Winterurlaub in den Dolomiten
Cortina d’Ampezzo entdecken: Highlights für Wintersport und Genuss
Die Wintersportsaison ist in vollem Gange, und zahlreiche Skibegeisterte halten Ausschau nach Destinationen, die abwechslungsreiche Aktivitäten mit spektakulärer Bergkulisse vereinen. Zu den beeindruckendsten Gebirgsregionen des Kontinents zählen zweifellos die Dolomiten, die sich durch mehrere norditalienische Provinzen ziehen und den Status eines UNESCO-Weltnaturerbes tragen. Inmitten dieser majestätischen Bergwelt nimmt Cortina d'Ampezzo einen ganz besonderen Platz ein. Der Wintersportort verkörpert seit Jahrzehnten alpine Noblesse und trägt nicht umsonst den Beinamen "Queen of the Dolomites".
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Alle anzeigenLage und Charakteristik des Ortes
Cortina d'Ampezzo gehört zur Provinz Belluno in der Region Venetien und zählt zu den angesehensten Skigebieten Italiens. Die Gemeinde beheimatet etwa 6.000 Menschen, deren Lebensgrundlage maßgeblich vom Fremdenverkehr abhängt. Auf rund 1.200 Metern Seehöhe im Valle del Boite gelegen, prägen imposante Gipfel das Panorama. Besonders markant sind die Tofana di Mezzo, der Monte Cristallo und die Punta Sorapiss – allesamt Dreitausender, die dem Ort seine unverwechselbare alpine Szenerie verleihen und wesentlich zu seinem weltweiten Renommee beitragen.
Sportgeschichte mit olympischem Glanz
Die Wintersporttradition Cortinas reicht Jahrzehnte zurück und ist eng mit internationalen Wettkämpfen verwoben. Schon 1956 trugen AthletInnen hier olympische Wettbewerbe aus, wodurch der Ort früh weltweite Beachtung fand. Siebzig Jahre später rückt Cortina d'Ampezzo erneut ins olympische Rampenlicht – als einer der Hauptaustragungsorte der Winterspiele 2026, die gemeinsam mit Mailand veranstaltet werden. Neben den Olympischen Spielen fungierte der Ort mehrfach als Schauplatz alpiner Skiweltmeisterschaften, zuletzt 2021. Zudem diente Cortina wiederholt als Filmkulisse. Besondere Bekanntheit erlangten die Aufnahmen zum James-Bond-Klassiker "In tödlicher Mission" von 1981, bei denen unter anderem das Olympische Eisstadion zum Einsatz kam.
Pistenvielfalt rund um Cortina
Das Skigebiet Cortina d'Ampezzo erstreckt sich heute über etwa 120 Pistenkilometer und gliedert sich in mehrere Bereiche, die zusammen ein vielseitiges Wintersportangebot formen. Die Skiberge um Tofane, Faloria und Cristallo sowie das Areal Cinque Torri-Lagazuoi gehören zum Verbund Dolomiti Superski, einem der ausgedehntesten zusammenhängenden Skigebiete weltweit. Ergänzend liegen kleinere Skigebiete wie San Vito di Cadore, Auronzo oder Misurina in der Nähe, die geografisch zur Region gehören, jedoch keine direkte Pistenanbindung an die Hauptgebiete besitzen. Insgesamt wartet die Region sowohl mit sportlich fordernden Abfahrten als auch mit genussorientierten Panoramapisten auf.
Mehrtägige Skitouren durch die Dolomiten
Von Cortina aus lassen sich ausgedehnte Skiexkursionen durch verschiedene Teilgebiete des Dolomiti-Superski-Verbunds organisieren, die sich primär an versierte SkifahrerInnen richten. Eine besonders populäre Etappe führt vom Lagazuoi auf knapp 2.800 Metern über eine lange Abfahrt ins Armentarola-Tal nach Alta Badia. Dabei werden auf rund sieben Kilometern Strecke ungefähr 1.400 Höhenmeter bewältigt. Im Tal angekommen, erwartet WintersportlerInnen eine regionale Besonderheit: Ein traditioneller Pferdeschleppdienst zieht Skibegeisterte saisonal über ein flaches Teilstück zum nächsten Lift. Dieses Angebot besitzt vorwiegend folkloristischen Charakter und hängt stark von Wetter- und Schneeverhältnissen ab.
Weiter durch Gröden und ins Fassatal
Von Alta Badia aus eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten, die Dolomiten auf Skiern zu erkunden. Über Corvara und das Grödner Joch erreichen WintersportlerInnen Wolkenstein in Gröden, einen der namhaftesten Skiorte Südtirols. Entlang der Strecke laden zahlreiche Hütten und Bergrestaurants zur Rast ein und bieten Gelegenheit, die landschaftliche Vielfalt der Region gemächlicher zu genießen. Die Route lässt sich anschließend über das Sellajoch ins Fassatal fortsetzen, etwa Richtung Canazei und Pozza di Fassa. Solche Durchquerungen verlangen sportliche Kondition, erfordern sorgfältige Planung und beinhalten neben Pistenfahrten auch Lift- sowie teilweise Busverbindungen zwischen den einzelnen Gebieten.
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Anreise ohne eigenes Fahrzeug
Cortina d'Ampezzo lässt sich auch ohne Auto erreichen, wenngleich dies etwas Vorbereitung erfordert. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Calalzo di Cadore, von wo aus regelmäßig Busse nach Cortina verkehren. Zusätzlich existieren saisonale Busverbindungen aus Südtirol, etwa aus dem Raum Toblach, deren Fahrpläne je nach Jahreszeit variieren. Innerhalb der Dolomiten gewährleistet ein gut ausgebautes Netz aus Skibussen und Regionallinien die Anbindung zwischen Wintersportorten und Skigebieten, auch wenn nicht alle Strecken durchgehend oder ganzjährig bedient werden.
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Rückreise und Übernachtungsmöglichkeiten
Für die Heimreise empfiehlt sich in der Regel die Kombination aus Busfahrt nach Calalzo di Cadore und anschließender Bahnverbindung Richtung Venedig, Bozen oder weiter nördlich. Wer mehrtägige Skitouren plant, findet entlang der Route passende Unterkünfte. Wolkenstein in Gröden eignet sich beispielsweise als Zwischenstopp bei kürzeren Touren, während sich bei ausgedehnteren Planungen auch Aufenthalte in Alta Badia oder im Fassatal anbieten. Die genaue Etappeneinteilung sollte stets an Schneelage, Wetterbedingungen und persönliches Können angepasst werden.
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Ein Ort mit einzigartiger Anziehungskraft
Cortina d'Ampezzo verbindet alpine Landschaft, sportliche Tradition und zeitgemäße Wintersportinfrastruktur auf unvergleichliche Art. Der Ort fungiert gleichermaßen als exklusives Urlaubsziel, geschichtsträchtige Sportstätte und Ausgangspunkt für anspruchsvolle Skitouren durch die Dolomiten. Wer Cortina besucht, entdeckt nicht nur erstklassige Pisten, sondern auch ein Stück alpiner Kulturgeschichte, das bis heute internationale Strahlkraft besitzt.