Paar in einem Flugzeug © izusek/E+ via Getty Images
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Gut zu wissen

Mile High Club: Was ist das, wer ist dabei?

Vom Capital Club bis zum Soho House – es gibt Clubs, zu denen Normalos niemals dazugehören werden. Der Mile High Club gehört zum Glück nicht dazu. Er steht allen offen. In der illustren Gemeinschaft tummeln sich Stars und Sternchen, PolitikerInnen und Prominenz neben PilotInnen und PassagierInnen und doch ist die Mitgliedschaft in dieser Organisation alles andere als einfach zu ergattern. Was Du tun musst, um dazuzugehören, und wer bereits alles Mitglied im Mile High Club ist, erfährst Du in unseren Fakten über den vielleicht skurrilsten Club der Welt.

Mile High Club: Was ist das überhaupt?

Liebesspiele über den Wolken

Zum Mile High Club, oder auch MHC, gehören alle Menschen, die an Bord eines Flugzeugs Geschlechtsverkehr hatten. Das Flugzeug muss sich dabei in der Luft auf einer Höhe von einer Meile (etwa 1.852 Metern) befinden. Die Geschichte des geheimen „Luftverkehrs“ begann bereits im Jahr 1916. Damals hatte der Erfinder des Autopiloten Lawrence Burst Sperry während eines Testflugs angeblich Sex mit seiner Flugschülerin Waldo Polk.

Heute gehören zu dem inoffiziellen Club nicht nur PilotInnen und Flugpersonal, sondern auch zahlreiche Prominente und PassagierInnen. Die genaue Dunkelziffer, wer alles in den Genuss des Liebesspiels über den Wolken kam, ist allerdings unbekannt. Sie dürfte in die Millionen gehen.

Mile High Club: Wer ist dabei?

Intime Geständnisse

Boris Becker, Jennifer Aniston, Kim Kardashian, John F. Kennedy, Ralph Fiennes und Janet Jackson haben es getan. Nach eigenen Aussagen hatten diese Prominenten mindestens einmal Sex über den Wolken. Während sich Stars gerne mit ihrer Mitgliedschaft in dem inoffiziellen Sex-Club brüsten, behalten Normalos die „Luftnummer“ lieber für sich. Kein Wunder, die Berühmtheiten genießen Promistatus. So hatte Jennifer Aniston angeblich mit dem Piloten Sex im Cockpit. Ralph Fiennes ließ sich von einer Stewardess auf der Bordtoilette lieben und John F. Kennedy war in seinem Privatjet unterwegs, als er seinen Höhepunkt über den Wolken anstrebte. Geständnisse wie diese bringen Schlagzeilen, von Deinen FreundInnen hörst Du sie weniger. Niemand weiß genau, wer zum Mile High Club gehört und wer nicht. Wahre Flugzeug-LiebhaberInnen behalten das Geheimnis des himmlischen Sex lieber für sich.

Mile High Club: Wie werde ich Mitglied?

Beflügelte Fantasien in die Tat umsetzen

Zuerst die gute Nachricht: Im Mile High Club kannst Du ganz einfach Mitglied werden. Jetzt die schlechte: Du musst dafür etwas Verbotenes tun und auf einer Flughöhe von über einer Meile Sex haben. Der Kick auf dem Weg in den Urlaub ist komplizierter und unromantischer, als Du vielleicht denkst. Vor allem, wenn er spontan oder mit einer Zufallsbekanntschaft erfolgt, was übrigens gar nicht so selten ist. Immerhin 30 Prozent aller Mile High-Mitglieder sollen mit einem/einer Unbekannten Sex im Himmel gehabt haben.

Mile High Club: Tipps für Sex im Flugzeug?

Alternativen zur Bordtoilette

Als intimer Ort für das Schäferstündchen in himmlischer Höhe kommt eigentlich nur die enge und grell ausgeleuchtete Bordtoilette oder Bordküche infrage. Es kann sehr gut sein, dass Dir hier die Lust vergeht. Wenn Du das Sexspielchen von langer Hand mit Deinem/Deiner PartnerIn planst, hast Du bessere Erfolgsaussichten, zum Höhepunkt zu kommen. Buche am besten einen Nachtflug. Ihr solltet Euch eine Zweierreihe in der letzten Reihe des Flugzeugs reservieren. Kuschelt Euch unter ein paar Decken oder Jacken und zieht Euch Kleidung an, die Ihr leicht hochschieben oder aufknöpfen könnt. Ein Gläschen Champagner und etwas Bettgeflüster steigern zusätzlich die Vorfreude auf Euer Tête-à-Tête über den Wolken.

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Beachte, dass in den meisten Flugzeugen die Küche mit Kameras überwacht wird.

Mile High Club: Rechtslage und Risiko

Konsequenzen aus Sex über den Wolken

Die Freiheit über den Wolken ist in Wirklichkeit alles andere als grenzenlos. Sex im Flugzeug ist tabu, strafbar und verboten. Der Liebesakt in einer Passagiermaschine gilt als Erregung öffentlichen Ärgernisses und kann mit einer Geldstrafe, Flugverbot und bei uneinsichtigen WiederholungstäterInnen mit bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden. Wenn, ja wenn Du Dich erwischen lässt. Schlimmer als Geldstrafen können Bloßstellungen anderer Art sein: Zu unfreiwilligen Internetstars wurde im Jahr 2017 ein Pärchen auf dem Flug nach Ibiza. Andere FlugzeugpassagierInnen filmten die heiße Nummer im Flugzeugsitz und veröffentlichten den Film, der daraufhin viral ging. Die Häme der Mitreisenden traf auch ein Paar auf einem Flug von Paris nach Stockholm. Als es aus der Bordtoilette trat, beglückwünschte sie ein Steward über Lautsprecher zur erfolgten Fortpflanzung.

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Beachte, dass Du höchstens Zeit für einen Quickie hast. Wer sich länger auf der Bordtoilette verschanzt, riskiert, dass das Flugpersonal die Tür von außen aufschließt und Dich in flagranti erwischt.

Mile High Club: skurrile Fakten und Erfahrungen

MHC-Flüge als Businessmodell

Einige Fluggesellschaften haben aus der Not eine Tugend gemacht und erlauben gegen teures Geld Sex an Bord. Dazu zählen Flamingo Air in Ohio und Love Cloud in Las Vegas. MHC-Flüge sind bei diesen Privatanbietern ein Businessmodell. Die etwa einstündigen Flüge beinhalten Sekt und Snacks sowie ein Bettenlager mit Kuschelkissen. Bei Love Cloud bekommst Du für den Liebesakt auf Wolke sieben eine Urkunde, die die Mitgliedschaft im Mile High Club bestätigt. MultimillionärInnen wie Hugh Hefner hatten es da einfacher. Der Privatjet des Playboy-Gründers war angeblich mit Matratzen und Betten ausgestattet, sodass er einer einzigen Spielwiese glich. Alle, die sich keinen Privatflug leisten können, müssen weiterhin mit den Wickeltischen in den Bordtoiletten vorliebnehmen. Mit zum Teil fatalen Folgen: Da die Klapptische dem Gewicht von Erwachsenen nicht standhalten, werden sie regelmäßig ausgetauscht.

Weitere Clubs, die Dich beflügeln

Von Lachclubs bis zum Zuckersammler-Club

So einzigartig, wie der Mile High Club scheint, ist er gar nicht. Es gibt viele inoffizielle Clubs, die Menschen zum Schmunzeln bringen, wie zum Beispiel Lachclubs, deren Mitglieder in der Öffentlichkeit in schallendes Gelächter ausbrechen. Oder hast Du schon einmal vom Zuckersammler-Club gehört? Die Mitglieder dieses Clubs stecken sich bei jeder Gelegenheit Zuckerwürfel und Zuckertütchen in die Taschen. Also wundere Dich nicht, wenn Dein/e SitznachbarIn nach Deinem Zucker fragt, statt auf der Bordtoilette mit Dir ein süßes Geheimnis zu teilen.

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