Ein großer Zentraler Hotel Komplex mit, in einer Parkanlage liegenden, zweistöckige Bungalows mit bis zu 5 Wohneinheiten. Das Hotel ist insgesamt in gutem Zustand und sauber gehalten. Da und dort Ausbesserungen des Anstrichs wären notwendig, manche Gänge wirken ein wenig düster. Die Gastronomie ist auf All Inklusive ausgerichtet, in der Hotellobby befindet sich freies WiFi. Als dieses einmal vorübergehend ausgefallen war, wäre man sofort bereit gewesen, einen Gutschein für eine Stunde im Internetcafe vor dem Hotel auszustellen. Hauptsächlich finden sich Deutsche, Österreicher und Russen zum Urlaub ein, wobei wohl das Hauptpublikum zwischen 30 und 50 Jahre alt ist, aber das Angebot durchaus auch für jüngere (hier wohl beim Preis-Leistungsverhältnis auch junge Eltern) und Ältere passend ist. Die Gehälter im Gestgewerbe sind in Ägypten wie bei uns so gestaltet, dass Tinkgelder nicht mit eingerechnet sind. Trinkgelder gehören also zu einem wesentlichen Teil zum Einkommen der Angestellten des Hotels. All Inklusive bedeutet (zumindest bei diesem Hotel) nicht, dass die Trinkgelder im Reisepreis eingeschlossen sind. Man sollte dies bei der finanziellen Planung der Reise berücksichtigen. Der Euro ist eine gern gesehene Währung, man sollte aber bedenken, dass die Landeswährung EGP ist, und man nicht erwarten soll, dass auf Euro in Euro heraus gegeben wird. Wie schon erwähnt sprechen viele Leute, die mit Touristen in Kontakt sind, mehrere Fremdsprachen. Aus meiner Sicht entspricht es der Weltoffenheit und Höflichkeit als Tourist zumindest ein paar Brocken Arabisch-Ägyptisch zu können. Dies wird von der Bevölkerung durchaus erfreut goutiert. Händler sind lästig, zugegeben. Sie schlagen gegen unsere verschossene, mitteleuropäische Mentalität. Es gibt drei wirksame Methoden dagegen: Ignorieren (bei Touristen-Attraktionen sehr wirksam); bestimmt Ablehnen (am Strand ganz OK), oder sich eine Stunde Zeit nehmen, am Beginn schon klar machen, dass man nichts kaufen will, und mit den Menschen plaudern. Appelle an den Respekt oder die Höflichkeit kann man mit selber Münze zurückzahlen. 'Geschenke' die über eine bessere Visitenkarte/Flyer hinausgehen, ablehnen oder aber beim Verlassen irgendwo ablegen, wenn man schon klar gemacht hat, nichts zu kaufen. Umweltschutz wird, vor allem im Meer, nachdem schwere Zerstörungen an den Korallenriffen in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben, groß geschrieben. Das ist erfreulich, und sollte keinesfalls auf Unverständnis stoßen. Leider gibt es noch immer viele Taucher, Schnorchler und Bootsführer, die dies leider nicht verstehen. Hier betreibt das Hotel erfreulicherweise dezente Bewusstseinsbildung, was ich persönlich sehr begrüße. Man sollte auch, selbst wenn man von einer grünen Parkanlage umgeben ist, nicht vergessen, dass Wasser ein überaus kostbares Gut ist. Daher ist auch ein entsprechender Umgang mit jeglichem 'Grün' in den Anlagen angebracht. Hier ist nicht nur eine Anerkennung der Gärtner gemeint, sondern auch das betreten des Rasens oder das willkürliche Zerstören von Pflanzen. Jene Grünflächen werden mit enormen Aufwand der Wüste entrissen, dies sollte man respektieren, auch wenn man sicher nie vom Personal auf diesen Umstand hingewiesen wird.
Obwohl wir die kleinste Zimmerkategorie gewählt haben, ist das Zimmer geräumig gewesen, gut aufgeteilt, und auch hell. Die Möbel sind ein wenig abgewohnt aber funktionell in Ordnung. Die künstliche Beleuchtung könnte besser sein, wenn es Dunkel ist, wirkt der Raum im elektrischen Licht düster. Vorhanden ist ein Safe, eine Minibar, ein CRT-Fernseher mit Satelittenempfang (Mehrsprachig). Es gibt ausreichende Sitz- und Ablagemöglichkeiten. Zum Zimmer gehört auch eine Terasse, mit Blick auf den Park, auf der zwei Sesseln und ein Tisch vorhanden sind. Gefehlt hat uns auf der Terasse etwas zum Aufhängen von Nasser Kleidung oder Tüchern. Der Nassbereich ist sehr großzügig angelegt. Das Badezimmer ist mit einer Badewanne ausgestattet, die Toilette ist nicht getrennt. Gesamt war das Bad sauber, wenn auch da und dort schon einige Gebrauchsspuren oder kreative Befestigungen zu sehen.
Es gibt insgesamt 3 Resaurants für den AI Bereich, einige Snackbars, und mehrere Bars. Auf dem Gelände gibt es auch Spezialitäten Restaurants und Bars, die nicht im AI Programm geführt werden, wo man als Gast aber Rabatt erhält. Die Lokale wirken sehr sauber, auf Hygiene wird merkbar Wert gelegt, und entspricht durchwegs europäischen Standards. Es wird sowohl landestypische wie auch internationale Küche präsentiert, mit durchwegs hoher Qualität und Abwechslung. Das Essen wird durchwegs in Buffetform mit vielfältiger Auswahl präsentiert. Bedingt durch die Islamische Kultur darf man kein Schweinefleisch erwarten. Gewöhnungsbedürftig, als von Farbstoffen verwöhnter Mitteleuropäer, ist die Farbe der Speisen, besonders von Wurst. Geschmacklich ist dies alles aber vollkommen in Ordnung. In der Wüste, in der sich das Hotel letztendlich ja auch befindet, sollte man auch nicht beliebige Sorten von Obst erwarten, es ist aber ausreichend vorhanden. Die zwei Hauptspeisesäle für das Frühstück und Abendessen haben einen klassischen Stil, das Mittagsrestaurant wirkt kreativ gemischt, ohne einheitliche Stil und wird flankiert von einem Gastgarten. Rund um die Snack-Bars (Pizza, Burger, Hot-Dog, Waffeln, Eis...) finden sich ebenfalls Essgelegenheiten im Freien.
Das Personal ist durchwegs freundlich und hilfsbereit. Aufgrund der Einkommensstruktur sind Trinkgelder ein wesentlicher Teil des Einkommens der Bevölkerung, dies sollte man bereits bei der Finanziellen Planung des Urlaubs berücksichtigen. Die Fremdsprechen Kenntnisse erstrecken sich von Englisch über Deutsch und Russisch. Die Zimmerreinigung war ausgezeichnet, wenn auch ein wenig unplanbar, aber immer in Ordnung. Einzig ein Problem gab es mit dem Wechsel der Strandtücher, dies wurde aber dann direkt mit der Rezeption gelöst, funktionierte aber in unserem Bungalow bis zur Abreise nicht so wie vereinbart - war aber nicht weiter schlimm. Man ist bei der Reiseleitung wie auch der Hotelleitung sehr bemüht, Missstände sofort und nachhaltig zu beheben. Dies kann, realistisch betrachtet, nicht immer gelingen, aber aus meiner Sicht ist das Problemmanagement gut ausgereift.
Direkt beim Hotel befindet sich ein Privatstrand, der vor allem durch seinen extrem flach abfallenden Sandstrand auffällt. Der Transfer vom Flughafen benötigt ca. 15 Minuten, Hurgharda selbst ist ca. 5 km entfernt. Aber direkt vor dem Hotel befindet sich ein Einkaufszentrum und sehr viele kleine Souvenir Shops, und einige Restaurants. Das Hotel selbst bietet aber auch einen Shutleservice nach Hurgharda an. Am Abend ist es kein Problem vor dem Hotel zu flanieren, die Gebiete abseits der touristisch erschlossenen Bereiche der Stadt sollte man ohne örtliche Begleitung wohl aber eher meiden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Hotel bietet AI Volleyball, Aquagymnastik und Boccia an (mehr wäre mir nicht aufgefallen). Das Animationsprogramm ist also eher dürftig. Persönlich hat mir nichts gefehlt. Das After-Dinner Programm wird nett auf einer Open-Air Bühne als Untermalung zum Cocktail präsentiert. Die Liegen sind in gutem Zustand und ausreichend vorhanden, die Auflagen könnten ab und an mal eine Reinigung vertragen, was aber keine große Rolle spielt, da sie ohnehin mit den Strandtüchern belegt werden. Die Schirme sind fix, man muss also, will man Schatten, mit den Liegen um die Schirme 'wandern'. Das Personal am Strand ist einem aber jederzeit behilflich. Zu den Liegen gehören auch immer kleine Strandtische als Ablage. Es gibt auch viele fix montierte Windschütze für jeweils zwei Liegen. Der Strand ist sauber, und wird auch täglich mehrmals gereinigt. Für Kinder ist extrem Flach abfallende Küste optimal. Der Pool wirkt sauber und ist groß. Ein wenig kühl, aber gerade für die Abkühlung angenehm. Am Ende, zum 'Hotelkopf' hin, befindet sich eine Bar, die in den Pool hinein gebaut wurde, und so auch Sitzmöglichkeiten im Pool bietet. Für Kinder gibt es ein eigenes Becken mit flachem Wasser. Fakultatives Sportangebot (direkt vor Ort buchbar): Hurgharda ist bekannt als Tauchrevier. Entsprechend werden Tauchtouren, Schnorcheltouren und Glasbodenboot-Ausflüge angeboten. Aufgrund der sehr Flach abfallenden Küste scheinen Surfanfänger dort hervorragendes Terrain finden. Ebenso finden sich in Kooperation mit hiesigen Anbietern Fun-Sportgeräte wie Banan-Boot oder Parasailing aber auch Trends wie Kite-Surfen. Wer Jet-Skis sucht, wird diese aus Umweltschutzgründen nicht finden, was durchaus zu begrüßen ist.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im April 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ara |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


