Eines vorweg: man kann abends ruhig ein bisschen mehr sündigen, am nächsten Tag trainiert man die Kalorien über die zahlreichen Treppen (ca. 200 Stufen vom Haupthaus zum Strand, 50 Höhenmeter) wieder ab. Das Hotel ist sehr groß, unbestätigten Gerüchten zufolge ca. 800 Zimmer. Diese liegen in insgesamt 9 Blocks auf dem riesigen Gelände verteilt. Die Blocks bestehen aus Zimmern ebenerdig und im 1. Obergeschoss, die über eine Außentreppe erreichbar sind. Zwischen den einzelnen Blocks und dem Haupthaus wurde eine großzügige und sehr gepflegte Parkanlage mit Wasserlauf errichtet. Man schaut immer irgendwo auf Grün. Trotz der Größe ist genug Platz, damit es keine Menschenansammlungen gibt. Der Allgemeinzustand ist erstaunlich gut, es gibt fast keine renovierungsbedürftigen Ecken. Die Gäste waren zu unserem Aufenthaltszeitraum zur Hälfte Russen, der Rest Deutsche, Österreicher und Franzosen. Zimmer in den Blocks 1... bis 3... haben den Vorteil, dass man zwischen Haupthaus und Strand wohnt und sich einige Wege verkürzen. Es gibt da sehr nette Zimmer mit eigener Terrasse/Garten um die Pools. WLAN gibt es kostenfrei nur im Umkreis der Rezeption im Haupthaus, die Geschwindigkeit ist grottenschlecht. Reicht eigentlich nur fürs Mails-Checken und etwas Social-Network. Angenehm ist aufgefallen, dass der recht starke Wind, wie wir ihn ganzjährig aus Hurgahda kennen, nicht vorhanden war. Es gab auch keinen Windschutz um die Liegen. Es scheint also hier allgemein windärmer zu sein, sehr angenehm. Der Ausflug zum Old Market ist nur nervenstarken Shoppingfans zu empfehlen. Den Ausflug zur Naama-Bay (vormittags 2 mal kostenlos Shuttle, Badebucht zwischen Hotel und der Stadt mit dahinter gelagterter Sauf- und Shoppingmeile) kann man sich auch sparen. Tagesausflüge mit dem Schiff zu vorgelagerten Inseln zum Schorcheln/Tauchen gibt es leider keine, da keine Inseln vorhanden sind. Es gibt lediglich ein paar Boote, die an Riffe fahren zum Tauchen. Abschließend sei allen Dauernöglern folgendes gesagt: - Wir sind in Ägypten und nicht in der Schweiz. - Nach Abzug von Flug und Vermittlungsprovisionen bleiben dem Hotel rund EUR 20,00 pro Person und Tag. Dafür schlafen, essen und trinken wir. Wir fanden das Preis-/Leistungsverhältnis absolut ok. Noch ein Hinweis: Für bewegungseingeschränkte Menschen ist das Hotel aufgrund der Topologie (Treppen/Meerzugang) nicht zu empfehlen.
Wir kamen im Block 7... unter. Das bedeutete ca. 200 m zum Haupthaus und weitere 400 m über Außentreppen und Treppenhäuser zum Strand. Wie eingangs erwähnt, das ist Fitnesstraining umsonst. Mit dem Zimmer waren wir zufrieden, keine auffällige Hellhörigkeit, ausreichender Schlafraum mit Kingsize-Bett, regulierbare Klimaanlage, Balkon mit Meerblick, Röhrenfernseher mit 3 deutschen Programmen, Minisafe im Schrank, Minikühlschrank (leer), Matrazen leicht durchgelegen, großes Bad mit Badewanne/Duschmöglichkeit, kein Schimmel, wenig Risse. Möbel nicht abgenutzt. Der Reinigungsservice war, wie schon geschrieben, tadellos. Täglich gibt es Flaschenwasser zum Zähneputzen. Wenn spätnachmittags 1500 Menschen auf ihren Zimmern duschen, geht der Wasserdruck in den Keller. Also eine Extra-Minute einrechnen, bis das Shampoo aus den Haaren ist.
Neben dem Restaurant im Haupthaus (Buffet) stehen eine Reihe von a-la-carte-Lokalen zur Verfügung. Diese können nach Voranmeldung innerhalb des AI-Angebots genutzt werden. Zusätzlich werden aufpreispflichtige Gerichte und Getränke angeboten, diese erschienen mir preislich allerdings teilweise unangemessen. Durchaus einen Besuch wert ist das "Fellini" (leckere Pizza), das "Shish" in toller Lage am Strand (Grillspieße) und das "Fajitas" (mexikanische Küche). Trotz des hohen Gästeaufkommens gab es im Hauptrestaurant nur selten Gedrängel oder Serviceverzögerungen. Man kann suf einer überdachten Veranda speisen, das Ambiente ist leider recht lieblos, eher Lagerhallenfeeling. Das Buffet ist reichhaltig und gut präsentiert. Die landestypischen Themenabende wurden unterschiedlich gut umgesetzt, aber es fand sich immer eine schmackhafte Essensauswahl. Alles in allem erwartet einem keine kulinarische Offenbarung, aber die Küche ist stets bemüht, Abwechslung zu bieten. Die überall erhältlichen Cocktails schmeckten überwiegend grausam. Nicht nur, dass an Alkohol gespart wurde, sie schmeckten an jeder Bar anders, wenn mal alle Zutaten laut Karte überhaupt verfügbar waren. Da ist dringend Nachholbedarf.
Auffallend ist die Freundlichkeit und die Leistung des Servicepersonals. Unser Zimmer war immer in einem tadellosen Zustand. Die Restauranträume und auch der ganze öffentliche Bereich (auch die Toiletten) waren immer in einem sauberen Zustand. Die Pools wurden täglich abgesaugt. Es wurde überall gekehrt und gewischt. Zahlreiche Gärtner sorgten für ein super Aussehen der Grünanlage. Mit Deutsch und ein paar Worten Englisch wird man immer verstanden.
Das Hotel liegt in der Pascha-Bucht, ein paar km nördlich von Sharm-El-Sheikh, umgeben von mehreren anderen Hotels, die direkt an die Anlage angrenzen. Die Gäste des zur Anlage gehörende Sharm Plaza Resort nutzen die Einrichtungen des Hotels. Der Flughafen liegt nur 10 Busminuten von Hotel entfernt, der Flugverkehr ist nicht störend, da das Hotel seitlich der Schneisen liegt. Wie meist in den Hotelbuchten ist jegliche Infrastruktur außerhalb des Hotelgrundstücks Fehlanzeige. Außer Geröll und zerfallende Rohbauten findet man da nichts. Die Altstadt von Sharm-El-Sheikh liegt ca. 10 km und 15 Autominuten südlich. Täglich fahren Shuttle-Busse von Hotel für EUR 4,00 dorthin. In der Stadt findet man den Old Market, eine für die Größe der Stadt riesige Einkaufsmeile mit den üblichen nervigen Händlern von allen möglichen Billig-China-Importen (ägyptische Ware ist leider selten geworden, nur noch Klamotten und Baumwollware).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Mehrere Pools sind in der Anlage verteilt, stets sauber und gut in Schuss. Für einen guten Platz ist allerdings frühes Aufstehen für die obligatorische Badetuchbelegung erforderlich, soweit gute Lagen noch nicht von Russen mit reichlich Trinkgeld beim Strandpersonal dauergebucht wurden. Die Kunststoffliegen an den Pools sind teilweise recht ausgelegen, also prüfen, sonst liegt man auf der harten Traverse. Die Holzliegen am Strand haben Auflagen, Zustand ok. Überhaupt ist der Strand ein besonderes Pluspunkt der Anlage. Neben einem größeren Liegenfeld unterhalb des Strandpools (Vorsicht: Dauermusikbeschallung mit teilweise ohrenbetäubender Lautstärke) laufen terrassenartig mehrere Wege parallel zum Ufer, mit einem phantastischem Ausblick aufs Meer. Wenn das trinkgeldfreudige Publikum nicht alle Plätze gebucht hat. Pratisch alle Liegen haben feste Bastschirme oder bewegliche Leinenschirme. Der Zugang zum Meer erfolgt an 2 Stellen. Südlich gibt es einen Steg, nördlich einen Steg mit Schwimmpontons. Der direkte Uferbereich ist eine Felsküste mit einem vorgelagerten Riff zum Schorcheln. Das Riff ist einem erstaunlich gutem Zustand, es war jeden Tag ein Erlebnis, die Unterwasserwelt zu bestaunen. Das Fitnessstudio wird nur bescheidenen Ansprüchen gerecht. Die Geräte sind zwar funktionsfähig und sauber, aber leider recht alt und unergonomisch.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im April 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 11 |


