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Nicole (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2017 • 1 Woche • Strand
Fazit: das war mein erstes und letztes Mal
2,0 / 6

Allgemein

Das Siva Grand Beach Hotel verspricht viel und hält wenig. Zunächst die Pluspunkte: -Service: Die Mitarbeiter in den Restaurants, am Pool, die Reinigungsleute für die Zimmer und die Servicekräfte am Strand sind wirklich immmer freundlich und fragen wie es einem geht. Sie sprechen ein paar Worte Deutsch, was ihnen natürlich behilflich ist, da der Großteil der Urlauber deutsch ist. Die Manager (rote Hemden) sind immer besonders freundlich und kümmern sich insb. in den Restaurants um schnelle Abläufer der Abräum-Crew etc. Die Hotelanlage ist aus dem Jahr 2000 mit der Deko aus den 80er-Jahren. Seither wurde leider fast nichts gemacht und das sieht man auch. Der Putz splittert überall ab und die "Renovierungen" sind schlecht ausgeführte Flickarbeiten. (siehe Bilder) Jedoch kann man sich zumindest in der Lobby nicht über Unsauberkeit beschweren. Die Böden werden gefegt und gewischt. Die Sitzgruppen sind ebenfalls knapp 20 Jahre alt, aber es sieht immerhin noch benutzbar aus. Die Zimmer werden auch täglich gereinigt, man bekommt jeden Tag neue Trinkwasserflaschen zum Zähneputzen und je nach Zimmer sind diese recht geräumig und Verfügen über einen großen Balkon (jeweils Deluxe-Zimmer) Wir verbrachten 7 Tage in einem Deluxe-Zimmer. Die Bettwäsche/Laken wurden in der Zeit leider nicht gewechselt, was für mich gar nicht ging. Minuspunkte: - Das Alter des Hotels. Mein lieber Scholli, da wäre dringend Renovierung nötig!! Insbesondere die Zimmer haben Erneuerungsbedarf! Die Badewanne in unserem "Deluxe"-Zimmer hatte schon keinen Emaille-Lack mehr in der Badewanne und der Badevorhang hatte massiv Schimmel angesetzt. In dem Bad "hing" auch ein Telefon. Es war aus der offenenen Wand heraus an dem Spiegel befestigt, mit doppelseitigem und nicht klebenden Klebeband. Sodass es ständig halb aus der Wand hing, samt Kabeln. Eines Tages fiel es ganz ab und es kam jemand zur Reperatur. Er fummelte ein wenig an der Sache rum, sagte er komme in 5 Minuten wieder und bis zum Ende unseres Aufenthaltes war er nicht mehr da. - Wenn man genauer hinsieht... Entdeckt man, dass vieles oberflächlich sauber ist, aber alles andere doch Nachbesserung bedarf. Einzelheiten wie die Eingangstür mit Fettfinger-Spuren auf der Scheibe scheinen hier aber niemanden zu stören, oder werden ignoriert. Ebenso wie staubige und kaputte Ecken. -Personal: Was leider extrem nervt ist, dass einen jeder (!) fragt ob man Münzgeld in Scheine tauschen kann. Vom Türmann bis zum Kellner - jeder möchte tauschen. Das ist natürlich verständlich, denn Münzen können sie in der Bank nicht eintauschen, aber es ist wirklich anstrengend, wenn jeder andauernd fragt. Noch schlimmer als das "Change?"-Gefrage ist aber der massive und aufdringliche Umgang mit Extra-Angeboten! Das Hotel bietet ein eigenes "Spa" an (eine Massageliege in einem Anbau) und es gibt auf dem Gelände auch noch eigene Themenrestaurants (Argentienisch, Meeresfrüchte etc.). Es ist egal ob man am Pool oder am Strand liegt, ob man sich unterhält, liest oder schläft, man wird angesprochen ob man das nicht mal machen wollen würde. Ebenso mit Sandfläschchen zum selber gestalten und Wassersportangeboten. Das war wirklich schon aggressiv. In 15 Minuten kamen 3-4 Leute und wollten einem was andrehen und sie gingen erst, wenn man zum 3. Mal oder sehr unfreundlich nein sagte. Und das vom eigenen Hotel! Ebenso wie der eigene "Supermarkt" der gleichzeitig noch allerlei Krimskrams verlauft wird man beim vorbeigehen angequatscht und es wird sofort versucht was anzudrehen. Im Hotel. Da war bei mir persönlich Ende der Fahnenstange. Wenn ich auf einen Bazar gehe, oder auf eine Einkausmeile (die direkt vor dem Hotel begann weswegen wir dort gar nicht erst hin wollten) dann weiss man wenigstens was einen erwartet, aber das dies selbst in dem Hotel so ist, ht mir kräftig den Urlaub versalzen und spricht nicht für das Management. Eines Abends kamen wir in den Genuss, dass einer der Manager uns mit einem Tablet in der Hand fragte ob wir eine kurze Einschätzung zum Aufenthalt geben würden. Man sollte auf dem Tablet zu 4 Fragen zur Zurfriedenheit Punkte verteilen. Während der Manager daneben stand und mitlas!!! Das ergöht natürlich für viele den Druck aus Höflichkeit nett zu bewerten. Das taten wir nicht. Wir waren ehrlich und gaben an, wie würden es nicht weiter empfehlen. Der Manager fragte allen ernstes wieso. Hätte er sich mal umgesehen, hätte er es wissen müssen. Ob es unsere Bewertung ins System geschafft hat, bezweifele ich. Nirgends konnte man es speichern, der Manager nahm das Tablet schnell wieder an sich. Wahrscheinlich selektiert er so die schlechten Bewertungen raus. Das könnte auch erklären, wieso auf diversen Portalen das Hotel poitiv bewertet wurde obwohl es das nicht verdient hat. Nunja, dem Manager hatte es auf jeden Fall an dem Tag die Laune versalzen. Aprospos versalzen... - Das Essen: Ach, ach, ach. Was soll ich sagen? Das Essen war sicherlich bei der Anzahl an verschiedenen Gerichten gut gemeint. Jedoch schmeckte es tatsächlich selten. Es gibt auf den Tischen Pfeffer und Salz, aber leider wird sonst an so ziemlich allen anderen Gewürzen gespart. Die Gerichte sind zum Teil totgekocht. Mit dem Rindfleisch hätte man eine Scheibe einschlagen können und die Kichererbsen in Tomatensoße von Morgens waren Abends nochmal bzw. immernoch da. Es gibt eine Menge Brotsorten. Helles, dunkles, süßes, weniger süßes.. aber es ist alles trocken und mindestens schon den 3. Tag im Einsatz. Das gleiche gilt für die Waffeln, die zum Frühstück angeboten werden. Es sind mit Sicherheit die übrig gebliebenen Waffeln von der "Waffelstunde" am Pool von Vortag. Tröstlich nur, dass sie selbst frisch zubereitet ebenfalls nicht schmeckten. Das Waffeleisen ist genauso alt wie das Hotel und die Waffeln schmecken nach ranzigem Fett, weil es wahrscheinlich nie gereinigt wird. Erstaunlicherweise gab es aber von den beiden Buffet-Resturants (Frühstück-/Abendbuffet) doch noch eins das besser war, als das andere. Das im ersten Stock (Amar) hatte zumindest den Anschein, als seien mal frische Zutaten verwendet worden. Auch gab es hier dann und wann zu dem Nachtischbuffet (aufgetaute trockene Kuchen und undefinierbare Süßspeisen aus Zucker und Farbstoff) auch frische Melone. Obwohl ich mich an alle Sicherheiten gehalten habe (keine Sahne, kein Wasser, das nicht aus Trinkflaschen ist, etc.) habe ich mir am 3. Tag eine Magen-/Darm-Verstimmung eingefangen, die selbst jetzt 2 Tage nach der Rückreise noch anhält. -WLan: das Hotel wirbt mit WLan, aber das ist der grösste Witz aller Zeiten. Ständig gibt es erst gar keine Verbindung oder sie ist so schlecht, das man sofort wieder rausfliegt. Sobald 10 Leute in der Lobby sind bricht das gabze System zusammen. Wir haben uns noch vor dem Frühaufsteherfrühstück in die Lobby gesetzt und konnten wenigstens kurz Emails checken. Abends versucht man es vergebens. -Umgang mit Touristen (Flughafen etc): Ägypten ist ein Entwicklungland. Das darf man nicht vergessen. Von der Klofrau auf dem Flughafen, bis zum Busfahrer hält jeder die Hand nach einem Trinkgeld auf. Okay. Weiß man. Das einen aber auch selbst der Reiseveranstalter abzieht, das war neu. Bei der Einreise nach Ägypten ist ein Visum nötig. Das kostet, wie auf dem Flgh. ausgeschildert derzeit 25€ wenn man es vor Ort kauft. (Wir hatten unseres vorweg bei der Botschaft in Berlin via Postweg für 22€ besorgt) Als wir aus dem Flieger kamen, winkte ein Mensch hektisch nach allen ETI-Reisenden, die sich brav in eine Schlange stellten, in der Hoffnung jemand würde uns mitteilen wo unser Bus zum Hotel auf uns wartete. Stattdessen wurde dort direkt von jedem Gast das Visum mit 28€ abkassiert. Als wir zeigten, das wir bereits eins hatten wurde der Mann unfreundlich und fragte wieso wir schon eins hätten. Wir antworteten dass es billiger sei und darauf hin sagte er nur "Aber das hier ist besser!" Ahja. Klar ist das besser, für IHN weil er dann 3 Euro pro Person in die eigene Tasche stecken kann. Ähnliches erlebten wir bei der Rückreise. Im Flughafen waren Männer die einen an der Schlange zur ersten Sicherheitskontrolle vordrängelten und dafür 2 Euro pro Person verlangte. Weder die Reiseleiter, das Sicherheitspersonal noch die Flughafenmitarbeiter haben das unterbunden. Es wird einfach geduldet dass man an jeder Ecke abgezockt wird. Fazit: das war mein erstes und wahrscheinlich auch einziges Mal Ägypten. Schade.


Lage & Umgebung
  • Schlecht

  • Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Juli 2017
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Nicole
    Alter:31-35
    Bewertungen:1