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Verreist als Paarim August 2018für 2 Wochen

Hotel zum Entspannen mit viel positiven Aspekten

5,0/6
2 Wochen im Sommer Badeurlaub auf Sardinien geplant, 2 Wochen im Sommer Badeurlaub auf Sardinien bekommen. Das Hotel Stefania Boutique hat viel dafür getan, was man sich für so einen Urlaub versprochen hat. Dabei gab es viel Positives, aber auch einges Negatives, was man aber gerne "hingenommen" hat...

Lage & Umgebung5,0
Das Hotel liegt nördlich von Oliba im Örtchen Pittulongu, in unmittelbarer Strandnähe (rund 200 Meter entfernt). Wer dieses Hotel an diesem Ort bucht, sollte sich aber vorher im Klaren sein, was für Urlaub er machen will. Der Ort taugt in erster Linie als Erholungs- und Badeort. Groß Infrastruktur gibt es nicht. Es führt eine größere Straße durch den Ort, welcher in erster Linie aus Ein- und Mehrfamilienhäusern besteht. Groß Einkaufen oder Essen gehen ist hier nicht drin. Es gibt ein/zwei Pizzerien und einen kleinen Supermarkt. Wer was sehen oder erleben will, sowohl am Tag als auch am Abend, benötigt dringend ein eigenes Auto um Mobil zu sein, sonst ist schnell Monotonie angesagt. Das Meer befindet sich in 200 Meter Entfernung und verspricht was es hält. Weißer Sandstrand und türkisblaues Wasser. Das nächst größere Einkaufscenter mit großen Supermarkt und einigen Läden befindet sich mit dem Auto 5 km entfernt an der Stadtgrenze zu Olbia. Will man hier ein wenig mehr erleben oder sehen, muss man direkt nach Olbia reinfahren. Dort findet man Infrastruktur wie einen Hafen, eine Einkaufsstrasse oder einige Straßencafes vor sowie Richtung Flughafen auch mehrere große Einkaufscenter oder Outlets. Man kommt auch mit dem Bus nach Oliba und zurück, aber dieser fährt nur im Stundentakt. Zum Flughafen sind es mit dem Auto rund 20 Minuten Fahrzeit.

Zimmer3,0
Das Hotel besteht aus zwei Gebäudekomplexen. Das Haupthaus mit rund 40 Zimmern, was bereits einige Jahrzehnte alt ist und die "Villa Stefania", ein Nebengebäude, 50 Meter vom Haupthaus entfernt, was erst vor einigen Jahren errichtet wurde und nochmal rund 10 Zimmer hat. Um zu wissen, welche Zimmer in welchen Gebäuden gut oder weniger gut sind, orientiert man sich an den Rezessionen anderer. Bedingt dadurch hatten wir eine direkte Anfrage an das Hotel mit dem Wunsch gerne ein Zimmer mit Balkon im Nebengebäude zu bekommen. Positiv zu erwähnen ist, dass auf die eigene Anfrage per Mail zeitnah mit einer Mail vom Hotel reagiert wurde, negativ allerdings, dass der Zimmerwunsch so nicht umgesetzt werden konnte. Man bekam mehrere Zimmeroptionen angeboten. Wir entschieden uns hier für die Option 2/3 der Zeit im Haupthaus in einem Zimmer mit Balkon und anschließendem Umzug in das Nebengebäude in ein weiteres Zimmer ebenfalls mit Balkon für die restliche Zeit. Das Interessante ist, wenn man beide Zimmer vergleicht, kommt man auch schneller dahinter, wieso Balkonzimmer im Nebengebäude so begehrt sind und andere wiederum eher schlecht bewertet werden.

Unser erstes Zimmer im Haupthaus war von der Ausstattung und den Räumlichkeiten mindestens 1,5 Kategorien schlechter als im Nebengebäude. Zwar ein großer Balkon mit Blick auf den Garten, welcher allerdings aber auch direkten Zugang für viele Mücken bot, die sich abends gerne mal im Zimmer niederließen. Es gab keinen Mückenschutz, lediglich behilfsweise Mückenspray aus der Steckdose, was man am Emfang auf Nachfrage erhielt. Das erste Zimmer machte zudem den Eindruck, als ob schon seit 20 Jahren nichts mehr erneuert oder ausgetauscht wurde. Das Bad war zudem mehr als "Zustand" zu verstehen. Der Kleiderschrank roch muffig. Der Kühlschrank war alt. Das Zimmer wirkte auch eher dunkel. Von der Kategorie war das maximal 2 Sterne.

Das Zimmer in der "Villa" hingegen im Obergeschoss, bot alles, was man sich wünscht, vernünftige, moderne Ausstattung, großes Bad, seitlicher Balkonblick aufs Meer, kein Ungeziefer mehr. Nachdem wir hier die letzten vier Tage verbrachten, konnte man auch verstehen, wieso diese Zimmer in den Bewertungen am Besten bei wegkommen sind. Hier würde ich dem Ganzen eher 3,5 Sterne von der Kategorie geben. Wenn die Möglichkeit besteht, direkt Hotel kontaktieren und nach einem Zimmer im Obergeschoss der "Villa" fragen.

Service6,0
Man muss sagen, der Service waren die ganze Zeit über sehr gut. Man hatte nicht das Gefühl, dass dem Hotel die Gäste egal sind. Auf Wünsche wurde in der Regel prompt eingegangen. Sei es ein weiteres Kissen, der Mückenschutz aus der Steckdose oder Auskünfte zu generellen Anliegen. Sowohl der Empfang, die Kellner beim Abendessen oder die Reinigungskräfte, alle Servicekräfte waren durchweg freundlich. Die Zimmer waren auch jeden Tag anständig gereinigt, so dass es hier wenig Grund zur Beanstandung gab. Alles in allem konnte das Hotel damit also durchweg positiv punkten. Wer Halbpension gebucht hat, bekam zudem kostenlos zwei Liegen und einen Sonnenschirm am hoteleigenen Strand. Lediglich der Besitzer, der sich auch auf dem Anwesen rumtrieb, machte einen leicht mürrischen Eindruck. Wieso? Das wurde einem auch schnell klar.

Gastronomie4,0
Wir hatten Halbpension gebucht, was in dem Hotel aus Frühstück und einem Menüessen am Abend bestand. Ähnlich wie bei den Zimmern, hat man auch hier zwei Kontraste.

Das Frühstück gab es morgens immer erst ab halb 8 und bestand aus einem einfachen Buffet (bisschen Wurst- und Käseaufschnitt, kleine Weiß- und Mischbrötchen, Croissants, Rührei aus der Tube, Säften und viel zu viel Kuchenauswahl). Leider wurde hier wenig auf Abwechslung geachtet, so dass das Frühstück schnell zur Monotonie verkam. Auch kam es vor, dass tlw. das Frühstücksbuffet erst gegen 8 Uhr vollständig aufgetischt war. Man konnte zwar zusätzliche Wünsche wie ein Omlette oder ein gekochtes Ei erfragen, musste dies dann aber auch extra bezahlen.

Die Stärke hat das Hotel definitiv beim Abendessen, was auch positiv im Michelin Guide erwähnt wird, (wichtig auch hier, dass man Halbpension gebucht hat, sonst wird das Abendessen ein teurer Spaß) und den entsprechenden Menüs, die jeden Abend anders ausfielen. Man hat die Auswahl beim ersten und zweiten Gang sowie dem Dessert jeweils aus 2 bis 3 Gerichten/Speisen. Mir persönlich hat das sehr gefallen, weil für mich jedes Mal etwas passendes dabei war. Die Gerichte variierten in der Regel aus landestypischer Kost und aus traditioneller italienischer Küche (verschiedene Nudelsorten, Fisch- und/oder Fleischgerichten) sowie entsprechendem Dessert. Wer Vegetarier oder Veganer ist, wird hier eher nicht fündig werden. Wer zudem gerne zeitig isst, wird hier auch seine Probleme haben. In Italien wird erst spät gegessen, so dass vor halb 8 am Abend auch nicht bedient wurde.

Für den einen vielleicht lustig, für den anderen eher bedenklich. Die Kellner abends waren durchweg freundlich, aber auch ein wenig unorganisiert, was manchmal zu langen Wartezeiten zwischen den Gängen führte. Der Eigentümer des Hotels, der zugleich auch Eigentümer des zugehörigen Restaurants ist und Abends immer vor Ort war, scheint dabei ein sehr penibler Mensch zu sein, der sich gerne an Kleinigkeiten wie fehlende Servietten auf den Tischen oder eben dem unorganisiertem Service der Kellner störte und dies gerne auch mal vor den Gästen seinen Bediensteten ein wenig lautstark mitteilte.

Sport & Unterhaltung5,0
Es gab ein hoteleigenes Gym, zwei Jacuzzis, zwei kleine Hotelpools sowie eine entsprechend saubere und schön ausgestaltete Gartenanlage zum Entspannen. Zusätzlich gab es am Strand einen privaten Abschnitt mit hoteleigenen Liegen und Schirmen. An 6 von 7 Tagen die Woche gab es zudem abends zum Essen noch einen Live-Musiker, der die Gäste beim Abendessen entsprechend musikalisch unterhielt.

Hotel5,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im August 2018
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Knopster
Alter:36-40
Bewertungen:7
NaNHilfreich