Wir waren mittlerweile zum 13.Mal im Roca Nivaria. Das Hotel ist mit seinen 289 Zimmern ein kleines und sehr schön gelegenes Hotel. Man hat von fast allen Zimmern einen herrlichen Blick auf das Meer. Durch die abgeschiedene Lage eher etwas für Ruhesuchende, als für Partygänger.
Sehr große und absolut saubere Zimmer, die jedoch mittlerweile eine gewisse Patina angesetzt haben und modernisiert werden sollten. Dennoch gibt es alles was der Gast zu einem erholsamen Urlaub benötigt. Die Minibar wird auf Wunsch und gegen Gebühr befüllt (bei Halbpension). Eine Kaffeemaschine kann ebenfalls gegen Gebühr bestellt werden. Die Betten lassen keinen Wunsch offen und bieten erholsamen Schlaf. Auch die Bäder sind großzügig gestaltet und bieten neben einer Badewanne eine separate Dusche und ein separates WC mit Bidet.
Wie bereits beschrieben, waren wir jetzt zum 13. Mal in diesem Hotel. Daher freuten wir uns auch sehr auf die Küche, die in den vergangenen Jahren immer sehr gut und abwechslungsreich war. Doch dieses Jahr war vieles anders. Angefangen beim Frühstück: Bereits während der letzten Aufenthalte wiesen wir darauf hin, dass es nicht dem Standard eines 5* Hotels entspricht, kein Rührei aus frischen Eiern anzubieten. Auch in diesem Jahr gab es nur Fertigware die nicht nur unappetitlich aussah sondern auch abartig schmeckte. Wenn wir uns deshalb für ein Omelette oder ein Spiegelei entschieden, mussten wir sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Denn sowohl im Innenbereich als auch auf der Terrasse war jeweils nur ein Mitarbeiter mit der Zubereitung betraut. Auch in einem kleinen Hotel ist dieser Andrang zum Frühstück für eine einzelne Person nicht zu bewältigen. Das Personal, welches für das Befüllen der Buffets verantwortlich war, kam auch überhaupt nicht hinterher. So fehlten oft über längere Zeit Teller und Schüsseln sowie einzelne Speisen. Auch wenn wir im Urlaub viel Zeit haben, hatten wir dennoch keine Lust, auf einzelne Dinge ständig warten zu müssen. Zudem gab es in diesem Jahr kaum noch Abwechslung bei den angebotenen Speisen. Auch wenn viele verschiedene Produkte angeboten wurden, wäre eine Variation bei einem Hotel dieser Kategorie absolut wünschenswert. Abendessen: Auch hier kam es immer wieder zu den oben genannten Engpässen beim Nachfüllen der Buffets. Zudem vermissten wir viele Dinge aus den vergangenen Jahren. So gab es zum Beispiel viele verschiedene, vorbereitete Salate. In diesem Jahr keine oder nur sehr selten. Stattdessen mussten wir uns diese aus einzelnen Zutaten jeden Abend selber zusammenstellen. Auch hier gab es in drei Wochen kaum Abwechslung. Hinzu kam, dass einige Produkte ganz offensichtlich Konserven waren. Früher gab es abendlich frisch zubereitetes Wok-Gemüse. In diesem Jahr Fehlanzeige. Der abendliche Speiseplan wiederholte sich im Wochenrhythmus und ließ sich an Langweiligkeit kaum überbieten. Die Präsentation der vermeintlichen Tapas wirkte lieblos und brachte in diesem Jahr nur sehr wenig Abwechslung. Wo früher zehn verschiedene Produkte standen, gab es in diesem Jahr nur noch die Hälfte. Zudem stellte sich uns auch in diesem Jahr die Frage, ob ein asiatischer Themenabend in Spanien notwendig ist. Diese Buffet stellte die Krönung der Einfalls- und Lieblosigkeit dar. Wir lieben authentisches asiatisches Essen, würden deshalb aber nicht nach Spanien reisen! Spezialitätenrestaurants (italienisch/spanisch): Im Restaurant Verona bekommt der Gast klassisch italienische Küche bestehend aus Pasta und Pizza. Die Qualität ist ordentlich jedoch gibt es keinerlei Veränderungen zu den letzten Jahren. Wir sind davon überzeugt, dass es weitere Pastasaucen und Pizzasorten gibt, die im Roca Nivaria aber nicht angeboten werden. Das Restaurant Burgos soll den Gästen die spanische Küche näher bringen. Außer ein paar Wurst- und Käsespezialitäten und Kaninchen enthält die Karte keine typisch spanischen Gerichte. Tapas werden zum Beispiel überhaupt nicht angeboten. Daher sollte das Restaurant eher international, als typisch spanisch genannt werden. Zudem haben sich beide Speisekarten in den vergangenen zwei Jahren überhaupt nicht geändert! Weinkarte: Gab es in den letzten Jahren immer mal wieder neue, vor allem kanarische Weine zu entdecken, stellten wir auch hier keine Veränderung zum letzten Jahr fest. Auf Nachfrage wurde dies mit der Unzuverlässigkeit einiger Lieferanten begründet. Dennoch sind wir auch hier überzeugt, dass es gerade in Spanien jede Menge zuverlässiger Anbieter guter Weine gibt. Fazit: Die verwendeten Produkte sind von hoher Qualität. Allerdings lässt das, was daraus gemacht wird, sehr zu wünschen übrig, zumal die Küche in den vergangenen Jahren bewiesen hat, dass sie es besser kann.
An der Rezeption und in den Restaurants (Hauptrestaurant/Poolrestaurant/Spezialitätenrestaurants) erwartet den Gast ein immer sehr herzlicher und zuvorkommender Service. Das Personal versucht jedem Gast die Wünsche von den Augen abzulesen. Extrawünsche werden im Rahmen der Möglichkeiten auch gern erfüllt. Allerdings trifft diese Aussage nicht auf die Bars zu. Hier hat man mittlerweile nicht mehr das Gefühl, Willkommen zu sein. Als Gäste mit Halbpension wurden unsere alkoholischen Getränke in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Messbecher zubereitet. Bei den All-Inclusive Gästen gab es diese Handhabe nicht. Hier wird nach wie vor der Alkohol sehr großzügig ausgeschenkt. Somit hatten wir das Gefühl einer Ungleichbehandlung. Auf Nachfrage erklärte man uns als Stammgästen diese Unterscheidung mit unterschiedlichen Preisen der ausgeschenkten Alkoholika. Beim Blick in die Karte fiel jedoch auf, dass der Preisunterschied sehr gering ist. Daher ist das Procedere für uns nach wie vor nicht nachvollziehbar. Für Longdrinks, die dadurch im Wesentlichen aus Eiswürfeln bestanden waren wir nicht mehr gewillt zu zahlen. Wir vermieden daher weitere Barbesuche.
An der Playa Paraiso findet man weder einen Strand noch das wirkliche Paradies. Der Ort ist gekennzeichnet durch die Bausünden der letzten Jahrzehnte. Dennoch kann man eine langsame und positive Entwicklung feststellen, den Ort künftig attraktiver werden zu lassen. Der hoteleigene Shuttlebus bringt die Gäste regelmäßig zum Partnerhotel "Jardines de Nivaria" an der Costa Adeje. Dort findet der Gast diverse Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Dezember 2016 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stephan |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 11 |


