Es handelt sich um ein neues, noch nicht ganz fertiggestelltes AI Hotel. 600 Angestellte kümmerten sich um die 350 Anwesenden zwischen 1 und 80 Jahren. Ich war keineswegs die einzige alleinreisende Frau, und nachdem ich der Gästebetreuerin gesagt hatte, dass ich es nicht schätze, wenn die zweite Frage des (männlichen) Personals lautet: Wo ist dein Mann? kam es auch nicht mehr vor. Alle waren superfreundlich. Ich versuche mich seit einiger Zeit am Arabischen und soviel Hilfsbereitschaft, mir beim Lesen, Schreiben und Sprechen zu helfen, habe ich noch nie erlebt. Manchmal waren selbst meine rudimentären Kenntnisse hilfreich, weil das Englisch einiger Mitarbeiter zur Verständigung nicht ausreichte, von Deutsch ganz zu schweigen. Aber mit einiger Geduld ließ sich alles klären. Es waren deutsche, holländische, englische, italienische und russische Gäste in wechselnden Anteilen im Hotel, aber es fiel keine Gruppe unangenehm auf. Die ca 600 Zimmer sind in zweigeschossigen Gebäuden entsprechend weitläufig über die hübsch gestaltete Anlage verteilt. Bauläum war hauptsächlich vom Rammhammer am (Nachbar?)strand zu hören, ab und zu mal eine Flex. Flugzeuge waren eher zu sehen als zu hören. Es gab durchaus noch "Ausfälle": Das Wasser lief nicht immer, das Fernsehprogramm war nicht immer verfügbar, im Zimmer (Parterre) gab es eine reiche Vielfalt an Insekten, so dass die Ausstattung durch eine Sprühdose Insektengift ergänzt wurde. Der Service im Restaurant machte einen etwas unorganisierten Eindruck: entweder stürzten sich vier Kellner auf einen oder man musste eine Weile auf seine Getränke warten. Verglichen mit der Makadi Bay (andere Vergleiche habe ich nicht) sind die Korallen am Riff nicht so dicht gewachsen, dafür gibt es mehr und größere Fische. Und am letzten Tag habe ich dann endlich auch die Wasserschildkröte gesehen!
Die Zimmer sind wirklich prima, geräumig, mit 4 großen Spiegeln (!), Minibar AI, Wasserkocher, zwei große Betten mit guten Matratzen. Die Couch kann gut als drittes Bett genutzt werden. Die Terrassen sind teilweise klein, die Monoblock-Möbel nicht wirklich 5 Sterne Niveau, dafür war die Terrassenbeleuchtung so gut, dass man abends dort lesen konnte. Im Bad ist eine begehbare Dusche mit fester Trennwand, leider aber mit falschen Gefälle verlegt, so dass immer Wasser stehen blieb. Von den Mitbewohnern hörte man nichts. Handtücher und Bettwäsche wurde täglich gewechselt.
Ich war nur im Hauptrestaurant, weil ich persönlich am liebsten am Buffet esse. Das Essen war reichlich, lecker, vielfältig. Es war mein erster Ägyptenurlaub ohne Magen-Darm Probleme, was auch für die Qualität der Küche spricht. Ich persönlich hätte mir mehr Orientalisches wie Falafel und Lammfleisch gewünscht, ein Kind vermisste seine Pizza und Nutella. Man konnte auch im Fisch - und italienischen Restaurant AI essen, im französischen Restaurant zahlte man nur die Vorspeise. Außerdem gab es zwei Poolbars und eine Strandbar, wo es tagsüber warmes und kaltes Essen gab.
Der Service war superfreundlich, hilfsbereit, was sicher auch auf die ca. 1/3 Auslastung zurückzuführen war. Irgendwelche Probleme wurden sofort behoben.
Das Hotel liegt direkt oberhalb des Strandes, was traumhafte Blicke vom Restaurant, Pool, etc. ermöglicht. Die Zimmer haben keinen Meerblick. Den Weg zwischen Anlage und Strand muss man noch auf einem geschwungenen Weg zu Fuß oder per Bus/Jeepshuttle zurücklegen. Der Aufzug würde im Oktober fertig, meinte ein Mitarbeiter und vermied es, ein "Inshallah" dranzuhängen. Der Transfer zum Flughafen beträgt ca. 10 Minuten. Von den 15 Geschäften des "Basars" hatten erst 4 geöffnet. Es fahren Shuttle in die Naama Bay. Taxen warten vor dem Hotel oder werden von der Rezeption bestellt. Ausflüge wurden reichlich angeboten. Ich habe dies nicht genutzt, bin nur einmal zum Sheraton gelaufen und habe dort zwei T-Shirts gekauft. Die dortige Apotheke hatte "Apothekenpreise", aber ich brauchte auch nichts dringend. An 7 von 14 Tagen im Juni herrschten Temperaturen über 40 Grad Celsius (offizielle Flughafenmessung, im der Bude der Beachboys waren es 50 Grad). Da war es nur schorchelnd auszuhalten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ein schönes Riff zum Schnorcheln ist mir Animation genug. Das war wohl auch gut so. Die Abendshows waren Touristenunterhaltung, wobei ich mich frage, warum man diese auch in 5 Sterne Anlagen offensichtlich für anspruchslos hält. Der Fitnessraum machte einen sehr guten Eindruck, aber bei der Hitze war mir trotz AC nicht danach zumute. Bei der geringen Auslastung waren immer genug Liegen etc. frei. Da das versprochene Internetcafe nicht vorhanden war, konnte man sich einen Laptop an der Rezeption kostenlos ausleihen. Wireless Lan funktionierte problemlos. Wassergymnastik soll stattgefunden haben, aber da nirgends ein Zeitplan hing, habe ich davon nur gehört. Die Kinderanimation litt unter dem akuten Mangel an Kindern.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Iris |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 13 |


