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Kerstin (56-60)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Februar 2014 • 1 Woche • Strand
Super Hotel mit schönem Hausriff zum Schnorcheln
6,0 / 6

Allgemein

Eine ganz tolle Hotelanlage im Stile eines orientalischen Dorfes, verwinkelt, verschachtelt, ganz mit Liebe zum Detail. Die Zimmer sind etwa 15 Quadratmeter groß, nicht übermäßig groß also, aber ausreichend. Auch das Bad ist groß genug. Schön ist die Abtrennung der Duschkabine mit einer Glastür (oft gibt es nur einen unhygienischen Duschvorhang). Aber wir sind ja auch in einem 5-Sterne-Hotel, das darf man nicht vergessen. So viel Freundlichkeit und Service haben wir bisher noch nicht erlebt, aber dazu später. Die Minibar wurde täglich gefüllt. Flachbildfernseher, allerdings nur drei deutsche Programme. Aber das reicht, denn wir sind ja nicht zum Fernsehen da. Für die Tages-News gab es jeden Morgen zum Frühstück einen A4-Newsletter zum Mitnehmen, wahlweise in verschiedenen Sprachen (auch Deutsch). Tolle Idee, da stand das Neueste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur drin. Die Poolanlagen sahen gepflegt aus, beheizbar und mit Poolbar. Haben wir aber nicht genutzt, denn wir waren zum Schnorcheln da. Die Bucht liegt gleich vorm Haus und der Einstieg zum Riff ist über den Strand möglich. Die auf der anderen Seite der Bucht müssen über einen Steg ins Wasser oder lange wege gehen. Der Strand ist sauber und gepflegt. Hammer sind die Strand-Lounges, die man buchen kann (etwa 15 Euro pro Tag für zwei Personen, ist ein bissl Verhandlungssache. Aber wir kannten das aus dem vergangenen Jahr). Da fühlt man sich wie ein Pharao.... Dazugekommen sind kleinere Sonnenschutzzelte. Ich nehme an, für die musste man auch bezahlen, aber das weiß ich nicht genau, war für uns kein Thema. Zu unserer Reisezeit war das Publikum eher im mittleren bis älteren Altersdurchschnitt, keine Kinder. Das Hotel ist jetzt kinderfrei, also sehr ruhig, da auch kaum Russen hier Urlaub machen. Viele Deutsche, Italiener, aber auch andere Westeuropäer. Wir hatten ein bissl das Gefühl, das Hotel muss aufpassen, dass es nicht zur Seniorenresidenz wird. Aber nach uns wurde es auch wieder jünger... Für die Schnorchler: Die Bucht ist sehr schön, ein Nord- und ein Südriff, wie meistens in den Buchten. Einziger Nachteil, die Riffe sind sehr weiträumig abgesperrt (bis zur Riffkante ein bis zwei Meter), das macht ein Überschwimmen des Riffs,zumindest im vorderen Bereich, unmöglich. Gut für das Riff, schlecht für den Schnorchler, vor allem den fotografierenden. Beste Zeit ist frühmorgens nach Sonnenaufgang, wenn die anderen ihre Liegen besetzen. Also gegen sieben Uhr Ortszeit. Das Riff hat uns wieder angenehm überrascht. Es gibt fast alles, was man sich wünschen kann: gleich am Einstieg drei Blaupunktrochenkinder (wohl die vom vorigen Jahr), aber auch ein rotfeuerfisch und gleich am Einstieg einen Buckeldrachenkopf haben wir entdeckt. Das ist schon ziemlich gefährlich für den, der nicht Obacht gibt. Manchmal wundert man sich, dass nicht mehr passiert. Denn der Drachenkopf ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Ansonsten am Riff die üblichen Verdächtigen, wie Doktoren, Papageien, Falter in allen Arten, Kugel- und Igelfische, Drücker (bis hin zu wirklich tollen Riesendrückern), ein großer Barrakuda bewacht den mittleren Teil der Bucht (es könnte der Urvater aller Barrakudas sein), aber auch etliche kleine, Riesenmuräne, Kalmare haben wir gesehen und auch einen Torpedorochen im flachen Wasser. Der Hammer sind die Adlerrochen, in der Bucht. Voriges Jahr haben wir sie in der Mitte der Bucht gesehen. Dieses Jahr hatten wir zwei Begegnungen direkt an der Riffkante. Auch Karettschildkröten haben wir getroffen. Und unsere Lieblinge:die Nemos. Zwei Familien hatten Nachwuchs, der morgens auch noch außerhalb der Anemonen tobte. Und ein Nemo hat es sich direkt zwischen den Korallen auf dem Riffdach gemütlich gemacht, nicht mal 50 Zentimer unter dem Wasserspiegel. Hinter dem Steg auf der Südseite ist übrigens keine Absperrung mehr, da kann man dann nach Herzenslust schnorcheln. Oder man paddelt weit raus bis an die Kante. Rätselhaft sind mir die Strömungsverhältnisse in der Bucht. Es gab einen Tag, da konnte man nur mit äußerster Kraftanstrengung draußen schnorcheln, so stark war die Gegenströmung. Auch war das Wasser oft trüb, selbst (und ganz ungewohnt) nach zwei windarmen Tagen. Das trübt etwas die Schnorchelfreude.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Der Roomboy war immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Es gibt Fön, Bademantel und Badelatschen und natürlich alle kleinen Mittelchen, vom Shampoo bis zur Lotion. Zum Zimmer, siehe oben, alles bestens. wir hatten nichts auszusetzen. Handtücher wurden probelmlos getauscht, wenn man das wollte. Es gab sogar fast jeden Tag ein Handtuchtierchen. Minimale Kritik: Die Teppiche im Zimmer wurden wohl nur abgekehrt, da nistet sich der Sand schnell ein. Ich habe keinen Staubsauger bei den Jungs gesehen.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Super Essen! Nach zwölf Mal Ägypten und vielen Hotels war dieses die absolute Spitze in Sachen Gastronomie (überboten nur von der 5-Sterne-Dahabeja "JAZ Yakouta", mit der wir voriges Jahr auf dem Nil schipperten ). Schmackhaftes, abwechslungsreiches - und vor allem gut gewürztes - Essen. Zum Frühstück frisch gepresste Säfte, wie O-Saft, Erdbeer- oder Mangosaft. Der Eierbräter hat wahlweise Omelett oder Spiegelei gezaubert, an der Käse/Wurst-Theke bekam man mehrere Sorten, frisch abgeschnitten (und nicht die bekannte Einheitswurst/käse). Mittags und abends neben den "normalen" Angeboten immer noch Extra-Stände mit Spezialitäten, die Salat-Bar sehr auserlesen mit vielen nett drapierten Extras, abends gabs auch noch Leckeres vom Grill. Fast jeden Tag gabs Fisch in den verschiedensten Sorten, auch mal Barrakuda vom Grill (der in der Bucht wars aber nicht, den haben wir am nächsten Tag noch gesehen...). Das Abendangebot stand immer unter einem Thema, was auch ganz interessant war. Und wer wirklich mal nix fand, der Nudelkoch war auch noch da. Ein Kaffeeautomat ließ auch den Einheitskaffee vergessen. Zudem kamen die Köche mit Tabletts an den Strand und boten Leckereien an. Die Kellner der Strandbar bedienten den ganzen Tag über am Strand!!! Das haben wir noch nicht erlebt. Alles ist sauber und ordentlich, die Kellner sind mit Abdecken hinterher, so dass kein schmutziges Geschirr stehen bleibt. Das Restaurant und auch der große Außenbereich, den man zum Essen nutzen konnte, sind ganz gemütlich.


    Service
  • Sehr gut
  • Wow! Das hat uns schon voriges Jahr so begeistert und deshalb sind wirja auch Wiedeholungstäter: Die Kellner und Mitarbeiter waren immer nett und freundlich, obwohl sie den ganzen Tag auf den Beinen sind. Verständigung in Englisch klappte gut, alle bemühten sich aber auch mit ein paar Brocken Deutsch. Dieses Jahr hatten wir ein frisch renoviertes Zimmer mit neuen Betten. Super! Kleine Aufmerksamkeiten vom Hotel, wie ein Papyrus-Bild als Geschenk oder ein Willkommenscoctail, das waren so Nettigkeiten, die uns wie Könige fühlen ließen.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Entfernung zum Flughafen, sozusagen gleich um die Ecke (20 Minuten), nach El Quseir mit dem Bus rund 40 Minuten (das lohnt sich aber unbedingt zum Einkaufen und Kultur schnuppern, es gibt eine interessante Altstadt, schöne Moscheen und eine koptische Kirche, vom Hotel aus gibt es ein Shuttle für das individuelle Erkunden oder die Reiseveranstalter bieten geführte Ausflüge an, letztere empfehlenswert, wer das erste Mal hier ist). Entfernung zum Strand: ein Katzensprung. Die Shoppingmeile im Hotel ist auf wenige Geschäfte reduziert und wie so oft in diesem Fall (wenn keine unmittelbare Konkurrenz droht) sind die Preise entsprechend. Die Hotels auf der anderen Seite der Bucht haben ein größeres Angebot. Da kann man auch ganz vernünftig handeln. Wer wirklich shoppen (und handeln!!!) will, fährt nach El Quseir. Es gibt wohl noch eine Einkaufsmöglichkeit in einem nahe gelegenen Hotelkomplex, aber da waren wir nicht. Die Reiseveranstalter bieten jede Menge Ausflüge an, die Preise zwischen ihnen schwanken nur wenig. Wir waren das zwölfte Mal in Ägypten und konnten uns vieles schenken. Vergangenes Jahr haben wir die Blaue Fahrt mitgemacht, aber das Hausriff bietet bis auf Riesenschildkröten so ziemlich alles, was des Schnorchlers Herz begehrt. Es gibt in der Hotelanlage noch ein A-la-card-Restaurant, was bei AI einen Abend inklusive ist. War ganz nett und auch das Essen war gut.


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wer Sport treiben will, ein großer Fitnessbereich steht zur Verfügung. Manch einer ist auch die Strandpromenade hoch und runter gelaufen. Alles möglich. Das Animationsteam war nicht aufdringlich. Toll, was Zorro, den wir vom vorigen Jahr kannten, und die anderen jeden Abend aus dem Hut gezaubert haben: täglich ein anderes Programm, und immer gut. Ob Pyrogames oder Irish Dance, das war wirklich junge, gute Unterhaltung, zumal das Animationsteam durch Gäste (orientalische Show) ergänzt wurde. Ein Alleinunterhalter mit Gitarre und elektronischer Soundverstärkung war neu gegenüber dem Vorjahr und so konnte man auch mal tanzen. Schöne und auch saubere Liegen am Strand, Sonnenschirme, Duschen, Umkleidekabine für den, der es braucht, und wie gesagt am Strand diese Pharaonenbetten, die man extra buchen konnte.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Mehr Bilder(2)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Februar 2014
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Kerstin
    Alter:56-60
    Bewertungen:7