Es sollte eine ganz besondere Geburtstagsreise werden. Daher buchten wir ein Superiorzimmer, 4 Sterne und das neu eröffnete El Portillo Beach Resort, welches von qualitativ guten Reiseunternehmen angeboten wird (Meiers Weltreisen, Jahn Reisen, Tui). Die Ernüchterung folgte (s.u.). Das Hotel gibt einen Fragebogen an den Gast zur Hotelbeurteilung aus. Wir haben diesen an der Rezeption bei der Abreise abgegeben – die Weitergabe erscheint willkürlich. Noch ein Wort zur Reiseleiterin: Die Info enthält keine wesentlichen Infos. Außerdem spricht sie so laut, dass sich mehrere Gäste die Ohren zuhalten mussten und froh über das Ende der Veranstaltung waren. Sie erstickt jede Frage gleich im Keim – wahrscheinlich zum Vorteil der Beschwerdequote. Wir hatten auch den Eindruck, dass durch die Armbändchenfarbe die Gäste in 2 Klassen unterteilt wurden (grellgrün für Neue, hautfarbig für Stammgäste). Wir kennen mehrere Hotels der Dom. Republik als auch weltweit (diese waren ok) und wir sind wirklich keine Nörgler, aber dieses Hotel ist nicht mehrere Sterne wert! Super waren die kostenpflichtigen Ausflüge (Wale und Jeepsafari; buchen bei Luis-dem Dominikaner, bei ihm ist es etwas preiswerter als bei den Reiseveranstaltern)! Wer nicht viel reist, wird sich eher von der Natur verzaubern lassen und den Rest akzeptieren. Wer begeistert ist vom Hotel, hat noch nichts anderes gesehen. Besuchen Sie Samana, die Halbinsel ist wirklich traumhaft schön, aber nehmen Sie ein anderes Hotel. Jahn-Reisen kam uns mit 200 Euro entgegen - ein Tropfen auf den heissen Stein bei diesem, völlig unangemessen hohen Reisepreis, aber wir hatten keine Lust mehr uns aufzuregen und wollten die Sache endlich abschließen.
Zimmergröße, Anzahl der Stauräume, Balkon und Bad (bis auf von der Decke tropfendes Wasser) waren ok, aber: völlig abgegriffene defekte dunkle Möbel, die Klimaanlage funktionierte nur ab und zu (nach fast täglicher Reparatur, eine Wasserlache stand meist im Flur) und die Malerarbeiten wurden völlig unprofessionell durchgeführt. Der Preisaufschlag für das Superiorzimmer ist inakzeptabel, da alle Zimmer gleich ausgestattet sind (daher sahen wir auch von einem Zimmerwechsel ab) und wir dem Auffüllen der Minibar meist hinterherlaufen mussten. Hinzu kam extremer Flug- und Motorenlärm, da die Hauptstraße und ein Flugplatz unweit an die Unterkünfte grenzten – von Ruhe, wie im Katalog angepriesen, keine Spur! An manchen Tagen gab es kein warmes Wasser, gegen 7.00 Uhr fiel täglich der Strom aus – incl. der Klimaanlage. Das Zimmermädchen lacht nach reichlich Trinkgeld noch mehr, macht gut sauber – sollte aber auch hin und wieder die Kommodenoberflächen reinigen.
Meist gab es das gleiche Kaltbuffet. Das Highlight war der Eierbrater zum Frühstück – den hatten wir zum Glück 2 Wochen, nach Personalwechsel war auch der eine Katastrophe. Der Gipfel war allerdings die warme Küche. Gab es mal einen Großvogel, stand der Gast davor und bekam kein Fleisch - das ausgiebige Fischewenden oder das bewusste Wegschauen waren wichtiger. Wahrscheinlich sollte gespart werden. Am Buffet gab es z.B. zerhackte Hühner mit Knochensplittern. Mindestens die Hälfte aller Gäste hatte akute Magen-Darm-Probleme (nach weiteren Internetrecherchen scheint das üblich zu sein – eine Hygienekommission nach internationalen Standards wäre angemessen). Bei uns reichte es nach dem „Genuss“ von Meeresfrüchten sogar bis zu einer mehrtägigen Lebensmittelvergiftung. Der Arzt war nicht selten vor Ort. Im Restaurant als auch in der Gartenanlage versuchte man stets den Platz zu finden, an dem es nicht nach verdorbenem Fisch und ranzigem Öl stank. Aus der Küche kam zusätzlich teilweise Dieselgeruch.
Der Service wäre selbst in einem 2-Sterne-Hotel besser. Der Gast sitzt im Restaurant vor nicht eingedeckten Tischen, viele besorgten sich das Besteck und die Getränke an der Bar selbst. Da das Personal ständig wechselt und alles sehr unorganisiert wirkt, nutzten auch großzügige Trinkgelder nichts. Es entsteht außerdem der Eindruck, dass bewusst „übersehen“ wird – so winkten viele Gäste mit weit hoch gestreckten Armen dem Personal zu, um überhaupt beachtet zu werden. Ganz anders war die Situation, wenn irgendwelche Delegationen im Haus waren – dann liefen alle wie die Wiesel! Die Mitarbeiter an der Rezeption sind überfordert. So wurde z.B. unser Zimmer gesperrt, nachts 4.00 Uhr klingelte das Telefon mehrmals, ein Geburtstagsfax (geschickt über ein deutsches Reisebüro incl. Erhaltbestätigung) wurde nicht übergeben (von einer Gratulation durch das Hotel ganz zu schweigen), die Koffer wurden trotz Vorbestellung am Abreisetag nicht vom Zimmer abgeholt etc. Das Barpersonal war überwiegend freundlich und flink. Die Drinks waren sehr gut. Hierfür großes Lob!
Sehr schön, hinter einem Gebirgszug gelegen, direkt am Strand, perfekt für einen Karibikurlaub - die Lage gleicht viele Unannehmlichkeiten aus; nicht zu empfehlen ist der Bustransfer nach dem langen Flug (ca. noch 4 bis 5 Stunden bis zum Ziel bei einer Fahrweise, die Übelkeit hervorruft; dennoch schöne Landschaft zu sehen, aber 1x reicht aus). Meist hielten wir uns am wirklich schönen, sehr breiten, goldfarbenen Strand mit sehr weichem Sand auf. Man kann unendlich weit laufen und Mangroven bestaunen. Durch den letzten Hurrikan sind ca. 15% der Palmen zerstört – es sind aber noch genug vorhanden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Reichlich Angebote vorhanden; Der Pool war einfallslos gestaltet. Der Whirlpool wurde umgebaut und war nicht nutzbar. Sehr gut sind die Liegen am Pool. Das Animationsteam ist sehr bemüht – wer will, wird den ganzen Tag beschäftigt, wer nicht will, wird auch nicht genervt. Hervorzuheben ist die Kinderanimateurin – sehr liebevoll. Die Musikanlage (Pool und Disco) ist allerdings nervig, da die Membranen defekt sind. Für Gäste, die gerne tanzen, ist die Disco nicht geeignet. Der DJ scheint nur für die Animateure aufzulegen – obwohl man annimmt, dass die Disco vorrangig für den Gast spielen sollte. Es scheint, dass Hotelgäste möglichst schnell wieder gehen sollen. Bei internationalen Hits war die Tanzfläche krachend voll (3 Titel pro Abend). Ansonsten wird ausschließlich Merengue und Salsa gespielt (auch tagsüber). Musikwünsche (incl. Merengue!) werden selbst nach 2 ½ Stunden nicht erfüllt. Wir hören natürlich auch landestypische Musik, aber ein gesunder Mix aus allem wäre wünschenswerter (war die Meinung vieler tanzwilliger Gäste) – zumal der DJ darüber verfügt, wie die Abendshows zeigten.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im März 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Grit & Ralf |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |

