Zum Hotel: Das Bel Air Azur Resort hat seine besten Jahre schon einige Zeit hinter sich und ich bezweifle ob es jemals 4 einheimische Sterne verdient hatte. Jetzt wird es zwar einen Protestschrei der Stammgäste geben, aber wer dort öfter als einmal hinfährt hat wahrscheinlich noch nichts von der Welt gesehen. Wir waren übrigens das dritte Mal in Ägypten. Bei der Ankunft auf dem Flughafen in Hurghada um 18:20 Uhr trafen wir in der ersten Halle auf eine große Menschenmenge, die sich an 4 Schaltern ihre Pässe und Einreisevisa kontrollieren lassen wollten. Das ging leider nur sehr zögerlich vorwärts und deshalb warben einige emsige Einheimische mit Schildern: VIP 10 Euro ohne Anstellen. Da es aber dafür keinen Extraschalter gab fand ein bezahltes Vordrängeln an den vorhandenen Schaltern statt. Das gleiche übrigens auch beim Rückflug. Der Deutsche, speziell der ehemalige Ostdeutsche ist ja geduldig im Anstellen, aber äußerst ärgerlich beim Vordrängeln, welches er als bodenlose Frechheit empfindet. Nach dem Gepäckempfang wartete schon ein Alltoursmitarbeiter nach der letzten Kontrolle auf uns und empfahl uns seinem Außenkollegen. Der war leider nicht aufzufinden und bei ca. 40 Bussen ist es schwer, nicht in den Falschen einzusteigen. Nach dem wir dann endlich im Bus saßen, ging es flugs zum Hotel Bel Air Azur Resort, welches zwar nur ein Viertelstündchen vom Flughafen entfernt ist, wir aber erst wegen s.o. um 19:40 Uhr erreichten, also nach mehr als einer Stunden. Unserem verantwortlichen Reiseleiter dieses am nächsten Morgen mitgeteilt, entlockte es die lapidare Antwort, dafür wäre ja nun nicht Alltours zuständig. Und ich hatte doch tatsächlich gedacht, die Alltourszuständigkeit beginnt beim Einstieg ins Flugzeug. Wir haben wieder einen Schnorchelausflug mit Dirk von Bakadi-Dreams gebucht und wurden wie immer nicht enttäuscht, konnten mit Delfinen schwimmen und haben auch große Schildkröten beobachten können. Die Bewirtung an Bord und die Herzlichkeit der Crewmitglieder waren wieder hervorragend.
Ich beschränke mich auf die Mängel, die ich mit Bildern beweisen kann und nicht auf alle. Unser Doppelzimmer in der 3. Etage, leider nur ohne Fahrstuhl erreichbar, hatte ein Badezimmer mit dermaßen versifften Ecken und Fugen, wie ich es noch nicht gesehen habe. Die Duscharmatur ist eine alte Wannenarmatur mit fester Wandbrause, d.h. ohne Handbrause, wobei diese wahrscheinlich bei dem schwachen Wasserdruck sowieso nicht funktioniert hätte. Die Schiebetür hakt schnell mal aus, weil das mit dem Schieben offensichtlich nur früher mal funktioniert hat. Den vorhandenen Abfalleimer, der ohne Beutel betrieben wird, fasst man lieber nicht an, weil man nicht weiß, was außen dran und innen drin war. Das Zimmer selbst sieht auf den ersten Blick nicht so schlecht aus und man merkt erst als man im Bett liegt, dass der Giebel des Bettes, der eigentlich nicht am Bett befestigt ist, sondern früher mal an der Wand, ganz schöne Geräusche macht, wenn man dran kommt. Unsere Nachbarn haben das mal früh um 6 Uhr einige Zeit rhythmisch demonstriert. Der vorhandene Safe fasst ca. 4 Geldbörsen, Tablet Fehlanzeige. Der absolute Hit, war allerdings der, dass meine Frau 4 Tage vor Abreise auf die Idee kam und unters Bettlaken schaute. Ich hatte sie vorher gewarnt, aber die Neugierde war größer und der Ekel danach auch. So ein mit Piss- und sonstigen Flecken übersätes Unterbett haben wir echt noch nie in einem Hotel gesehen. Der herbeigerufene Zimmersauberkeitsverantwortliche entschuldigte sich kurz und erklärte, dass heute Wäschetag sei (nach einem Jahr??) und die Sachen gewechselt würden. Zum Wechseln ist es dann wohl nicht gekommen, man hat gänzlich darauf verzichtet, so wie in meinem Bett. Wenn wir einmal bei Reinigungspersonal sind, kann man ruhigen Gewissens behaupten, dass wenn gereinigt wurde, dieses mehr als oberflächlich geschah, Ausgekämmte Haare unterm Waschbecken vermehren sich natürlich mit der Zeit und man kann sie wieder mit nach Hause nehmen. Da täuscht auch nicht der gebastelte Handtuchschwan darüber hinweg. Die Klimaanlage im Zimmer war ohne Ohrstöpsel gar nicht zu ertragen. Da die einzelnen Stufen nicht funktionierten, wurde das reklamiert und das Wandpaneel ersetzt, welches aber auch bloß nicht funktionierte. Dafür war das Blech auf Blech schabende Geräusch der Dachventilatoren immer gut im Innenhof zu hören. Die Informationsmappe, die eigentlich in jedem Hotel auf dem Zimmer zu finden ist, bezog sich im Bel Air auf einen zigmal kopierten Zettel.
Da das ägyptische Essen viel mit zerhackten Hähnchen und hartem Rindfleisch oder Lamm zu tun hat, speziell mittags, hat man sich Abendessen bei bestimmten Themen viel Mühe gegeben. Wem das nicht reicht, kann ins Nachbarhotel Arabella gehen und dort beim Sternkoch Bordiehn im A-la Cart-Restaurant bestimmte kostenfreie Speisen mit Vor- oder Nachspeise konsumieren, Getränke müssen allerdings bezahlt werden. Es ist Zeit mitzubringen, die man ja im Urlaub hat, weil man, hatten wir jedenfalls den Eindruck, ein bisschen auf Zeit spielt. Das gleiche Angebot preiswerter und schneller gibt’s im Restaurant Moby Dick im Stadtteil Sakala, welches wirklich sehr zu empfehlen ist, speziell das Kamelsteak.
An der Freundlichkeit der Kellner und auch der Betreuer am Strand gibt es keine Kritik. Was die Zimmerreinigung angeht s. u.
Am Strand trafen wir auf in die Jahre gekommene verrostete Schilfschirmgestelle und Windgestelle, sowie alte schwere Holzliegen, die mal weiß waren und deren Metallteile total verrostet waren. Die Auflagen hatten ihre besseren Zeiten schon hinter sich. Das ganze hat zwar einigermaßen funktioniert, ist aber keine 4 Sterne wert.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Dietmar |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 5 |
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