat es jedenfalls nie gestört. Das Alter der Anlage läßt sich schwer schätzen, den Zimmern nach zu urteilen, denen man das Alter dann doch etwas mehr anmerkt als dem Rest der Anlage, sind es aber bestimmt schon mind. 15 Jahre. Wir haben im Hotel Halbpension mit Frühstück und Abendbuffet genossen, dies ist auch anzuraten, da in den Zimmern keinerlei Kochmöglichkeiten vorhanden sind und die nächst gelegene gastronomische Infrastruktur 1, 5km im Ort Kardamena entfernt liegt. Frühstück von 7: 45 bis 9: 45 Abendbuffet von 18: 45 bis 20: 45. Die Gästestruktur bestand im Juli größtenteils aus Briten, Schweizern, Italienern und Deutschen. Der Altersdurchschnitt war sehr gemischt. Tipp wäre ein paar Tage einen Mietwagen nehmen und Kos abfahren (die Insel ist nicht groß). Im Norden hat es schöne lange Sandstrände bei Tigkaki, Kos Stadt ist wirklich sehenswert und auch die Kefaloshalbinsel. Ansonsten kann man viele Bootsausflüge zu den vielen Nachbarinseln machen.


Zimmer
  • Schlecht
  • Die Zimmer sind das größte Manko der Anlage. Wir hatten ein Familienzimmer mit Durchgangstüre , welches auf 2. Ebene lag. Der Meerblick war wirklich schön, aber auch das einzigst wirklich positive. Den Zimmern merkte man das betagte Alter der Anlage wirklich an, diese entsprachen nicht annähernd einem (deutschen) 4 Sterne Hotel (wobei ich mir sagen lassen musste das man auf Kos nichts unter 4 Sternen nehmen sollte, wenn man etwas mehr Luxus möchte). Die Zimmer waren wirklich nicht sehr geräumig, für 2 Personen reichte es gerade so. Der Schrank war winzig und die oberen Kleiderbügel nur für Personen ab 1. 75m geeignet. Im Schrank integriert befand sich der kleine laut surrende Kühlschrank, der nie richtig kühlte da die Luftansaugung durch die Schrankwände blockiert wurde. Das Badezimmer war soweit i. O. Es war sauber gehalten und die Armaturen waren i. O. Vom Putzen der Zähne bzw Trinken des Leitungswassers ist abzuraten, es kommt braun aus den Rohren und enthält viele Bakterien, die ich in der erste Woche zu spüren bekam im Magen/Darmtrakt. Trotz der erhöhten Lage wimmelte es des öfteren vor Ungeziefer (Kakerlaken, Mücken, Spinnen, Eidechsen) was in südlichen Ländern „normal“ ist, aber hier waren es Kakerlaken in der Größe von 15cm. Das Bett war sehr hart und die Matraze i. O, aber das Gestell war wirklich alt, schmutzig und abgeranzt und würde hier nicht mal in einem 1 Sterne Hotel stehen „dürfen“. Es gab 3 gemauerte Abstellsimse im Zimmer, 2 alte Teppiche und einen kleinen Fernseher mit 2 deutschen Programmen. Die Klimaanlage war an die 10 Jahre alt und schepperte eher, das sie lief. Nachts hörte man das Brummen der Klimaanlage des Nachbarn, was sehr störend war. Die Handtücher und die Bettwäsche wurden jeden 2. Tage gewechselt und es war sauber, was die anderen Faktoren etwas wett machte. Ansonsten hatte das Zimmer noch einen Safe (10€ die Woche) und einen Fön.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Hier würde ich eher 3-3, 5 Sterne geben was die Auswahl der Speisen anbelangt, die sich doch in 14 Tagen des öfteren wiederholten. An der Qualität war nichts zu beanstanden, es war alles sehr sauber, es wurde regelmäßig aufgefüllt und auch zu späteren Essenszeiten war noch die volle Auswahl vorhanden und appetitlich angerichtet. Zum Frühstück gab es die üblichen britisch orientierten Speisen, wie Bohnen und Speck, ansonsten sehr empfehlenswerte Brötchen und Brote, die immer frisch waren und auch als dunkle Variante angeboten wurde, was dem deutschen Gaumen sehr zu Gute kam. Leider gab es zu trinken nur die Wahl zwischen Kaffee und schwarzem Tee. Sehr mau für 4 Sterne. Ansonsten noch 2 Säfte. 1 Sorte Wurst und Käse, ansonsten 5 Sorten Marmelade, Honig, eingelegte Früchte und Nutella. Abends gab es ein großes Salatbuffet und auch ein leckeres, wenn auch wenig abwechslungsreiches Haupt- und Nachspeisenbuffet. Es war im großen und ganzen doch eher griechisch angehaucht, was uns sehr entgegenkam (viel Lamm und Fisch). Leider war die Beschriftung der Speisen nicht ausreichend. Unter „Pasta“ fallen mehr als ein Dutzend verschiedener Speisen, hier wäre doch interessant zu wissen ob diese mit Käse, Tomatensoße, Sahnesoße, Öl etc angerichtet ist. Auf der Getränkekarte standen mehrere Weine zur Aufwahl, wobei die Preise doch sehr hoch waren im Vergleich zur den Supermarktweinpreisen, es gab ebenfalls Bier darunter auch 2 deutsche Sorten, Softgetränke und Wasser, welche mit 2€ die Falsche noch am humansten war. Gezahlt wurde bar zum Schluss beim zuständigen Kellner. Auf der Terasse des Speisesaals ging es mitunter etwas weniger „hektisch“ zu als im Inneren. Ansonsten bot das Hotel noch eine Snackbar am Pool, die nur in der Mittagszeit geöffnet hatte, wie eine Poolbar und eine Hauptbar in der man abends noch den ein oder anderen Cocktail versuchen konnte mit Blick auf den Pool.


    Service
  • Sehr gut
  • Hier wird das Lagas seinen 4 Sternen gerecht. Am Service kann auch der anspruchsvollere Gast nichts meckern. Vom Rezeptionisten, bis zur Putzfrau waren wirklich alle immer sehr höflich, zuvorkommend und leise (was die Saubermachaktionen angeht). Es wurde vereinzelt sogar deutsch gesprochen (einer der Hotelmanager stammt aus Reutlingen, wie wir herausgefunden haben). Das Gepäck wird zu den Zimmern gefahren und wieder abgeholt, wie auch die Hotelgäste, wie oben beschrieben. Das Gastronomische Personal macht seinen Job größtenteils auch sehr gut, es wird regelmäßig abgeräumt, die Tische waren meist sauber und es wurde sich auch bei größerem Andrang bemüht rechtzeitig zur Hand zu sein (was vielleicht auch etwas an dem antiquierten Führungsstil des Hauses liegen mag, der in der letzten Woche immer mehr zu Tage trat in Form eines „Aufsehers“ für die Angestellten). Auch die Zimmer waren immer top gereinigt.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage ist, wie ich finde eine der Besten auf Kos, wenn man einerseits keine lange Transferdauer und andererseits eine schöne und nicht zu weit von der Außenwelt abgeschnittene Anlage haben möchte. Vom Flughafen sind es keine 15 Autominuten (das Hotel liegt etwas seitlich versetzt zur Einflugschneise, der Fluglärm hält sich aber stark in Grenzen), zum nächsten Ort Kardamena sind es 1, 5km. Abends an der Straße entlang leicht in 20min auch zu Fuß zu schaffen. (Es fährt auch ein unklimatisierter Linienbus in unregelmäßigen Abständen). Die Straße ist allerdings sehr schlecht beleuchtet und ein Gehsteig ist nicht vorhanden, etwas Vorsicht ist also geboten. Kardamena an sich hat keine wirklichen Sehenswürdigkeiten, außer dem Hafen und der langen Promenade, die man außer in Kos Stadt nirgends auf der Insel wiederfindet. Man sollte sich seelisch aber auf eine Art britisches Lorret del Mar einstellen, dem Lautstärkegrad und Andrang der zig kleinen wie auf einer Schnur aufgereihten Bars an der Promenade und innerhalb des Ortes nach zu urteilen. Der Traum britischen Massentourismus, so wird einem der Anschein aufgezwängt, wenn man weniger auf Ballermann steht aber nicht unbedingt mehr als einmal sehenswert. Zum Glück finden sich etwas abseits der Barstraße aber auch nette kleine, ruhigere Lokalitäten. Ansonsten befinden sich in der näheren Hotelumgebung außer 2-3 weiterentfernten Hotels nicht viel. Der Hotelstrand (der sich mehr oder minder breit von Kardamena aus entlangschlängelt) ist über eine kleine Straße zu erreichen (in der Abends und zur Mittagszeit etwas vermehrt Autos fahren, man kann aber im Vergleich zu deutschen Verhältnissen nicht wirklich von „Verkehr“ sprechen). Der Hotelabschnitt des Strandes ist etwas breiter als der Rest des Strandes, so das bequem mehrreihig nach hinten gelegen werden könnte, was aber eher nicht der Fall ist, da im hinteren Abschnitt genügend Bäume ebenfalls Schatten spenden und die Liegestühle weit genug außeinanderstehen als sich wie Ölsardinen zu fühlen. 2 Liegen kosten am Tag 6 Euro, diese werden von dem nahen Bootsverleih verwaltet. Was das Badevergnügen aber etwas trübt sind die viele Steinplatten im Wasser, obwohl der Strand an sich und auch hinter den Steinplatten sehr sandig ist. Es gibt aber ein paar Stellen an denen der Zugang etwas besser möglich ist, wenn man den Strand in westlicher Richtung etwas 200m entlang läuft. Was wir ebenfalls als sehr störend empfanden die pechschwarzen Ablagerungen im Sand und Wasser, was sicherlich von der Öltankerkatastrophe vor Santorin herrührte. Öl gehört an keinen Badestrand !!


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es wurde ein tägliches Animationsprogramm angeboten, welches aber unaufdringlich war. Dies reichte von Beachvolleyball, bis Wasserball, Gymnastik, Unterhaltungsshows am Abend etc. Es wechselte zwar, wiederholte sich aber in der 2. Woche. Ansonsten stand ein Fitnessraum zur Verfügung, eine winzige Minigolfanlage, Billard und Tischtennis und mehrere Flutlichtennisplätze sowie eine Disco, von der man abends aber nicht viel mitbekam. Der Kleine Minimarkt im Hotel war ausreichend für den kleinen Hunger auf Snacks oder wenn man Getränke kaufen wollte, viel mehr bot er aber nicht. Die Parkmöglichkeiten waren eher schlecht, 2 kleine Parkplätze. Eine Europcar Autovermietung befand sich ebenfalls im Hotel, die Freundlichkeit des Personal ließ allerdings zu wünschen übrig, trotz Reservierung von Deutschland aus. Einen Internetzugang bekam man im Hotel leider nicht, hierzu musste man nach Kardamena. Ansonsten musste man an „Poollieger“ früh aufstehen wenn man noch einen guten Platz in der Ölsardingenbüchse haben wollte, wir lagen dort nie, obwohl die Liegen kostenlos und der Pool eigentlich auch recht schön angelegt war.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Mehr Bilder(20)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juli 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Bianca
    Alter:19-25
    Bewertungen:14