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Ralph (36-40)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Paar • Oktober 2008 • 1 Woche • Strand
Super - solange alles nach Programm läuft
5,4 / 6

Allgemein
  • Zustand des Hotels
    Sehr gut
  • Allgemeine Sauberkeit
    Sehr gut

Wenn man relaxen und trotzdem ergiebig schnorcheln will, ist das Coraya Beach Resort genau das richtige. Sauberkeit, Freundlichkeit und Küche sind über Kritik erhaben. Am Hausriff in einer Bucht lebt so ziemlich alles, was man als Schnorchler im Roten Meer sehen kann (und will?) - Napoleonfisch, Riesenmuräne und Karettschildkröte inklusive. Auch die recht große Anzahl der Schnorchler und Taucher stört nicht wirklich, da die Fische dadurch recht zahm sind und sich besser betrachten lassen als anderswo. Auch sind die Gäste am Riff durchwegs recht diszipliniert, und die Guards pfeifen jeden "Riffwanderer" rigoros zurück. Kann der Russe oberwasser jedoch kein Russe sein, ist er unglücklich – und ärgert die Fische halt unter Wasser. (Are you Russian? - Yes. - For sure. / Sind Sie Russe? – Ja. – Das sieht man.) Das Riff beginnt mit einem Sandstrand und wird dann zum Meer hin eine Schlucht mit über 30 m Tiefe. Es gibt in diesem Bereich auch interessante Höhlen zum Durchschwimmen in 15 Meter Tiefe und eine 30-Meter-Boje. Es ist also für jeden etwas dabei. Leider trieben im Meer und somit in der Bucht dauernd Plastiksäcke herum. Top-Fund: ein gut erhaltenes brasilianisches Modell. Im Laufe des Tages und vor allem bei Wellengang trübt sich das Wasser von der Bucht her allerdings bis zur Unsichtigkeit ein. Auch daher ist es etwas lästig, dass das Riff nur von der gegenüberliegenden Seite der Bucht über ein Pier zugänglich ist. Kurz mal am Riff abtauchen ist daher nicht drin – die Alternativen sind Fußmarsch oder Schwimmstrecke. Auch die Tauchbasis ist am anderen Ufer. Am eigenen Strand gibt es jedoch eine Schnorchelstation in ägyptischer Hand, die ebenfalls Schnorchelausflüge anbietet. Die angebotenen Schnorchelausflüge sind jedoch eigentlich nur zu empfehlen, wenn einen am Hausriff die Riesenmuräne (gute zwei Meter), der alte Schnapper (knapp ein Meter), der junge Napoleonfisch (ebenso groß) oder die Karettschildkröte schon gröblich langweilen. Man gondelt im Bus durch die Wüste, steigt auf einer dreckigen Baustelle in ein Schiff um, wird auf selbigem unter Umständen seekrank, um dann doch recht ähnliches zu erleben wie zu Hause, wo man am Strand einen Cocktail schlürfen könnte. Auch beim Trip zum "Dolphin House" muss man sich darauf einstellen, dass keine Delphine zu Hause sind. Ich war inzwischen drei mal dort, und drei mal waren keine Delphine dort. Im Grunde kein Wunder: geh bei uns in den Wald, um Hirsche zu sehen … die angegebenen 50-80% Wahrscheinlichkeit einer Sichtung kann man jedenfalls getrost vergessen. Dennoch ist das "Dolphin House" eine Reise wert. Tip: Vom westlichen Ankerplatz nach Südwesten den Tauchern nach zu den "Pinnacles" schnorcheln – eine faszinierende Unterwasserwelt aus unterhöhlten Korallentürmen, die vom Sandboden emporwachsen. Dazu muss man sich allerdings zuerst gegen die eigenen Guides wehren, die einem partout eine Schwimmweste überstülpen wollen – zum Höhlen-Freitauchen nicht gerade das geeignete Utensil. Dazu muss man wissen, dass eine solche Schwimmweste tatsächlich Pflicht ist – allerdings nur in dem durch Bojen gekennzeichneten sandigen Bereich im Inneren des Riffs. Sie sollen dem Schutz der Delphine dienen – offensichtlich auch dann, wenn gar keine da sind, und auch dort, wo diese Regelung gar nicht gilt. Damit kommen wir zum unangenehmen Teil. Und der besteht in einer unaufhörlichen Bevormundung. Leider war im Vergleich zu meinem letzten Aufenthalt in Ägypten einerseits vieles besser, andererseits sehr viel komplizierter. Normiert. Und auf Massenbetrieb eingestellt. Will man aus dem Fixfertig-Programm ausbrechen, kommt man sich bald vor wie in der Truman Show. Wo auch immer man sich hinbewegen will, folgt einem ein "Lebensretter". In die Wüste allein mit dem Quad? Unmöglich – man würde sich rettungslos verirren. Laut Hotelbeschreibung in den Zimmern sollte man ein Auto mieten können, "um Ägypten auf eigen Faust zu erkunden". Negativ - die Polizei. Man braucht also ein Taxi? 24 h vorher anfragen, und die Preise sind – nun – europäisch. Man will an einem Steg 1 km nördlich des Hotels schnorcheln? Zuerst will einem der einsame Posten am Steg das Fotografieren verbieten, dann hält er die Hand auf, und wenn er Mittagspause hat, muss man auch aus dem Wasser. Und würde ich in seiner Abwesenheit wieder hineingehen, würde er seinen Job verlieren und seine 98 Kinder das Brot ... Am schlimmsten war der Umstand, dass ich eigentlich in dieser Gegend Urlaub machte, weil ich unbedingt wieder an das Elfinstone-Riff wollte, um dort wie früher Weisspitzen-Hochseehaie (pop. "Longimanus", http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fspitzen-Hochseehai ) zu sehen und diesmal zu fotografieren. Ich habe es die ganze Woche versucht – vergebens. Die Tauchschule verlangte ein "Apnoe-Brevet" und einen zweiten Taucher. Der war seltsamerweise nicht zu finden. Anrufe halfen wegen Sprachproblemen nicht, die Bootsstation beim Riff war auch nicht zu überzeugen. Der l'tur-Guide, den ich um Kommunikationshilfe bat, meinte schlicht: "Das bieten wir nicht an." Ob ich ein Taxi will? Einfach hinfahren konnte ich jedoch auch nicht, weil das im Vergleich zu früher absurd teuer und wahrscheinlich umsonst gewesen wäre. Alle Beteuerungen, dass ich seit 30 Jahren und auch ohne Flasche 25 Meter tief tauche, dass ich bereits dort war, dass es völlig problemlos war, dass ich bereits mehrfach mit Haien unterwegs war – vergebens. Alle ziehen die Luft ein, wenn man Haie fotografieren will. Angeblich zu gefährlich ... Und dann kam das dicke Ende. ACHTUNG! LEHRREICH! Unser Rückflug ging von Hurghada – ca. 230 km vom Hotel entfernt. 3 Tage vor Rückflug war der Reiseleiter überzeugt, dass wir in 2 Tagen fliegen würde. Ich zeigte ihm das Ticket, Abflug in Hurghada in 3 Tagen, 12:00 h. Ach so, Abfahrt vor dem Hotel um 07:00, aber bitte auf die Tafel schauen. Am Vorabend schauen wir auf die Tafel und fanden unsere Namen nicht. Aber irgendein Bus nach Hurghada ging um 06:00. Also wir zur Rezeption und nachgefragt. Der Kollege schaut auf seine Liste und sagt: nein, alles OK, Abfahrt um 07:00, bitte Gepäck um 06:00 vor die Tür. Na gut, wir gehen zum Frühstück und um 5 vor 7 zur Rezeption. Es ist noch eine Rechnung von gestern offen. Das VISA-Kastl geht nicht, und 100 Euro kann er nicht wechseln, und irgendwie bekommen wir den Betrag mit Kleingeld zusammen. Ich nervös, 07:05. Hinaus auf den Vorplatz: kein Taxi, kein Gepäck. Ich wieder hinein: Jaja, alles mit der Ruhe, Taxi kommt schon, kein Problem, bitte nehmen Sie Platz. Na gut, ist ja Ägypten. Dann sehen wir, wie einer mit dem Wagerl loszockelt. Als er mit unserem Gepäck zurückkommt, ist es 07:15. Kein Taxi. Na ja, ist ja Ägypten. Bis auf einmal ist bisher das Taxi immer irgendwann gekommen. 07:30. Wolken am Horizont. Ich sage, vielleicht sollte man den l'tur-Guide anrufen? Yes, yes, moment, moment. Wir fotografieren die Tafel mit den Abfahrtszeiten. Um 07:45 ist der Guide am Telefon. Abfahrt war um 6. Bumm. Ja, das Hotel wird ein Taxi organisieren. Der telefoniert herum und labert 5 Minuten mit irgendwem über irgendwas. Dann das gleiche mit einem anderen. Yes, Taxi, but you must pay. Pay? Pay what? Yes, for the Taxi. Ich verlange noch einmal den Reiseleiter. Das wird mir passiv verwehrt. Ich will mit dem REISELEITER REDEN – JETZT! SOFORT! Es ist 8 Uhr, wir haben 230 km durch Ägypten zurückzulegen, Hurghada Airport sind millions of people, und um 12 ist Sense! Also nocheinmal Reiseleiter. Der: Geben sie mir den Mann an der Rezeption. Palaver. Inzwischen ist der Kollege gekommen, der uns am Vorabend die falsche Abfahrtszeit gesagt hat. Ob wir uns nicht mehr erinnern, dass er uns gestern angerufen hat und uns gesagt hat, dass um 6 Abfahrt ist? Aha. Und wieso hat dann um 5 niemand unser Gepäck geholt? Und um 6 auch nicht? Ja, ein Taxi kommt, bitte hinsetzen. Alles ist OK. Jetzt platzt mir der Kragen. Dass alles OK ist, habe ich schon vor einer Stunde gehört und NICHTS ist OK! WANN ist das Taxi da? In 5 Minuten? In 10 Minuten? WANN? Um 08:30. Inzwischen hat sich ein Ehepaar eingefunden, das 1 h später auch nach Hurghada musste – und das ebenfalls seit 30 min auf ihr Taxi wartete. OK, wir fahren gemeinsam. Gepäck ins Taxi. Nein, zuerst Preisverhandlung. 50 Euro bis El Quseir. El Quseir? El Quseir ist 50 km entfernt, was sollen wir da? Ja, da gibt es einen Bus, und in den steigen wir dann ein, und das Geld geben wir dann dem Busfahrer … unter Androhung körperlicher Gewalt mache ich dem Typen klar, dass das so nicht funtionnieren wird und dass in El Quseir, der widerlichsten, dreckigsten Hafenstadt der ganzen Welt, ganz gewiss kein Bus auf uns warten wird. OK, OK, 60,- Euro nach Hurghada. 50 Euro für 50 km, 60 für 230. Logisch, oder? Und dann begann die gemütlichste Taxifahrt meines Lebens. Mit Pinkelpausen, mit Polizeistationen, Getränkekäufen und mit einem Tankstopp, wo ein LKW vor der Zapfsäule stand, dessen Fahrer gerade irgendwo war. Irgendwo ist dann auch ein Ägypter zugestiegen, der anscheinend auch nach Hurghada wollte. Schon bei Safag beginnen 70er-Beschränkungen, die der Fahrer penibel einhält. Problem with Police. Du nix problem mit Police, du problem mit mir. Und wir mit dem aeroplane. Fruchtlos. Bei 60 Euro Sonderzahlung habe ich auch keine Lust mehr, mich erpressen zu lassen. Um 11:30 kommen wir am Flughafen an, und die Menschenmassen stauen sich bei der Tür heraus. Wir das Gepäck auf den Rücken und durch. Ein Official – ich bettle ihn an, und er schleust uns durch. Pünktlich zum boarding erreichen wir völlig verschwitzt das gate. Meine Freundin sagte, diese Aktion hätte den Erholungswert des Urlaubes wieder aufgebraucht. SO. Das war eine lange Geschichte. Das Geld für das Taxi haben wir bisher natürlich nicht wiedergesehen. Leider liegt keine RECHNUNG vor. Da sind die Reisebüros sehr hilfreich. Wer weiß, ob das überhaupt stimmt, was ich hier schreibe? Ich muss sagen: shit happens - aber es ist die Frage, wie man dann damit umgeht. Das Taxi kostet real maximal 20 Euro, und in 10 km Entfernung ist der Flughafen Marsa Alam mit mindestens 10 Taxis Tag und Nacht. Wenn etwas danebengeht, dann muss man halt in den sauren Apfel beissen und sagen: OK, hier Taxi, ihr weg und guten Flug. Aber da bricht der Araber wieder voll durch. Fazit: das Hotel ist super, solange nichts passiert, was irgendwie aus dem Rahmen fällt. ALLGEMEINE BESCHWERDE AN ÄGYPTEN Der Dreck ausserhalb der Hotelanlagen ist einfach unbeschreiblich.


Zimmer
  • Sehr gut
    • Zimmergröße
      Sehr gut
    • Sauberkeit
      Sehr gut
    • Ausstattung des Zimmers
      Sehr gut

    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
    • Atmosphäre & Einrichtung
      Sehr gut
    • Sauberkeit im Restaurant & am Tisch
      Sehr gut
    • Essensauswahl
      Sehr gut
    • Geschmack
      Sehr gut

    Service
  • Eher gut
    • Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)
      Eher schlecht
    • Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft
      Sehr gut
    • Rezeption, Check-in & Check-out
      Eher schlecht

    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Oktober 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Ralph
    Alter:36-40
    Bewertungen:1