Die Anlage ist recht groß, besteht aus 4 Gebäuden. Das Gebäude in welchem sich unten das Restaurant befindet war innen noch gar nicht fertig, Stromkabel unverputzt. Offenbar wurde noch nicht so viel Platz wie geplant benötigt. Allerdings waren wir außerhalb der Saison zu Gast, weswegen das Hotel maximal zur Hälfte belegt war. Trotz Saisonende war ausreichend Personal zugegen. Allerdings hatte man Ende September das Gefühl, so langsam "ausgefegt" zu werden, da die Gästezahl jeden Tag abnahm und sämtliche Läden im Ort leergeräumt und geschlossen wurden. Sogar den großen Supermarkt hat man winterfest gemacht. Das Hotel befindet sich in einem guten Zustand, da es scheinbar relativ neu ist. Alles ist modern und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Sauber war es an sich auch. Man durfte im Restaurant nur die Wackeltische nicht verschieben, denn drunter kam dann das Buffet der letzten Saison zum Vorschein. Wir hatten AI gebucht und auch bekommen. An eine AI-Versorgung wie in der Türkei reicht es noch nicht ran, aber es genügte. Man konnte sich im Restaurant und der Bar immer Getränke holen. Der Grill im Außenbereich war auch von 10-18 Uhr geöffnet und versorgte einen mit Snacks und Getränken. Allerdings gab es am Strand kein AI, sondern Getränke gegen Bares. Sehr positiv fanden wir, dass im Restaurant und der Bar, sowie im Außenbereich und der Rezeption freies WLAN zur Verfügung stand. Fürs Zimmer konnte man sich für 20lv (10€) die Woche WLAN kaufen. Allerdings war das in der 7. Etage eher dürftig. Bezüglich der Gästestruktur waren viele Deutsche anzutreffen, wenige Briten, Russen und Rumänen. In der Hauptsaison sieht das vielleicht anders aus. Der Alterdurchschnitt war gemischt. Familien mit Kindern, Paare zwischen 20 und 75. Also alles dabei. Wir haben für 2 Wo AI, Apartment, Flug 563€ p.P. bezahlt. Preis-Leistung war also unschlagbar. Bei dem Preis kann man einige Augen zudrücken, wenn mal etwas nicht stimmt, wobei Durchfall etc und hygienische Mängel ein absolutes No-go sind. Wir haben den Urlaub trotz der durchschnittlich 20 Grad und Wolken zum Erholen genutzt. Wer Action sucht, ist in Obzor definitiv falsch. Man sollte sich auch wärmere Sachen einpacken, denn Obzor liegt am Rande des Balkangebirges und der Wind bläst dort echt stark und ist auch sehr frisch. Man sollte dieses Hotel nicht außerhalb der Saison buchen. In Obzor ist nicht viel los und zum Baden wird es allmählich auch zu kalt.
Die Zimmer bzw Apartements waren ca 55qm groß. Wir hatten ein Schlafzimmer, ein abgeschlossenes Kinderzimmer, Bad und ein Wohnzimmer mit Küche. Da das Hotel noch nicht sehr alt ist, war alles in gutem Zustand. Im Wohnzimmer befand sich eine Couch mit Sessel, Tv, in der Küchenecke auch ein Tisch mit 4 Stühlen. Die Küche verfügte über einen großen Kühlschrank mit Eisfach, Herd und Waschmaschine. Zum Kochen fehlten jedoch sämtliche Utensilien sowie Geschirr und Besteck. Wasserkocher und Kaffeemaschine, sowie Kaffeetässchen und 2 Gläser waren hingegen vorhanden. Wohnzimmer und Schlafzimmer verfügten auch jeweils über Klimaanlage. Unser Schlafzimmerbalkon ging zur Rückseite des Hotel und somit zu einer relativ stark befahrenen Straße hinaus. Mit geschlossenem Fenster war es zu ertragen. Der Balkon vom Wohnzimmer ging zur Meerseite und somit auch zum Pool. Telefon war auch vorhanden. Das Bad war ausreichend groß, mit Fön, Kosmetikspiegel, Badewanne. Machte alles einen sauberen Eindruck.
Es gibt ein Restaurant mit angehängter Bar, sowie im Außengelände eine Snackbar. Das Essen war immer reichlich und wurde nachgefüllt. Die Qualität der Speisen war allerdings fragwürdig. Wir hatten gelesen, dass es typisch bulgarisch ist, das Essen lauwarm zu verzehren. Ok. Allerdings kam das Essen aus den Behältern schon lauwarm, nach einem Transport auf dem Teller zum Tisch erkaltete es dann vollends. Man hat sich nie den Mund verbrannt. :P Es war alles mit Liebe zum Detail angerichtet, sah auch zum Teil lecker aus, war aber oft total versalzen oder die Suppe war ungenießbar, weil der Koch möglicherweise eine ganze Dose Brühe hineinfallen lassen hat. Manchmal bot man uns Kartoffelsuppe an, die wie das Aldi-KaPü nur in flüssiger Konsistenz aussah. Hin und wieder gab es aber auch mal sehr leckere Suppen. Positiv war, dass immer sehr viel leckeres Obst, Brot und Süßspeisen angeboten wurden. Man hat sich wirklich viel Mühe gegeben, alles niedlich herzurichten. Allerdings haben wir in den 2 Wochen mitbekommen, dass sehr viele Leute Magen-Darm-Beschwerden hatten, inkl. meinem Mann. Ob nun das Essen im Hotel Schuld war oder man irgendwo außerhalb etwas aufgeschnappt hatte, können wir nicht sagen. Am Flughafen haben wir dann aber von vielen anderen Leuten gehört, dass das Essen anderswo offenbar auch eher dürftig war. Alle haben erstmal den McDonalds am Flughafen gestürmt... Alle Gäste dürfen aber auch einmal im A La Carte Restaurant speisen. Sehr zu empfehlen, denn da ist das Essen wirklich heiß. Getränke (Softdrinks, Bier, Wein, Kaffee &Co.) waren ok. Allerdings waren die Automaten derart versifft, so dass sich vermutlich zahlreiche Keime vermehren konnten. Mit etwas Glück werden die aber nach Saisonende gereinigt :/ Der Küchenstil war bulgarisch, bzw hat man sich bemüht mit Pommes und Nudeln die breite Mehrheit zufrieden zu stellen. " Wochen Pommesdiät können ganz schön abartig sein... Die Atmosphäre im Restaurant war angenehm, da es nicht allzu groß war. Alles hat zusammen gepasst. Sehr schön anzusehen waren die Stühle aus Bananenblättern, allerdings haben die sich als sehr unhygienisch erwiesen, denn in den Ritzen tummelten sich die Essenreste der Saison. Auf den Tischen befanden sich auch niedliche Platzdeckchen, welche aber vorm Tisch abwischen abgenommen und ungereinigt wieder hingelegt wurden. Außerdem waren die tierisch unbequem für die Ellbogen. Alles in allem machte das Restaurant auf den ersten Blick aber einen sauberen Eindruck, da auch immer eine Putzfrau zur Verfügung stand, die fleißig ihrer Arbeit nachgegangen ist.
Der Service war immer super, bis auf die Putzfrau abends im Restaurant waren alle freundlich. Die Putze an sich war auch gut gelaunt, wenn man vorher vorsichtig schaute, wo sie noch nicht gewischt hatte und ihr somit Respekt gegenüber Arbeit entgegenbrachte. Dann lächelte sie ganz freundlich und winkte einen über den Pfad der noch nicht gewischt war. Die Mehrheit des Personals ist des Deutschen mächtig, wer Englisch spricht ist aber oft im Vorteil, da einige wenige Angestellte kein Deutsch sprechen. Das Zimmer wurde täglich gereinigt, Fussel von einer Ecke in die andere gewischt, auf Wunsch gab es frische Handtücher. Das Hotel bietet auch Kinderbetreuung an, verfügt über einen kleinen Supermarkt und unterhält mit dem Nachbarhotel zusammen einen Hotelbus, der in der Saison ca jede Stunde fährt. Ende September fährt er dann nur noch 2 mal täglich. Zu beschweren hatten wir uns an sich nicht. Hatte man jedoch ein Anliegen wie zb ein weiteres Kopfkissen oder eine weitere Decke, dann hat man alles sehr zügig und problemlos erhalten. Was uns total überrascht hat, war die Aufmerksamkeit des Hotels. Wir hatten uns einige Wochen vorher mit dem Hotel in Verbindung gesetzt und über eine Namensänderung zwecks Eheschließung informiert. Prompt hatten wir eine leckere Herztorte und eine Flasche Sekt im Kühlschrank. Auch Geburtstagskinder haben eine kleine Torte von den Animateuren überreicht bekommen.
Der Strand ist ungefähr 300m entfernt, man läuft etwa 5min durch die Prärie, da das Hotel noch in 2. Reihe steht. Allerdings befinden sich zwischen der 1. Reihe und dem Sunrise noch 2 riesige Baugruben, welche vermutlich in den nächsten Jahren gefüllt werden und der Meerblick dann dahin ist. Die Flughäfen Varna und Burgas sind ca. 60km entfernt, in einer Stunde also bequem zu erreichen. Der Ortskern von Obzor ist ca 25 Gehminuten oder 5 Hotelbusminuten entfernt. Für 1lv pro Nase ist man zügig im Ort. Obzor ist an sich ein kleines Dorf mit Containerbuden, wo man allerhand Kram kaufen kann, Kleidung, Schuhe, Taschen, Schmuck, Souvenirs. Vom Nachtleben war außerhalb der Saison nichts zu spüren. Im Ort befindet sich eine Bar im Urzeit-Look, die immer gut besucht war und leckere Drinks anbietet. Machte einen guten Eindruck, vielleicht tanzt da im Sommer der Bär. Ansonsten gab es einige kleinere Straßenrestaurants. Obzor verfügt auch über einen Busbahnhof, von dem man mehrmals täglich nach Varna, Burgas, Nessebar etc reisen kann. Meist werden die Fahrten von privaten Busunternehmen mit Kleinbussen durchgeführt. Es fahren meist Einheimische mit, also sehr aufregend. Wir sind für 6lv nach Nessebar und 8lv nach Varna gefahren. Es empfiehlt sich, sich gleich am Ankunftsort über die Rückfahrzeit zu informieren. Weniger gut finden wir, dass das Hotel durch seine Lage auf eigentlich freiem Feld und somit dem Gebirgswind extrem ausgesetzt ist. Da die gegenüberliegenden Balkontüren auch nicht ganz dicht waren, pfiff der Wind teilweise so laut, dass man nachts davon aufwachte. Die Windproblematik sollte sich aber etwas bessern, wenn der Ort wächst und noch mehr Hotels aus dem Boden gestampft werden. Obwohl die Hotelanlage einen gepflegten Eindruck macht, entdeckt man drumherum sehr viel Müll und ungepflegte Ecken. Auch öffentliche Toiletten bzw zT auch Restauranttoiletten sind manchmal eine Zumutung. Landesüblich ist aber auch, dass man max 1lv fürs Pipimachen zahlen muss. Oft sind die Klos nicht sauber, kein Klopapier, Seife, Papierhandtücher. Was das angeht, haben die Bulgaren wirklich noch Nachholebedarf, wenn sie sich als tolles Reiseland etablieren wollen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation im Hotel war recht gut, trotz Saisonende. Abends war immer Kinderdisco und danach Quiz, Bingo, Comedy etc. Tagsüber wurde auch Streching, Volleyball etc angeboten. Die Animateure haben oft abends auch Spiele verteilt, welche in der Bar am Tisch gespielt werden konnten, da es draußen doch schon recht frisch war. Das Hotel verfügt über 3 Kinderpools und 3 große Pools. Alle sahen sauber aus und wurden täglich gereinigt. Auch ein Rettungsschwimmer sass immer da, allerdings hat der oft geschlafen und Musik gehört, weil kaum einer mehr im Wasser war. Liegen und Schirme waren immer genügend frei, man beachte aber, dass das Badewetter an sich auch vorbei war. Wie es im Sommer bei ausgelastetem Hotel aussieht, ist eine andere Frage.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Romy |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


