Ein inzwischen schon in die Jahre gekommenes Hotel, welches dringend einer Renovierung bedarf. Die ausgewiesenen 4 Sterne werden bei weitem nicht erreicht, aus unserer Sicht mit viel Wohlwollen 3 Sterne. Wie wir vor Ort erfahren haben hat erst vor wenigen Wochen der Besitzer des Hotels gewechselt. Es ist zu hoffen das der neue Besitzer bis zur nächsten Saison in dem Hotel einiges ändert. Den das Hotel hat bestimmt gutes Potential.
Die Zimmer haben zwar eine ausreichende Größe, sind aber im Design schon veraltet. Teilweise sind die Scharniere an den Schränken ausgeschlagen etc., so dass die Türen hängen. Die Klimaanlage ist einfach und im Betrieb recht laut, die Temperatur kann im Zimmern nicht geregelt werden. Das Bad weist teilweise in den Fugen der Fliesen deutliche Schimmelspuren auf, zum Teil einfach mit weißer Farbe oder Fugenmörtel über gewischt. Der im Bad befindliche Bodenablauf ist zur Verhinderung von störenden Geruch einfach mit einem Gummideckel belegt. Es gibt zwar eine Badewanne und eine Duscharmatur, einen Duschvorhang sucht man aber vergebens. Daher ist das Bad beim Duschen regelmäßig geflutet. Das etwas neuere Kartenschloss in der Zimmertür ist nach Heimwerkermanier eingesetzt, man kann neben dem Schloss ungehindert nach außen schauen. Das Doppelbett ist zwar ausreichend groß, die Matratze gehört aber einer früheren Generation an. Es ist eine Federkernmatratze, die schon so verbraucht ist, dass die Federn sich durchdrücken, was einem ruhigen Schlaf entgegen steht.
Nach ein paar Tagen wird das angebotene Essen doch recht eintönig. Man ist zwar bemüht die Gerichte ständig zu wechseln, die Zubereitung scheint aber auf einfachem Niveau zu erfolgen. Fast alle Fleischgerichte waren extrem durch gegart und alles befand sich in einer Art Einheitssoße. Selbst panierter Fisch wurde am Buffet in einem Sud angeboten, dies sah nicht nur unappetitlich aus, es war auch so. Auch beim Würzen scheint man nach dem Einheitsprinzip zu verfahren. Eigentlich bietet die griechische Küche eine Vielzahl von guten und frischen Gerichten. Diese haben wir aber vermisst. Positiv ist zu bemerken, das dass Essen immer ausreichend war und das Buffet auch ständig aufgefüllt wurde.
Als absolutes Highlight ist das Engagement des Personals zu erwähnen. Trotz erkennbarem geringem Personalansatz und entsprechender hohen Belastung ist das Personal stets freundlich, zuvorkommend und setzt geäußerte Wünsche der Gäste so schnell als möglich mit Erfolg um. Dies gilt ganz besonders für die Damen an der Rezeption, aber auch für das Servicepersonal im Restaurant und der Snackbar. Ohne das gute Personal hätten wir uns wohl schon nach wenigen Tagen über die Reiseleitung um eine andere Unterkunft bemüht.
Die Außenanlage wird normal gepflegt, könnte aber auch einmal „aufgehübscht“ werden. Ein Teil der Planzterrassen zum Meer hinunter ist unbepflanzt, was keinen guten Eindruck macht. Um den Pool herum ist eine Holzbeplankung, was grundsätzlich vorteilhaft ist, das sonst mögliche Stürze auf nassen Fliesen vermieden werden. Diese Beplankung müsste aber wesentlich besser gepflegt werden, das Holz ist schon recht trocken und rau, es besteht die Gefahr von Holzschiefern, bzw. sind einige Bretter lose oder schlecht verschraubt. Ob eine Umwälzanlage des Pools vorhanden ist oder im Betrieb ist lässt sich nicht sagen, auffällig war aber, Dass fast jeden Abend ein Mitarbeiter von Hand Chlor in den Pool warf um das Wasser aufzubereiten, was am nächsten Morgen teilweise noch im Pool sichtbar war. Ein ständiges Ärgernis ist das frühmorgentliche belegen (nicht nur, aber meist durch deutsche Gäste) der begrenzten Anzahl von Liegen am Pool. Hier macht sich das nicht mehr zeitgemäße Konzept der Bereitstellung von Liegen im Hotel bemerkbar. Am hoteleigenen Strand sind Liegen nur gegen eine tägliche Gebühr von 4,00 € zu bekommen, was zu eine zusätzlichen Verknappung der freien Liegen am Pool führt. Das ist Hotellerie wie vor 10 Jahren und eigentlich nirgendwo mehr üblich. Positiv ist aber zu bemerken, dass es für Gäste mit einem körperlichen Handicap möglich ist, Liegen am Pool durch ein Schild für Behinderung reservieren zu lassen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Den leichtesten Job im Hotel hat anscheinend der einzige „Animateur“. Außer einer fast täglich angebotenen Wassergymnastik lief tagsüber nicht viel. Einmal in 14 Tagen wurde auch Boccia angeboten obwohl es auf dem ausgehängten Programm täglich stand. Die Animation beschränkte sich tagsüber fast nur auf das Abspielen von sich oft wiederholenden Musik. Häufig wurde auch Abendanimation angeboten, die aber auch oft ausfiel. Nur die griechische Folklore, die an einem Abend angeboten wurde, wusste zu überzeugen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2016 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Uwe |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 1 |


