- BehindertenfreundlichkeitSehr gut
- Zustand des HotelsEher gut
- Allgemeine SauberkeitEher gut
Nach 2 sehr angenehmen Aufenthalten im Mövenpick El Quseir Mitte der 90er Jahre, glaubten wir, mit unserer Wahl des Mövenpick El Gouna ins Schwarze getroffen zu haben. Das Mövenpick El Gouna ist ein in die Jahre gekommenes Hotel, bei dem der Lack ab ist. Unsere Duschabtrennung an der Badewanne war so fehlerhaft konstruiert, dass der Fußboden nach jeder Dusche unter Wasser stand. Wir dichteten die Dusche jedes Mal mit unseren Badesachen und gebrauchten Handtüchern ab. Die Fugen zwischen den Kacheln waren an vielen Stellen defekt oder unansehnlich schwarz. Das Gleiche sahen wir im Schwimmbecken des Health Club, dass morgens nur sehr oberflächlich gereinigt wurde. Ab 7: 00 Uhr sollte der Health Club geöffnet sein. Während unseres 2-wöchigen Aufenthaltes standen wir mehrfach bis 7: 30 Uhr vor der geschlossenen Tür. Gemeinsam mit einem Angestellten warteten wir auf den Chef, der dann mit einem lapidaren Schulterzucken die Tür aufschloss. Dann wurde zunächst der Fitnessraum oberflächlich gereinigt, sodass dann eine Viertelstunde später die Geräte genutzt werden konnten. Ähnlich verhielt es sich mit dem Schwimmbecken, dass ab 8: 00 Uhr genutzt werden sollte. Es lohnte sich nicht vor 8: 30 Uhr mal nachzuschauen, ob der Mitarbeiter mit der Reinigung des Pools fertig war. Uns war schon klar, dass wir unsere typisch deutschen Vorstellungen von Pünktlichkeit hier nicht anwenden konnten. Aber unsere Geduld wurde doch ziemlich strapaziert. Am Schwimmbecken im Health Club gab es ferner keine Dusche. Da bedeutete, dass jeder verschwitzt und/oder eingecremt mit Sonnenschutzmittel ins Wasser gehen musste. Gegen Nachmittag schwamm dann auch immer ein ekeliger Fettfilm auf dem Wasser.An den Gebäuden war an manchen Stellen der Putz gerissen oder abgebröckelt.Bodenplatten um den Poolbereich waren an einer Stelle tief eingesackt und stellten eine Stolperfalle dar, mit der meine Zehen trotz Badeschuhen schmerzhaft Bekanntschaft gemacht haben.Das Essen war ebenfalls enttäuschend.Das Vorspeisenbüffet war für unseren Geschmack akzeptabel, aber nicht besonderes.Das Dessertbüffet war sehr gut. Alle Nachspeisen zwar extrem süß, aber so ist das eben in Ägypten. Allerdings waren wir enttäuscht, dass das berühmte Mövenpickeis im Angebot fehlte. Das musste man sich in einer Eisdiele für 10 Pfund pro Kugel kaufen.Wirklich enttäuscht waren wir vom Angebot der Hauptspeisen. Es gab jeden Abend das gleiche gedünstete Gemüse, Pommes frites, Reis, Fisch in Soße und eine Sorte Fleisch. Für uns als Vegetarier war da keine große Auswahl. Die landespezifischen Abende wurden mit einem Dönerspieß oder einem Truthahn „abgearbeitet“. Wir haben nur noch auf Eisbein mit Sauerkraut gewartet ;-)). Da der Speisesaal im Restaurant Palavrion den Charme einer Bahnhofswartehalle hatte, aßen wir immer auf der Terrasse hinter dem Speisesaal. Wir kamen mit Absicht zum Abendessen sehr früh, denn sobald sich die Terrasse mit Gästen füllte, waren die Servicemitarbeiter sichtlich überfordert. 3 Mitarbeiter für diesen relativ großen Bereich war wohl auch eine zu dünne Besetzung.Es passierte immer wieder, dass unser Geschirr nicht abgeräumt wurde und wir beim Dessert dann an einem Tisch mit schmutzigen Tellern saßen.Unsere Rechnung ließen lange auf sich warten, sodass wir sie uns beim Kellern am Ausgang geben ließen. Besonders in den letzten Tagen unseres Aufenthaltes wurde der Service schlechter. Hatten wir nicht großzügig genug Trinkgelder verteilt??? Bis auf die jungen Herren an der Rezeption, die oft einen recht arroganten Eindruck machten und kaum ein Lächeln für ihre Gäste übrig hatten, waren die Angestellten alle freundlich.Besonders hervorzuheben ist Jasim, eine der wenigen ägyptischen Mitarbeiterinnen, die die Gäste im Restaurant empfing. Eine Kritik an der Tauchschule kann ich mir auch nicht verkneifen. Da hätte es in der Anmeldung auch ein wenig freundlicher zugehen können. Für Taucher und Schnorchler ist das Hotel nicht geeignet. Man kann mindestens 200 Meter ins Meer gehen, bis das Wasser Taillenhöhe erreicht hat. Was das Rote Meer dann zu bieten hat, entspricht sicherlich nicht den Erwartungen. Will man also die typische grandiose Unterwasserwelt sehen, muss man mit dem Boot weit hinausfahren, was natürlich jeden Tag bezahlt werden muss. Deshalb besser gleich in ein Hotel mit Tauchgebiet direkt vor dem Haus fahren, wie z. B. in El Quseir. Für Kinder ist der flache Strand natürlich ideal.Man sollte auch gut zu Fuß sein, denn die Hotelanlage ist sehr weitläufig und die zurückzulegenden Strecken können recht lang sein.Ein 5-Sterne-Hotel nach europäischem Standart ist das Mövenpick El Gouna bestimmt nicht. Selbst 4 Sterne wären unserer Meinung nach schon sehr großzügig.Nun könnte der Eindruck entstehen, dass wir einen schrecklichen Urlaub verlebt haben. Das stimmt so nicht. Nachdem wir die obligatorische Durchfallserkrankung hinter uns hatten und die o. g. Mängel als gegeben hingenommen hatten, haben wir ein paar recht schöne Tage verbracht. Man muss eben nur wissen, was einen erwartet.
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitEher gut
- Ausstattung des ZimmersEher gut
- Atmosphäre & EinrichtungSchlecht
- Sauberkeit im Restaurant & am TischEher schlecht
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher schlecht
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Eher gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftEher gut
- Rezeption, Check-in & Check-outEher schlecht
- FamilienfreundlichkeitGut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher gut
- Restaurants & Bars in der NäheEher gut
- FreizeitangebotGut
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Zustand & Qualität des PoolsEher schlecht
- Entfernung zum StrandSehr gut
- Qualität des StrandesGut
- Lage für SehenswürdigkeitenSehr gut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ursula |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


