Als wir das Hotel von der belebten Straße durch das etwas unscheinbare Portal betraten, waren wir schon überrascht. Wie groß und durchaus attraktiv gestaltet die Anlage ist, erkennt man von der Straße aus kaum. Die Anlage ist einem spanischen Dorf nachempfunden, und das wurde konsequent durchgesetzt: in der geräumigen Lobby, den Restaurants, den Gebäuden und nicht zuletzt auf dem (überdachten) Marktplatz mit der Showbühne. Hier und da erkennt man, dass alles schon etwas älter ist, aber gepflegt und gut in Schuss. Die Gebäude gruppieren sich um den schönen Garten mit Seerosenteichen und sind allgemein 3 Stockwerke hoch. Die Gäste während unseres Aufenthaltes kamen überwiegend aus Italien, weiterhin aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Belgien, Frankreich und Russland. In der Lobby gibt es kostenlos einen freien WLAN-Zugang, Dieser erwies sich allerdings nicht als sehr zuverlässig. Kein Wunder: wenn 30 Teenager mit Smartphone oder Tablet überall herumsitzen, gerät so ein Router schon mal an seine Grenzen. Tipp: Nachts oder sehr früh ging es meistens, zur Not gibt es auch gebührenpflichtige Festnetz-Terminals. Oder man versucht es bei McDonalds um die Ecke. Verpflegung: All Inclusive Das Preisniveau auf den Shoppingmeilen rund um das Hotel ist recht hoch. Tip: in den Seitenstraßen ist es gleich etwas billiger. Gleich hinter dem Hotel gibt es z. B. eine kleine Einkaufsstraße mit preiswerten Angeboten. Hier kann man auch Ausflüge buchen. Mit Teenagern kann man sich einen Besuch im Aqualand sparen: zu kindisch. Lieber einen Tag im Siam-Park planen, der kostenlose Bus dahin hat eine Haltestelle kaum 5 Minuten vom Hotel!
Wir hatten ein Familienzimmer zur Pool-/Gartenseite. Schlafzimmer mit Doppelbett, Wohnzimmer mit Schlafsofa und großem LCD-TV (mehrere deutsche Programme), Vorzimmer mit Doppelstock-Bett. Bad mit Badewanne. Ausreichend Stauraum für drei Personen, Mietsafe für 10 Euro pro Woche. Das ganze machte einen renovierten Eindruck, lediglich den Fliesen im Bad sah man das Alter der Anlage stellenweise an. Aus Wohn- und Schlafzimmer führten jeweils Türen auf die geräumige Terrasse. Klimaanlage gibt es nicht, nur Deckenventilatoren. Wir meinen: das ist ausreichend. Die Nächte auf Teneriffa sind relativ kühl, im dritten Stock kann man in der Nacht problemlos die Terrassentüren offen lassen, wenn man Frühaufsteher ist. Ab 7.30 Uhr wird der Pool und das Gelände darum gereinigt, da wird es laut. Also: Türen rechtzeitig schließen! Unser Zimmer samt Bad war immer ordentlich gereinigt und aufgeräumt.
Man kann zwischen 10 und 23 Uhr ununterbrochen Essen. Dazu gibt es im Poolbereich und auf dem Dorfplatz Snack-Ecken und drei Restaurants: Das Hauptrestaurant im 2. Stock (Frühstück, Mittag, Abendessen), das Grill-Restaurant mit Terrasse im Garten (Frühstück bis 11 Uhr und Abendessen) und die kleine Taberna am Pool mit einem kleinen Büffett zur Mittagszeit. Es ist vielleicht keine Gourmet-Küche, aber uns hat das Essen immer geschmeckt. Die Auswahl war reichlich: drei Sorten Fisch, drei Sorten Fleisch, Gemüse, Salate, Nudeln, frisch gebackene Pizza, Suppe, Leckereien am Nachspeisen-Buffet... Alles liebevoll präsentiert bei dieser Auswahl nichts passendes findet, tut mir leid. Einen Pluspunkt gibt es für die dezentrale, großzügige Anordnung der Büffetts. So kam es nicht zu den gewohnten Menschenschlangen, die sich im Zeitlupentempo am Büffett entlang schieben. Getränke gibt es aus dem Automaten, dazu stehen auf den Tischen Flaschen mit Hauswein (weiß, rosé, rot) Der Automaten-Kaffee zum Frühstück ist jetzt nicht der Bringer, aber man bekommt den ganzen Tag über Filterkaffee an den Bars, und natürlich Cappuccino, Latte Macciato, Espresso und vieles mehr. Gewöhnungsbedürftig sind die Tische für acht Personen. Es kommt selten vor, dass man so einen Tisch für sich alleine hat. Das kann aber durchaus eine wertvolle Erfahrung sein, je nachdem, ob man mit schweigsamen Belgiern, freundlichen Muttersprachlern oder einer italienischen Großfamilie zusammensitzt... Es kommt auch selten vor, dass an so einem großen Tisch mal überhaupt niemand sitzt. So ergeben sich für das Personal nur selten Gelegenheiten zum Wechseln der Tischdecke. Man sollte also mit dem einen oder anderen Fleck leben können.
Wir sind durchweg freundlichem Personal begegnet, ob beim Zimmerservice, in den Bars, den Restaurants oder an der Rezeption. Bei unserer Ankunft wurden wir an der Rezeption von einer Dame begrüßt, die hervorragend deutsch spricht. Andere Mitarbeiter am Empfang hatten weniger gute Deutschkenntnisse, aber eine brauchbare Verständigung auch in Englisch, war jederzeit möglich. Nach der Meldung eines defekten Lichtschalters war der Techniker in 5 Minuten im Zimmer und reparierte den Schaden.
Die Anlage liegt mitten in einem lebendigen Bereich von Playa Las America. Davon merkt man allerdings iom Hotel selbst kaum etwas, wenn man nicht gerade ein Zimmer zur Straßenseite hat. Wenige Gehminuten entfernt gibt es alles, was einige Urlauber nicht vermissen möchten: Einkaufszentren, Restaurants, Minigolf, Belustigungen aller Art... Bis zum Strand sind es ca. 5-10 Minuten zu Fuß, je nachdem, für welchen der beiden Strände in der Nähe man sich entscheidet. Am Etwas weiter entfernten Playa de las Vistas gibt es ein Wassersportstation (Parasailing, Jetski, Banana, Tretboote)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation: Unaufdringlich, aber fleißig. Neben den üblichen sportliche Sachen (Aerobic, Wassergymnastik, Socca Five, Volleyball, Bauch, Beine, Po) gab es auch Möglichkeit zum Bogen- und Luftgewehrschießen (auch für Teenager) und zu künstlerischen Betätigung. Außerdem waren häufig (kostenpflichtige) externe Aktionen im Angebot: Paintball, Go-Kart, Beachparty und mehr. Zur Kinderanimation können wir nichts berichten das haben wir nicht genutzt. Sport: Zusätzlich zum Animationsangebot Tischtennis, Tennisplatz, weiterhin Fitnesscenter, Sauna, Dampfbad (nicht genutzt) Abendunterhaltung: 20 Animateure und Tänzerinnen boten an 6 Abenden pro Woche eine bunte sehenswerte Show, immer Musikfilmen oder Musicals nachempfunden, mit Tanz und Playback-Gesang. Aber wer geht schon jeden Tag ins Musical... Etwas mehr Abwechslung hätte uns hier noch mehr gefallen. Außerdem War der Dorfplatz vor der Bühne derart eng mit Tischen und Stühlen bestückt, dass ein Durchkommen kaum möglich war. Was nützen viele Sitzgelegenheiten, wenn man sie vor Enge nicht erreichen kann? Dann lieber etwas weniger, aber alle Stühle besetzt. Pool: Davon gibt es zwei, mit Salzwasser, an denen wir nichts zu nörgeln hatten. Großzügig der Hauptpool mit Planschbecken und jeder Menge Liegen. Ein Hingucker der etwas abgelegene Laguna Beach, eine Poolanlage in mehreren Ebenen, mit kleinen Rutschen und Sandstrand. Hier fühlten sich besonders die Kinder wohl. Sonnenschirme gab es nur einige riesengroße, direkt am Pool. Im garten fand sich aber immer irgendwo ein schattiges Plätzchen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Berthold |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 13 |


