Der Club bietet eine schöne Anlage, gebaut auf einem Felsen. Die Größe des Hotels lässt sich nur schwer erahnen, da alles schön großzügig und weitläufig gebaut ist. Auch die Gäste verteilten sich im September gleichmäßig in der ganzen Anlage, ohne dass diese überfüllt wirkte. Behindertengerecht ist das Hotel nur teilweise, viele Stiegen sind während des Urlaubs zu steigen, aber darüber wurde man vorab ausführlich informiert. Die Gäste im September waren hauptsächlich Österreicher, aber auch ein paar Deutsche, Russen und Holländer. Vom Altersschnitt war es durchschnittlich, Jugendliche und kleine Kinder waren aber zu der Zeit bereits in der Minderheit. Prinzipiell ist Magic Life o. k., aber für das selbe Geld gibt es Clubs, die weitaus mehr zu bieten haben, vor allem bei der Verpflegung.
Das Zimmer war im Großen und Ganzen sauber und gepflegt. Der Marmor (?) im Badezimmer hatte eine etwas unglückliche Optik, denn es erweckt den Eindruck, er wäre nicht sauber. Der Bungalow, in dem wir wohnten, hatte ein Doppelbett, ein Sofa, einen kleinen Balkon, Schreibtisch, Fernseher und Klimaanlage. Jeden Tag gab's frische Handtücher, Bettwäsche wurde nicht gewechselt.
Gastronomie ist aus meiner Sicht die größte Schwäche der Magic Life Clubs - soweit ich sie kenne (war noch nicht überall). Die Speisen im Hauptrestaurant wurden zwar täglich frisch zubereitet und waren an sich auch gut gemacht, jedoch hat man nach ein paar Tagen schnell mal den Eindruck, täglich dasselbe zu essen. Denn abgesehen von den 3-4 Fleischgerichten, ändert sich bei Vorspeisen, Beilagen, Salaten und Nachspeisen nichts. Es gibt immer die selben Kuchen zum Dessert, es gibt immer die selben 4 Obstsorten zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und dies ist schon schwach für einen 4* Club. Außerdem ist man sehr an Essenszeiten gebunden. Wer das Frühstück verpasst oder am Vormittag Hunger bekommt, hat Pech gehabt, denn vor dem Mittagessen ab 12. 30h gibt es kein weiteres Essen. Dasselbe gilt Nachmittags, zwischen 16. 00 Uhr und 19. 30 Uhr bekommt man außer ein paar Kekserln zum Kaffee nichts. Keine Sandwiches, kein Obst, kein Eis - nichts!!! Und auch der Mitternachtssnack ist an und für sich nichts anderes als die "Restln" vom Abendessen. Wenn nichts übrig war, gibt's halt ein paar Scheiben Wurst und Käse. Einzige Lösung: Spezialität-Restauraunts "Taverne" und "Milanese" so oft wie möglich besuchen. Hier bekommt man in intimer und gemütlicher Atmosphäre gutes Essen, dass sich vom Essen des Hauptrestaurants deutlich abgrenzt. Ich betone das alles deshalb, weil es in anderen Clubs um das selbe Geld ein weitaus besseres Essensangebot gibt. Hier zahlt man eindeutig nicht für die Qualität der Speisen, sondern für den Namen Magic Life. Zu den Getränken ist zu sagen, dass die einzelnen Alkoholika "ungewöhnlich" schmecken und auch vom Alkoholgehalt her unterschiedlich zu hier sind. Alle Spirituosen sind wesentlich weniger promillehaltig als handelsüblich. Nach wenigen Tagen wußte ich das aber zu schätzen, denn viele Gäste beginnen um 10 Uhr mit Cocktail trinken und wären bei "echten" Schnäpsen vermutlich gegen Mittag dicht.
Die Angestellten an der Rezeption waren immer außerordentlich freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Check-In und Check-Out liefen problemlos. Auch die Zimmerreinigung klappte im Großen und Ganzen gut. Allerdings fand ich, dass die Kellner in dem Hauptrestaurant und in den Bars eher zurückhaltend waren. Da hätte ich mir persönlich ab und zu ein "kalimera" mit einem Lächeln gewünscht an Stelle von Schweigen. Leider machten die Barkeeper ebenfalls keinen freundlichen Eindruck. Was mich am meisten störte, war, dass die Angestellten ständig versuchten, einem zum Alkohol trinken zu verführen, vor allem junge hübsche Frauen. Aus meiner Sicht muss das nicht sein, aber das ist mein persönlicher Geschmack. Die Animateure waren allesamt sehr freundlich und immer gut gelaunt.
Das Hotel liegt umgeben von einer wunderschönen Landschaft. Vom Strand/ "Wunderbar"/ Restaurant aus hat man einen schönen Blick auf die Hauptstadt Korfus, Kerkyra sowie auf Albanien, dass in greifbarer Nähe liegt. Das Hotel liegt in dem Dorf Nissaki, wo laut Reiseleiter "nichts los ist". Und so finden sich in dieser kleinen Ortschaft nur wenige Tavernen, Einkaufsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Will man etwas außerhalb des Clubs erledigen, ist man also auf einen Mietwagen oder Taxi angewiesen. Mit dem Mietwagen lässt sich aber auf der Insel alles relativ schnell und leicht erreichen (30 bis 45 Minuten). Für drei Tage Mietwagen inklusive Zustellung zahlten wir EUR 178.- (Opel Corsa - 5türig, dieser aber in Österreich gemietet, was ein Fehler war, denn vor Ort gibt es noch günstigere Angebote). Der Transfer zum Hotel beträgt ohne Zwischenstop etwa 40 Minuten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animationsangebot war sehr gut, die Pools sauber und gepflegt, die Shows waren o. k. und die Disco war nur mäßig besucht, was aber nicht an der Musikauswahl o. ä. lag, sondern daran, dass nicht genug Jugendliche Gäste im Club waren. Liegstühle waren ausreichend vorhanden, dennoch ist es sinnvoll, vor 10h auf den Strand zu gehen, wenn man einen guten Platz haben will.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


