Das Gebäude ist seit Anfang der 1990er Jahre in Robinson-Händen und bietet Platz für bis zu 280 Gäste. Zuvor war der schmucklose Flachdachbau im "quadratisch, praktisch, gut - Format" das "Grandhotel Savoy", welches Ende der 1980er Jahre Konkurs ging. Der äussere Eindruck ist aufgrund der beschriebenen Schmucklosigkeit eher enttäuschend. So überkamen uns spontan Erinnerungen an eine Jugendherberge. Einmal eingetreten ändert sich die Meinung jedoch schlagartig. Man wird empfangen von warmen alpenländischen Farben und viel Holz. Unser spontaner und auch abschließender Eindruck: sehr heimelig und schnuckelig. Die gesamte Anlage ist sehr sauber und gepflegt. Die Verpflegung ist robinson-typisch quantitativ umfangreich (Vollpension) und qualitativ auf hohem Niveau. Ein interessantes Gimmick ist das clubeigene Bergrestaurant (mit gleicher Servicequalität wie in der Clubanlage) mitten im Skigebiet an der Mittelstation der Luftseillbahn. Hier kann man kurz zum lunchen einschwingen ohne ins Tal abfahren zu müssen. Der Club ist für alle Zielgruppen geeignet - im Winter eben standortbedingt für Schneesportler und Spaziergänger. Die Kinder- und Jugendbetreuung ist vorbildlich. Im besuchten Zeitraum bestand die Gästestruktur aus 40% Schweizern, 40% Deutschen, 10% Briten und 10% Rest. Der Altersdurchschnitt dürfte bei etwa 40 gelegen haben. Alles in allem war es ein toller Urlaub in Arosa in einer schön eingerichteten und familiär geführten Anlage, in der an jeder Stelle die Handschrift vom Clubchef zu erkennen ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der gebotenen Aktiviäten und Assets stimmig (Vollpension, Tischgetränke, Skipass, Skikurs, Wellness). Im Haus gibt es WLan-Zugang (kostenpflichtig) und die Handyerreichbarkeit ist gegeben. Arosa gilt als schneesicher. Beste Reisemonate sind Januar und Februar.
Unser Zimmer mit Süd-Balkon war sehr sauber, jedoch für ein Vier-Sterne-Haus nicht ausreichend groß (etwa 18-20 qm). Im Zimmer selbst war der Kategorie entsprechend aber alles vorhanden (vom Fernseher über Badewanne, Föhn, Bademäntel, Schminkspiegel bis zu den Badeaccesoirs u. v.m.). Die fehlende Größe mag freilich Methode haben, denn es sollen ja die Gemeinschaftseinrichtungen genutzt werden. Unverzeihlich ist jedoch die Hellhörigkeit der Zimmer. Selbst ein Nase schnäuzen im Nebenzimmer konnte sowohl tagsüber als auch Nachts deutlich vernommen werden - ganz zu schweigen von anderen Geräuschen. Das war aber auch der einzige Kritikpunkt, den man für eine Woche Urlaub vielleicht aber auch 'mal verschmerzen kann. Viellicht lag es auch daran, dass es ein Zimmer mit (verschlossener) Durchgangstür war. Tipp also: auf ein Zimmer ohne Durchgangstür bestehen.
Das Haus verfügt über ein großes, sehr sauberes Restauran sowie einen kleineren, ebenso sauberen Nebenraum. Die Bewirtung erfolgt via Buffet, an dem an verschiedenen Ständen frisch und á la minute international mit verschiedenen Mottos gekocht wird. Die Speisen waren sehr abwechslungsreich, toll angerichtet, qualitativ sehr hochwertig und äusserst schmackhaft. Manchmal mussten wir uns schon etwas zurückhalten, um nicht über Gebühr zuzunehmen. Es gibt eine zentrale Bar, das sogenannte "Schachbrett" in deren Umkreis auch die Empfänge stattfinden. Die Bar ist sehr gut sortiert und die Barkarte lässt auch in punkto Cocktals kaum Wünsche offen. Das Personal ist geschult und freundlich und die Preise für Bier und Wein angemessen, für Cocktails sogar günstig. Gegen später am Abend steht noch der "Nite-Club" zur Verfügung, in dem es dem Rahmen entsprechend musikalisch eher laut zu geht. Das Getränkeangebot entspricht einer verkleinerten Barkarte.
Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist im Robinson Club Arosa kaum zu überbieten. Ob am Empfang, an der Bar, im Service - egal wo, überall wurde einem mit einem Lächeln geholfen. Der Check-in ging trotz Hauptanreisetag Samstag sehr zügig und der Vorabend-Check-out ist auch eine tolle Sache. Im Haus gibt es neben den Wellness-Angeboten permanent einen Masseur und der Arzt kommt auf Anforderung zur Privat-Konsultation.
Das Hotel liegt unterhalb von Innerarosa in einem kleinen Talkessel und ist auf Schneesportgeräten von der Piste aus gut zu erreichen. Der Transfer zu den Pisten erfolgt morgens mit Shuttlebussen (Transferzeit etwa drei Minuten). Zu den Einkaufsmöglichkeiten marschiert man etwa fünf Minuten strammen Schrittes bergauf. Dafür gehts zurück umso schneller und leichter. .Arosa bietet eine Eislaufhalle und eine winterpermanente Rodelstrecke, Pferdeschlittenfahrten und vieles mehr. Nach einem anstrengenden Skitag kann und will man gar nicht alles ausprobieren.
Beliebte Aktivitäten
- Sport
Im Haus stehen verschiedene Wellnesseinrichtungen zur Verfügung, wie Hallenbad, Sauna, Dampfbad, Kraftraum, "Wellfit-Raum" für gemeinschaftliche sportliche Aktivitäten u.v.m. zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen Schneesportgeräte-Verleih, der auch Servicemaßnahmen zu einem überschaubaren Preis ausführt (großer Ski-Service zu SFr 59,--). Es wird zudem ein angenehm überschaubares tägliches Animationsprogramm angeboten - alles sehr zurückhaltend und ohne irgendwelche Zwänge.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Februar 2008 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Helge |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 9 |


