Auf den ersten Blick eine sehr schöne Anlage, beeindruckender Bau mit angenehmer Innengestaltung. Wenn man genauer hinsieht, fällt einem schon auf, dass einige Bereiche noch im Bau befindlich sind und die Umgebung von aneinandergedrängten Hotels und unbebautem Gelände/Schutthalden geprägt ist. Die Aufzüge sind nach nur 3monatiger Betriebszeit (Eröffnung des Hotels war Ende Juli 2006) nur noch eingeschränkt nutzbar (und werden auch bevorzugt vom Personal mit Minibarwagen und Wäschewagen "blockiert"). Anfangs gab es sehr viele russische Gäste, die sich aber entgegen unseren bisherigen Erfahrungen recht annehmbar verhalten haben. Mein Tipp: Anderes Hotel buchen !
Mit unserem Zimmer waren wir zufrieden, wir hatten den gebuchten Meerblick, das Zimmer war angenehm groß und hatte einen schönen (leider nicht überdachten) Balkon. Als nach ca. 1 Woche die Klimaanlage ausfiel, war die Meerseite nicht mehr ganz so toll, da man sich entscheiden mußte, entweder im stickigen Zimmer bei 38°C zu schlafen oder der Discomusik bis morgens 3.00 Uhr bei offener Balkontür zu lauschen. Anfragen bei der Rezeption und beim Reiseveranstalter alltours haben leider nichts genutzt. Das Mobilar im gesamten Hotel wirkte z.T. schon sehr runtergekommen, etwas mehr Sorgfalt bei der Einrichtung hätte sich bestimmt ausgezahlt. Wobei es durchaus einige sehr schöne Ansätze gab, die Tische und Stühle sowie die Gesamtausstattung des Resaturants waren sehr stilvoll. Gegen Hellhörigkeit kann man sich wahrscheinlich in keinem Hotel der Türkei schützen, wir haben (wie bei allen vorangegangenen Hotels bisher) sehr rege am Leben unserer Nachbarn teilgenommen (zumindest akustisch). Beim ersten Regen gab es im ganzen Haus Wasserschäden, und da wir auch das eine oder andere freiliegende Kabel (u.a. an unserer Badewanne und in der Hotelbar) entdeckt hatten, ist uns gelegentlich doch etwas mulmig geworden, wenn es länger regnete.
Es gab verschiedene Restaurants und Bars. Für ein AI-Konzept sehr ungünstig waren die kostenpflichtigen Bereiche (Atriumbar, Wein-und Bierhaus, Kaffeestube etc.), die kaum genutzt wurden. Dafür war (gerade bei schlechtem Wetter) die öffentliche Bar zeitweise so überfüllt, daß man sich wie in einem Katastrophengebiet fühlte. Der absolute "Hit" sind die beiden "a la carte" Restaurants (Fisch und Italienisch), in denen es nicht (wie zu vermuten wäre) Speisen nach Karte auszuwählen gibt, sondern in denen man ein (vom Hotel festgelegtes) Menü serviert bekommt, welches offensichtlich so geheim ist, daß es einem nicht mal vorher verraten wird. Ansonsten war das Essen ok, die Auswahl zu den Mahlzeiten relativ groß (das Spätaufsteherfrühstück ein bißchen knickerig, aber na ja...) und die Getränke zumindest kalt. Der Kaffee am Morgen war ein Abenteuer, welches nicht sehr oft gut ausging, dafür war der Kaffee an den Automaten in den ab 10.00 Uhr geöffneten Bars sehr viel besser (der Service ebenso).
Das ist aus unserer Sicht der große Schwachpunkt des Hotels, schon die Begrüßung beim Check-In hat einem (entgegen den überall dokumentierten Willkommens-Aufdrucken) keineswegs das Gefühl gegeben, wirklich willkommen zu sein. Sehr hinderlich waren dabei sicher auch die schlechten Deutschkenntnisse des Rezeptionspersonals (mit Englisch kam man etwas weiter), die aber mit ein wenig Freundlichkeit sicher ausgeglichen hätten werden können. Wenn es kein Wechselgeld gab (z.B. beim Bezahlen der Safegebühr), wurde der restliche Betrag einfach einbehalten. Mitteilungen über entwendete Dinge aus unserer Minibar wurden lediglich zur Kenntnis genommen, eine Entschuldigung für solche Unsitten des Personals hätten wir mindestens erwartet. Die Zimmerreiniung erfolgte täglich, leider nur mit hübschem Dekorationstrallala, die Spiegel im Bad und im Zimmer mußten wir selbst reinigen. Der Service im Restaurant war leider auch nur unzureichend, kam man etwas später zum Essen, um dem Ansturm bei Öffnung des Restaurants zu entgehen, mußte man selbst für Besteck, Getränke, Servietten usw. sorgen. Zusätzlich stand noch das benutzte Geschirr von den vorigen Gästen auf den Tischen. Wie immer gibt es natürlich Ausnahmen, einige Angestellte haben ihren Job wirklich sehr gut gemacht, aber wie gesagt, leider war das nicht der Normalfall.
Zum Strand sind es nur einige Meter, aufpassen mußte man allerdings bei verschiedenen "Stolperfallen", z.B. entfernten Abdeckungen von Abflußrinnen. Zu Fuß erreicht man relativ schnell das Zentrum von Konakli, noch fixer geht´s zum Dolmus, mit dem man nach Alanya oder auch bis nach Antalya fahren kann. Die Lärmbelästigung vom eigenen Hotel und den umliegenden Hotels ist ziemlich hoch (Animation, Discos, Musik von Wassersportanbietern etc.), wer auf einen erholsamen Urlaub aus ist, liegt hier falsch.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Internetcafé haben wir vergeblich gesucht, Sportmöglichkeiten gab es aber ausreichend. Sehr angenehm war der Wellnessbereich, dessen Angebot wir nur weiterempfehlen können. Am Strand und am Pool gab es genügend Liegen und Schirme, die Handtuchgeschichte war etwas komisch geregelt, wir haben uns dann eigene Strandtücher organisiert. In der ersten Woche war es am Strand sehr laut, da aus jeder Richtung andere Musik/Animation dröhnte, offensichtlich ist aber diese Angelegenheit tatsächlich bis zum Management durchgedrungen, da es am Ende des Urlaubs durchaus angenehm am Strand war (trotz Animation, die plötzlich nicht mehr nur für Schwerhörige gestaltet wurde).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 3 Wochen im Oktober 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ines |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 5 |


