Ein Hotel welches sich großspurig als SPA-Hotel mit 2.000 qm Wellness-Bereich bezeichnet, aber nur drei Tage (Di-Fr-So) für ein paar Stunden bis max 19:00h und nur für eine limitierte Anzahl von Anmeldungen und kostenpflichtig für Hotelgäste bezeichnet, ist eine Mogelpackung bzw Frechheit - auch wenn diese kontraproduktiven Details am unteren Ende der 25-seitigen kleingedruckten Beschreibung nachlesbar sind. Der Freiluftliegebereich (auch als FKK-erlaubt bezeichnet) befand sich quasi zwischen zwei hohen Mauern bzw Glasfront und war von drei Seiten von außen (hinten, links und oben) einsehbar. Da hat wohl ein SPA-Designer das Konzept von Wellness und Intimität nicht verstanden.
Die Wohnebenen sind stilistisch super, aber auch aufgrund der Materialien sehr hellhörig. Hätte ich ich spanisch verstanden, hätte ich mich morgens um 08.00h mit den Reinigungskräften auf der Etage da drunter in deren lautstarker Unterhaltung einreihen können anstatt weiter zu schlafen, nachdem die gleichen Reinigungsdamen mit ihren Reinigungswagen fast täglich laut klappernd durch die Gänge gefahren sind und die Etage geweckt haben - nicht alle von ihnen aber einige.
Der Punkt ist: ich möchte selbst entscheiden wie lange ich im Urlaub schlafe.
Der tolle große Pool auf der oberen Ebene war im Gegensatz zum unteren kleinen und damit überlaufenen Pool, nicht beheizt. Daher konnte ich in einer Woche nur drei Badende für wenige Minuten sehen. Die Möven (fotografiert!), welche von einem irre lauten Vogelabwehrgeschrei-Lautsprecher auf der Poolinsel unbeeindruckt waren, haben sich dort ausgiebig gereinigt. Dieses Abwehrvogelgeschrei sorgt auch dafür, dass man alle 5-10 Minuten aus seinem Schlummerschlaf hochgerissen wird.
Das Essen war gut und ausreichend in Menge und Auswahl, aber nicht üppig. Fleisch und Fisch waren teilweise durchgebraten. Ein Lachs wurde quasi ein zweites Mal getötet.
Die Frühstücksspiegeleier aus der runden Gussform waren in der Regel am Rand verbrannt oder in der Mitte oben noch glibberig. Auch beides zusammen hat man geschafft. Wenn das nicht reichte, wurden soviel Spiegeleier auf Halde produziert bis diese unter der Ferkellampe nochmals von oben durchgegart waren.
Es gab 3-4 Sorten leckeres frisches Obst, aber nicht einmal Bananen.
Die Hardware des Hotels verdient sehr gute Noten, die Software hat ganz viel Luft nach oben. Damit ist das Management gemeint. Das Management würde ich fristlos rausschmeißen.
Eindruck: Dem Management gefällt wohl deren Anlage, nur die Gäste stören etwas. Waren ja auch nicht viele Gäste - warum wohl?!?
iAM aus HH (Januar 2026)