- Zustand des HotelsEher gut
- Allgemeine SauberkeitEher gut
Fanclubhotel Wir hatten einen 4-Nächte-Aufenthalt mit Candle-Light-Dinner, Massage, Begrüßungssekt und verschiedenen Gutscheinen über ein Hotelportal im vermeintlichen 4-Sterne Hotel Schloss Purschenstein gebucht. Das Hotel wird überwiegend positiv bewertet; so wähnten wir uns auf der sicheren Seite. Warum wir nach unserem Aufenthalt jetzt ganz anderer Meinung sind, möchte ich nachstehend schildern. Wir reisten am späten Nachmittag im strömenden Regen mit dem eigenen Auto an. Da das Hotel keinen überdachten Zugang hat und uns kein Hotelangestellter unterstützte, erreichten wir den Durchgangsraum mit Schreibtisch, der als Rezeption des Hotels dient, reichlich durchnässt. Die Rezeptionistin wies uns kurz in die Gegebenheiten ein, ohne zu erwähnen, dass die Rezeption nur bis ca. 21 Uhr besetzt ist. Wir suchten uns selbst den Weg zu unserem Dachkämmerchen im 3.Stockwerk des Hotels, ohne dass uns Hilfe mit dem Gepäck angeboten oder wenigstens ein Gepäckwagen zur Verfügung gestellt wurde. Der uns zugewiesene Raum hatte ca. 15 m2; davon waren ungefähr 5m2 nur bedingt wegen der Dachschräge nutzbar. Tageslicht dringt in diese „Kammer“ nur durch ein Schrägdachfenster in ca. 1,80 Höhe (Unterkante). Ein Ausblick war so unmöglich. Der Raum war frisch renoviert, auf mittlerem Niveau ausgestattet und sauber. Am nächsten Morgen monierten wir unsere Unterbringung. Da kein anderer Raum in unserer Kategorie verfügbar war, akzeptierten wir den Umzug in die sogenannte „Präsidentensuite“ (104) gegen einen Aufpreis von 60 €/ Nacht. Wir packten und zogen ohne Hilfe in diese geräumige 2-Raum-Suite um. Wir waren in der besten Unterbringung angekommen, die dieses Hotel zu bieten hatte – sauber, aufgeräumt und frisch renoviert. Irgendwelche First-Class-Ausstattungen? Fehlanzeige! Kein Obstkorb, keine Kaffeemaschine, keine Journale, kein Blumenschmuck – noch nicht einmal eine Flasche Wasser. In dem riesigen Schlossgebäude waren während unseres Aufenthalts nur zwei Räume allgemein zugänglich – die ehemalige, zum Veranstaltungsraum umgebaute, sehr große Schlosskapelle und der frühere Heizungskeller, der jetzt als Schwimmbad und Spa dient. Im Veranstaltungsraum werden Frühstück (vom Buffet bis 10.00 Uhr), Mittag- und Abendessen gereicht. Wir kamen zum Frühstück leider immer gegen Ende der Öffnungszeit. Die warmgehaltenen Speisen waren dann meist überkocht (Rührei trocken und angesetzt, Bacon nicht mehr knusprig, Würstchen lauwarm), die (hausgemachten?) Salate an der Oberfläche angetrocknet und das Obst ausgesucht; da blieb ich lieber bei Forellenfilets und Räucherlachs. Das Buffet fanden wir trotz des dort gereichten Haussekts eher uninspiriert und bestenfalls durchschnittlich. Unser 4-Gänge-Candlelight-Dinner hatte seine Höhepunkte (Karotten-Ingwer-Suppe, Rindfleischcarpaccio) und seine schwachen Momente (Kalbsfleisch und Fisch übergart, Schokoravioli geschmacksarm und zäh). Insgesamt: Bemüht, aber unbefriedigend. Die Heizung war früher in zwei urigen Gewölbekellern untergebracht. Ein Raum (ca. 40 m2) dient nun als Schwimmhalle, der andere (ca. 50 m2) als Ruhezone, Dusche, Sauna und Dampfbad. Alles in allem - neuwertige Ausstattung in origineller, ansprechender und sauberer Umgebung; da wir bei unseren 6 Besuchen stets allein waren, empfanden wir diese Hoteleinrichtung als das Highlight unseres Aufenthalts. Sollten sich mehr Gäste finden, die das Schwimmbad nutzen, könnte die Beurteilung schnell anders ausfallen, da die Einrichtung für dieses Hotel unterdimensioniert ist. Übrigens: Meine Frau empfand die Massage als angenehm. Die Masseurin war wortkarg aber freundlich, kompetent und flexibel. Die beiden Räume der Massageabteilung sind klein aber ansprechend gestaltet. Zum guten Schluss noch zwei Ereignisse, die ein Licht auf das Management und auf dessen Einstellung einem First-Class-4-Sterne-Service gegenüber werfen. Etwa zur Halbzeit unseres Aufenthalts machten wir einen selbst organisierten Ausflug nach Prag. Wir kamen daher erst gegen 21.30 Uhr bei schönem Abendsonnenschein zurück. Leider waren wir dumm genug, morgens unseren Zimmerschlüssel an der Rezeption abzugeben. Als wir nun dorthin kamen, war alles dunkel und unbemannt. Unter der dort angegebenen „Notfall-Telefonnummer“ bekamen wir keinen Anschluss. Erst eine Serviererin des „Restaurants“ konnte uns den erwünschten Zimmerschlüssel verschaffen. Unser Wunsch, den Manager vom Dienst zu sprechen, wurde mit dem Hinweis beschieden, dass dies erst am nächsten Morgen möglich sei. Der zweite Beweis, dass wir die „First-Class-Gastlichkeit“ dieses Hotels nicht verstehen, kam am Tag nach unserer Rückkehr per Post. Schloss Purschenstein hatte schnell reagiert und forderte uns auf, unser Diebesgut zurück zu geben oder dafür zu bezahlen. Was war passiert? Wir hatten doch wirklich aus unserer „Präsidentensuite“ einen Plastik-Flaschenöffner (ab 60 Cent im einschlägigen Versandhandel erhältlich) mit der Aufschrift „gestohlen im Schloss Purschenstein“ mitgenommen, weil wir dieses Give-Away wir für eine originelle Hotelwerbung hielten. In Wirklichkeit war die Aufschrift ein Versuch Diebstahl vorzubeugen! So schnell wird man zum Dieb. Unser Fazit: Wenn Sie über 60 Jahre alt sind, schon immer Jugendherbergsunterbringung zu schätzen wussten, gern um 21.00 Uhr schlafen gehen und den speziellen Charme der HO-Gastronomie lieben – hier ist Ihr Hotel. Verstehen Sie unter First-Class einen internationalen Standard gehobener Hotellerie, dann bleiben Sie lieber zu Hause und geben Ihr Geld für eine Flasche Spitzencognac aus.
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitEher gut
- Ausstattung des ZimmersEher schlecht
- Atmosphäre & EinrichtungEher schlecht
- Sauberkeit im Restaurant & am TischGut
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher schlecht
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Schlecht
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftEher schlecht
- Rezeption, Check-in & Check-outEher schlecht
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher schlecht
- Restaurants & Bars in der NäheEher schlecht
- FreizeitangebotEher gut
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
- Zustand & Qualität des PoolsEher gut
- Lage für SehenswürdigkeitenEher schlecht
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Juli 2014 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gabrile |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


