„Deplaziert“ – das war der Ausdruck, der uns am zweiten Tag am Pool in den Sinn kam und uns während unseres gesamten Aufenthaltes begleiten sollte. Das Hotel ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch recht gepflegt. Wir hegen generell keine großen Ansprüche, müssen dennoch zugeben, dass wir, zumindest was das Abendessen anbelangt und einige andere kleine Teilbereiche eher enttäuscht wurden. Was uns wichtig ist, Ruhe zu haben – und Ruhe hatte man in der Tat reichlich – bewegte sich das Durchschnittsalter doch etwa bei 65. Leider war auch das Abendprogramm auf diese Zielgruppe ausgerichtet, so dass es uns nach dem allabendlichen Strandspaziergang aufs Zimmer bzw. dessen Balkon verschlagen hat. Im Innenbereich des Hotels befindet sich der sehr gepflegte Pool samt Bar. Liegen sind auch reichlich vorhanden, so dass man sich ganz entspannt im Laufe des Tages noch eine Auszeit im Poolbereich gönnen kann ohne in Panik zu verfallen, man müsste sein Strandtuch auf den Steinfliesen ausbreiten. Letztlich hatten wir durchweg den Eindruck, dass hier mehr „Schein als Sein“ herrscht – sowohl von Seiten des Hotels als auch der Gäste. Es wurde viel wert auf Etikette gelegt, die allerdings schon im Laufe der Jahre verloren gegangen sein muss. Daher befinden wir das Hotel als ein gutes 3 Sterne, aber nicht 4 Sterne Hotel. Mehr dazu unter „Gastronomie“.
Eins mus man dem Hotel lassen: die Zimmer waren super sauber und die Zimmermädchen haben meist mehr als eine halbe Stunde in delbigem zugebracht, um es zu reinigen. Jeden Morgen wurde gefragt, ob die Minibar aufgefüllt werden müsste. Schön auch, dass die Zimmer gefliest waren - ist das doch wesentlich hygienischer, wenn z. B. Sand mit ins Zimmer gebracht wird, was sich selten vermeiden lässt. Natürlich haben Fliesen auch einen Nachteil: nämlich den, dass sie den Schall nicht schlucken. In Kombination mit recht alten Zwischen- und Zimmertüren, die sich teils nur durch Zuziehen schließen ließen ergab es doch meist zu nachts und morgens-Zeiten einen recht störenden Lärmpegel. War man nicht bereit pro Tag einige Euros mehr für die Poolseite zu bezahlen musste man mit der Straßenseite vorlieb nehmen. Gut, dass wir im Dezember dot waren und somit nicht darauf angewiesen waren, bei offenem Fenster zu schlafen - das wäre nämlich aufgrund des Straßenlärms nicht möglich gewesen. Nachteilig war hier letztlich nur das Fernsehprogramm - die deutschsprachigen Sender waren zumeist so "grisselig", dass uns die Augen schmerzten, wenn man sich abends nochmal zum Fernsehschauen aufs Bett gelegt hat. Somit viel fernsehen weitestgehend flach...
Das Frühstücksbuffet war super. Die Palette reichte von frischem Obst, Joghurt, Müsli, Toast, Croissants, Aufschnitt über frische Spiegelei, Omelettes und Pfannkuchen bis hin zum englischen mit Baked Beans, Würstchen, Pilzen etc. Es gab guten Kaffee, viele verschiedene Obstsäfte (leider nicht frisch) sowie den hauseigenen Sekt. Das einzige, was mir persönliche fehlte, war frisch gepresster Orangensaft – verbinde ich dies doch mit Urlaub. Dennoch war des Frühstück ein wirklich schönes Erlebnis. Das Abendbuffet hingegen war einfach nur in Ordnung. Nichts, was einem vom Stuhl gerissen hätte – man wurde eben satt. Äußerst störend empfanden wir, dass nirgends eine Getränkekarte mit Preisliste zu finden war bzw. gereicht wurde und da das Personal größtenteils nur spanisch sprach, sparte man sich die Frage nach selbigem und blieb bei seinem kleinem Wasser.
Die Rezeption machte auf uns meist einen genervten, unfreundlichen und gelangweilten Eindruck. Direkt nach dem Einchecken wurden wir zwar zu einem Glas Sekt in der Lounge eingeladen – dies konnte den nachhaltigen Eindruck allerdings nicht entkräften. Dass die Kellner und Kellnerinnen äußerst freundlich waren, wie bereits in anderen Bewertungen gelesen, konnten wir leider nicht feststellen. Selten huschte dem Servicepersonal mal ein Lächeln über die Lippen. Bestelle man sich zum Abendessen nicht die obligatorische Flasche Wein, hatte man beim Personal sowieso schon verloren. Nichts desto trotz weigerten wir uns beharrlich eine Flasche Wein zu bestellen nur um die „Etikette“ zu wahren. Die bestellten Softdrinks wurden zwar an den Tisch gebracht, weder wurden aber die vorhanden Weingläser ausgetauscht, noch wurde aus den Glasfläschchen eingeschenkt. Kleine Feinheiten, auf die wir keinen gesteigerten Wert legen. Auf die man aber achten sollte, wenn man als Hotel eine Etikette bewahren möchte.
Das Hotel befindet sich inmitten vieler anderer in Playa Fanabe. In weniger als 10 Minuten hat man zu Fuß den Strand und dessen Promenade erreicht. Da wir während des gesamten Aufenthaltes im Genuß eines Mietwagens waren, haben wir den ortsansässigen Strand allerdings meist nur abends zum Spazierengehen genutzt und waren größtenteils an anderen Stränden, z.B. bei Los Gigantes oder Teresitas. In unmittelbarer Nähe des Hotels befinden sich diverse kleine Supermärkte, Souvenirshops, Apotheken etc.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Dezember 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jennifer & Stephan |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


