Was für ein Reinfall. Ok Hotel hatte 2 Sterne und die kleinsten Zimmer waren nicht die besten. Aber zum Zeitpunkt der Buchung (Juli 2012) hatte das Hotel 86% bei Holidaycheck. Kann also nicht so übel sein ---- kann es doch! Das Hotel liegt mitten in einer kleinen Siedlung (Tolleric). 25 Minuten nach Palma (bei direkter Fahrt - mit normalen Linienbus auch mal 50 Minuten) Es kann nur AI gebucht werden. Die Anlage erstreckt sich ca auf 2 km². Wer eine Barracke am oberen Ende hat und dann zur Animationsbühne und zurück laufen muss (bergauf natürlich) hat also schon ordentlich was für sein Sportbedarf getan. Nur kurz zu den Zimmern /Anlage allgemein (details weiter unten) : Diese Anlage sollte zu mindestens 80% abgerissen werden. Dazu gehören sowohl die A als auch die B Bungalows. Essen gab es 3 mal täglich jeweils 2 Stunden. Bisher einmalig für mich: Wer nicht innerhalb der ersten 20 Minuten nach Beginn der "Fütterungszeit" am Speisezimmer steht wird erstmal in der Hitze hinter ein Gitter gestellt und muss warten bis wieder Plätze frei sind. Ein Traum im Sommer. Die Gäste waren hauptsächlich Deutsche - Engländer und Franzosen - mit den typischen Begleiterscheinungen: Die Briten waren bereits als das Personal morgends um 7 die Liegen aufstellt mit mehreren Handtüchern bereitgesanden. Neu ist in diesem Sommer wohl der Trend für die "Freunde" von der Insel sich mehrere Liegen pro Person zu reservieren um je nach Tageszeit und Sonnenstand wechseln zu können (natürlich nicht ohne eine Liege dann freizumachen). Und an alle die wie wir dachten "Kinderfreundliches Hotel ist ja nicht so schlimm - wir haben ja nix gegen Kinder" - Vergesst es - die Rede ist von hauptsächlich auch von Britenkindern die Ihren Eltern in Sachen Verhalten, Anstand , Essmanieren(und Leibesfülle :D) in nichts Nachstehen. Was vlt den ein oder anderen nicht-briten verlocken könnte trotz unseres Erfahrungsberichtes und der noch folgenden Bilder dort hinzugehen ist die Kinderanimation. Es gibt zum einen einen FTI Club und zum anderen das Hotel-Animationsteam. Es ist also möglich die Kinder von morgens bis Abends abzugeben um ... ja um was zu tun? da die Kinderanimation eigentlich immer in der Nähe des Hauptpools stattfinden ist dort an Ruhe eher nicht zu denken. Flüchten geht auch nicht und die oberen Pools sind fest in englischer Hand (bzw. die Liegen in englischen Badetüchern). Also nichtmal das kann wirklich als Argument herhalten hier Urlaub zu machen. Tipps? Gehen Sie nicht hin! Wenn Sie zu den Unglücklichen gehören die schon gebucht haben: 1) Versuchen Sie zu stornieren 2) Wenn nicht möglich versuchen Sie sofort ein Studio zu bekommen um zumindest den verschimmelten , hellhörigen Barracken zu entfliehen. Alternativ vlt ein Bungalow (superior) mit Meerblick, dann ist man wenigstens nicht sofort nach dem Aufwachen frustriert 3) Wenn beides nicht geht: Fahren Sie so oft wie möglich mit dem Bus weg (noch besser natürlich wenn Sie das Geld für ein Mietauto haben). Wir empfehlen wie gesagt mindestens einmal nach CalaPi zu fahren weil wer an den Ballermann wollte hätte wohl direkt Ballermann gebucht. Ansonsten : Uhr dabeihaben um die Beginn der Essensausgabe nicht zu verpassen, Kartenspiel oder gesellschaftsspiel kaufen um die Abende zu überstehen und Ohrenstöpsel oder Hörbücher mitnehmen. Der Komplex sollte unserer Meinung nach entweder komplett abgerissen werden oder zumindest nicht mehr in Deutschland angeboten werden. Die Briten oder andere Leute die mittags um 3 Wodka pur saufen kommen damit noch vlt gut zurecht - für alle anderen ist das nichts.
Schon der Weg zu den Bungalows (wohlgemerkt der Superior Bungalow nicht der ganz kleine) war aufschlussreich. Die Pflanzen vor der Barracke (ich weigere mich Ding einen Bungalow zu nennen) waren nicht vorhanden/verdorrt- Grund und Stein, eine abgebröckelte Treppe, Müll und offene Leitungen die man wohl nicht wirklich verstecken wollte. Die "Terasse" ist ein verifftes Stück mit Fließen vor der Tür auf dem 2 deutlich verschmutzte Plastikstühl standen. Tür aufgemacht und :( - Türen haben nebenbeibemerkt keine Türgriffe von innen - wenn man rausgeht muss man also zuschliesen oder die Tür auf stehen lassen. Wenn man zu 2. in einer Barracke ist und nur einen Schlüssel bekommt ist das natürlich auch sehr optimal. "Spartanisch" eingerichtet wäre sicherr übertrieben. In den "Schrank" passten 5 Kleiderhaken mit dünnen Kleidchen das wars. Der Rest muss auf dem Sofa oder direkt im Koffer gelagert werden - ich empfehle das Sofa: Es war ohnehin versifft und voller Brandlöcher. Zum hinsetzen also eher eh nicht geeignet und auf dem Boden kann man wegen der Ameisen die rund um die Uhr nach essbarem suchen eh nichts abstellen was man noch anziehen /essen will. Die "Betten" sind zwei Stahlkontruktionen wie man sie aus schlechteren Notfallunterkünften kennt mit dreckiogen und abgelegenen Auflagen. Wie weiter unten schon erwähnt hing auch bei uns die Lampe samt Kabel die Decke herunter. Der Tisch war mindestens schon 10 Jahre in Benutzung und stilsicher genauso verdreckt mit Löchern und unidentifizierbaren Verfärbungen wie die "Couch". Highlight dieser Bruchbude ist das "Bad". Ca 3 auf 2 meter Grundfläche. Darin untergebracht eine endlos verschimmelte "wanne" von 70 x50 cm die auch als dusche dient (samt ebenfalls verschimmeltem Duschvorhang) , eine Toilette und ein Waschbecken. Auch hier kein schrank oder ablagefläche für mehr als eine Zahnbürste. Besondes schön fanden wir das (natürlich ebenfalls verschimmelte) baufällige Fenster direkt an der Dusche in Blickhöhe. Wunderschön entgspannend. Direkt anschließend und eine zum Glück verschlossene Tür aus unserem Zimmer erreichbar war einer der "Sparbungalows". Diese sind immer direkt an eine SuperiorBaracke angebunden und waren sicher mal als eine Einheit geplant gewesen- aber zweimal vermieten bringt halt mehr Geld. Ich denke es ist auch manchmal ganz gut das diese Tür verschlossen ist sonst hätte ich meinen 2nachbarn" gerne mal besucht als er auf die Idee gekommen ist nachts um 3 die Dusche anzuwerfen. Ist rein von der Lautstärke kein unterschied ob er direkt 20 cm neben mir duscht oder die 2 Meter weiter in seinem durch eine vermutlich Pappwand abgetrennte Unterkunft. Das selbe gilt übrigends auch für die Wände zum Weg davor. Mehrmals sind wir nachts aufgewacht weil wir dachten es steht jemand im Zimmer - waren aber nur ein paar Franzosen die sich vor unserer Baracke unterhielten. Alle Fenster verschließen bringt keine Änderung - ist aber eh keine Option bei 40 Grad und ohne Lüfter oder Klimaanlage.Das einzige "technische" im Zimmer war also das von der decke baumelnde Licht. Unter "Putzen" (angeblich 4 mal die Woche) versteht man hier übrigends nichts weiter als das machen der Betten und leeren des Mülleimers im Bad. Dauert deshalb auch nur 5 Minuten.
Es gibt ein zentrales Restaurant und am zwei Pools jeweils kleine Essensstände. An allen 3 Pools gabs was zu trinken. Kurzgesagt: auch für 2 Sterne und kleine Ansprüche unterirdisch. Dabei bin ich sogar jemand der sich über Bohnen , Speck und Ei zum Frühstück schon gefreut hätte. Nichtmal das war immer drin. 1 Sorte Wurst, 2 Sorten Käse, bischen Obst , Cornflakes und dann noch je nach Tag Würstchen, Ei, Kroketten oder Schinken aus der Pfanne, Bohnen und die süßen Dinger aus der Fritteuse. Mittag und Abendessen war ebenfalls eine herbe Enttausschung. Es gab zwar jeden Tag Pommes aber da brauch ich kein AI zu buchen. Ansonsten gab es immer 1 Sorte Fisch, 1 Sorte Fleisch und irgendwas mit gemüse + Salat. Was es genau war kann ich nicht sagen. Die einzige Beschriftung war: "Fisch", "Rindfleisch" "Schweinefleisch". Also Kommentare wie "Essen erstaunlich abwechslungsreich" und "besser als erwartet" stammen entweder aus früheren Zeiten oder sind gekauft. Getränke das selbe. Neben dem getränkespender mit Cola, Sprite , wasser gibt es Kaffee,Wein, Fruchsäfte (auch an der Bar) aus Fertigmischung-Automaten. Wie gewohnt Pappsüß (Frucht) oder geschmacklos(Kaffee). In der einen Bar gab es wohl jeden mittag Pizza -. war ausser einmal immer leer wenn ich da war. In der zweiten gab es tag für tag exakt das selbe. Eine Auswahl an Gemüse indem sich allerlei Wespen sammelten - HotDogwürstchen, Pommes,Toast(pur) und Hamburgerpattys(ohne passende Brötchen). Verpflegung war von vorne bis hinten Müll. Immerhin war mir nur einmal schlecht obwohl ich es mit Muschelsalat(denke ich zumindest), ungekühlt serviertem Choco-Mousse und Fisch mit seltsamer Konsistenz zugegebenermaßen schon fast rausgefordert habe.
Diese 3 Sterne gibt es ausschließlich für das Bemühen des Personals an den Bars und im Animationsteam. Genau genommen war der Service gesamt nicht "eher gut" aber mehr können Sie einfach nicht leisten. An den Bars konnte man auf allen möglichen Sprachen bestellen und auch an der Rezeption und bei den Animatueren ging es mit deutsch oder englisch immer weiter. Mehr Kontakt hatte man zum Personal eh nicht. Das die 5 Leute im Restaurant nicht anchkomme wundert mich nicht. Sie versuchen es zwar aber man kann zu 5. nunmal nicht 100 Tische versorgen. Deshalb muss man sich sein besteck oft selbst holen und die dreckigen Teller bleiben des öfteren mal stehen. Die Animation besteht aus 6 jungen Leuten die zum einen den ganzen Tag Kinder und Ältere bespassen müssen und zum anderen die Ausleihe der Sportgeräte und des "Hobbycorners" betreiben und zum anderen jeden Abend eine Show auf die Beine stellen müssen. Also dem angestellten Personal mache ich an diesem desaströsen Urlaub wirklich keinen Vorwurf. Das hat von vorne bis hinten das Management verbockt. Umgang mit Beschwerden... naja das sie die Barracken nicht abreisen wenn ich ihnen das vorschlage war zu erwarten. Ein renoviertes Studio für 16€ Aufschlag pro Nacht hätte ich buchen können - wenn eins verfügbar gewesen wäre was in der Hauptsaison und bei dem desolaten Zustand der restlichen Anlage ein Wunder gewesen wäre. Ich denke jeder der dort ankommt wackelt erstmal zurück zur Rezeption udn fragt nach einem besseren Zimmer (wohlgemerkt wir haben schon mehr bezahlt um nicht in den "Sparbungalow" zu kommen.
Wie schon erwähnt mittem im Nirgendwo an der Steilküste. Fand ich ehrlich gesagt am Anfang symphatisch (als ich noch nicht dort war). Denn wir wollten ja keinen BallermannUrlaub sondern Entspannung und vlt mal ne kleine Fahrradtour machen - alles nur eine Hoffnung die spätestens am dritten Tag auch zunichte war. (Details in den jewieligen Punkten). UIn der Beschreibung steht was von 25 Minuten zum Flughafen bzw 20 Minuten nach Arenal(Strand am Ballermann) - Könnte hinkommen ...wenn man sich ein Taxi nimmt. Der Bus fährt nach Palma so ziemlich alles an was auch nur annähernd nach Haltestelle aussieht. Wir waren ca 50-60 Minuten unterwegs. Nach Arenal waren es auch nie weniger als 40 Minuten (Abhängig von der Tageszeit fährt er wohl nur manchmal alle Haltestellen an). Im Ort selbst - Nada. DIe Anlage selbst verfügt über ein Kiosk wo mit dem üblichen Kram zum naschen und trinken sowie ein Ständchen mit Posttkarten und angeblich Zeitungen. Hier hab ich das nächste mal gestaunt: Also ich an den ersten 3 Tagen jeweils schon kurz nach 12 keine Zeitung mehr bekomme habe bin ich mal direkt zur Öffnungszeit (10.30) hingegangen um zu sehen ob der Ansturm wirklich so groß ist. Ist er zwar nicht wirklich aber die Ursache liegt einfach daran das es genau 10 (!) Exemplare der Bildzeitung gab sowie 5 Exemplare einer anderen deutschen Zeitung. Bei ca 200-300 Gästen von denen 50% aus Deutschland kommen hat da jemand beim Kalkulieren gefehlt. Wie erwartet waren alle deutschsprachigen zeitungen um 10.35 ausverkauft. Was ich in vielen der positiven Bewertungen gelesen habe "Der Ausblick entgschädigt für alles" - Ganz sicher nicht. Der Ausblick ist schön und man sieht abend schön den Sonnenuntergang. Das wars aber auch schon. Der Ausblick entschädigt hiermit keineswegs für irgendwas sondern ist eins von 2 sachen die an dem Hotel nicht schlecht sind (das zweite ist das personal dazu weiter unten). Hotel liegt wie erwähnt an der Steilküste mit einem doch recht waghalsigem und auch für jüngere Leute nicht ganz einfachem Weg zum Meer. So wie es dort aussah war da früher wohl mehr gestanden aber scheint alles eingestürzt und zusammengefallen zu sein worauf die verbogenen Stahlgerüste , abgerissene Pfeiler im Meer und abgeschnittene Kabel an der Wand deuten lassen. Einmal im Wasser angekommen ist es meiner Meinung nach ein schöner ort zum Schnorcheln. Hinlegen kann man sich nur auf den kleinen felsvorsprung . Ca 20 leute hätten da Platz denke ich. Glücklicherweiße waren die meißten Gäste zu Faul die Treppen zu laufen. Deshalb ist dort unten der einzige relativ ruhige Platz an der Anlage und mein bevorzugtes Rückzugsgebiet - auch wenn man natürlich Trinken etc mit runter nehmen muss weil mehr als 2 Mal die Treppen hochspurten war bei den Temparaturen auch mir zu krass. Kommen wir zur erwähnten Flucht aus der Anlage. Der Reflex dürfte sich trotz AI bei jedem nach dem ersten Tag einstellen. Per Fahrrad: Die Fahrrader können umsonst gemietet werden und sind sehr veraltet(keine Gangschaltung). Hat sich leider erst danach gezeigt warum: Nach Arenal fahren wollte ich nicht also ab die andere Richtung nach Cap Blanc /Cala Pi. Kurzgefasst: Ich wäre fast verdurstet ^^. 9 Kilometer Asphaltstraße bergauf und bergab (kein Fahrradweg) und rechts und links .. öde Wüste und Zäune.Also ich im Cap Blanc ankam und dort feststellte was Cap Blanc ist (ein umzäuntes, verlassenes Gebäude was wohl ein Leuchturm oder so sein soll) war ich der verzweiflung nahe. Wasser leer . 40 Grad - kein Haus , kein Getränkestand , kein Schatten , keine Garnichts. 9 Km zurück zur Anlage oder 9 km weiter nach Cala Pi - Verlockende Aussichten. Glücklicherweiße war mir bei der Anfahrt ein kleines Schild zwischen 2 zusammengestürzten Häusern aufgefgallen und nach einem kurzen Weg hinein in die Wüste war da tatsächlich eine Bar mit Getränken und Eis - Gedanken an eine Oase in der Wüste lassen sich da nicht leugnen auch wenn ich glaube das diese Bar nicht mehr als 5 Leute pro Tag besuchen einfach weil Sie abseits von allem ist was man als Urlauber ansteuern könnte. Also Fahrradausflüge: Wenn Sie kein Marathonfahrer sind: Lassen Sies! Mit dem Bus: Um doch mal den Strand und Ruhe zu finden blieb also nur der Bus(2€ einfache Fahrt). Zuerst gings nach Arenal wo wir zwar auf Ruhe verzichten mussten aber zumindest Strand hatten. Die zweite Fahrt ging nach Cala Pi. Hier fährt der Bus nur 2 mal pro Tag hin. Einmal morgends vor 9 Uhr und einmal abends um 17.00 Uhr - dann aber nicht mehr zurück. Also Frühaufstehen und ab gehts - es lohnt sich wirklich. Die Badebucht von CalaPi ist wunderschön und da man so früh dort ist hat man Sie anfangs ganz für sich allein. Erst gegen halb 11 kommen die Gäste vom örtlichen Hotel dann dazu und es wird den ganzen Mittag über sehr voll. Sollte man aber trotzdem mitnehmen, nur den Bus zurück verpassen wäre fatal ^^
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wie schon erwähnt die Animateure geben sich Mühe... das war das positive. THEORETISCH gibt es vergleichsweiße viele Sportangebote (Squash, Minigolf, tennis, Schießen, Bogenschießen, Reiten ..). Aber wie nicht anders zu erwarten sind alle Sportstätten in abrissfähigem Zustand , die Schläger etc ebenso und die Pferdehaltung mitten in der Sonne ohne Stroh etc eigentlich ein Fall für den Tierschutz. Pool ist zum einen natürlich hoffnungslos überfüllt und zum anderen seltsam dunkel und verdreckt. Ich war kein einziges Mal drin. Dann doch lieber die 360 Stufen runterwackeln und Wagemutig ins Meer stürzen
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Oli |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


