- BehindertenfreundlichkeitEher schlecht
- Zustand des HotelsEher schlecht
- Allgemeine SauberkeitEher schlecht
Das Minos Palace war sicherlich einmal ein sehr gutes Haus in herrlicher Lage und mit wunderschöner Grünflächengestaltung. Heute ist davon nur mehr die herrliche Lage und die grosszügige Gestaltung des Hotelparks übrig. Das überaus freundliche und hilfsbereite Personal bemüht sich zwar nach Kräften, die unzähligen Mängel, mit denen man konfrontiert wird, auszugleichen, ist aber rettungslos zum Scheitern verurteilt, weil man an allen Ecken und Enden erkennen kann, dass schlicht und einfach das Geld fehlt. Wenn man es sich nicht leisten kann, eine Luxus-Suite mit Privatpool zu buchen (und die sind dort saftig teuer!), muss man sich im Minos Palace damit abfinden, dass die gesamte Anlage fest in der Hand von (zumeist russischen) Touristen ist, deren Gehabe stark den Eindruck vermittelt, das Hotel nebst Personal sei ihr Privateigentum. Dem überwiegenden Großteil der aktuellen Besucherschicht ist leider jede Art guten oder gar gepflegten Benehmens fremd, Höflichkeit und Rücksichtnahme scheinen in manchen Sprachen wörtlich nicht zu existieren. Wenn Sie daher nicht Gefahr laufen wollen, dass Sie in einem wirklich nicht billigen Luxury-Zimmer mit Sharing-Pool von einer völlig disziplinlosen russischen Nachbarsfamilie mit zwei unerzogenen Teenagern vom frühen Morgen bis spät in die Nacht terrorisiert werden, fahren sie lieber gar nicht erst hin. Es scheint so, als würde man im Management versuchen, den Schwund an echten 5-Sterne-Gästen durch möglichst viele, erheblich weniger stil- und anspruchsvolle Touristen aus dem Osten zu kompensieren. Dies ist leider auch an der Küche zu merken, die noch vor zwei Jahren jeden Abend echte Gaumenfreuden in großer Abwechslung bieten konnte, während heuer ein zweifellos guter Küchenchef sichtlich verzweifelt damit kämpfte, offenbar nur mehr billigste Grundprodukte einkaufen zu dürfen. Das Ergebnis seines Bemühens war zwar im Sinne einer vorgeblich landestypischen Küche durchaus herzeigbar, hat aber mit einer 5-Sterne-Verpflegung nichts zu tun. Bedauerlicherweise wird im Minos Palace mittlerweile auch auf das optische Erscheinungsbild der Gäste beim Abendessen nicht mehr jener Wert gelegt, wie man ihn eigentlich erwarten dürfte. Bade- und Strandkleidung abends im Restaurant wird milde lächelnd toleriert, was voriges Jahr nicht einmal in einem ebenfalls schwachen 3-Sterne-Hotel in Chersonnissos denkbar war. In diesem Punkt wurde die große Freundlichkeit des Servicepersonals von manchen Gästen schamlos ausgenutzt. Der Strandbereich des Hotels ist ein Kapitel für sich, besteht er doch aus einem nur sehr kurzen aufgeschütteten Sandstreifen in unmittelbarer Nähe der Wassersportanlage, der sehr abrupt in einen klippenartigen Felsstrand übergeht, in den man terrassenförmig gepflasterte Liegeplätze eingebaut hat. Die teilweise beträchtlichen und steilen Höhenunterschiede sind mit Holzzäunen gesichert, die allerdings derart instabil sind, dass man sie besser überhaupt nicht berührt, geschweige denn, dass man sich dort anlehnt. Duschen sind in diesem Bereich nicht vorhanden, was darauf zurückzuführen sein könnte, dass man von den Felsen ohne akute Verletzungsgefahr erst gar nicht ins Meer kommt, weil es keine Leiter gibt. Für Kinder ist die Strandanlage eine einzige Gefahrenzone. Dementsprechend war der gesamte Strand wenig bevölkert, während die an sich schöne Poollandschaft dicht belagert wurde. Auch hier zeigen sich die erheblichen Niveaumängel des Publikums, denn die ehemals luxuriösen Sonnen- und Badeliegen sind desolat und in dem Sauberkeitszustand, der sich eben ergibt, wenn man satt eingeölt stundenlang in der Sonne schwitzt, ohne sich eines der im Überfluss gratis angebotenen Strandtücher unterzubreiten. Dafür finden manche Gäste nichts dabei, sich das Bettzeug aus dem Zimmer an den Sharing-Pool mitzunehmen. War es vor zwei Jahren noch selbstverständlich, am Pool völlig unaufdringlich Barbedienung zu geniessen, muss man heuer beharrlich und geduldig auf sich aufmerksam machen, weil sich das Barservice offenbar nicht mehr vorstellen kann, dass manche Gäste überhaupt etwas konsumieren wollen. Den Fitnessbereich kann man vergessen; drei oder vier veraltete Heimtrainer stehen neben einer bereits verendeten Laufmaschine im Check-out-room. In der malerisch gelegenen Taverne werden für durchschnittliche Speisen mittags konsequent erstaunlich hohe Preise verlangt, obwohl sich schon jetzt kaum mehr ein Gast dorthin verirrt, während sich die nette junge Dame in der Strandbar ebenfalls mangels Publikum langweilt. Ohne die anderen Häuser der Mamidakis-Kette zu kennen bleibt die Hoffnung für dieses Unternehmen, dass das Minos Palace das Stiefkind der Flotte ist. Einer der anbietenden Veranstalter hat hier in seinem Katalog ja schon einen halben Stern weggeknabbert und war unserer Einschätzung nach damit noch unverdient großzügig. Mehr als 4 Griechenland-Sterne sind hier nicht mehr drinnen, nach mitteleuropäischem Standard bei bestem Willen nicht mehr als 3.
- ZimmergrößeSehr gut
- SauberkeitSehr gut
- Ausstattung des ZimmersEher gut
- Atmosphäre & EinrichtungEher gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischEher gut
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher gut
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Sehr gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr gut
- Rezeption, Check-in & Check-outEher gut
- FreizeitangebotEher schlecht
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Zustand & Qualität des PoolsSehr gut
- Entfernung zum StrandSehr gut
- Qualität des StrandesEher schlecht
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Peter |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


