Konzerthaus Gasteig
München/BayernNeueste Bewertungen (2 Bewertungen)
Weihnachtswunsch meiner Enkeltochter
Meine 12-jährige Enkeltochter besucht seit einem Jahr einen Ballettunterricht in Berlin. Sie wünschte sich zu Weihnachten während ihres Besuchs bei den Großeltern in München die Ballettvorführung „Ballet of Lights - Dornröschen“ im Kulturzentrum Fat Cat am Gasteig. Bei der Aufführung wurde das klassische Ballettstück mit visuellen Lichteffekten verbunden: Die Ballettgruppe mit fünf Tänzerinnen und einem Tänzer interpretierten das klassische Märchen Dornröschen in einer leuchtenden Ballettshow neu. Die Tänzerinnen und der Tänzer erweckten das bekannte Märchen in leuchtenden Kostümen zum Leben. Voraussetzung für solche Ballettvorführungen ist ein dunkles Theater, das die leuchtenden Effekte besonders hervorhebt. Nebenbei erwähnt, das Gebäude Gasteig wird zurzeit saniert. Um einen Leerstand zu vermeiden wurde der Gasteig übergangsweise in das Kulturzentrum „Fat Cat“ umgewandelt, das Platz für Workshops, Theater, Konzerte und Ausstellungenn bietet. Jeden Monat finden verschiedene Events statt. Die Sanierung des Hauses mit seinen mehr als 90.000 Quadratmetern soll den Gasteig fit für die Zukunft machen. Der Gasteig in München soll angeblich das größte Kulturzentrum in Europa sein. Die Sanierung des Gasteigs in München wird laut eines Berichtes im Internet aller Voraussicht nach bis mindestens 2033 dauern, wobei bisherige Nutzer wie die Münchner Philharmoniker und die Stadtbibliothek bereits in das Interimsquartier Gasteig HP8 in Sendling umgezogen sind, das bereits 2021 eröffnet wurde.
Gut besuchtes Kulturzentrum/ sehr deutliche Mängel
Konzertsaal :Zunächst sehr schöner Eindruck . Helles Holz, sehr gute Sitze, eine leider zu selten zu hörende , wohltönende Orgel, aber doch sehr unharmonsiche Raumgestaltung, bedrückend ansteigende Ränge und vor allem die Akustik: Wir sind in den vielen Jahren unseres Abos ( seit Beginn ) mehrmals umgezogen bis wir einen einigermassen vernünftigen Platz fanden, an dem man alle Musiker annähernd gut hört. Dem Hörensagen nach geht es den Musikern ähnlich; sie würden gerne umherziehen bis sie sich gegenseitig vernünftig hören können. Die aufgespannten Plexiglassegel hätten dieses Problem kaum gemidert. Gut gelungen hingegen die Black Box. Der Carl Orff Saal , nicht umwerfend, aber ganz o.K. Geärgert habe ich mich erneut über dieses schaurige Foyer, krumm und schief angeordnete Treppen, schmal die Umläufe , drückend eng das Raumgefühl,; einfach „gegen die Schwerkraft „ gebaut. Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch nach vollziehbar das Bernstein geurteilt haben soll : Burn it!. Wenn man sich dann noch vorstellt, um wieviel er sich in der Bauphase verteuerte. ( bis auf beinahe 400 Millionen Mark ),dass er nicht einmal abbezahlt ist, kann die Lobeshymnen des Oberbürgermeisters nur schwer nachvollziehen. Ferner sind untergebracht die Stadtbibliothek und die Münchner Volkshochschule . Mit mehr als 750 000 Besuchern im Jahr ist der Gasteig sicher ein sehr besuchtes Kulturzentrum, aber noch immer fügt er sich nicht richtig in das Stadtbild und die sehr teure Sanierung, die dringend ansteht, wurde wegen Geldmangels zunächst verschoben