Bucht am Meer mit Booten
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Inselurlaub

Karibik-Feeling in Japan: 8 Gründe für Deinen Besuch auf Okinawa

Palmen, Wasser in leuchtenden Blau- und Grüntönen und Temperaturen, die eher an tropische Regionen erinnern als an das klassische Japan – willkommen auf Okinawa. Die Inselgruppe liegt rund 1.500 Kilometer südlich von Tokio und besteht aus etwa 160 Inseln, die sich über ein großes Gebiet im Pazifik verteilen. Nach 13 bis 16 Stunden Anreise erreichst Du die Hauptinsel Okinawa Honto und damit eine Region, die sich deutlich vom Rest des Landes abhebt. Statt Megastädten erwarten Dich hier entspannte Küstenorte, spannende Tauchgründe und viel Natur. Wir haben 8 Gründe für Dich herausgesucht, warum sich ein Besuch lohnt. 

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Weißer Sandstrand mit hellblauem Wasser
Emerald Beach, Okinawa, Japan © stock.adobe.com - yuuta

Strände

Urlaubsmodus an

Okinawas Strände gehören zu den bekanntesten in ganz Japan. Sie zeigen, wie unterschiedlich Küste hier aussehen kann. Am Emerald Beach im Norden läufst Du über feinen, fast weißen Sand ins klare Wasser – ideal zum Baden von Frühjahr bis Herbst. Noch intensiver wird das Farbspektrum auf den Kerama-Inseln: Das Meer schimmert hier in einem so kräftigen Blau, dass man ihm einen eigenen Namen gegeben hat: Kerama-Blau. Auch die Kabira Bay auf Ishigaki bleibt im Kopf: Das Wasser wechselt je nach Licht zwischen tiefem Blau und hellen Grüntönen und die Boote scheinen fast darüber zu schweben. 

Annas Tipp

Es lohnt sich, einen Mietwagen zu nehmen, wenn Du die Insel entdecken möchtest. Direkt am Flughafen gibt es eine große Station, die Du vom Terminalausgang mit einem Shuttle erreichst. Gut zu wissen: In Japan gilt Linksverkehr.

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Schale mit Nudelsuppe, daneben liegen Essstäbchen
Okinawa Soba ist ein Klassiker der Küche Okinawas © stock.adobe.com - uckyo

Kulinarik

Eine Mischung aus Tradition und Einflüssen aus aller Welt

Okinawas Küche gilt als eine der ausgewogensten in Japan und wird oft mit dem hohen Alter vieler Einheimischer in Verbindung gebracht. Gleichzeitig zeigt sich auf dem Teller die bewegte Geschichte der Insel, mit Einflüssen aus China, Südostasien und später auch aus den USA.

Typisch ist Goya Champuru, ein Pfannengericht mit Bittermelone, Tofu und Ei, dessen leicht herber Geschmack zunächst ungewohnt sein kann. Daneben stehen Klassiker wie die Okinawa Soba Nudelsuppe – hier werden die Soba-Nudeln aus Weizen statt wie im Rest Japans aus Buchweizen hergestellt – oder Rafute, langsam geschmorter Schweinebauch, der besonders zart wird. Danach passt etwas Süßes wie Sata Andagi, kleine frittierte Teigbällchen mit knuspriger Hülle und weichem Kern. Und an warmen Tagen sorgt Bingsu, ein fein geschabtes Eis mit Toppings wie Früchten, Sirup und Sahne, für eine willkommene Erfrischung.

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Historische Burg mit roter Fassade in Japan
Shuri-Burg, Okinawa, Japan © stock.adobe.com - Kovacs

Geschichte

Ein eigenes Königreich

Okinawa war über Jahrhunderte ein eigenständiges Reich, lange bevor es zu Japan gehörte. Das Ryukyu-Königreich entstand im 15. Jahrhundert und entwickelte sich über rund 450 Jahre zu einem wichtigen Handelszentrum zwischen China, Südostasien und Japan. Diese Zeit prägt die Insel bis heute.

Die Shuri-Burg in Naha war einst politisches und kulturelles Herz des Königreichs. Nach einem Brand im Jahr 2019 wird die Anlage aktuell aufwändig wieder aufgebaut. Beim Besuch kannst Du den HandwerkerInnen sogar bei der Arbeit zusehen und einen Eindruck davon bekommen, wie viel Detail in der Rekonstruktion steckt.

Auch außerhalb der Hauptstadt findest Du Spuren dieser Zeit. Sefa-Utaki im Süden der Insel ist ein heiliger Naturort zwischen Felsen und Wald, der eine zentrale Rolle im Ryukyu-Königreich spielte. Die Burgruinen von Nakagusuku nordöstlich von Naha und Katsuren an der Ostküste liegen erhöht und geben den Blick über die Küste frei.

Informations Icon in schwarz
Wusstest Du, dass Karate auf Okinawa erfunden wurde?

Als im Ryukyu-Königreich der Besitz von Waffen verboten wurde, entwickelten die Menschen Techniken zur Selbstverteidigung mit bloßen Händen. Lange wurde die Kampfkunst nur im Verborgenen weitergegeben. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte der Okinawaner Gichin Funakoshi Karate nach Japan – von dort aus verbreitete es sich in die ganze Welt. Bis heute reisen Menschen nach Okinawa, um die Wurzeln dieser Kampfkunst zu erleben. Auch Du kannst mitmachen, etwa im Okinawa Karate Kaikan in Naha oder bei Schnupperkursen im Freilichtmuseum Ryukyu Mura.

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Drei TaucherInnen unter Wasser
Tauchen auf Okinawa, Japan © stock.adobe.com - wildlife

Tauchen

Unterwasserwelten für Einsteiger und Fortgeschrittene

Das Meer rund um Okinawa gehört zu den abwechslungsreichsten Tauch- und Schnorchelgebieten in Asien und Du musst kein Profi sein, um es zu erleben. Schon wenige Meter vom Ufer entfernt triffst Du auf bunte Fischschwärme und Korallen. Besonders bekannt ist die Blaue Höhle am Kap Maeda an der Westküste der Hauptinsel. Du erreichst sie schwimmend – oft im Rahmen einer geführten Tour, bei der Du schon auf dem Weg Papageien- und Clownfische entdecken kannst.

Auch die Kerama-Inseln sind ein guter Einstieg: klares Wasser, Korallenriffe und ruhige Wasserbedingungen machen das Schnorcheln leicht. Mit etwas Glück begegnest Du hier Meeresschildkröten oder entdeckst weiter draußen größere Tiere wie Mantarochen. Für erfahrene TaucherInnen gibt es anspruchsvollere Spots wie das Manza Dream Hole oder die Gewässer rund um Ishigaki, wo Mantarochen regelmäßig gesichtet werden. Selbst Walbeobachtungen sind möglich – zwischen Januar und März ziehen Buckelwale an Okinawa vorbei.

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Blick auf eine Insel im Meer
Zamami, Okinawa, Japan © stock.adobe.com - Marius

Inseln

Islandhopping mit vielen Kontrasten

Okinawa besteht aus rund 160 Inseln, alle mit einem eigenen Charakter. Von Naha aus erreichst Du die Kerama-Inseln wie Zamami oder Tokashiki per Schnellfähre in weniger als einer Stunde.

Wenn Du weiter hinaus willst, lohnt sich ein Flug nach Ishigaki oder Miyako. Miyako ist bekannt für lange, helle Sandstrände. Ishigaki verbindet schöne Strände mit kleinen Orten, in denen Du abends essen gehen oder durch Märkte schlendern kannst, und ist gleichzeitig ideal, um die umliegenden Yaeyama-Inseln zu erkunden. Von hier geht es in wenigen Minuten mit der Fähre nach Taketomi, wo Du mit dem Fahrrad durch ruhige Dörfer mit roten Ziegeldächern fährst.

Ganz anders wirkt Iriomote: dichte Wälder, Mangroven und Wasserfälle prägen die Insel, große Teile stehen unter Naturschutz. Genau diese Kontraste machen das Inselhüpfen auf Okinawa so besonders – mal Strand, mal Dorf, mal Dschungel, oft alles innerhalb weniger Tage.

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Berglandschaft
Yanbaru Nationalpark, Okinawa, Japan © stock.adobe.com - TEAM 4

Wandern

Die subtropische Natur entdecken

Im Norden der Hauptinsel prägen dichte Wälder, Flüsse und Wasserfälle die Landschaft. Der Yanbaru-Nationalpark gehört zum UNESCO-Welterbe und ist Lebensraum für seltene Arten wie die Okinawa-Ralle, einen flugunfähigen Vogel, den es nur hier gibt.

Beim Wandern folgst Du schmalen Wegen durch üppige Vegetation, überquerst Hängebrücken und erreichst immer wieder Aussichtspunkte oder Wasserfälle. Der Hiji-Wasserfall ist mit 26 Metern der höchste der Hauptinsel und über einen gut ausgebauten Weg erreichbar. Anspruchsvollere Routen führen tiefer in den Wald und verlangen etwas mehr Kondition.

Abwechslung bieten die Mangrovengebiete: Mit dem Kanu gleitest Du durch verzweigte Wasserwege und bist nah an der Natur. Besonders angenehm ist die Zeit zwischen Herbst und Frühling – dann sind die Temperaturen milder und die Bedingungen für längere Touren deutlich besser.

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Brutalistisches Gebäude
Nago City Hall, Okinawa, Japan © stock.adobe.com - smcr675

Brutalismus

Beton trifft Bougainvillea

Viele Gebäude auf Okinawa bestehen aus Beton. Das ist kein Zufall, sondern zum Schutz vor Taifunen und als Folge der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Über 90 Prozent der neueren Bauten sind aus diesem Material entstanden. Daraus hat sich ein eigener Architekturstil entwickelt, der Funktion und Gestaltung verbindet. Typisch sind Wände mit symmetrischen Aussparungen, die Luft zirkulieren lassen und gleichzeitig Schatten spenden – eine moderne Weiterentwicklung traditioneller Bauweisen.

Besonders eindrucksvolle Beispiele stehen in Nago und Naha. Die Nago City Hall fällt mit ihrer offenen Betonstruktur auf, an der Pflanzen entlangwachsen. Das Prefectural Museum in Naha wirkt dagegen fast wie eine Festung: breite, gestaffelte Betonflächen und kaum klassische Fensteröffnungen. Zwischen klaren Linien, rauen Oberflächen und tropischer Vegetation entsteht so ein spannendes Zusammenspiel, das Okinawa architektonisch von vielen anderen Regionen Japans unterscheidet.

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Personen in einer japanischen Bar
In Izakayas kannst Du Okinawas typische Getränke probieren © stock.adobe.com - Eric Akashi

Getränke

Awamori, Bier und ein paar Überraschungen

Awamori ist der traditionelle Reisschnaps Okinawas und unterscheidet sich deutlich vom Reiswein Sake. Während Sake in einem Fermentationsprozess aus Reis, Wasser, Hefe und dem Koji-Pilz hergestellt wird, wird der Awamori aus thailändischem Langkornreis destilliert und hat meist einen höheren Alkoholgehalt als Sake und einen deutlich intensiveren Geschmack. Viele Varianten reifen über Jahre in Tonkrügen und entwickeln dabei einen weicheren, leicht nussigen Geschmack.

Daneben werden auch ungewöhnlichere Varianten wie Habushu angeboten, ein Awamori, in dem eine Habu-Schlange eingelegt ist. Wer es leichter mag, greift zu Orion-Bier, das auf der Insel weit verbreitet ist und an warmen Abenden besonders gut schmeckt. Eine weitere Spezialität der Insel ist Shikuwasa-Saft, ein säuerlich-süßer Saft einer lokalen Zitrusfrucht. Probieren kannst Du alles in kleinen Bars, Izakayas oder direkt in Destillerien, etwa rund um Naha oder entlang der Kokusai Dori.

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