Die Hotelanlage ist nicht neu, aber nach wie vor gut gepflegt - wir waren inzwischen das 7. Mal da. Halle, Restaurant, Garten, die geschwungenen Wege, alles ist sehr sauber und macht auch auf den zweiten Blick einen guten Eindruck. Man kann Zimmer im Hauptgebäude oder in einem der zahlreichen Bungalows bekommen. Angeboten wird Übernachtung mit Halbpension oder AI. Zwischen den Bungalows und dem Meer liegt eine grüne Wiese, auf der man Liegestühle und Sonnenschirme findet. Die Liegen und Schirme wurden manchmal gegen Mittag etwas knapp. Wir hatten einen Bungalow in der ersten Reihe, so dass man morgens direkt über die Terrasse und die grüne Wiese ins Meer gehen kann - Super! Bei dem Preis-Leistungsverhältnis sollte man sich darüber im Klaren sein, dass irgendwo gespart werden muss, und das geschieht hier wohl immer noch bei der Renovierung der Zimmer - da hilft auch kein "Smartline". Aber sie sind sauber, und die Lage ist super. Beste Reisezeit ist unserer Ansicht nach der Mai/Juni oder der September. Im Juli und August ist es zu heiß für Ausflüge, und im Oktober schlägt häufig das Wetter um, und es wird stürmisch und regnerisch. Außerdem schließen fast alle Hotels auf Kos im Oktober. Eine so gute Lage zum Meer bekommt man unserer Ansicht nach auf Kos kaum günstiger.
Unser Bungalow wurde etwas aufgehübscht - neuer Flachbildschirm mit vielen, auch deutschen Programmen, frisch gestrichene Wände, heile Armaturen im Bad. Auch das Problem mit dem Abfluss (hochsteigendes Wasser) hatten wir nicht mehr. Die Zimmer warten aber immer noch auf eine Renovierung. Die Möbel sind abgenutzt und minderwertig, in den Schubladen und im Schrank riecht es nach wie vor merkwürdig (Ameisen-Tod?). Der Kühlschrank ist recht nützlich (keine Minibar), auch die Saftpackungen von Lidl passen rein. Gut hat uns die doppelte Terrassenabtrennung gefallen, eine Glasscheibe und eine Metall-Lamellentür, die tagsüber die Hitze und nachts die Insekten abhielt. Die Safebenutzung kostet 3 Euro am Tag.
Wir können die zum Teil sehr negativen Schilderungen des Restaurants überhaupt nicht nachvollziehen. Die Speisen waren in der Regel der griechischen Küche angepasst, vieles gibt es genau so in den Tavernen! Nachgelegt wurde immer ausreichend, selbst 15 Minuten vor dem Ende der Essenszeit bekamen wir alles. Auch gefrühstückt haben wir gut, es gab diverse Eierspeisen, Brot, Brötchen, Quark, Müsli... Das Mittagsbuffet wurde als "Light Lunch" bezeichnet, aber auch hier fand man leckere Angebote, die man in vielen Hotels noch nicht einmal abends bekommt. Negativ fiel uns dieses Jahr allerdings auf, dass das AI-Angebot bei den Getränken sehr eingeschränkt war. Beim Essen gab es Saft (eine süße, offenbar aus Pulver hergestellte Flüssigkeit), Wasser (OK), Bier (OK) und Wein (griechischer Wein...). An der Poolbar bot man einen (!) Cocktail an, eine ebenfalls recht süße Flüssigkeit, der Ouzo war warm, und einen Espresso oder Cappucino zahlte man extra. Wir haben seit Jahren keine Cola mehr getrunken, aber in diesem Urlaub bestellten wir sie notgedrungen - außer Mineralwasser und Bier gab es nichts ordentliches. Wenn diese Sparmaßnahme nötig ist, finden wir, dass man dann besser kein AI anbieten sollte.
Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend. Bei unserer Ankunft stellten wir fest, dass der Duschkopfring defekt war - nach einer halben Stunde kam ein Mechaniker und wechselte den Duschkopf aus. Die Angestellten sprechen Englisch, einige auch recht gut Deutsch. Überhaupt nicht nachvollziehen können wir die Behauptung, dass die Halbpensions-Gäste gegenüber den AI-Gästen bevorzugt wurden. Die Kellner waren sehr bemüht und achteten garantiert nicht darauf, ob jemand ein AI-Bändchen trug oder nicht. Trotz teilweiser hoher Auslastung im Restaurant funktionierte im Service alles bestens - Danke an Elis, Christoph, Eli und all die anderen! Die Zimmerreinigung war soeben noch OK, aber mehr nicht. Es wurde täglich gefegt, aber nicht immer gewischt, und einige Ecken im Bad wurden nicht ordentlich gereinigt.
Das Hotel liegt, nur durch die Liegewiese getrennt, direkt am Strand. Rechts und links kommt man bei einem kleinen Strandspaziergang zu anderen Hotels, einen Ort etwa zum Einkaufen gibt es in unmittelbarer Umgebung nicht. Die Ausgrabungen der Insel, das Asklepion, die Stadt Kos, die vielen Tavernen in den Gebirgsorten usw. sind zwar auch durch Busse zu erreichen (Haltestelle vor dem Hotel), aber ein Mietwagen erspart einem die Warterei in der Hitze und kostet nicht die Welt. Der Strand ist nur ein paar Meter breit, durch die große Liegewiese ist das aber kein Nachteil. Das Meer ist flach und dementsprechend angenehm warm (September). An einigen Stellen werden Kieselsteine angespült, man kommt aber an vielen Stellen problemlos ins Wasser, und hier ist der Boden nach wenigen Schritten überall feinsandig. Den Tipp, Badeschuhe mitzunehmen, halten wir für Unsinn. Der Strand wird, genauso wie die Liegewiese, ständig gereinigt, aber rechts und links vom Hotel ist er, wie an vielen Orten in Griechenland leider üblich, stark vermüllt. Das kann man aber logischerweise nicht dem Hotel anlasten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Lärmbelästigung am Pool war höher als in früheren Jahren, die Musik war in der Regel zu laut. Wir hatten den Eindruck, dass keiner der Gäste diese Beschallung wollte. Es ist eigentlich auch nicht einzusehen, dass die Anlage mittags mit eintöniger "Musik" zur Wassergymnastik beschallt wird, bloß weil eine Handvoll Gäste im Pool die Zeigefinger drehen. Der Pool ist sehr sauber und mit 33 m recht lang. Sonnenschirme und Liegen waren im September ausreichend frei. Man bekommt gegen Kaution Strandtücher, die man nach Belieben gegen frische tauschen kann. Der WLAN-Zugang ist überall kostenlos, aber bis zu den Bungalows reicht er nicht. Die Animation war von einer Ausnahme abgesehen dürftig, ein bisschen Kinderbespaßung, sogenannte Gymnastik, Bingo - und alles mit recht hoher Lautstärke. Beim unvermeidlichen "griechischen Abend" wurden die Tänzer von hinten angeleuchtet, so dass man sie praktisch nicht sah. Auch die recht hilflose Darbietung der "Fire Show" fand im Dunklen statt, man sah praktisch nichts. Auch hier sind wir sicher: Das will eigentlich keiner. Die große Ausnahme: Zwei Mal in der Woche gab es Life-Musik mit dem Gitarristen und Sänger Kristian Fjellstad. Sehr gute Darbietung von Oldies und auch neueren Popmusik-Stücken, der Künstler spielte und sang (alle Strophen!) sämtliche Stücke, die das Publikum vorschlug, selbst ausgefallene Wünsche wurden erfüllt. Und der Animateur Samuel lief dann beim Rock and Roll zu großer Form auf... Sehr empfehlenswert!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Bernd |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 4 |


