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Frank (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2012 • 2 Wochen • Strand
Schönes Hotel - aber eindeutig überbewertet
3,5 / 6

Allgemein

Vorsicht zunächst für Leute die über's Internet buchen: schaut euch an, ob euer Flug nach Hurghada (210 km weg) oder nach Marsa Alam (5 km Entfernung) geht. Wir haben leider nicht darauf geachtet (weil ich garnicht auf die Idee kam, dass man - wenn 5 km weg ein Flughafen ist - woanders hinfliegen könnte) und mussten dann bei An- und Abreise noch jeweils gute 2 1/2 Stunden Transfer in Kauf nehmen... Die Hotel-Anlage ist schön mit viel Grün und vielen Leuten, die sich um Sauberkeit und Pflege kümmern. Insgesamt ist das gesamte Hotel nicht allzu groß, sodass auch keine weiten Wege zurückzulegen sind. Wer Ruhe sucht (am besten ohne Kinder), eh hauptsächlich zum Tauchen nach Ägypten fährt und sich an den genannten Punkte nicht stört, für den ist dieses Hotel sicher ein gute Wahl. Um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken: das Coraya Beach Resort ist kein schlechtes Hotel - im Gegenteil. Wir haben oben nur die Punkte, die uns negativ aufgefallen sind, einfach mal zusammengefasst, um potentiellen Gästen einen Eindruck zu verschaffen, was sie erwarten können und insbesondere eben was nicht. Wir hoffen, diese Infos helfen jemandem weiter...


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten mit unserer 6-jährigen Tochter einen "Family-Room Superior" gebucht, weil wir davon ausgegangen waren, dass Kinder- und Eltern-Schlafzimmer durch eine Tür getrennt wären (wie wir das bisher immer hatten in anderen Hotels, wenn wir ein Familienzimmer gebucht hatten). Laut Aussage des Empfangs gibt es aber solche Familienzimmer im ganzen Hotel nicht - daher war die Schlafcouch der Kleinen einfach eine Nische des Hauptzimmers - nicht optimal vom Schlafen her und auch aus dem Aspekt, dass die Eltern im Urlaub vielleicht ab und an gerne ein bisschen Privatsphäre hätten... Auf eine Suite, die solch ein getrenntes Zimmer besitzt, konnten wir aber trotz Nachfrage nicht "upgraden", wir hätten dann unser Familienzimmer und die Suite bezahlen müssen (und nicht nur die Differenz, was wir natürlich angeboten hatten). Ansonsten waren die Zimmer OK und funktional - Zimmer und Bad hätten ein bisschen größer sein dürfen (34qm), aber OK, es hat gereicht. Die Klimaanlage ließ sich nur "mittelgut" steuern. Trotz Thermostat, war sie entweder (sehr laut und kalt) an, was für nachts ungeeignet war, oder eben aus. Aber damit konnte man sich arrangieren (einschalten auf volle Pulle vor dem Abendessen, dann war's für nachts kühl genug). Die Zimmerreinigung war im Prinzip perfekt (inkl. der schön gebastelten Handtuch-Figuren jeden Tag) und die Minibar wurde aufgefüllt. Der Kollege hat sich sogar auf unsere typischen Zeiten eingestellt und ggfs. erst andere Zimmer gemacht. Das war prima und verdient ein explizites Lob.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Das Buffet im Hauptrestaurant ist lecker - es findet jeder etwas für seinen Geschmack. Wir kennen es aus anderen Hotels zwar etwas umfangreicher (mehr Speisen zur Auswahl), es wurde uns in 14 Tagen jedoch nicht langweilig (auch wenn sich die Mottos nach einer Woche wiederholen). Besonders hervorheben kann man die lokalen Spezialitäten der "orientalischen Ecke" (viel mit Linsen und Kirchererbsen), was wirklich immer sehr lecker war. Auch der Holzkohlegrill auf der Terasse ist nett und hebt das Hotel von anderen Hotels positiv ab. Wir haben auf jeden Fall jeden Tag Dinge gefunden, die uns wirklich gut geschmeckt haben. Kritisieren kann man, dass Fisch oft sehr trocken war, öfters wirklich kaum runterzubringen. Außerdem hat uns gestört, dass man mittags immer ins Restaurant musste, auch um nur ne Kleinigkeit zu essen. Zwar kann man an der Strandbar auch nen Happen kriegen, aber wer will schon zwei Wochen Käse- oder "Salami-"Sandwich (hat mit Salami nicht wirklich viel zu tun). Von anderen Hotels kennen wir es so, dass es z.B. an Pool-Bars überbackene Sandwiches mit Belag nach Wahl, Chicken Nuggets, Burger, Pommes oder auch Salat oder Grillsachen gab. Das hat uns hier völlig gefehlt. Schließlich erwarte ich bei "All Inclusive", dass ich für "alltägliche" Drinks (z.B. Campari-Orange, Caipirinha) nicht extra zahlen muss/soll. Es erwartet keiner 12-jährigen Single Malt (oder ähnliches) als Teil von AI, aber eben gängige Drinks und Cocktails. Durch diese Kritik bedingt, können wir die Gastronomie insgesamt nur mit 3 Punkten bewerten (dem Restaurant alleine hätten wir 5 gegeben).


    Service
  • Eher schlecht
  • Viel Licht, aber auch Schatten. Die Kellner und das Reinigungspersonal sind wirklich aufmerksam und auf Zack, da gibt's nichts zu bemängeln. Gerade im Restaurant haben Abo, Ali und Kollegen wirklich auch einen guten Job gemacht. Das Desaster schlechthin war der sogenannte Kidsclub! Ein völlig unmotiviertes, nur russisch und englisch sprechendes Mädel (wir haben nix gegen Russen - es waren nur keine im Hotel und sie war nicht nur deshalb ne absolute Fehlbesetzung) spult für 2 Stunden vor- und nachmittags ein nichtvorhandenes Programm ab. Die Kinder sitzen bei brütender Hitze in einem unklimatisierten (!!!) Raum, in dem die Luft ein bisschen durch einen Ventilator gequirlt wird, garen auf kleiner Flamme im eigenen Saft und kriegen ein bisshen war zu malen o.ä. Die Zeiten wurden zum Teil auch eigenmächtig um ne halbe Stunde gekürzt. Von Motivation, Spannung, Abenteuer, Unterhaltung oder auch Spaß war weit und breit nichts zu sehen (sodass unsere Tochter, nach zweimal auch - verständlicherweise - nicht mehr hinwollte). Da passt ins Bild, dass es zumindest das Gerücht gibt, dass ab kommender Saison keine Kinder unter 16 Jahren mehr in das Hotel dürfen. Fazit hier, dass wir für Familien mit Kindern, die gerne in einen Kinderclub möchten, auf jeden Fall abraten müssen. Übrigens: wie eine absolut spitzenmäßige Kinderbetreuung aussehen kann, haben wir letztes Jahr im Magic Life in Safaga kennengelernt! Ansonsten kann man noch von einem arroganten "Manager" am Empfang berichten, der einem für doof verkaufen wollte (Namen leider vergessen).


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Lage im "Niemandsland" zwischen El Quesir und Marsa Alam war uns vorher bekannt und wird daher nicht schlecht bewertet. Was meines Erachtens nicht optimal gelöst wurde, ist dass das Hotel an einer Bucht liegt und diese Bucht der einzige Zugang zum Meer (direkt vom Hotel) ist. Das Wasser ist am Einstieg sehr flach und hat i.d.R. die Temparatur von Körperflüssigkeiten. Bis man "Richtung Meer" kommt, muss man 150m bis 200m Schwimmen, wo dann auch die Sicht zum Schnorcheln besser wird. Ein Steg über das Riffdach (wie von den Hotels auf der anderen Seite der Bucht) wäre sehr wünscheswert. Alternativ wäre ein Steg direkt Richtung Meer auch nett, um so wirklich am Hausriff Schnorcheln zu können. Fluglärm vom nahen Flughafen oder Verkehrslärm von der am Hotel vorbeiführenden Küstenstraße ist vernachlässigbar bzw. nicht vorhanden.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die drei Pools sind sauber aber langweilig. Der "Bar-Pool" taugt nur zum Sitzen an der Bar (hier sind kleine Kinder auch nicht wirklich willkommen, weil die Leute ja an der Bar sitzen und ihr Getränk genießen wollen). Die beiden anderen Pools (einer mit kleinem Nichtschwimmer-Bereich) sind halt Pools. Es fehlen kleine Highlights wie Rutschen (die Viertelstunde zum Aquapark mit Rutschen macht man in sengender Sonne mit nem kleinen Kind nicht oft) oder Wasserpilze oder ein Strömungskanal oder Spritzen oder sonst irgendwas... Das Sportangebot ist enttäsuchend! Meine Frau hatte sich sehr auf diverse Step-Aerobic und andere Kurse gefreut - diese finden jedoch praktisch nicht statt. Und wenn, dann war das dilletantisch und weit von halbwegs professionellen Sportkursen entfernt. Neben der miserablen Kinderbetreuung, der zweite ganz dicke Minuspunkt für das Hotel. Etwas nervig ist auch, dass die Tauchbasis auf der anderen Seite der Bucht ist. Es gibt zwar einen Shuttle-Service, der fährt jedoch nur um 07:50 Uhr, 08:20 Uhr, 08:50 Uhr und 13:20 Uhr. Da würden wir doch einen ganztägigen Shuttle-Service der bei Bedarf und mindestens im Halb-Stunden-Takt fährt erwarten. Die Tauchbasis selbst ist sehr groß (über 300 eingecheckte Taucher) und sehr professionell. Dadurch geht aber leider auch ein Stück weit der Charme kleinerer Tauchbasen verloren. Da die Basis für vier Hotels "zuständig" ist, lässt sich das aber wohl leider kaum vermeiden. Preislich sind die einzelnen Dinge auch eher am oberen Ende der Preisskala angesiedelt (z.B. 3€/Tauchgang für einen Guide, der i.d.R. einmal fragt, wieviel Luft man noch hat - irgendwie würde ich das im Grundpreis von 25€/Tauchgang erwarten). Angenehm ist, dass die Animination sehr zurückhaltend auftritt (man wird mal gefragt, ob man mitmachen möchte bei Wasserball oder ähnliches, aber auch nicht immer) und es fällt angenehm auf, dass an den Pools keine lautstarke Disco-Mucke dudelt den ganzen Tag.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im August 2012
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Frank
    Alter:41-45
    Bewertungen:1