Traumhaft schön und liebevoll restauriert – das Münchhausenhotel ist eine Augenweide und für Brautpaare als Hochzeits-Location sicherlich 1. Wahl. Wir hatten allerdings nur das Kennenlernangebot mit Unterbringung in der Zehntscheune über secret escapes gebucht. Drei Tage vor Reiseantritt erhalten wir eine hilfreiche, informative Willkommensmail. Tolle Idee und wir freuen uns auf den Kurzurlaub. Angekommen beim Check-in werden wir freundlich empfangen. Man zeigt uns die Richtung, in der die Zehntscheune, unser Zuhause für drei Tage, liegt. Auf unserem Zimmer empfängt uns ein übler Geruch, der aus dem sonst sehr schönen Badezimmer kommt. Es gibt keinen Kleiderschrank, sondern direkt rechts neben dem Eingang eine Stange, 2 Schubladen, oben und unten Regalbretter. Uns fallen zerkratzte Möbel und ein Riss an der Wand und einer in der Ecke auf (s. Fotos). Beim notwendigen Lüften fällt der Blick auf ein bäuerliches Industriegelände (s. Foto). Wahrlich keine schöne Aussicht. Es ist laut. Ein Weg führt unter unserem Fenster entlang. Wir schließen sie. Von Zeit zu Zeit rattern Aufsitzrasenmäher auf dem Weg zum Golfplatz vorbei. Die kann man trotzdem hören. Wir suchen Hotelbeschreibung, Roomservice- und Speisekarte, halt das Übliche was man bei 5 Sternen erwartet. Da wir häufig in Hotels dieser Klassifizierung übernachten, haben wir auch hier Vergleichsmöglichkeiten. In einer Mappe finden wir nur Briefpapier, Umschläge und Prospekte. Am Abend stellen wir fest, dass das Bett nur 180x200 Meter groß und kein Boxspringbett ist. Das sind wir nicht gewohnt: In jedem anderen 5-Sterne-Hotel, sei es nun Stadt Hamburg/Sylt, Excelsior Ernst/Köln, Regent/Berlin, Adlon/Berlin, Bayerischer Hof/München, Park Hotel Bremen; Suites/Dresden oder Grand Hotel Lienz, waren die Doppelbetten mindestens zwei Meter breit. Das Frühstück am nächsten Morgen, in wunderschönem Ambiente im Schlosshotel, lässt keine Wünsche offen. Wir sind früh da, denn ab 5 Uhr ist es hell im Zimmer. Die Raffrollos schließen unten und seitlich nicht richtig (s. Foto). Der Weg von der Zehntscheune zum Schlosshotel ist laut Beschreibung einen Steinwurf entfernt. Den Werfer möchte ich sehen. Es sind ein paar Minuten bis zum Schlosseingang. Bei dem Regenwetter wahrlich kein Genuss. An der Rezeption melden wir das mit dem Geruch im Badezimmer. Man bietet uns ein anderes Zimmer in der Zehntscheune an. Wir müssten wieder packen und umziehen, daher bitten wir nur, einen Handwerker zu schicken, der sich um den Abfluss im Bad kümmern wird. Der Geruch bleibt. Später sehen wir, dass der Roomservice den Boden nicht gewischt hat. Die klebrigen Reste von verschüttetem Sekt (Tschuldigung! Ich hatte Geburtstag am Ankunftstag. Übriges: Jedes andere Hotel reagierte da bisher mit einer kleinen Aufmerksamkeit – mein Geburtsdatum habe ich ja auf die Anmeldung geschrieben) waren nicht entfernt. Jetzt reicht es uns und wir beschließen, einen Tag eher abzureisen. Hinter der Rezeption steht auch der junge Herr, den wir zweimal auf dem Hotelgelände getroffen haben, uns aber nie gegrüßt hat. Eine Teilerstattung des Preises bietet er uns nicht an, da wir über secret escapes gebucht haben …
Im Nebengebäude mit Aussicht auf bäuerliches industrieglände. Zimmer übler Geruch, kein Kleiderschrank, zerkratzte Möbel, Risse an der Wand, schmale Betten (180x200)
Frühstück war gut
Freundlich beim Check-in, aber keine Ansprechpersonen im Nebengebäude, keine Hotelbeschreibung und Speisekarte auf dem Zimmer, Zimmerreinigung am 2. Tag ungenügend, Personal grüßt z. T. nicht.
Schöne, ländliche Umgebung, aber nebenan bäuerliches Industriegelände.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Mai 2017 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Lothar |
| Alter: | 66-70 |
| Bewertungen: | 9 |
Lieber Lothar, Danke für Ihren Besuch und für die Zeit, Ihre Erfahrungen hier ganz ausführlich aufzuschreiben. Zunächst möchte ich gerne Ihre Frage nach unserer Klassifizierung beantworten: Unser Haus erfüllt die anspruchsvollen Kriterien, die an ein 5-Sterne-Hotel Superior gestellt werden. Bedingt durch den Denkmalschutz ist das an der einen oder anderen Stelle durchaus mit Herausforderungen verbunden. Daher sind wir umso mehr stolz darauf, bei den strengen Prüfungen durch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband regelmäßig mehr anzubieten, als von einem 5-Sterne-Haus gefordert wird. Dieser hohe Standard verpflichtet natürlich, ebenso unsere Philosophie: jeder Aufenthalt bei uns soll zu etwas Außergewöhnlichem werden, der durch besondere Extras, die Erwartungen übersteigt. Ich bedauere, dass uns dies in Ihrem Fall nicht gelungen ist und bitte Sie um Entschuldigung für den Geruch im Bad als auch für das Versäumnis, Ihnen eine Gratulation und Aufmerksamkeit zum Geburtstag zukommen zu lassen. Die abgeschiedene Lage eingebettet im Weserbergland bietet friedliche Ruhe. Unser einziger Nachbar, ein Bio-Landwirt, stellt in der Regel keine Einschränkungen dar. Die Erntezeit bildet hier eine Ausnahme. Ich bitte um Verständnis, dass wir keinen Einfluss auf diese Tätigkeit ausüben können. Unsere Zimmer in der Zehnscheune unterscheiden sich stilistisch maßgeblich und ganz bewusst von den romantischen Zimmern im Schloss. Unverändert ist jedoch der hohe Standard in punkto Pflege. Ihre Beobachtungen werde ich nutzen, um Verbesserungen für die erwähnten Schönheitsfehler in dem Zimmer vorzunehmen und den Blick explizit für die aufgezählten Mängel zu schärfen. Ich freue mich, dass Sie unser Schlosshotel trotz der Kritikpunkte als liebevoll restauriert und traumhaft schön empfinden, das Frühstück Sie begeisterte und darüber hinaus unsere Willkommensnachricht Ihre Vorfreude auf den Besuch steigerte. Schade ist es, dass der Besuch dann leider nicht im vollen Umfang nach Ihren Vorstellungen verlief, so dass Sie uns früher als geplant verließen. Ich bin mir sicher, dass wir Leistung und Service in mindestens ebenso hoher Qualität erbringen, wie die erwähnten Hotels in Berlin, Hamburg, München, Bremen oder Sylt - verbunden mit dem unverwechselbaren Charme und Charakter eines Renaissance-Schlosses. Über die Gelegenheit, Sie doch noch von unserem Haus zu überzeugen, würde ich mich daher freuen. Herzliche Grüße Thomas Bonanni Geschäftsführender Direktor


