Das Hotel macht auf den ersten Blick einen sehr netten Eindruck. Zur Begrüßung wurde uns Sekt oder Orangensaft angeboten - sehr nett. Ich bin eigentlich nicht derjenige, der an allem rummeckert, die hier beschriebenen Mängel waren aber teilweise schon "ein starkes Stück", insbesondere bei einem Vier-Sterne-Hotel und einem Zimmerpreis (für 3 Personen) von 215 Euro. Insgesamt leider enttäuschend. Wenn man es positiv ausdrücken will: Das Hotel hat Potenzial, sich zu entwickeln.
Wir hatten eine "Wellness-Hütte" für 3 Personen gebucht. Das war ein im Hotelgarten stehendes kleines Holzhaus mit 1,5 Zimmern. Dieses hatte mit einem Vier-Sterne-Hotel leider nicht viel zu tun. Das Bett, das für zwei Personen vorgehenen war, war ein kleines 1,40 m schmales "französisches" Doppelbett. Vor der Hütte gab es eine kleine Terrasse, in der tatsächlich (überdacht, aber draußen!) Polstermöbel standen, die witterungs- und nutzungsbedingt keinen so einladenden Eindruck mehr machten. Man hatte das Gefühl, da alle Terrassen auch der übrigen Hütten ein eingerichtet waren, dass hierfür irgendwo Restposten ergattert wurden, ebenso wie auch beim Teppich in der Hütte. Als Vorleger vor der Hütte gab es ein abgeschnittenes Stück Teppich. Positiv war, dass es vor den Fenster zumindest einer Seite Mückennetze gab. Das Fester zur Vorderseite war allerdings nicht mit einem Mückennetz ausgestattet. Beim Öffnen der Fenster kamen Staub und Spinnweben zum Vorschein.
Die Karte in der Brasserie machte einen guten Eindruck, die Speisen waren aber etwas zu fettig. Das Feinschmeckerrestaurant, das wir uns kurz anschauten, machte einen guten Eindruck. Der Frühstücksraum sah nett aus. Tee waurde einem bereits aufgebrüht zum Tisch gebracht, allerdings geschah dies offensichtlich nicht mit sehr heißem, sondern lauwarmem Wasser und der Tee war leider entsprechend geschmacklos.
Wir hatten für die Brasserie, die zum Hotel gehört, über die Hotelrezeption einen Tisch für 20:30 Uhr bestellt. Vor dem Restaurant stand eine Schild "Wir sind bis 23 Uhr für Sie da." Nach einer Wartezeit am Tisch von ca. 20 Minuten ohne irgendeine Beachtung des Personals gingen wir zur Theke und wiesen darauf hin, dass wir etwas bestellen wollten. Sehr gleichgültig sagten uns die Damen, dass die Küche wegen der vielen Bestellungen heute keine Bestellungen mehr entgegennehme und wir doch in ein Restaurant in die Stadt gehen könnten. "Sie sehen ja, was hier los ist..." Dabei waren noch ca. ein Drittel der Tische unbesetzt. Das konnten wir kaum glauben und trotz unserer Empörung war das der Bedienung gleichgültig. Daraufhin gingen wir wieder die ca. 150 Meter zum Hotel zurück. Nach Schilderung an der Hotelrezeption wollte uns der Rezeptionist in das Feinschmeckerrestaurant in der ersten Etage des Hotels vertrösten. Dieses sah sehr gut aus, aber wir hatten es an diesem Abend nach einer langen Radtour eher auf etwas Rustikaleres und nicht auf Gourmetküche zu entsprechenden Preisen abgesehen. Glücklicherweise gerieten wir im Gourmetrestaurant an den stellvertretenden Hoteldirektor, dem wir unsere unglaubliche Geschichte präsentierten. Dieser war dann sehr verständnisvoll und entschuldigend, klärte die Situation persönlich in der Brasserie und sorgte dafür, dass wir dort doch noch bedient wurden. Auf diese Weise konnten wir mit ca. einer dreiviertel Stunde Verspätung unser gewünschtes Essen einnehmen. Das Personal war dann "professionell" höflich.
Leider war die vielbefahrene Bundesstraße in ca. 1 km Entfernung deutlich zu hören, auch im Zimmer bei geöffnetem Fenster. Das Hotel war nicht direkt am See gelegen, wie wir aufgrund des Namens gehofft hatten, der See war allerdings mit ca. 50 Meter Entfernung nicht so weit weg.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Die Nutzung der Duschen im Schwimmbad-/Saunabereich war leider kein Vergnügen, da man ständig wie in öffentlichen Schwimmbädern auf den Wasserknopf drücken musste und außerdem sehr wenig und schlecht verteiltes Wasser aus dem Duschkopf kam. Das Wasser kam nur am äußeren Ring heraus, so dass man, wenn man sich unter die Dusche stellte, praktisch in der Mitte trocken geblieben ist und nur um einen herum das Wasser runterkam. Auf diese Weise war das Duschen sehr mühselig. Nicht verständlich war auch, dass es nur in den Duschen im Untergeschoss Seifenspender gab und in den Duschen direkt neben dem Schwimmbecken keine Seife gab. Ansonsten machte der Schwimmbad-/Saunabereich aber einen guten und gepflegten Eindruck. Der Kamin neben dem Hallenbecken war sehr nett. Angenehm war auch, dass kostenlos Wasser zum Trinken angeboten wurde. Das Schwimmen hat Spaß gemacht. im Hallenbacken gab es Unter-Wasser-Lautsprecher, die allerdings solche Schallwellen erzeugten, dass es im Magenbereich sehr unangenehm war, wenn man in die Nähe der Lautsprecher kam.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1-3 Tage im August 2012 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marc |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


