Das La Salita ist mit 4 Sternen ausgezeichnet - dementsprechend war die Reise (7 Tage, Halbpension) auch nicht gerade geschenkt. Doch daß dieses heruntergekommene und vergammelte Hotel 4 Sterne trägt, liegt m. E. nur an der Zugehörigkeit zum Hotelkonzern Maritim. Unser Zimmer war sehr klein und sehr laut. Die Einrichtung ist verwohnt und nicht sehr geschmackvoll, der Teppich abgenutzt, die Vorhänge sahen aus, als seien sie seit ewigen Zeiten nicht mehr gewaschen worden. Im Bad wucherte der Schimmel, der Duschvorhang hatte Stockflecken, und selbst die frischgebrachten Handtücher waren klamm und rochen nach schlechtem Waschmittel. Im Untergeschoß stank es nach defekten Abwasserrohren und Schimmel, und der Aufzug gab bei jedem Halt in unserem Stockwerk ein häßliches lautes Quietschen von sich. Unsere Bitte nach der ersten Nacht in völlig durchgelegenen Betten nach einem anderen Zimmer wurde erst mal abschlägig beschieden und blieb ohne Erfolg. Auf nochmaliges Nachfragen am vierten Tag unseres Aufenthaltes wurde uns ein am Innenhof/ Lichtschacht gelegenes Zimmer angeboten - etwas größer, aber ohne Balkon und mit nur einem kleinen Fenster. Wir haben dankend abgelehnt. Zum Essen geht es ins Nachbarhotel. Durch die stark befahrene Hauptverkehrsstraße vom La Salita getrennt liegt das zum Gesamthotel gehörende Antonine - ebenfalls 4 Sterne, aber eine völlig andere Welt! Das Antonine ist noch sehr neu. Beide Hotels sind durch einen unterirdischen Tunnel verbunden. Die üblen Gerüche der defekten Abwasserrohre verschwinden, sobald man den Bereich des La Salita verlassen hat. Im Antonine liegen das Restaurant, der Garten und Pool; außerdem ein kleines Hallenbad, ein Wellnessbereich, Bars und Internetstation. Die Dachterrasse mit Pool haben wir nur einmal kurz besucht. Nachdem uns hier die Abluft aus der Küche entgegenwehte, sind wir auf die sehr viel kleinere Dachterrasse vom La Salita ausgewichen. Hier empfing uns zwar kein Küchengestank, dafür waren aber die Liegestühle ziemlich abgenutzt und dreckig. Wir waren an der Mellieha Bay nie zum Baden. Viel schöner war es an der Golden Bay, wenn auch sehr voll. Ganz toll war es auf Gozo im Örtchen Xlendi - da kann man von den Klippen direkt ins Wasser hüpfen. Überhaupt - das Wasser ist ganz klar und war mit 24 Grad im Oktober angenehm warm! Ein Tipp fürs Busfahren: Wir haben öfters beobachtet, wie andere Fahrgäste beim Herausgeben von Wechselgeld von den Busfahrern übers Ohr gehauen worden sind. Wer viel mit dem Bus fährt, ist mit einer Mehrfahrtenkarte unter Umständen (gibt es für 3, 5 und 7 Tage) besser bedient und schont Nerven und Geldbeutel. Die Karten gibt es an den Automaten am Busterminal in Valletta (7 Tage kosten Lm 5,50). Außerdem erspart man sich so das ewige Gekruschtel im Rucksack...
Hotel und Zimmer habe ich schon oben beschrieben. Das Restaurant im Antonine und dessen andere Einrichtungen haben die Mängel des La Salita einigermaßen aufgefangen. In das La Salita wird aber offensichtlich nichts mehr investiert, und alle Anstrengungen konzentrieren sich auf das Antonine. Als Hotel ist das La Salita völlig überteuert und mit vier Sternen in die falsche Kategorie aufgenommen worden. Mein Fazit nach diesem Urlaub: das nächste Mal suchen wir uns ein Hotel, ein Apartment oder eine Ferienwohnung direkt vor Ort und gehen in guten Restaurants essen. Das kommt uns billiger oder nicht viel teurer als dieser Urlaub. Von Pauschalangeboten habe ich erst mal genug. Die Abfluginformationen der Reiseveranstalter mussten wir im Hotel übrigens erst mal suchen. Sie sind sehr versteckt in einem kleinen Nebenraum im Antonine ausgehängt.
Das Essen war gut. Und das hat diesen Hotelaufenthalt wirklich gerettet.
Hotel La Salita: Der Zimmerservice vom La Salita war in Ordnung. Das Personal an der Rezeption war höflich-distanziert-gelangweilt und nicht besonders engagiert. Der Zimmerwechsel hat nicht geklappt, aber da wir uns nur zum Schlafen hier aufgehalten haben, war uns das dann auch wurscht. Restaurant Antonine: Das Personal im Restaurant vom Antonine war aufmerksam, höflich und zuvorkommend. Die Atmosphäre war ruhig und entspannt. Sehr angenehm...
Das Hotel liegt direkt an der einzigen Verkehrsstraße von Mellieha. Es ist sehr laut. Die Abgase der Dieselbusse, LKW und anderen Autos sind allgegenwärtig. Die Bushaltestellen sind direkt vor dem Haus. Der Ort selbst gibt nicht viel her - einen guten Konditor, ein paar kleine Restaurants, Gemüseladen und ein paar kleine Geschäfte. Die Bürgersteige sind sehr eng. Zur Mellieha-Bucht geht es direkt an der engen und steilen Autostrasse entlang - hier ist es besser gewesen, das Stück mit dem Bus zu fahren als zu laufen. An der Bay wurden wir übrigens Zeuge, wie jemand seinen Gülletank mit Fäkalien direkt in die Bucht geleitet hat. Es müssen hunderte von Litern gewesen sein, denn die Straße war überspült. Der Gestank hing tagelang dort.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
La Salita: die kleine Dachterrasse mit kleinem Pool machte nicht nur wegen der schmutzigen Liegestühle einen ungepflegten Eindruck. Antonine: Hier gibt es eine große Dachterrasse mit großem Pool, aber die starke Geruchsbelästigung durch Küchenabgasehat uns schnell vertrieben. Das kleine Hallenbad ist nett und lädt zum Entspannen einen. Der Pool im hübschen Garten wirkte sehr einladend, war dann aber besetzt, als wir hin wollten. Den Wellnessbereich haben wir nicht ausprobiert, obwohl wir schon nach der ersten Nacht in den schlechten Betten dringend eine Rückenmassage hätten gebrauchen können. Es gibt zwei Internetzugänge, die aber etwas langsam sind und recht schnell überfordert wirken mit ihrem veralteten Betriebssystem (Windows 98)
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sylvia |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 5 |


