Das war nun bereits der sechste Aufenthalt und wir kommen immer gern wieder, insbesondere wegen des grandiosen Ausblicks und freundlichen Personals. Das Hotel wird von einer international breiten Nationalitätenauswahl besucht. Deutsche, Briten und Franzosen scheinen dabei die vorherrschenden Herkunftsländer zu sein.
Fast alle Zimmer verfügen über mehr oder weniger unverdeckten Meerblick. Wenn etwas im Weg ist, sind es in aller Regel Palmen der sehr gepflegten und üppigen Gartenanlage. Die Zimmer sind geräumig und geschmackvoll eingerichtet. Ein großer Teil verfügt über einen begehbaren Kleiderschrank mit einem großen und kostenfreien Safe. Die Minibar ist verschlossen und wird erst bei Bestellung eines Getränkepaketes geöffnet. Die Zimmer verfügen alle über recht große Balkone mit zwei Liegen und einem Tisch mit Stühlen und mindestens einer großen Panaoramascheibe, so dass man von der Liege aus trotzdem einen guten Ausblick genießen kann. Bequeme Betten mit einer zusätzlichen Decke und weiteren Kissen im Schrank.
Das Büffet-Hauptrestaurant hat nach wie vor ein hohes Niveau. Die Qualität der Präsentation fertiger Speisen wurde durch den Ersatz von Warmhaltewannen durch Guss-Töpfe nochmals verbessert. Die Auswahl schien allerdings gegenüber unseres letzten Aufenthaltes vor 8 Monaten ein wenig geringer geworden zu sein, darunter auch die Vielfalt der immer sehr leckeren Desserts. Kleinere Details wären verbesserungsfähig, beispielsweise Kiwi nicht nur bereits halbiert anzubieten, sondern auch wie z.B. Ananas oder Melonen bereits geschält. Omeletts wurden speziell von Oscar mit einer technischen Perfektion auf den Punkt ausgebacken. Bei Grill-/Bratgut im Showcooking mit guter Fleisch- und Fischauswahl ist es leider immer wieder Glück, ob das Fleisch auch ordentlich durchgebraten ist, was aber durchaus auch in anderen Hotels an der Tagesordnung ist. Enttäuschend ist der geringe Umfang spezifischer Speisen an Themenabenden. Beispielsweise beschränkt sich der asiatische Abend auf ein wengi Sushi und Frühlingsröllchen. Wo sind Entengerichte oder Sate mit Erdnuss-Sauce? Nur wenig besser war der mexikanische Abend. Das sind durchaus vertane Chancen. Ebenfalls bedauerlich ist die geringe Zahl spanischer Spezialitäten. Abgesehen von täglich verfügbarem Serrano-Schinken und Papas Arrugadas keinerlei Tapas. Diesen kleinen und typisch spanischen Spezialitäten würden dem Büffet einen richtigen Kick geben. Wir waren erstmals im Rahmen eines Aufenthaltes in einem der beiden Spezialitätenrestaurants (Burgos). Das dreigängige Menü war ausgesprochen gut und die Atmosphäre um einiges ruhiger als am wuseligen Büffet.
Der Service im ganzen Haus ist überaus freundlich und zuvorkommend. Mehrsprachigkeit ist an der Rezeption und in den Gastronomiebereichen naturgemäß ausgeprägter als beispielsweise beim Housekeeping oder technischem Service. Was vielleicht etwas verbesserungsfähig ist, wäre eine persönlichere Behandlung an der Rezeption. Gäste, die bereits mehrfach im Haus waren, werden nicht als Wiederkehrer erkannt und empfangen (obwohl angesichts des entsprechenden Begrüßungsbriefes der Geschäftsleitung im Zimmer durchaus bekannt), bei der Abreise wird man an der Rezeption nicht gefragt, ob der Aufenthalt gefallen hat und man hoffe, dass man die Gäste erneut begrüßen dürfe. Es bleibt an der Rezeption leider etwas unverbindlich. Im Restaurant hingegen wird man dann doch wiedererkannt und auch die Gästebetreuung heißt die Gäste willkommen.
Playa Paraiso als Ort ist extrem unspektakulär. Außer einem Supermarkt und einigen wenig ansprechenden Lokalen und Souvenirläden gibt es im Grunde nichts. Das Hotel liegt allerdings in traumhafter Lage in erster Reihe auf einem Lava-Ausläufer und bietet dadurch einen unverbauten und grandiosen Fern-/Ausblick auf den Atlantik in Richtung La Gomera. Fast täglich gibt es faszinierende Sonnenuntergänge zu bestaunen. Fahrzeit vom Flughafen (netto und direkt) ca. 20 Minuten. Mit dem Sammelbus dürfte durch vorhergehende Anfahrt weiterer Hotels im Urlauberzentrum Playa de las Americas bzw. Adeje deutlich länger dauern. Privattaxi oder Mietwagen (kostenlose Tiefgarage im Hotel) ist dringend zu empfehlen. Die Riesenbaustelle des Hard Rock Hotels auf der (landseitigen) Vorderseite des Hotels ist nun in Kürze abgeschlossen. Bis Mitte Dezember 2016 wird dort noch mit Hochdruck gearbeitet und es läuft rund um die Uhr ein lauter und stinkender Dieselgenerator, von dem man im Roca Nivaria aber zum Glück nichts mitbekommt. Von den Arbeiten in der benachbarten Meerwasserlagune hingegen war während unseres Aufenthalts mehr zu hören als erwünscht. Man darf hoffen, dass die reguläre Nutzung der Lagune in der Zukunft keine akustischen Auswirkungen auf die bisher bekannte wunderbare Ruhe haben wird.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Freizeitangebote haben wir eigentlich nicht genutzt, sondern unsere Zeit im Wesentlichen in der Privatsphäre des Balkons verbracht. Die Poollandschaft ist wunderschön, aber leider sind die Liegen dicht gedrängt gestellt und bieten nur an einigen Stellen mehr als minimalen Schatten. Die Liegeplätze auf dem Rasen zwischen den Palmen sind sehr schön und bieten viel natürlichen Schatten. Das Entertainmentprogramm scheint eine Spur moderner geworden zu sein (was wir davon mitbekommen haben, wenn es temperatur- und witterungsabhängig im Außenbereich stattfand). Das einschläfernde Piano-/Gitarrenpärchen ruiniert aber nach wie vor noch ansonsten schöne Songs. Wenn das Unterhaltungsprogramm draußen stattfindet, ist es bis 23:00 in der ganzen Anlage recht laut. Andere Künstler kannten wir bisher noch nicht und diese haben teilweise recht viele Gäste zum Tanzen animiert. Die Animation ist dezent. Abgesehen von der halben Stunde Aquagym ist nichts davon wahrzunehmen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2016 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marc |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 87 |


