Mittelgroßes Hotel - in Dunkelheit mit lila Beleuchtung. Die einzelnen Bauabschnitte stammen aus unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Stilen. Ich habe noch nirgends einen so schlechten und z. T. unverschämten Service erlebt. Die Diskrepanz zwischen Internet-Auftritt und Realität ist riesig. Sehr berechtigte Beschwerden werden als Querulantentum abgetan. Der beste Tipp ist, dieses Hotel keinesfalls zu buchen!
Mir lag eine Bestätigung über ein sog. Deluxe-Einzelzimmer vor. Hinter dem Begriff Deluxe verbirgt sich ein ca. 2 x 9 m (Tatsache!) langes Zimmer, ein Minibalkon mit schönem Blick zum Tal, ein kleines fensterloses Bad im Stil und Ausstattung der 70er Jahre mit Badewanne ohne Duschvorrichtung. Der Toilettendeckel fehlte, so dass das ganze Zimmer lecker nach WC-Stein duftete. Der kleine Fernseher funktionierte nicht. Nachdem ich zig-mal reklamiert hatte, bekam ich die Auskunft, dass er Anschluß defekt und daran nichts zu ändern sei. Die Einrichtung des Zimmers sonst war eher spartanisch. Erst auf Nachfragen wiederum bekam ich einen kleinen Tisch und eine Sitzgelegenheit. Der lila Teppichboden und die schwere dunkle Holzverkleidung erhöhten auch nicht gerade den Charme des Zimmers. Wie bereits beschrieben, funktionierte der Safe nicht. Eine dünne Tür zum Nebenzimmer ließ mich am Leben meiner Zimmernachbarn teilhaben. Am 3. Abend meines Aufenthalts stand unverhofft gegen 22:30 h mein Zimmernachbar mit Schlafanzug bei mir im Zimmer auf der Suche nach einer besseren Schlafunterlage. Es stellte sich heraus, dass die Türe die ganze Zeit über nicht abgeschlossen gewesen ist. In dieser Nacht wurde keine Lösung für das Problem geschaffen, denn der Hotelbesitzer war in einer angeblich wichtigen Sitzung, in der er nicht gestört werden durfte, und das sonstige Personal hatte keine Idee, wo der Schlüssel für die Verbindungstür war. Für diesen Vorfall hat sich bei mir niemand entschuldigt.
Das übliche Frühstücks-Angebot. Überdurchschnittlich gute Schinken-/Wurst-/Käseplatten. Leckeres z. T. warmes Brot. Sehr gute Semmeln - sofern sie nicht wieder aus waren. Obstsalat aus der Dose. O-Saft in der Fruchtsaft-Konzentration von Fanta. Zur Jause Suppe und Kuchen. Leider ging die Jause nur bis 16 h, so dass man sie beim Ausnützen des Schipasses garantiert verpaßt. Einer der beiden kompetenten Ober hat mir allerdings immer noch unter der Hand ein Stück Kuchen zugeschoben. Beim Abendessen sind Suppe, Hauptgericht und Nachtisch gut. Manchmal auch sehr gut. Das sog. Salatbuffet besteht zu 80 % aus der Dose. Die Reste des Grillabends landeten am nächsten Tag in der Fleischpastete und am übernächsten Tag landete dieselbe Fleischpastete kleingeschnitten und geröstet in der Jause. Im Restaurant gibt es einen Wasserhahn, an dem nach belieben und kostenfrei Leitungswasser gezapft werden kann. Dieses Wasser stammt angeblich aus einer Quelle, die 1 x jährlich (ausreichend?!) kontrolliert wird. Eine Freundin fand ein Stück Latexhandschuh im Essen.
Bis auf 2 freundliche und professionell arbeitende Ober eine einzige Katastrophe. Es gilt die Regel, dass die Gäste das Personal und die Hotelbesitzer zu grüßen haben. Wenn sie dies nicht tun, begegnet man sich grußlos. Die Rezeptionistin ist auf unangenehme Weise sehr schwer von Begriff und gleichzeitig frech. Der Sohn des Hauses, der ab Nachmittag die Rezeption mehr oder weniger hütet, ist primär mit Computerspielen und MP3-Hören beschäftigt, kann keine einzige Frage beantworten, händigt falsche Schlüssel von belegten Zimmern aus und kann auch noch ziemlich aggressiv werden. Die Hotelbesitzerin läßt sich überhaupt nicht blicken. Der Hotelbesitzer macht Versprechungen, die er nicht hält, ist absolut kritikresistent ("Was haben Sie denn, Sie sehen doch, unser Haus ist völlig ausgebucht, weil wir so gut sind"). Wer Kritik äußert - sei sie auch noch so berechtigt - gilt automatisch als zickig und Querulant. Ich habe ca. 8 x darum gebeten, dass sich jemand um meinen nicht funktionierenden Zimmersafe kümmert, es passierte die ganze Woche über nichts. Auf meine Frage, ob ich meine Wertsachen dann im Hotelsafe unterbringen könnte, bekam ich von der hellen Rezeptionistin die Antwort: "Das geht nicht - außerdem haben Sie ja einen Zimmersafe" - darauf gab ich auf. Beim Frühstück war das Büffet nie vollständig. Leer gegessene Teller wurden nicht abgeräumt. Die Vorspeisenplatten beim Abendessen wurden nicht aufgefüllt, so dass man, wenn man nach 18:30 h kam, sich die Reste (Dekopetersilie) zusammensuchen mußte. Im Zimmer wurden die Handtücher täglich gewechselt, dabei fehlte schon mal das eine oder andere. Bettwäsche wurde in der 1 Woche nicht gewechselt. Schmutziges Geschirr wurde nicht aus dem Zimmer entfernt. Beim Gepäcktransport wurde keine Hilfe angeboten.
Das Hotel liegt auf ca. 1300 m Höhe an der letzten Spitzkehre vor dem Schigebiet. Die Schibusse fahren in Stoßzeiten alle halbe Stunde, sonst seltener. In 3 Minuten ist man am Lift. Um das Hotel herum gibt es - bis auf den Blick ins Tal - absolut nichts Sehenswertes (am A. d. W.).
Beliebte Aktivitäten
- Sport
Der Saunabereich erscheint auf den 1. Blick ansprechend und großzügig. Beim genaueren Hinsehen fällt allerdings auf, dass nur 1 kleines Dampfbad mit max. 4 Sitzplätzen und eine sog. Kräutersauna mit ebenfalls max. 4 Sitzplätzen in Betrieb sind (keine Möglichkeit, sich hinzulegen). Dies ist bei Vollbelegung des Hauses nicht ausreichend. Eine ebenfalls kleine finnische Sauna sowie eine sog. Disco-Sauna waren die ganze Woche über nicht in Betrieb. Innen- und Außenpool sind sehr sehr übersichtlich. Nachdem ich ein Kind im Windelalter in dem Becken plantschen sah, verging mir die Lust aufs Schwimmen. In einem Pavillon über dem Innenpool stehen z. T. beheizte Wasserbetten. Es roch ein wenig nach Fußschweiß, es war stockedusteter, so dass ich bezüglich der Sauberkeit der ungemachten Betten nicht wirklich etwas sagen kann.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Januar 2006 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefanie |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 21 |


