1
Kroatien
Kroatien gehört im Juli natürlich zu den Klassikern. Besonders schön ist die Strecke durch Istrien und die Kvarner Bucht, weil Du dort Küste, Inseln und Hinterland auf relativ kurzer Distanz verbinden kannst. Ein guter Start ist Rovinj. Die Altstadt liegt dicht gedrängt auf einer kleinen Halbinsel, die Gassen führen hinauf zur Kirche der Heiligen Euphemia und rundherum bist Du schnell am Wasser. Von Rovinj aus lohnt sich ein Abstecher ins istrische Hinterland. Motovun und Grožnjan bringen noch einmal eine ganz andere Seite der Region ins Spiel: Hügellandschaften, Wein, Trüffel, Olivenöl und weniger Strandtrubel. Wenn Du im Juli zwischendurch das Gefühl hast, dass Dir die Küstenorte etwas zu voll werden, sind diese Orte eine gute Alternative.
Für Badestopps ist das Kap Kamenjak ganz im Süden Istriens eine empfehlenswerte Destination. Dort findest Du Felsküste, Buchten und mehrere Badestellen. Landschaftlich ist die Gegend sehr schön und etwas weniger touristisch als viele klassische Strandorte. Danach kannst Du weiter Richtung Opatija fahren. Von dort lässt sich gut ein Inselstopp in der Kvarner Bucht einbauen, zum Beispiel auf Cres oder Krk. Auf Krk ist Vrbnik ein schöner Halt, vor allem wenn Du regionale Produkte magst. Der Ort liegt auf einem Felsen über dem Meer und ist bekannt für den Weißwein Žlahtina.
Kroatische Autobahnen sind mautpflichtig. Die Maut wird nach gefahrener Strecke und Fahrzeugkategorie berechnet; an den Mautstellen kannst Du in der Regel bar oder mit Karte bezahlen. Für längere Etappen ist die Autobahn praktisch. Wenn Du aber die Landschaft auf Dich wirken lassen möchtest, lohnen sich Küsten- und Landstraßen deutlich mehr, auch wenn Du dafür etwas mehr Zeit einplanen solltest.
2
Slowenien
Slowenien ist im Juli perfekt für einen Roadtrip. Besonders schön ist eine Route durch die Julischen Alpen und das Soča-Tal. Ein guter Start ist die Hauptstadt Ljubljana. Die Stadt ist überschaubar, lebendig und eignet sich gut, um entspannt anzukommen. Danach kannst Du weiter Richtung Bled fahren. Wenn Du es etwas ruhiger möchtest, bietet sich der Bohinj-See als nächster Stopp an. Er ist im Juli ideal, wenn Du baden, wandern oder einfach Zeit am Wasser verbringen möchtest.
Landschaftlich besonders schön wird der Roadtrip Richtung Vršič-Pass und Soča-Tal. Die Straße über den Vršič-Pass führt durch die Julischen Alpen und bietet wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Berge und das türkisfarbene Soča-Tal. Die Region rund um Bovec, Kobarid und Tolmin eignet sich gut, wenn Du leichte Wanderungen oder Rafting einbauen möchtest.
Im Juli ist Slowenien besonders angenehm, weil die Bergregionen meist noch frisch sind, während Du gleichzeitig in Seen und Flüssen baden kannst. Trotzdem ist Juli auch Hauptsaison. Deshalb lohnt es sich, Unterkünfte rund um Bled, Bohinj oder Bovec frühzeitig zu buchen und beliebte Stopps nicht unbedingt mitten am Tag einzuplanen.
Für Autobahnen und Schnellstraßen in Slowenien brauchst Du eine elektronische Vignette. Sie ist an das Kennzeichen gebunden und ersetzt die frühere Klebevignette. Wenn Du mit dem Mietwagen unterwegs bist, solltest Du prüfen, ob die Vignette schon vorhanden ist oder ob Du sie selbst kaufen musst.
3
Norwegen
Wenn Dir der Juli in Südeuropa zu heiß oder zu voll ist, ist Norwegen eine sehr gute Alternative. Die Tage sind lang, im Norden wird es kaum richtig dunkel und die Landschaft ist wie gemacht für einen Roadtrip. Besonders schön ist eine Route entlang der Küste, zum Beispiel über die Helgelandsküste oder weiter Richtung Lofoten. Die Route Helgelandskysten ist eine der schönsten Küstenstrecken des Landes. Sie ist rund 650 Kilometer lang und umfasst mehrere Fährfahrten. Unterwegs ist die Route landschaftlich sehr abwechslungsreich und führt Dich an Küstenabschnitten, Bergen, Meer und kleinen Orten vorbei. So bekommst Du einen guten Eindruck von der Vielfalt des Landes.
Wenn Du noch weiter in den Norden möchtest, sind die Lofoten im Juli ein Traum. In Orten wie Reine, Hamnøy, Nusfjord oder Henningsvær erwarten Dich die typischen norwegischen Landschaftsbilder, mit den roten Fischerhäusern, Bergen und Meer. Der Juli ist hier beliebt, aber auch ideal für längere Tage und Wanderungen in der Natur. Das Schöne an Norwegen ist, dass Du die Region im Juli bei angenehmen Temperaturen erkunden kannst, während es in südlicheren Teilen Europas oft schon deutlich heißer ist.
“Kulinarisch lohnt sich frischer Fisch hier besonders. Entlang der Küste findest Du viele Einkehrmöglichkeiten mit Fischgerichten, Garnelen, Fischsuppe oder Stockfisch-Spezialitäten. “
4
Irland
Irland ist im Juli ein schönes Roadtrip-Ziel. Besonders gut eignet sich ein Abschnitt des Wild Atlantic Way, zum Beispiel von Galway Richtung Connemara, weiter zu den Cliffs of Moher oder Richtung Dingle-Halbinsel. Ein schöner Start ist Galway. Die Stadt eignet sich gut, um ein oder zwei Tage anzukommen. Danach kannst Du Richtung Connemara fahren. Dort wird die Landschaft weiter und leerer: Seen, Berge, Schafe und kleine Straßen prägen hier das Bild.
Wenn Du weiter Richtung Süden fährst, sind die Cliffs of Moher ein besonders schöner Stopp. Rundherum gibt es viele Etappen, die sich gut in Deine Fahrt einbauen lassen, darunter auch die Dingle-Halbinsel. Dort lohnt es sich, lokale Pubs, Strände und kleine Küstenorte zu besuchen, wenn Du Zeit hast. Auch in Irland sind die Temperaturen im Juli meist angenehm. Gleichzeitig solltest Du immer mit Regen rechnen, also lieber eine Regenjacke oder einen Schirm im Auto dabeihaben.
In Irland herrscht Linksverkehr. Gerade am Anfang kann das ungewohnt sein, besonders in Kreisverkehren oder beim Abbiegen. Daher kann es Sinn machen, nicht direkt mit der engsten Küstenstraße zu starten, sondern sich auf ruhigeren Strecken erst an die Verkehrslage zu gewöhnen.
5
Baltikum: Estland und Lettland
Wenn Du mal Lust auf etwas abseits der klassischen Sommerziele hast, ist das Baltikum eine schöne Destination. Besonders gut passt die Route von Tallinn über Lahemaa, Pärnu, Cēsis und Riga. Ein guter Start ist Tallinn. Die Altstadt ist ein schöner Auftakt, wenn Du danach mit dem Auto weiter möchtest. Nach ein oder zwei Tagen Stadt lohnt sich der Abstecher in den Lahemaa-Nationalpark. Dort erwarten Dich Wälder, Küste, Moore, beeindruckende Herrenhäuser und kleine Fischerdörfer. So kannst Du wunderbar Natur und Küste verbinden, ohne daraus ausschließlich einen Badeurlaub zu machen.
Danach lohnt es sich, weiter Richtung Pärnu zu fahren. Der Ort gilt als Sommerstadt Estlands und eignet sich perfekt, wenn Du ein paar entspannte Stunden am Meer einbauen möchtest. Von dort geht es weiter Richtung Lettland. Cēsis ist ein schöner Zwischenstopp, wenn Du ein etwas ruhigeres Stadtgefühl magst. Zum Abschluss passt Riga, deutlich größer und urbaner als die vorherigen Stopps. Die Altstadt, Jugendstilfassaden, Märkte und Restaurants machen Riga zu einem guten Ende für Deine Route.
Kulinarisch kannst Du Dich auf dunkles Brot, geräucherten Fisch, Beeren, lokale Biere und moderne nordisch-baltische Küche freuen. In Riga lohnt sich besonders ein Besuch des Zentralmarkts, wenn Du gern regionale Produkte, Snacks und Alltagstrubel miteinander verbindest.
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Fazit
Im Juli lohnt sich ein Roadtrip besonders, wenn Du das Ziel passend zur Jahreszeit auswählst. Kroatien bringt Küste, Inseln und Sommerfeeling, Slowenien verbindet Berge, Seen und Flüsse auf kurzen Strecken. Norwegen ist ideal, wenn Du lange Tage und spektakuläre Landschaften ohne Mittelmeerhitze suchst. Irland liefert Küstenstraßen, Pubs und grüne Weite, während das Baltikum eine schöne Alternative für alle ist, die im Juli lieber etwas weniger klassische Sommerziele ansteuern möchten.