Während der Name "Imperial" kaiserlichen bzw. besonderen Komfort impliziert, waren wir jedoch ziemlich enttäuscht darüber was uns in diesem Hotel geboten wurde. Die Belvedere-Hotels, zu denen auch das Imperial zählt bezeichnen sich zwar als All-Inclusive Resorts, aber all inclusive wird dort anders definiert, d.h. überall lauern versteckte Kosten. Beispielsweise kostet der griechische Abend pro Person 17€ zusätzlich (für Kinder weniger), für die Auflagen der Liegen am Pool werden pro Tag und pro Liege 1,50€ fällig, Pooltücher kosten ebenfalls täglich 2,00€ das Stück und auch der Tresor im Hotelzimmer ist kostenpflichtig (20€ Kaution & pro Tag 2,50€) etc. Wer diese Leistungen inklusive haben möchte, sollte das sogenannte "all inclusive plus" buchen. Allerdings war uns nicht bekannt, dass man diesen Service dazu buchen kann. Interessant war außerdem, dass alle Hotelgäste, die all inclusive plus hatten, den Service nicht gebucht hatten sondern es als Versöhnungsangebot des Hotels für diverse reklamierte Mängel erhalten haben. Auch die Sauberkeit des Hotels lies unserer Meinung nach zu wünschen übrig. Im Hotel waren diverse Nationalitäten vertreten darunter viele Franzosen, Holländer, Russen und Deutsche. Eines hatten jedoch alle vertretenen Nationalitäten gemeinsam: jede Menge laute, unerzogene und oftmals unbeaufsichtigte Kinder. Wir haben uns oft gefragt, ob es Mengenrabatt für 3 und mehr Kinder gab. Aber nicht nur die vielen Kinder haben für einen hohen Geräuschpegel gesorgt sondern auch diverse betrunkene und randalierende Jugendliche (hauptsächlich Franzosen) haben dazu beigetragen, dass unser Aufenthalt in diesem Hotel alles andere als erholsam war. Wer hingegen starke Nerven und mit permanenten Lärm kein Problem hat ist in diesem Hotel genau richtig. An die von Hotel aufgestellten Regeln hielt sich auch so gut wie keiner. Zum Beispiel nutzten viele Gäste des Schwesterhotels "Royal" das Restaurant des Imperials, obwohl dies ausdrücklich verboten war. Folglich waren die wenigen Plätze auf der Restaurantterasse ständig von den Gästen des Royals besetzt. Außerdem untersagt die Hausordnung des Hotels das Reservieren, der ohnehin in zu geringer Anzahl vorhandenen, Poolliegen mittels Handtücher. Angeblich würde das Hotelpersonal die Handtücher bei Zuwiderhandlung entfernen. Komischerweise war das Gegenteil der Fall. Sprach man das Personal auf das Problem der ständig reservierten Liegen an, empfahlen sie uns früh aufzustehen und ebenfalls zu reservieren. Spätestens um 5.30Uhr waren alle Liegen reserviert. Aufgrund unserer Erfahrungen können wir das Hotel nicht weiter empfehlen. Wen es jedoch trotzdem dorthin verschlägt, der sollte sowohl starke Nerven als auch nichts gegen lärmende, randalierenden Kinder/Mitmenschen haben. Beschwerden helfen ungemein, je mehr desto besser. Dann kann man sich halbwegs erträgliche Bedingungen erkämpfen, z.B. all inclusive plus, Zimmer die eigentlich Aufpreis kosten, etc. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass den Hotelgästen zunächst der niedrigste Standart geboten wird, aufgrund von Beschwerden wird dann das Angebot erweitert. Insgesamt kamen wir zu dem Schluss das es in diesem Hotel nur um Abzocke geht und die Erholung bzw. das Wohl der Hotelgäste auf der Strecke bleibt. Dabei hätte das Hotel durchaus Potential.
Wie bereits erwähnt, haben wir drei verschiedene Zimmer kennengelernt. Wirklich wohl gefühlt haben wir uns jedoch in keinem, nachdem wir feststellen mussten, dass hinter der hölzernen Bettverkleidung Kakerlaken hausen und dies für das Hotelpersonal völlig normal zu sein scheint. Die Zimmergröße war für zwei Personen ok, allerdings werden die gleichen Zimmer auch als Familienzimmer angeboten. Dafür sind sie aber entschieden zu klein.
Wie bereits erwähnt war der Service im Restaurant unserer Meinung nach alles andere als gut. So war es an der Tagesordnung, dass Tische nicht abgeräumt waren bzw. nicht wieder eingedeckt wurden, obwohl das Restaurant noch über 1,5 Stunden geöffnet war. Gelegentlich lagen auch die Essensreste vom Vorabend am nächsten Morgen noch auf den Tischen und Stühlen. Das Personal nujtzte auch liegengebliebenes Besteck für die neuen Gäste, wenn sie sich den erbarmten den Tisch neu einzudecken. Abräumen taten sie auch wann auch inmmer sie wollten. Dabei war es ihnen egal, ob man mit dem Essen fertig war oder nicht. Es war auch keine Seltenheit, dass man am Buffet keine komplette Mahlzeiten zusammen bekam, da entweder das Gemüse oder das Fleisch etc. gerade alle war. Das Personal versuchte zwar die leeren Schüsseln schnellstmöglich wieder aufzufüllen, was ihnen aber aufgrund der zahlreichen Hotelgäste nicht gelang. Die aufgefüllten Speisen waren meist auch nur lauwarm und schlecht gewürzt. Die Verträglichkeit der Speisen war auch so eine Sache. Leider ist mir das Essen im Hotel gar nicht bekommen. Deshalb haben wir öfters außer Haus gegessen. In jedem anderen Restaurant habe ich das Essen vertragen, nur nicht in unserem Hotel. Die angebotenen Speisen im Hotel waren auch nur wenig landestypisch und selten abwechslungsreich. Gegessen wurde in Schichten, dennoch war das Restaurant ständig überfüllt und ähnelte eher einer Mischung aus Bahnhofshalle, Betriebskantine und Studentenmensa. Auch die Getränke im Hotel waren nicht unsere erste Wahl. Es gab eine billige Ersatzversion der normalen Cola/ Fanta/ Sprite etc. von einer Firma namens "Fimi". Geschmeckt hat uns das Zeug allenfalls wenn es sehr kalt war. Ansonsten waren dieses Getränke nur furchtbar süss. An den verschieden Bars wurden die Getränke in wenig appetitlichen Plastikbechern serviert. Dies war wohl notwendig, aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr im Poolbereich, denn die Becher wurden überall in der Hotelanlage achtlos weggeworfen, folglich auch am und im Pool.
Das Hotelpersonal allgemein erschien uns als eher unfreundlich. Besonders das Personal im Restaurant war uns gegenüber sehr unfreundlich, sowohl der Maitre als auch die Kellner/innen waren mehr als unhöflich. Nicht mal ein guten Tag kam über ihre Lippen, wahrscheinlich waren sie mit den Touristenmassen völlig überfordert. Dazu später mehr. Das Personal an der Rezeption war jedoch freundlicher. Sie waren bereit uns ein anderes Zimmer zur Verfügung zu stellen, nachdem wir in unserem eigenen Zimmer erfolglos auf Kakerlakenjagd gegangen waren. Allerdings versuchten sie uns zuerst mit dem Angebot eine Art Kammerjäger in unser Zimmer zu schicken, abzufertigen. Aufgrund meiner vehementen Verweigerung der Rückkehr in ein mit Chemikalien bearbeitetes Zimmer, versprachen sie uns einen Zimmerwechsel. Zunächst erhielten wir eine "größere Besenkammer" im Keller des Hotels. Am nächsten Tag stellten sie uns jedoch ein besseres Zimmer sogar mit Meerblick (ohne Aufpreis) zur Verfügung. Die Ausstattung des dritten Zimmers (welches eigentlich Aufpreis kostet) war um Längen besser als das was wir zuerst bewohnten. In dem neuen Zimmer gab es sogar einen extra für den Kühlschrank angefertigten Schrank. Wir hatten uns nämlich gewundert, was der Kühlschrank im Kleiderschrank des ersten Zimmers zu suchen hatte... Die Zimmerreinigung war allerdings in allen drei Zimmern nicht besonders. Im Bad befanden sich Haare der Vormieter, die Bettlaken wurden nur selten gewechselt und die Badetücher waren oftmals blutverschmiert und/ oder verschimmelt. Wirklich freundliches Personal gab es nur an der Poolbar. An dieser Stelle ein großes Lob an Marian und Blendi. Trotz des permanenten Andrangs an der Poolbar waren sie stets freundlich und zuvorkommend. Sie kannten auch sehr schnell die Präferenzen der Hotelgäste. Die Fremdsprachenkenntnisse des Personals waren soweit ok, d.h. man kam mit Englisch und auch Deutsch sehr gut voran.
Die Lage des Hotels ist an sich ganz gut. Es liegt ziemlich zentral sowohl zum Flughafen in Heraklion als auch zu allen interessanten Plätzen der Insel, d.h. es sind Ausflüge sowohl in den Osten (z.b. Vai) als auch in den Westen (z.B. Chania, Rethymnon) und den Süden (z.B. Matala, Ierapetra) möglich. Auch die berühmten Ausgrabungsstätten Knossos, Phaistos etc. sind nicht zu weit entfernt. Das Hotel liegt auf einem Berg oberhalb des Touristenzentrums von Chersonissos. Es ist umgeben von einer sehr schönen und auch weitläufigen Gartenanlage. In wenigen Minuten (ca. 15min zu Fuß) erreicht man die lange Einkaufsstraße des Ortes. Hier gibt es die typischen Geschäfte für Touristen und zahlreiche Bars. Einen hoteleigenen Strand gibt es nicht. Es ist jedoch möglich einzelne Badebuchten, die zum sogenannten "Star Beach Waterpark" gehören kostenlos, zu benutzen. Allerdings sollte man auf das Mitbringen eigener Verpflegung verzichten, denn am Eingang des Wasserparks werden die Taschen kontrolliert und mitgebrachte Speisen und Getränke werden konfisziert. Die Liegen am Strand kosten pro Person 3€ und für einen Sonnenschirm werden weitere 3€ verlangt. Oberhalb des Hotels liegen zwei kleine Dörfer (Koutoulufari & Piskopiana). Ein Spaziergang durch diese beiden malerischen Orte lohnt sich für jeden, den das Flair eines griechischen Dorfes gefällt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Pools gab es mehrere, allerdings mußte man sich eine Liege an den Pools hart erkämpfen und selbst am sogenannten Ruhepool hatte man keine Ruhe. Der Ruhepool erinnerte eher an eine Sardinenbüchse. Überall waren lärmende, unbeaufsichtigte Kinder. Nach einem Tag am Pool haben wir uns lieber an den Strand zurückgezogen. Dort war es in den späten Nachmittagsstunden durchaus angenehm. Animation gab es in Hülle und Fülle, aber für unseren Geschmack zu niveaulos.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marita |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 2 |


