Wir hatten bei eine Reise nach Ägypten gebucht und waren vom 17.–28.4.2011 im Hotel Titanic Beach Resort, Hurghada. Die Anlage als solches ist von der Grundkonzeption her eigentlich gut durchdacht und könnte einem erholsamen Familienurlaub sehr gerecht werden. Was dem jedoch entgegensteht, ist der Mangel des Managements, dieses Hotel vernünftig zu leiten. Die Auswirkungen haben wir während unseres Aufenthaltes zu spüren bekommen. Soweit, die Dinge, die wir im Zusammenhang mit dem Titanic Beach Resort erlebt haben. Insbesondere der erschreckend schwache Gastronomiebereich entspricht nicht annähernd der Hotelklassifizierung. Hier wurde uns ein großer Teil unserer Urlaubsfreude kaputt gemacht. Es geht auch nicht darum, dass man mal das eine oder andere Gericht nicht mag (so wäre es schön gewesen, mal einheimische Gerichte anzubieten und nicht nur ständig Pommes Frites) sondern darum, dass das dortige Essen + Trinken mit ständigem Selbstorganisieren der einfachsten Essutensilien und Ärger über nicht oder nur zeitweise angebotene Speisen und Getränke, verbunden war. Jeder Imbiss oder jede Dönerbude hierzulande ist besser organisiert als dort das Titanic Beach Resort, welches in diesem Punkt sich höchstens auf einem Zwei-Sterne-Niveau bewegt. Wir sind schon viel herumgereist und man darf in südlichen Ländern sicherlich keine deutschen Maßstäbe anlegen. Das ist uns klar und das tun wir auch nicht. Deshalb können wir uns auch nicht vorstellen, dass das Titanic Beach Resort den allgemeinen Standard ägyptischer Fünf-Sterne-Hotels repräsentiert. Dieses Hotel ist vom Mangement her sehr schlecht geführt.
Soweit in Ordnung, allerdings trotz des geringen Alters des Hotels schon reichlich verschlissen. Eine Renovierung wäre sicherlich angebracht.
Beginnen wir mit dem Frühstück. Wollte man morgens zum Frühstück einen Kaffee, Tee oder Kakao trinken, so war dies in den meisten Fällen erst nach einer reichlichen Wartezeit möglich, da es einen Mangel an Tassen gab. Fragte man nach, gab es die Hotelstandardantwort: „Ten minutes“. Als Abhilfe wurden manchmal Suppentassen angeboten. Untertassen gab es nur an zwei (!) Tagen während unseres Urlaubs. Meistens waren die Tische nach dem ersten Schwung Urlauber nicht wieder eingedeckt. Dies wäre eigentlich kein Problem gewesen, wenn man die Möglichkeit gehabt hätte, sich selbst Besteck und Servietten zu besorgen. Da es aber keine Auslage dafür gab, musste man warten, bis sich ein Kellner bequemte, dies zu tun. Der Schmutz auf den Tischen wurde dabei geflissentlich übersehen. Es kam niemand auf die Idee den Tisch einmal abzuwischen. Beim Abendessen sah es nicht besser aus. Sowohl die Auswahl als auch die Qualität des Essens war recht dürftig - auf dem Salatbüfett fanden wir während der 11 Tage keine einzige Tomate vor. Insgesamt entsprach das Essen nicht annähernd dem Standard eines Fünf-Sterne-Hotels. Eher bewegte man sich auf Bundeswehrkantineniveau (jedenfalls habe ich dort das letzte Mal so schlecht gegessen). Hinsichtlich der Getränke gab es auch beim Abendessen das Problem der Trinkgefäße. Wein z. B. wurde mangels Gläser gern in Saft- oder Whiskygläsern ausgeschenkt. Alles nur zum Selbstabholen, da kein Tischservice angeboten wurde. Die Disposition ausreichender Getränke insbesondere Bier war insgesamt mangelhaft. Mehrmals am Tag / Abend gab es kein Bier an den diversen Bars mehr, dafür aber den o. g. Hotelstandardspruch oder auch die Variante: „Beer is finished“. Zur Überbrückung gab es dann eilig herbeigeschafftes warmes Dosenbier. Sehr schön, wenn man sich abends um 19.30 Uhr schon darauf einstellen muss, dass es im Restaurant beim Abendessen mit einem frisch gezapften kühlen Bier nichts mehr werden wird. Das im Hotelinformationsblatt (s. Anlage) aufgeführte Spätabendessen von 21.00 – 0.00 Uhr im Restaurant Jack wurde einem nur nach massiver Intervention an und über die Rezeption gewährt. Uns ist dies nach der Rückkehr von einem Luxor-Ausflug so wider-fahren. Wir wollten um 21.35 Uhr noch etwas essen, bekamen jedoch nur die Antwort: „Restaurant is finished / closed“. Nach Rücksprache mit der Rezeption gab es dann ab 22.00 Uhr Weißbrot und kalte Pommes Frites. An der Strandsnackbar herrschte auch der real existierende Sozialismus vor. Wollte man um ca. 13.00 Uhr ein Stück Pizza haben, hieß es jeden zweiten Tag „Pizza is finished“. Zur sogenannten Pizza ist zu sagen, das dies keine Pizza nach unserem Verständnis ist sondern gebackener Teig mit Öl bestrichen und etwas Käse obendrauf – keine weiteren Zutaten. Wenn denn mal welche da war, bekam man pro Person zwei „Bonsai“-Stückchen im Format ca. 8 x 8 cm zugeteilt.
Das größte Manko ist der gesamte gastronomische Bereich. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die drei Restaurants Jack, Rose und Cal oder die Beachbar oder die Poolbar oder die 24-Stundenbar beurteilt.
Nah zum Flughafen, kurzer Transfer, keine Fluglärmbelästingung
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Optimierungsfähig ist auch der Poolbereich. Gegen Abgabe einer Towel-Card bekommt jeder Gast ein Handtuch für die Liege. Die Handtücher müssen nachmittags bis 17.00 Uhr abgegeben werden. Am nächsten Tag kann man sich ein neues, „frisches“ Handtuch wieder holen. Man sollte allerdings unter einem frischen Handtuch kein gereinigtes oder gewaschenes Handtuch erwarten. Die Badelaken strotzten vor Schmutz und Flecken. Wir hatten einmal in einem Reiseführer gelesen, dass angeblich relativ viele Ägypter gewerkschaftlich organisiert sein sollen. In diesem Hotel konnte man glauben, dies sei wirklich so. Gab man bis 17.00 Uhr sein Handtuch nicht ab, hatte man Probleme, es am nächsten Morgen zu tauschen. Lediglich die Gabe von Bakschisch bewirkte ein Wunder und es klappte doch. Ebenfalls um 17.00 Uhr (!) wurden die Gäste mittels des Pfiffs aus einer Trillerpfeife aufgefordert, den Pool zu verlassen. Schließlich wollte das Personal nun doch endlich den Pool reinigen bzw. chloren (wird in anderen Hotels normalerweise nachts oder am frühen Morgen durchgeführt). Schwimmen mit T-Shirt im Pool war nicht erlaubt. Bei Zuwiderhandlung kam sofort der schrille Trillerpfeifenpfiff. Schön, dass es in Ägypten scheinbar kein Problem mit der UV- Strahlung gibt. Der Aquapark ist groß und bietet eine Vielfalt an unterschiedlichsten Rutschen. Eigentlich eine tolle Sache. Aber, eine spezielle Wasserschubrutsche jedoch dürfte m. E. gar nicht mehr in Betrieb sein. Sie hat solch scharfe Kanten, dass es jeden Tag dort Verletzte gab. Mir ist dieses Malheur an unserem zweiten Urlaubstag auch passiert. Die Fleischwunde an meiner Schulter musste mit sechs Stichen vom Hotelarzt genäht werden. Währenddessen ich behandelt wurde, wurde der nächste Patient „eingeliefert“, bei dem der Ellenbogen genäht werden musste. Obwohl man seitens des Hotels von dem Mangel an dieser Rutsche wusste, blieb sie weiterhin in Betrieb. Für mich bedeutete dieser Unfall, dass ich eine Woche lang nicht schwimmen durfte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ralph |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 2 |
Lieber Gast, Vielen Dank, dass Sie sich für das Titanic Beach Spa und Aqua Park entschieden haben. Es tut uns leid, dass wir Ihre Erwartungen nicht erfüllt haben. Ihr Feedback ist uns sehr wichtig, da es uns die Möglichkeit gibt, unseren Service zu verbessern. Wir freuen uns, dass Sie uns Ihre Bedenken mitteilen und entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten während Ihres Aufenthalts. Alle Ihre Kommentare wurden zur sofortigen Prüfung und Bearbeitung an den zuständigen Abteilungsleiter weitergeleitet. Wir hoffen, dass Sie uns die Gelegenheit geben, Sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen, um Ihnen ein noch besseres Erlebnis zu bieten. Bitte kontaktieren Sie uns: fom.beach@titanicgroup.com Beste grüße Hotel Management


