Das Hotel hatte ca. 300 Zimmer. Wir wohnten in der Präsidenten-Suite. Unser Zimmer sowie der Bar-Bereich war mit W-Lan ausgestattet. Wir buchten AI. Die Gästestruktur im September war großteils Ü-50 - nur wenige Familien mit Kindern. Prinzipiell war die Anlage sauber, allerdings mit einigen Abstrichen - z.B. die Kinderstühle waren beim Frühstück teilweise noch vom Vorabend gleich verdreckt. Der Club ist prinzipiell nicht schlecht - allerdings fehlt das gewisse "Etwas", das andere Hotels bieten. Ich habe alles (z.B. Poolbereich, Essen usw.) schon um min. 1 Klasse besser weit günstiger in anderen Hotels gesehen. Man sollte von der Buchung der Präsidentensuite Abstand nehmen, da das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nicht stimmt. Um EUR 3.500/Woche kann man schon Ansprüche stellen, die großteils bei weitem nicht erfüllt werden konnten und unter diesem Aspekt können wir das Hotel nicht weiterempfehlen. Ansonsten haben wir uns unter der Sonne Kretas schon wohlgefühlt. Unter "Magic Life" stellen wir uns allerdings etwas anderes vor.
Die Präsidentsuite hatte 103 m² sowie 3 Balkone und eine Dachterasse mit einer herrlichen Aussicht. Die Suite war mit 2 Flat-TV´s, Whirl-Pool, Ess-Tisch für 6 Personen, 2 Couches, 1 Minibar, 3 Klimaanlagen, 1 Alarmanlage, W-Lan sowie 2 separater Toiletten ausgestattet. Von der Ausstattung wirklich gut. Der Wandschrank war kurz vor dem Zusammenbrechen. Bad und Toilette waren sauber. Die Silikonierung des Whirlpools wurde optisch nicht gut gelöst. Zur Thematik Zimmerreinigung siehe Punkt "Service" - und wird hier nicht mitbewertet. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein im Katalog beworbener prominenter Gast voll des Lobes dieser verlässt.
Wir können zu den Themenrestaurants nichts sagen, da wir nur im Hauptrestaurant aßen. Die Speisen waren für das Auge gut angerichtet, jedoch schmeckte am 3. Tag bereits alles gleich. Die Auswahlmöglichkeiten waren überraschen gering. Die Fleischspeisen sowie Nudeln waren meistens nur lauwarm. Die Fisch-"Filets" waren voller Graten. Die Süßspeisen waren wirklich sehr, sehr süß. Das Restaurant hatte am Abend ein "Kantinenflair", da man sich meterlang anstellen musste, um ein paar Fleischstücke zu ergattern. Ein Gourmet kommt keinesfalls auf seine Kosten. Von einer mediteranen Vielfalt konnte man auch nur Träumen.
Vorab - wir fühlten uns nicht wirklich willkommen obwohl wir das beste Zimmer der Anlage hatten. Wir können leider die positiven Vorbewertungen nicht teilen. Das Personal war zwar nicht unfreundlich, jedoch kamen keinerlei Nachfragen wie "Wie geht es; was können wir für Sie tun, wie gefällt es Ihnen bei uns" usw. Einen Willkommensgruß oder eine Verabschiedung beim Auschecken - außer ein "alles erledigt" - gab es auch nicht. Das Restaurantpersonal war zumindest um unseren 9-Monate alten Sohn bemüht. Zimmerreinigung: Ein ganz spezielles Thema ... Wenn man die Präsidenten-Suite um EUR 3.500 für 1 Woche bucht (unser bis jetzt teuerster Urlaub) dann erwartet man in Punkto Sauberkeit eine Topleistung und diese war absolut nicht vorhanden - was man in Anbetracht des Preises einfach erwarten muss. Das Zimmer war zwar nicht dreckig, aber auch nicht sauber. Bei den Türgriffen zur Dusche waren 5 mm dicke Kalkablagerungen, die man mit einem Plastiklöffel leicht abkratzen konnte. Die Auflagen auf den Liegen auf der Dachterasse waren am Ankunftstag völlig verdreckt und wurden am Tag darauf von der Reinigungskraft entfernt und nie wieder gebracht. Das Milchpulver, das am Tisch verschüttet wurde, wurde erst am dritten Tag weggewischt. Der Teppich im Zimmer war total versifft und wurde wahrscheinlich in dieser Saison noch nie gesaugt. Der Wandschrank war kurz vor dem Zusammenbrechen. Die Couch bzw. die Bepolsterung war ebenfalls mit Flecken übersäht. Das Bett wurde jeden Tag bezogen und war sauber, sowie der Whirlpool wurde ebenfalls täglich gereinigt - für mehr hat scheinbar die Zeit nicht mehr gereicht. Der Sand in der Dusche nach dem Strandbesuch hielt sich hartnäckig die ganze Woche. Jedoch am Abreisetag entwicklelten die Reinigungskräfte erstmals einen besonderen Ehrgeiz, den wir die ganze Woche nicht verspüren konnten: Am 1. Tag sind wir um etwa 10 Uhr angekommen und mussten mit Kleinkind bis 13 Uhr auf das Beziehen der Zimmer warten. Am Abreisetag wurden wir um 07:10 Uhr vom Bus abgeholt. Jedoch wollten uns die Reinigungskräfte schon um 06:30 Uhr aus dem Zimmer verweisen (obwohl eigentlich Check-Out bis 12 Uhr Mittag).
Das Hotel liegt ca. nur 15 Busminuten vom Flughafen Heraklion entfernt, was für uns mit Kleinkind ein ausschlaggebender Punkt für diese Buchung war. Allerdings befanden wir uns trotzdem im "Nirgendwo". Das heisst, es war rundherum nichts außer ein Minimarkt gegenüber. Die Gehsteige waren absolut nicht kinderwagentauglich (mit Schlaglöchern übersäht). Weiters endeten manche Gehwege ohne Vorwarnung mitten in einer Baustelle. Man konnte absolut keine Spaziergänge außerhalb der Anlage machen (mit Kinderwagen). Besonders positiv hervorzuheben ist die direkte Strandlage, mit feinkörnigem Sandstrand sowie glasklarem Meer.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Pool: Die Poollandschaft war gegenüber andern Hotels wirklich überschaubar - was auch die Anzahl der Liegen betroffen hat. Leider gab es die Unart, dass Gäste Liegen sowohl am Strand sowie am Poolbereich "reserviert" haben, so dass man ab 10 Uhr keine Liegen im Poolbereich mehr erwischt hat. Hat man welche erwischt, dann kam ein in Lignano bekanntes "Sardinen-Feeling" auf. Der Kinderpool war mit 2 Meter Durchmesser bei einer Tiefe von 50 cm wirklich top :-(. Zur Animation können wir nicht viel sagen, da wir nicht daran teilnahmen - jedoch waren die Animateure sehr freundlich und bemüht. Duschen vom Strand zum oben gelegenen Poolbereich suchte man vergebens. Ein negatives Highlight war die im Anlagenplan markierte "Beach-Bar". Diese stellte sich als Getränkeautomat zum Selberzapfen heraus. Becher suchte man vergebens. Durch den Wind war diese relativ freistehende Anlage natürlich durch Sand total verdreckt. Die "Wunderbar": Die Wunderbar bietet im Außenbereich 18 Tische mit jeweils 4 Plätzen (natürlich sind nicht alle besetzt) für geschätzte 600 Gäste. Im Innenbereich hatte es eine extreme Hitze. Die Barangestellten schenkten zwar wie in einer Kantine aus - mehr aber auch nicht. So war es ein Brauch, dass sich viele Gäste die Getränke auf das Zimmer mitnehmen mussten, da es viel zu wenige Sitzgelegenheiten gab.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Udo |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


